Beiträge von Die Swiffer

    Ist es für dich Ideologie, die These in den Raum zu stellen, dass es dem Hund gegenüber unfair ist, wenn man ihm aus Prinzip nicht rückmeldet, dass man sein Verhalten jetzt scheisse findet?

    Aus Prinzip, weil man eine bestimmte Ideologie vertritt, ist für mich tatsächlich in ein Korsett pressen.

    Ist es also nicht sinnvoll, dass jeder Hund Signale lernt, die ihm punktgenau mitteilen können, das Verhalten, das du jetzt gerade zeigst, ist richtig und das Verhalten sollst du jetzt besser lassen?

    Grundsätzlich Signale lernen, ist nie verkehrt - nur würde ich nicht pauschal positive Strafe, Korrektur oder Korrekturwort anwenden, um einem Hund zu vermitteln, dass sein Verhalten Käse ist, schlicht und ergreifend, weil alles, was ich bei bestimmten Hunden in bestimmten Situation reinbringe, entweder nur Öl ins Feuer gießt oder weit ins tierschutzwidrige Training geht.

    Für mich ist Hundeerziehung "sag niemals nie" und "sag niemals immer".

    Es gibt Hunde, die sehr, sehr wahrscheinlich nicht in einem solchen Gehorsam stehen werden, wie andere.

    Auf der anderen Seite gibt es Hunde, die brauchen wahrscheinlich nicht in einem solchen Gehorsam stehen, wie andere, weil sie einfach keinen Blödsinn machen.

    Anderen Hunden täte ein besserer Gehorsam durchaus Sinn.

    Es gibt Hunde, da wäre es durchaus sinnvoll, wenn diese in einem abgesicherten Haltungsmanagement die Lernerfahrung machen dürfen, dass sie mit ihrem Verhalten einfach nicht weiter kommen (ohne massive positive Strafe) und sich neue Handlungen überlegen müssen.

    Es gibt Hunde, die zwar unter Gehorsam stehend, unheimlich viel leisten können, aber ob das, was von ihnen dann permanent gefordert wird, noch dem Charakter des Hundes gegenüber fair ist oder einen höheren Mehrwert hat, halte ich persönlich manchmal doch für fragwürdig.

    Halter und Hund in ein starres Korsett aus Ideologie zu pressen, finde ich weder Mensch noch Hund gegenüber fair.

    Herbst kühl nass:

    - Bisgaard neo Thermo Gummistiefel (durch die dünne Sohle bleibt die Fußmuskulatur auf unebenen Wegen schön in Bewegung und die Füße warm)

    - 2 Paar dünne Socken

    - Carhatt Workleggins

    - Überziehhose von Lager 157

    - Tshirt

    - Fleecejacke oder Powerstretch Jacke von Arrak

    - Arrak Summit

    Herbst kühl trocken:

    - Altra Lone Peak All Weather mid oder Hoka Challenger Leather mid

    - Socken

    - Workleggins oder RR Pusher

    - Tshirt, Fleecejacken oder Powerstretchjacke

    - Arrak Hybrid oder die Naketano SchnizzelDizzel oder den kurzen Fjällraven Parka

    Winter nass:

    - Bisgaard neo thermo oder Hoka Challenger mid

    - Thermoleggings

    - Softshellhose

    - Langarmshirt

    - Wollpullover

    - Primaloftjacke oder Teddyfleecejacke (Arrak)

    - Arrak Summit

    - Mütze und dünne Wollhandschuhe mit freien Fingerspitzen

    Winter trocken:

    - Hoka Challenger

    - Thermoleggings

    - Überhose Lager157

    - Langarmshirt

    - Wollpullover

    - Fjällraven Winterparka/ Daunenparka Vaude/ Selbst gemachten Winterparka

    - Mütze und dünne Wollhandschuhe mit freien Fingerspitzen

    Hunde tragen nix, haben funktionierende Unterwolle. Nur ins Auto kommen die dicken Vetbeds und Bademäntel fliegen fürs Mistwetter auch im Auto rum.

    Eine umsetzbare Alternative wird es nicht geben

    Es gibt sehr wohl andere Einrichtungen, als die HHF, ohne dass die Tiere Tierschutzrelevant gehalten werden.

    Ja, auch dort kommen Beißeren vor, auch dort verletzen sich immer mal wieder Hunde. Aber zumindest halten die Einrichtungen sich i.d.R. an die Vorschriften. Das ist dann wohl doch ein kleiner Unterschied.

    Ist meine Einrichtung unter dem Deckmantel Tierschutz dann vielleicht tierschutzwidrig oder arbeite ich sauber und halte mich an die Vorschriften und Auflagen.

    Und nein, da muss ich nicht auch B sagen, nur weil ich A gesagt habe.

    Das Problem, wohin mit gefährlichen Hunden, besteht aber nicht seit gestern - das gibt es schon lange. Zum Glück gibt es immer mehr Einrichtungen, die die Kapazitäten und fachkundiges Personal haben und auch immer mehr Möglichkeiten für die Mitarbeiter, sich entsprechend weiterzubilden.

    Dennoch wachsen die Unterbringungsmöglichkeiten nicht parallel zu der Anzahl an auffälligen Hunden, so dass sich die Situation nur immer weiter zuspitzt.

    Die Ursachen dafür sind jedoch so vielfältig, dass man das nicht mal eben runterbrechen kann und sich eben nicht mal schnell mit Ultimativlösungen erledigen lässt.

    Hundundmehr

    Damit HSH in ihrer Herde so leben und arbeiten, ist ein wenig mehr nötig, als Sozialisierung und Gewöhnung.

    Hier empfiehlt sich tatsächlich, sich ein wenig mit Rassekunde und Genetik auseinandersetzen.

    Ansonsten wäre es ja recht simpel, weil man dann jeden x beliebigen Hund jeder x beliebigen Rasse zum Herdenschutz in eine Schafherde setzen könnte.

    Gott sei Dank, kommt nur keiner auf diese völlig absurde Idee, nen Husky oder nen Whippet als HSH einzusetzen.

    Hündisches Verhalten- Obacht, jetzt wird es kompliziert - ist nicht nur Menschen abhängig.

    Nur das Gesetz für die Einstufung als Hund als gefährlich finde ich im Alltag eben nicht problemlos übertragbar. Denn danach sind eben viele Hunde schlicht und ergreifend definiert die vermutlich nie eine Gefahr darstellen mit verantwortungsbewussten Haltern

    Tja und dann geht das Definieren los. Man hat als Halter die Verantwortung seinem Tier gegenüber (artgerecht halten), aber ja auch der Umwelt gegenüber. Dafür gibt es eigentlich genügend Verordnungen und Gesetze zur artgerechten Hundehaltung, aber eben auch zur Gefahrenprävention. Genauso wie es eben durchaus sinnvolle Hilfsmittel wie Leine und Maulkorb gibt - und zumindest hier auch den einen oder anderen fähigen Trainer bezüglich Aggressionsverhalten und zur rein präventiven Gefahrenabwehrenden Hundeerziehung.

    Aber was ist denn verantwortungsbewusst und mal wieder - wo wird bzw. kann Verantwortungslosigkeit potenziell gefährlich werden bzw. muss wirklich erst was passieren, damit ein HH als verantwortungslos gilt oder ein Hund als gefährlich?

    Mal 2 Beispiele aus den letzten 2 Tagen hier:

    A) Naturschutzgebiet, Mix rauscht von hinten (in nicht netter Absicht) an den Hund ran, wird durch einen Brüller zumindest erstmal auf Abstand gehalten. Durch Drohen beim Umkreisen versucht er, Person und Hund am Weiterlaufen zu hindern. Wird dann vehement von der Person vertrieben, bis er zu seinem Halter zurückkehrt, der rund 200m entfernt wartete. Nix passiert, weil da jemand die Verantwortung für die Unversehrtheit seines Hundes übernommen hat und wusste, was er tat.

    B) Wald in Hessen (BL sag ich hier extra dazu), einer der Hauptwege ist Fahrrad-Schulweg für Kinder und Arbeitsweg für Erwachsene, Kreuzungen nicht einsehbar. Und so sah sich heute, 5 Minuten nachdem sie noch freundlich einem Kind aufm Rad gegrüßt hatte und dann abbog, eine HH plötzlich 2 freilaufenden Kangalrüden gegenüber, die den Rückruf ihres Herrchens ignorieren. Sie hat sofort den geordneten Rückzug angetreten. Da hätte alles gut gehen können oder aber eben auch nicht. Und dann?

    Ja eben das meinte ich doch 🤣

    Somit liegt es im Ermessen eines Richters, ob der Familienhund der einen Einbrecher beißt "gefährlich" ist...

    Es kommt auf den Einzelfall drauf an und nicht nur auf den Richter. Und da wären wir wieder bei Gefährlichkeit. Hing ein Warnschild am Zaun (kann - muss sich aber nicht positiv auswirken, ganz im Gegenteil), wie schwer wurde der Einbrecher verletzt, war die Wohnungstür verschlossen oder unverschlossen...

    Aber: was immer mit mit reinspielen wird:

    HundeVo

    Halten und Führen von Hunden

    "(1) Hunde sind so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht. Sie dürfen außerhalb des eingefriedeten Besitztums der Halterin oder des Halters nicht unbeaufsichtigt laufen gelassen werden."

    Das hat die oberste Priorität und ziemlich unmissverständlich.


    Haften, im Sinne des

    § 833 BGB Haftung des Tierhalters:

    Schmerzensgeld, ggf. Bußgeld oder Haftstrafe, das kriegst du als Halter dann ja gesondert.

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    Wie definiert das Gesetz dort genau?

    Die Gesetze sind i.d.R. so formuliert, dass sie der Rechtsprechung Ermessungsspielraum für Einzelfälle geben.

    Beispiel: das ominöse 2h täglich Gassigesetz. Der offizielle Text dazu lautet schlicht und ergreifend "physisch und psychisch angemessen Auslauf", weil eben Mops/Husky, Alt, jung, krank, 36Grad vs. -20Grad----- das kriegt man nicht anders rechtssicher formuliert.

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