Beiträge von Die Swiffer

    Oh, ich habe deinen Thread sehr wohl komplett gelesen und daraufhin kam eben meine Antwort.

    Konntest du schon mal mit so einem Hund das Zusammen leben genießen?


    Und etwas weiter vorne im Thread kam dieses "schöne": "wenn dann trotz Trainer etc. es einfach nicht funktioniert, ist es halt so und er bleibt dennoch". Mach dir da bitte einmal die GANZEN Konsequenzen bewusst von 1 x nicht genug aufgepasst, Mensch gebissen, 1 x nicht die Leine fest genug gehalten Hund gebissen, nächtelang nicht schlafen können, weil alles, was sich draußen im Garten bewegt, verbellt wird, Kontrolle der anderen Vierbeiner, die bis zum Stellen geht und deine anderen Hunde extrem drunter leiden würden und und und...

    Glaube mir, dann ist es nicht "halt einfach so". So einen Hund dann einfach nur so zu managen, dass von ihm eine minimierte Gefahr ausgeht, kann zu einer Lebensaufgabe werden.

    Zitat

    danke erstmal für die neuen Infos.
    Schade find ich nur das fragen gestellt werden die schon lange mehrmals beantwortet wurde. Das zeigt mir das die Beiträge nicht ichtig gelesen werden, dem entsprechend kann ich die Einwände auch nicht ganz für voll nehmen.


    das zb wurde bereis beantwortet


    das ebenfalls

    Hm, nicht für voll nehmen? Wie gesagt, meine erste Hündin war ein Kuvasz und ich habe hier zu Hause einen Rüden sitzen, der zwar kein HSH ist, aber mit einem solchen Wachtrieb und eigenen Willen ausgestattet ist, in der Kombination mit fehlender Souveränität beim Wachen/ Schützen und damit ein Albtraum. Er hat nur 62 cm Schulterhöhe bei 22 Kg, aber wenn er meint, dass das jetzt gerade sein Job ist, diesen einen Besucher in die Ecke zu stellen, dann kennt Sam nichts.
    So, dieser Hund braucht einen speziellen Umgang, für ihn gelten bestimmte Regeln und erst Recht, wenn wir Besuch bekommen oder draußen. Dieser Hund darf nicht zur Tür, wenn es klingelt - er darf sich noch nicht einmal in der Nähe der Tür aufhalten. Haben wir Besuch habe ich ihn jede Sekunde im Blick, muss jedes Zucken mit der kupierten Rute registrieren, jedes Blinzeln, jedes Schlucken. Ich muss jederzeit bereit sein innerhalb von Sekunden bei ihm zu sein und ihn zu blocken (auf die Gefahr hin, dass er mich erwischt). Dann und nur dann, kann er bei Besuch im selben Raum sein. Gemütliche Abende mit Besuch, wo man entspannt und gelassen zusammen sitzt und er dabei ist? Meilenweit von entfernt.
    Alternative Maulkorb drauf und dann dabei sein - selbes Spiel wie ohne MK, nur dass er da nicht zupacken kann, dafür setzt er seinen Körper ein und glaub mir, das ist bei Sam schon nicht lustig, was meinst du, wie es bei einem HSH mit entsprechender Größe und Gewicht wäre?!
    Wirklich entspannt können wir nur Besuch haben, wenn Sam auf der Decke festgebunden wird oder aber in einem ganz anderen Zimmer ist.
    Zusammenspiel mit unseren anderen 3 Hunden - er würde alle kontrollieren, jeden Schritt, jede Bewegung - wenn er denn dürfte.. Und ja, auch da muss ich jeden Tag ein Auge auf diesem Hund haben, damit die anderen von ihm unbehelligt leben können.

    So weit sind wir nach 14 Monaten harter Arbeit mit diesem Hund, der noch nicht einmal mehr vom Kopf her erwachsen ist.

    Durch diesen Hund sind wir eingeschränkt, auf so manches müssen wir durch ihn verzichten. Dennoch ist er genau der Hund, der zu mir passt, den ich mag und den ich schätze, aber noch einmal werde ich so etwas nicht tun.
    Ich kann dir nur sagen, überlege dir wirklich, wirklich gut, ob du u.U. mit so einem Kaliber glücklich wirst.

    Meine erste Hündin war ein ein Kuvasz und ich wage zu behaupten, dass für HSH die Regel gilt: 50 % sind Erziehung und die Souveränität, die der Besitzer ausstrahlt und weitergibt, also die Führung. Die anderen 50 % sind Veranlagung und da kann es sein, dass dieser Teil eben nicht lenkbar ist.


