Beiträge von BieBoss

    Es wird sich hier dauernd beschwert, daß kleine Hunde nicht ernst genommen werden.

    Aber im selben Atemzug wird darauf plädiert, daß Nachsicht geübt werden soll, da der Kleinhund ja nicht so schlimme Schäden anrichten kann wie ein Großer?

    Da nehmen Kleinhundehalter ihre Hunde so wenig ernst, daß ein Biß verharmlost wird, und beschweren sich dann darüber, daß Andre dasselbe tun..... Im Ernst????

    Hm..... *kopfkratz.......


    Also, meine Hunde sind im Büro grundsätzlich gesichert. Obwohl sie meist schlafen, und Biene und Bossi ja reinkommende Leute nicht mal mehr hören. Aber gerade DA besteht halt auch die Gefahr, daß ein Hund erschrickt, wenn jemand plötzlich neben dem Hund steht, den sie nicht hatten reinkommen hören......

    Solche Vorfälle tragen halt nicht wirklich dazu bei, daß Hunde im Büro willkommen sind. EIN solcher Vorfall dürfte reichen, und der Arbeitgeber verbietet grundsätzlich Hunde im Büro. Von wegen Fürsorgepflicht undsoweiter. Und ICH möchte nicht daran schuld sein, daß niemand mehr (mir inclusive, ich würd mich ja ins eigene Knie schießen mit sowas!) seinen Hund ins Büro mitnehmen kann. Soweit sollte man als Halter schon denken können, v.a. weil´s dann halt auch die EIGENEN Hunde betreffen würde.

    Strawberrydrop hatte ja Pferde angeführt. Da gibt es welche, die bleiben sofort stehen, wenn sie merken, der Reiter da oben gerät in Schwierigkeiten. Und dann gibt es die Kandidaten, die einem noch den letzten Schubser geben, damit man auch ganz sicher schnell unten liegt :ugly:

    Das kommt auf den Hund an, und die Situation. Empathie, zu merken, wenn jemand "schlecht drauf" oder hilflos ist in dem Moment, hat bestimmt jeder Hund. Aber je nach Hund und Rasse und Situation entscheidet dann das Individuum über "stehenbleiben" oder "schubsen" *gg

    War mal bei ner Freundin vor -zig Jahren. Die hatte nen Goldie. Als es mir nach ner heißen Nacht gottenschlecht ging, kam der, legte sich fürsorglich auf mich, wärmte mich, putzte mich (danke auch :rolling_on_the_floor_laughing: ), und zeigte da voll die Empathie.

    Wenn mir daheim schlecht geht: Biene geht ins Eck und wartet, daß ich wieder fit bin, weil - so kann man mit der ja nix anfangen. "Stirb allein, aber stör mich nicht". Die kommt dann nur noch, wenn ich mich Richtung Kühlschrank schleppe.

    Bossi legt sich daheim (!) zu mir und hält Körperkontakt, sehr niedlich.

    Aber wehe, mir gehts grottenelend und ich muß Gassi - dann ist Bossi der Erste, der das merkt, und "sein Ding" macht. Der Rückruf ist plötzlich vergessen, Nichtjagen ein unbekanntes Konstrukt. Wenns mir schlecht geht, tendiert er unterwegs also eher dazu, das auszunutzen, ist also Typ "schubsen". Terrier halt :person_shrugging:.

    Casanova würde sich dazulegen, auf Hautkontakt, der klebt sehr an mir. Aber draußen mit Sicherheit dann komplett bei Hundebegegnungen eskalieren, weil ihm mein Schutz fehlt, wenns mir schlecht geht. Auch er hat also mehr als genug Empathie, zu merken, WIE es mir geht.

    Faro würde sich in die Nähe legen und einfach "da sein" daheim. Unterwegs bin ich mit dem extrem vorsichtig, halte lieber zu viel als zu wenig Abstand zu andren Leuten, da ich nicht austesten möchte, ob er Typ "schubsen" ist. Ich geh davon aus, weil ihm unterwegs die Führung durch mich fehlen würde, das würde ihn verunsichern, und er sich wieder versuchen, selbst zu verteidigen. Daher geh ich mit ihm tatsächlich bei "todsterbenskrank" (also Männergrippe und so) lieber in den Garten für 1-2 Tage, als daß draußen was passiert.

    Die Terris sind da echt so unterwegs, daß jede Unaufmerksamkeit schamlos ausgenutzt wird - fürs Pöbeln (Casanova) oder Schnappen (Faro) oder Jagen (Bossli). Allerdgins zeigt mir das, daß die Empathie so weit geht, daß sie in jedem Moment wissen, OB ich bei ihnen bin. MIch also IMMER im Hinterkopp haben. Weil in der Sekunde, wo ich net aufpaß, geht´s los..... *g Weiß aber grad net, ob ich mich über so viel Aufmerksamkeit freuen sollte......

    Daher behaupte ich: JEDER Hund hat die Epathie, erkennt, wenn ein Andres Lebewesen sich nicht gut fühlt oder schutzlos ist. Schließlich sind die Meister im Lesen von Körpersprache! Aber es ist halt die Frage, ob er darauf mit Schonung reagiert, oder mit Ausnutzen. Und es spielen mit Sicherheit bisher gemachte Erfahrungen, Rasseveranlagungen, Erziehung, Erlebnisse und die jeweilige Situation mit rein, wenn Hund sich für eine Reaktion entscheidet. Selbst der impulsivste Hund hier kann lernen, daß Kinder tabu oder mit Vorsicht zu behandeln sind. Und wird das in meiner Gegenwart dann auch tun. Aber man muß das halt auch zeigen, beibringen, entsprechendes Verhalten fördern oder begrenzen, steuern etc. Weil pauschal "keinem was tun" wird sicher kein Hund, wenn man das nicht beigebracht hat. Warum sollte er?

    Und wenn man das dem Hund nicht beibringt: Wenns dem Hasen heute schlecht geht, heißt das für den Hund nur eines: es gibt was zu Mittag. Oder meinst, der kocht dem dann Kamillentee? Ist also nicht unbedingt natürlich und vorprogrammiert, das Verhalten, den Andren dann zu schonen. Und auch da: hätte er nicht die Empathie, zu merken, daß es dem Hasen nicht gut geht, würd er´s vielleicht gar nicht erst versuchen.

    In meinen Augen ist die Frage auch falsch gestellt. Es geht bei Empathie darum, ob er es MERKT, wenns dem Gegenüber schlecht geht. Und das KANN er auf jeden all. Ob das Opfer dann geschont/geschützt wird, ist sicher ne Sache mehrerer Faktoren (Herdenschutzhund beschützt Kinder der Familie sicher eher von sich aus, als andere Rassen). Und Schutzbedürftigkeit - das ist glaub eher ein menschliches Konstrukt und hat mit Moralvorstellungen zu tun: X ist sehr empfindlich/wertvoll/alt/zerbrechlich, das muß geschützt werden. Ist also eher Definitionssache. Und "entsprechend rücksichtsvoll" würde bedeuten, daß der Hund dieselbe Moralvorstellung besäße wie der Mensch. Und integriert hätte, daß alles, was als "schutzbedüftig" erkannt wird, geschont werden sollte. Was nicht sinnvoll wäre, siehe Beispiel Hase - dann wär der Hund in seiner Geschichte längst verhungert.

    Also: er KANN sich einfühlen, aber wie er dann reagiert ob er extra vorsichtig ist, das ist Lernsache.

    Dennoch sind manche schneller bei der Wasserflasche als nötig. Ich finde, man kann es schon erst mal so machen, über positive Verstärkung das erwünschte Verhalten aufzubauen und muss nicht gleich auf einen Fehler des Hundes "lauern", um ihn dann nasszuspritzen.

    Solche gibt es halt leider auch.

    Ich find ja diese Wasserflaschen immer ganz gruselig. Und verstehe auch diese Mode nicht ganz, immer über "künstliche" Schreckreize Verhalten abbrechen zu wollen. Natürlich kann das funktionieren, aber was ist daran besser als den Hund mit der eigenen Stimme, der Körpersprache oder taktil durch einen Stups oder Knuff abzubrechen?

    Für mich ist es wichtig, dass mein Hund zuordnen kann, woher jetzt der unangenehme Reiz kommt, er soll ja meine Eskalationsleiter lesen können, damit irgendwann Stufe eins ausreicht, um sein Verhalten zu korrigieren.

    Danke - genau so sehe ich das auch. Warum soll der Hund nicht wissen, daß ICH etwas nicht möchte?

    Und wenn der Hund mich net ernst nimmt, wenn ich nen Anschiß fabriziere, dann tut ers auch nicht mit der Wasserflasche - sorry.... Da muß man schon authentisch sein.

    Mal abgesehen davon: ein Hund , bei dem ne Wasserflasche was bringt, bei dem hätt auch n Anschiß geholfen - das ist sowas von unnötig..... :person_shrugging:Meine Wuffs würden sich bestenfalls totlachen über bissel Wasser im Gesicht...... OK - ält auch von dem ab, was sie grad gemacht hatten :smiling_face_with_horns: :rolling_on_the_floor_laughing: Aber Lerneffekt? Nö, eher nicht....

    Und auch einige andere Trainer fahren regelmäßig in Tierheime um Einschätzungen vorzunehmen und Tierheimmitarbeiter entsprechend zu schulen.

    Kenne an dieser Stelle zB T. Baumann - der arbeitet zB mit meiner Hundeschule zusammen, und wenn er bei uns Seminare gibt, ist immer auch ein Tag für Trainings mit Mitarbeitern des ortsansässigen Tierheims dabei.

    Wir sind an dem Punkt, wo wir kein Personal für unsere Altenpflegeheime haben und es daher zu wenig Plätze gibt


    Und an dem, wo Mitarbeiter von Jugendämtern in Obhut genommene Kinder erstmal mit nach Hause nehmen müssen, weil es auch für misshandelte Kinder keine Plätze gibt


    Ich fände es menschenverachtend, dann auf Steuerkosten Hunde zu versorgen, mit hohem fachlichem und zeitlichem Aufwand, die Menschen SCHWER verletzt haben oder Artgenossen töten

    Da gebe ich Dir 100% Recht! Das ist absolut unglaublich, was da laufen muß.....

    Allerdings diskutieren wir ja hier grad im Bereich Hund - daher wurde das wahrscheinlich nicht berücksichtigt. So gesehen, gäbe es wahrscheinlich, je nach Sichtweise, 100.000 Themen, wo dringlicher staatliche Gelder reinfließen sollten......

    Aber nur, weil da staatlicherseits (und da stecken ja auch wieder nur Menschen dahinter) in Haushaltsplänen (in unseren Augen) falsche Prioritäten gesetzt werden, heißt das ja nicht, daß das im Bereich Hund keine gangbare Lösung wäre - wenn man entsprechende Prioritäten setzte, bei Menschen UND bei Hunden......

    Denke auch, daß das den Bereich innere Sicherheit beträfe, für den ja haushaltsmäßig ganz andere Töpfe zur Verfügung stehen als für die Pflege älterer Menschen oder mißhandelter Kinder. Nichtsdestotrotz: ja, es wäre absolut menschenverachtend, wenn das im Bereich Hund so klappen würde, an dieser Stelle aber nicht gearbeitet würde, bzw. mal angemessene Gelder dafür zur Verfügung gestellt würden!

    Warum zerhauts mir bei strg+X immer die Zitate, wenn ich den Text im nächsten Post einfüge? ;-( *help please.....

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    Ich halte es für gut und richtig, dass Menschen die Möglichkeit haben, einen Hund woanders unterzubringen, wenn sie es selbst nicht mehr schaffen, aber dann müssten diese Menschen doch weiterhin jeden Monat Summe X für die Versorgung des Tieres bezahlen. Wäre es noch bei ihnen, müssten sie es ja auch füttern.

    Das finde ich zB eine tolle Idee - Verantwortungsübernahme, siehe oben. aber halt eben auch durchsetzbar, also im Zweifel pfändbar.

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    Wenn sowas staatlich gesteuert wäre, müsste natürlich auch das gelöst werden.

    Na danke auch - wenn der Staat was steuert, kommt meist sowas raus wie diese unsäglichen Rasselisten. Vielen dank auch - wer braucht sowas? Da bin ich eher für andre Lösungen, schlechtere als diese gibts in meinen Augen nicht.

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    Und ehrlicherweise gibt es auch einfach Hunde die nicht oder nicht mehr in unser heutiges Bild von Hundehaltung passen. Ganz egal wie informiert und bemüht die Halter*innen sind. Und weil es ja mal wieder keine Zahlen bin, glaube ich, dass ein Großteil der ernsthaften Vorfälle von genau solchen Kandidaten verursacht werden.

