Beiträge von reggy

    Weißt du, meine Hündin (13 Monate) ist schon seit Welpe ein absolutes Powerpaket. Und seit ihr die langen Beine gewachsen sind möchte sie nur noch rennen. Mittlerweile fahre ich regelmäßig Fahrrad mit ihr, allerdings läuft sie die meiste Zeit frei und kann ihr Tempo so selbst bestimmen.

    Dass dein Hund gerne laufen möchte ist klar - allerdings ist Laufen eben nicht gleich Laufen. Ein Spiel mit Artgenossen ist z.B. perfekt zum Auspowern, weil dabei alle Muskelgruppen angesprochen werden.
    Ein gleichmäßiges Traben am Fahrrad ist aber sehr monoton, da sind immer die gleichen Gelenke und Bänder immer gleich stark belastet. Und dafür braucht man schon starke Knochen.
    Auch wenn sie nicht mehr wächst, haben sich die Gelenke noch nicht gefestigt - das ist mit 9 Monaten höchstens bei einem Chihuahua der Fall. Du kannst also davon ausgehen, dass es wirklich noch zu früh ist.

    Ab und zu üben ist in Ordnung, aber noch keine Touren unternehmen. Warte noch ein paar Monate und festige in der Zeit den Gehorsam.

    Du solltest ihr auch "Schau" beibringen, damit du bei Ablenkung ihre Aufmerksamkeit auf dich lenken kannst. Also Blickkontakt belohnen.

    Ally schüttelt sich nach dem Baden (egal in was) gerne neben fremden Menschen.
    Außerdem rülpst sie gern lautstark in der Öffentlichkeit (volle Straßenbahn).

    Und das beste: Sie hat mal einer Hundeschul-Gruppe, die gerade am üben war, die Dummies geklaut. Und mir freudestrahlend apportiert. Ich war so stolz dass ich nicht schimpfen konnte :roll: Nachdem sie mir den zweiten gebracht hat, musste sie allerdings an die Leine.

    Zitat

    Kata....interessanterweise hat der Stachler da wenig mit zu tun.
    Nimmst du einen Besitzer der keine Ahnung von Führen hat und einen Schäfi, dann kannste ihn am normalen Nylonhalsband führen und er tickt dir trotzdem aus.

    Hmm mag sein... hängt davon ab wie man ihn einsetzt. Wenn man so dran zieht dass der Hund aufjault... egal was dazu führt, dass der Hund austickt - sie Viecher tun mir leid :/

    Also Ally hat am Rad eigentlich nie gezogen, weil es da immer schnell genug war :)

    Allerdings ist es wichtig, dass sie Kommandos wie "Langsam" und "Halt" kennt, weil sie sonst weiterläft wenn du bremst. Wir haben noch "Aufpassen" bei Richtungsänderung.
    Dann machst du den Hund an eine nicht zu lange Leine und hängst dir einen Leckerlibeutel an den Lenker. Und dann wird der Hund fleißig belohnt am Fahrrad, wenn er gut läuft. Zuerst nur ganz kurz üben, dann verlängern.

    Was ist dein Hund denn für eine Rasse? In dem Alter würde ich bei einem mittelgroßen Hund höchstens 1-2 Mal die Woche für ne halbe Stunde an der Leine üben, weil das Tempo doch sehr gleichmäßig ist und das ist nicht gut für die weichen Knochen.
    Außerdem achte noch drauf, dass sie auf Asphalt nur trabt und nicht galloppiert, weil das die Ballen weniger beansprucht.

    So, das wars mit Tipps von mir :D

    Wenn sie es gut übersteht, wird ab jetzt wohl alle 6 Monate ne "Unfallwurf"- Anzeige erscheinen... Zumindest klingt das sehr danach.