    Die Frage, die du dir stellen solltest: kannst du damit leben, wenn du einen HSH-Welpen nimmst, ihn nach bestem Gewissen sozialisierst und prägst und er dennoch von der Veranlagung kein souveräner Hund wird, sondern ein Hund, der sich so gut wie gar nicht führen lässt, der Besuchern keinesfalls gelassen gegenüber steht, bei dem du immer darauf achten musst, dass sich Besuch überhaupt im Haus frei bewegen darf, der seinen Job ggf. so ernst nimmt, dass auch du keine Handhabe gegen ihn hast, wenn er meint, Besucher XY sei eine absolute Bedrohung?
    Der auch nach jahrelangen Training, Passanten als Bedrohung wahrnimmt und nicht souverän genug ist, in Ruhe draußen zu sein? Wenn er sich aber nicht lenken lässt, du ihm diese Sicherheit nicht geben kannst und er aus seiner Veranlagung heraus - ich nenn es mal beratungsresistent ist? Ja, du müsstest ihm u.U. seinen Job nehmen, weil er ihn nicht sicher macht und zu einer Gefahr werden kann, aber wäre der Hund damit glücklich?

    Du hast schon viel Input bekommen, aber ich denke, du solltest dich wirklich mal mit Mirjam Cordt in Verbindung setzen und mit ihr einmal deine Vorstellung durchgehen..
    Es kann gut sein, dass sie dir einen erwachsenen HSH mit einer "ausgezeichneten" Veranlagung, weil zu freundlich und zu nett, empfiehlt. Denn durch so einen HSH kannst du erst einmal die "Light"-Form im Umgang und Zusammenleben mit einem HSH erlernen.

    Boah, was macht ihr denn hier für tolle Sachen 8O
    Nun habt ihr mich angesteckt :D
    Stoffe sind schon bestellt und das erste Werk soll ein Loop werden, der Winter ist schießlich noch lang.
    Eine Frage hätte ich mal: der Loop soll von einer Seite mit burgunderfarbenem Fleece und auf der anderen Seite mit hellem, gemusterten Baumwollstoff genäht werden. Meint ihr, es wäre besser, den Fleecestoff vor dem nähen durchzuwaschen, damit ich wegen abfärben später keine bösen Überraschungen erlebe, oder wie macht ihr das?

    LG Elke

    Hm, kommt bei mir auf den Hund an, den ich dabei hab und auf die, die wir treffen. Ich kann z.B. Sam (noch) nichts regeln lassen, denn er gehört zu diesen von Marika beschriebenen Hunden

    Zitat

    sehr schwierig wird es allerdings für hunde, die in hoher erregung keine bremse ziehen wollen/können und einfach weiter draufkloppen. die lernen in eienr raufergruppe für gewöhnlich nix und müssen innerhalb einer gruppe geschlossen oder gelenkt geführt werden, d.h. der halter muss den hund in hoher erregung stoppen.


    Wenn ich einen Hund als "Meins" deklariere, ist für ihn alles ok, aber wenn draußen Fremdhunde auf uns zu gebrettert kommen, ist sein Level so hoch - ääh nee, muss ich ihm, dem Fremdhund, dem anderen HH und mir nicht antun.

    Inchen, kein Problem, wenn sie kein Bock hat, ignoriert sie oder zeigt mir, dass sie keine Lust hat und geht hinter mich. Beim Letzteren blocke ich. Ansonsten kann sie, wenn sie will Kontakt aufnehmen oder eben auch nicht..

    Nono wurde im Tierheim derbe zusammen gebissen, bei ihm wähle ich sehr gezielt aus, da er das absolute Mobbingopfer wäre und sich niemals nicht wehrt. Der Hovi mit Bürste auf 200 Meter Entfernung kommt z.B. nicht an den dran. Aber Nono lernt parallel vor allem durch Sam, zu zeigen, wenn ihm was nicht passt und wieder klar bei Antipathie zu kommunizieren. Da wäre es kontraproduktiv, wenn ich ihn in Situationen schmeiße, wo er im Moment nur verlieren kann.

    Mara: 10 Wochen, die mit 3 adulten Hunden aufwächst. Die setzen ihr Grenzen, sind aber auch sehr geduldig und auch mal zum Spielen da. Sie lass ich zu adulten Hunden, die ich kenne bzw. wo ich weiß, dass es gut geht. Sie akzeptiert Grenzen sehr gut, kommuniziert klar und macht ihre Sache mit den Großen, die sie bisher kennen gelernt hat, super.

    Alle vier zusammen? Wenn der Zwerg zwischen die Pfoten kommen sollte und quiekt, dann dürfte es vorbei sein, da würden Sam und Ina nichts mehr kennen. Von daher lernen sie alle nacheinander und in Ruhe den Fremdhund kennen :smile: