Beiträge von lillameja

    Ich halte unsere 35 kg Hündin locker am guten Bauchgurt (mit Beinschlaufen damit er an der richtigen Stelle sitzt) und Leine mit Ruckdämpfer. Wichtig ist nur, dass der Ruck mich nicht unvorbereitet trifft, deswegen den Hund immer gut im Blick haben.
    Vielleicht zu Beginn einzeln gehen, bist du sicher bist dass du sie auch zusammen hängen kannst. Und natürlich vor der OP in gesunden Zustand testen!

    Typische "Schübe" liefen bei uns mit Durchfall (schleimig bis hin zu flüssig wie Wasser und teilweise mehrmals pro Stunde) und erbrechen (ebenfalls mehrmals am Tag, oft direkt nach der Futteraufnahme), lauten Bauchgeräuschen und deutlichem Gewichtsverlust ab. Als es am schlimmsten war, musste sie dann 3 Tage in die Tierklinik an den Tropf um nicht zu "verhungern". Dann wurde eben auch die Spiegelung gemacht.

    Bei der anderen Hündin sind es nur leichte Minischübe mit tagelangem Durchfall (s.o.), seltenem Erbrechen und Bauchschmerzen. Bei ihr wurde irgendwann der Verdacht auf Darmverschluss gestellt und sie wurde operiert. Es war dann doch kein Verschluss, aber im Rahmen der OP wurden dann Proben von Magen und Darm entnommen und dann die Diagnose IBD gestellt.

    Dieses Krankheitsbild ist einfach so vielfältig, das macht es ja so schwierig. Und es ist ein Stückweit doch einfach auch die Feststellung, dass man nicht genau weiß, was die Magen-Darm-Problematik ist, alles andere ausgeschlossen ist und dann ist es halt IBD.

    @ Lilllameja: Wie geht es den beiden denn Heute?

    Im Moment geht es den Beiden richtig gut. Okay, die letzten Tage hatten wir wieder Durchfall komplett flüssig, aber da es beide zeitgleich erwischt hat, denke ich es war entweder ein Infekt oder doch etwas falsches gefuttert... Aber sie erholen sich eben von so etwas auch recht schnell wieder und sind nicht direkt im nächsten Schub drinnen.
    Ich denke jedoch, dass wir gerade bei der, die es schlimmer hat nicht mehr vom Dexamethason weg kommen, aber bis jetzt zeigt es keine Nebenwirkungen und wir hoffen einfach, dass das noch lange so bleibt!

    Ich habe gestern tatsächlich das 30 Days Shred Level 1 gemacht. Nachdem ich jetzt schon c.a. ein dreiviertel Jahr ein bis zwei mal im der Woche trainiere habe ich das Level 1 wirklich locker durchgehalten. Kein Sterbegefühl und keinen Muskelkater heute. Es bringt also tatsächlich etwas regelmäßig zu trainieren. Als ich das das letzte mal gemacht hatte, konnte ich mich am nächsten Tag kaum bewegen...

    Wir haben nach dem Besuch im der Kleintierklinik in Müllheim ja ganz abrupt Futter und Medikamente umgestellt. Bei einer Hündin hat das c.a. ein bis zwei Wochen Durchfall gegeben (da habe ich echt gezweifelt ob es das richtige ist), der anderen ging es sofort besser. Ich denke, das kann man also nicht so allgemein sagen, ist sicher von Hund zu Hund unterschiedlich... Das ist es ja bei dieser blöden Krankheit, es gibt einfach kein Rezept, das bei jedem Hund funktioniert...

    hier haben doch auch einige 30 Day Shred gemacht oder?

    Ist es normal, dass man anfangs sterben will? :lol:

    Jaaa... :tropf:
    Ich habe heute meinen Sport ausfallen lassen und statt dessen bei einer Feier in der Arbeit Sekt und Häppchen gefuttert... Vielleicht sollte ich das Shred heute mal wieder machen...

    Dieses Gefühl nicht mehr zu wissen was falsch und was richtig für den Hund ist, kenne ich auch zu gut. Aber letztendlich macht in dem Fall nur der Versuch klug, immer mit dem Risiko verbunden, das es eben doch das Falsche war...
    Hier waren beide Hunde in den schlechten Phasen auch viel müder, klar, mit Bauchschmerzen oder Unwohlsein renne ich auch nicht gerade fit durch die Gegend. Da lege ich mich auch lieber aufs Sofa.
    Und wenn wir weniger machen legen sie sich eigentlich immer hin und schlafen, auch wenn es Ihnen gut geht. ;)

    Über Weihnachten war bei mir auch Ausnahmezustand... Ergebnis: Zwei Kilo mehr und keine Lust mehr auf schrottiges Essen. Deswegen köchelt gerade ein Gemüsecurry auf dem Herd und heute mittag gab es eine Tomatensuppe. Außerdem ist der Obst- und Gemüsevorrat wieder aufgefüllt. Es geht den zwei Kilos also wieder an den Kragen.

    Interessanterweise haben mich heute gleich mehrere Kollegen angesprochen, ob ich noch weiter abgenommen hätte, fand ich ja irgendwie lustig.

    Mich würden ja die Eigenheiten interessieren.

    Zuerst einmal sind sie echte Spätentwickler. Sie werden oft erst mit 3-5 Jahren (oder noch später... :ugly: ) erwachsen. Bis dahin kommen immer mal wieder pubertäre Phasen. Immer wenn man denkt jetzt wäre der Hund endlich mal vernünftig erzogen, kommt er auf die nächste dumme Idee. Das muss man echt mit einem Augenzwinckern als Herausforderng sehen.
    Dann der Jagdtrieb der bei einem Hütehund natürlich recht wahrscheinlich ist. Wir konnten in Junghundzeiten nicht entspannt durch den Wald laufen... Ziehen, vor Erregung zittern oder winseln war dabei die Regel. Inzwischen geht es sogar ohne Leine, allerding muss man Gina immer im Blick haben und rechtzeitig stoppen. Von Bewegungsreizen mal ganz abgesehen. Wurden in der Junghundestunde die anderen Hunde abgerufen hatte ich einen schreienden Beauceron in der Leine hängen. Auch das hat einiges an Training gebraucht, inzwischen ist das zum Glück kein Problem mehr. Unser erster Urlaub am Hundestrand war der Horror. Die vielen rennenden Hunde und die Besitzer die lustig Bällchen ins Meer geworfen haben, haben das Gehrin unserer Hundes latent überfordert. Wir sind nach einigen Minuten mit völlig durchgeknalltem Hund vom Strand abgehauen.
    Auch das Zerstören von verschiendensten Dingen ist in der Junghundezeit keine Ausnahme. Hier waren es unter anderm Hausschuhe, Hosen (sie hing mit ihren Welpenzähnchen einfach unten in der Hose), verschiedene Dekosachen und zum Teil die Wand (kann man ja mal Löcher reinfressen).
    Dann sind sie sehr selbstständig und auch das muss man mögen. Man braucht sehr viel Konsequenz und Durchsetzungsvermögen. Sie sind eben klug und treffen eigene Entscheidungen. Und dabei nutzt Gina Inkonsequenz sofort für ihre Zwecke. Und sie testet immer wieder, ob man Ansagen auch wirklich ernst meint. Die Menschen, die ihr das nicht zeigen können, die nimmt sie nicht ernst.
    Generell ist der Beauci sehr auf seine Menschen und sein Rudel bezogen. Andere Menschen werden freundlich (bei Sympathie) oder ignorant behandelt. Anfassen lässt sie sich nicht von jedem, sie wird aber auch nicht böse, sondern geht dann einfach. Andere Hunde findet sie toll (das ist sie mit fast fünf immer noch ganz Junghund, ich werde regelmäßih gefragt "Oh, der ist sicher noch ganz jung?!". Außer, die anderen Hund pöpeln "ihre" Mia an. Dann wird erst gesplittet (vorbildlich, sie macht das wirklich wie aus dem Lehrbuch) und wenn das nix hilft wird durchgegriffen. Ist die Situation dann geklärt, ist sie sofort wieder entspannt und fröhlich. Das ist schon faszinierend zu beobachten.
    Ich denke, Beaucerons sind Hunde, die sehr sensibel sind und viel Liebe und Einfühlunsvermögen und trotzdem sehr klare Grenzen brauchen. Ist man ein Typ Mensch, dem es schwer fällt klar die Grenzen zu setzen und durchzuziehen wird man mit diesem Hund nicht glücklich. Sonst hat man einen tollen Begleiter!