Im Ernst: Jeder Hund bedeutet irgendwann/irgendwie Einschränkung.
Sei es als Welpe, sei es als kranker Hund, sei es als alter Hund.
Klar, die Spezialisten, um die man den Alltag drum basteln muss, sind wieder was Anderes.
Was definitiv hilft: nicht vergleichen!
Ja, natürlich wäre es toll, wenn Hund 1 alles könnte und so unkompliziert wäre, wie Hund 2.
Aber wenn man sich nur auf die Problematiken stürzt und darauf, was der Hund alles nicht kann, ständig vergleicht, kann man die kleinen Dinge und Eigenschaften nicht mehr sehen und schon gar nicht wertschätzen.
Täglich rausfahren, täglich die gleiche Route, jahrelang daran arbeiten, dass der Hund nicht permanent am Limit ist und die Nerven verliert - einfach ist anders.
Aber man kann dadurch auch gewinnen: immer wieder neu überdenken, sich immer wieder reflektieren, Entschleunigung, auf die Dinge konzentrieren, die wichtig sind, GEDULD lernen und vor allem weg vom Perfektionismus kommen.
Einsam inner Pampa, wenig Reize, ein Alltag, in dem der Hund nichts können muss - ja, es gibt Menschen, die Hunden sowas bieten können und auch wollen.
Aber die sind einfach rar gesäht.
Von daher wäre mein Tipp tatsächlich ganz in Ruhe und mit Zeit nach ihrem passenden Menschen suchen und sich währenddessen nicht mehr auf ihre Schwächen zu konzentrieren, sondern schauen, dass man wieder mehr sieht, was sie toll macht.
Wenn sie gut alleine bleibt, dann ist das für so nen Stresskeks toll.
Wenn sie gern Kuschelt und dabei Ruhe findet: auch toll.
Und wenn sie nur niedlich aussieht, wenn sie schläft - dann ist das auch schon wieder etwas, was man genießen kann.
Ja, manchmal ist es schwierig, vor lauter Problemen auch gute Seiten zu finden. Gerade bei solchen Stress-&Nervkeksen. Von alleine kommt das oft auch nicht, da muss man selbst aktiv werden.