    Habe auch schonmal ne Anzeige gesehen, da wurde eine 12 Monate alte Boxerhündin "umständehalber" verkauft, die "noch etwas zu dünn ist, weil sie gerade Welpen hatte". Und zwei Seiten weiter vom gleichen Anbieter 2 Monate alte Boxerwelpen. :kopfwand: :kopfwand: :kopfwand:

    Das mit der Führung stimmt natürlich, es gibt eben Rassen, die mehr Autorität brauchen.
    Nur verstehen diese Leute nicht, dass "Autorität" nicht gleich "Gewalt" heißt.
    Denn diese Hunde sind es dann, die an der Leine ausrasten, wenn sie nen anderen Hund sehen, weil sie immer nen kräftigen Ruck am Stachler bekommen haben, wenn sie irgendwo hin wollten, und weil sie eben null Alternativverhalten kennen und ihrem Besitzer nicht vertrauen. Und dann heißt es eben wieder - die aggressiven Schäferhunde.

    Ich sage ja nicht, man soll nur Wattebällchen werfen, aber da läuft teilweise so ziemlich alles schief, und die Einstellung "der Hund ist eben so" ist einfach viel zu oft vertreten.

    Ich kenne auch eine total ängstliche Schäferhündin, die beschwichtigt schon, wenn ihr Besitzer sie nur anschaut (warum wohl?), da er aber meint, sie sei schwer erziehbar und dominant, bekommt sie eben alle "Erziehungshilfen", die es so gibt und wird auch noch ständig zur Sau gemacht... hach sowas regt mich so auf das geht gar nicht.

    Ich geh mal nen Tee trinken :)

    Also was ich zu den Schäferhunden generell sagen kann, ist dass diese oft aggressive und sturköpfige Besitzer haben. Und dass sie leider das Schicksal haben, von den Menschen viel öfter versaut zu werden als andere Hunde. Dass viele von ihnen ihr Dasein im Zwinger fristen müssen. Und dass scheinbar viele Welpen schon mit Stachler zusammen verkauft werden.

    Und dabei sind das so schöne, aktive, gelehrige Hunde. Scheinbar haben sie aber immer wieder das Pech, an die falschen Menschen zu geraten.
    Ich sehe so viele Schäfis - wenn man mal mit denen spazieren geht - dann am Stachel und am besten noch Flexileine dran. Und dabei sind die Hunde oft (noch) ganz lieb und freundlich. Aber nein, sie dürfen nicht von der Leine. Und spielen dürfen sie auch nicht. Und bei Fuß gehen sollense, die ganze Zeit...

    Das ist natürlich etwas übertrieben dargestellt alles, ich kenne auch ganz tolle Schäfer, die ein ganz normales Hundeleben haben, und auch ganz tolle Besitzer von Schäfis - aber die negativen Beispiele überwiegen leider. Besonders die "Wir hatten schon immer Schäferhunde, und die haben immer pariert! Mir brauchen Sie nix erzählen!"- Leute mag ich ganz besonders gerne.

    Ich spreche jetzt nur von den Erfahrungen, die ich auf unseren Spaziergängen hier auf dem Land habe, nicht vom Sport oder von Gebrauchhunden.

    Dieses idyllische Bild der Straßenhunde gibt es in seltenen Fällen in Orten mit großem Touristenaufkommen, z.B. habe ich in Athen durchaus viele wohlgenährte, gesunde und entspannte Hunde gesehen, die in den Touristenmassen schliefen. Aber an diesen Orten werden sie von den Touris auch ständig gefüttert und haben dadurch ein ganz angenehmes leben.

    An anderen Orten werden genau diese Touristen den Hunden zum Verhängnis - siehe Beispiel mit den Strandhunden.

    Nunja, aber auch wenn es einigen Straßenhunden ganz gut geht, so geht es ihnen nur so gut, weil die Menschen sich trotzdem in irgendeiner Weise um sie kümmern. Der Großteil dieser Hunde jedoch führt ein jämmerliches Dasein, viele verhungern, sterben an unbehandelten Krankheiten oder werden von den Menschen beseitigt. Und wenn man Hunger leidet, kommen Aggressionen von ganz alleine, denn dann gehts ums Überleben.
    Letztens war in einer Zeitschrift ein Bericht über Strassenhunde, und auch über eine Hündin, die selbst verhungert ist, da sie ihre Welpen nicht verlassen hat um sie vor anderen Hunden zu beschützen. Soviel zur Straßenhund-Idylle.