    Mein Hund muß nicht zu irgendwessen Bild von Hundehaltung passen, sondern zur jeweiligen Person. Sprich, ICH muß mit MEINEN Hunden leben. Dann muß ich eben auch gewährleisten, daß durch meinen Hund niemand zu Schaden kommt. Ansonsten sind wir echt bald bei: wir haben noch 5 Hunderassen, die überall in der Familie gehalten werden dürfen, und das war´s dann. Ne - wer will das wirklich?

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    Zum Schutz der Tiere wäre es besser, es gäbe so etwas wie "Tierklappen", wo die Leute anonym ein Tier abgeben könnten. Dann würden nicht so viele Tiere ausgesetzt oder am Tierheim über den Zaun geworfen.

    Nein - Schutz der Tiere wäre, daß es nichts kostet, sie persönlich abzugeben. Denn dann würde der Halter persönlich im Tierheim vorsprechen, und gewisse Infos über stattgefundene Vorfälle und Probleme beim Hund würden mitgeliefert, und kämen nicht erst raus, wenn der Hund im neuen Haushalt das Kind gebissen hat. Schutz der Tiere wäre ein Wegfall der Verbotslisten - denn wenn ich ein Problem mit einem Hund habe, der einer der Listen angehört, kann ich mir nirgendwo Trainerhilfe suchen, weil ich überall damit rechnen muß, angezeigt zu werden, und daß mir der Hund dann abgenommen würde.


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    Darum find ich, dass der Staat sich verpflichten müsste, Hunde die als gefährlich eingestuft werden, zu übernehmen!

    Das wäre ein Ausweg für Halter, die mit ihrem Hund überfordert sind.

    Wesenstest bezahlen und fällt der Hund durch, bekommt der Hund das recht auf einen Tierheim Platz.

    Ich würde hier das Pferd andersrum aufzäumen. Keine Rasselisten. Keine Verbotslisten. Wer auffällig wird, muß zum Test. Und mit diesem Test würde nicht geprüft, ob der Hund beim sinnlosen Angriff beißt, sondern wie der Hundehalter ihn führt, und wie zuverlässig er verhindern kann, daß der Hund an Leute rangeht, angefaßt wird, ihn überall mitnimmt oder eben nicht etc. Nutzt er Mauli/Leine, sorgt für Abstand, kennt Trigger des Hundes. Wie der Halter Problemstellen erkennt und handhabt. Also das Zusammenspiel des Teams. Weil dann hat man auch eine Chance, nen Test zu bestehen, und der Hund wird nicht noch mehr traumatisiert, wie in dem schönen Text von V.B. auf der Website m.E.n. sehr treffend (!) beschrieben.

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    Genau wie bei der Zucht. Ja unsere Marktwirtschaft besteht aus Angebot und Nachfrage. Solange die Nachfrage an Hunden bestimmter Charakter-/Farb- oder Süßeigenschaften nicht aufhört wird es auch das Angebot geben.

    Nichstedestotrotz guckt aber der Züchter im Idealfalle auf das Wesen seiner von ihm verpaarten Hunde. Wird nicht überall (ausreichend) gemacht - aber vlt. könnte man an der Stelle präventiv eingreifen und das mehr kontrollieren (bzw. die Züchter zu Eigenverantwortung bringen), ohne daß ich dazu Ideen hätte, einfach weil ich die Zuchtarbeit und Regularien dazu seitens der Vereine nicht kenne.

    Hab ne Weile nicht mitgelesen, hier kamen ja superviele Posts in der Zwischenzeit. Hier mal meine Gedanken (hb ber erst bis S. 32 gfelesen...):

    Wenn die Hundesteuer nicht abgeschafft wird, dann bin ich definitiv dafür, dass sie Zweckgebunden verwendet werden muss. Wird aber beides nicht passieren, da die Kommunen unterfinanziert sind und auf das Geld angewiesen. Allenfalls könnte evtl. häufiger eine Lenkung durchgesetzt werden, dass bei entsprechenden Prüfungen (z.B. Hundeführerschein) die Hundesteuer ermäßigt wird.

    Hier wäre es zB sinnvoll, die Hundesteuer dafür zu verwenden, Ansprechpartner und Berater für Neulinge zur Verfügung zu stellen. Egal wie: Zusammenarbeit mit Hundeschulen, Zuschüsse für Hundeführerscheine, Errichtung von Auslaufgebieten (damit die Hunde nicht in öffentlichen Räumen frei laufen gelassen werden! Dann auch gern Leinenzwang innerorts!) oder whatever. Also eine Zweckbindung jenseits von "wir wollen verhindern, daß sich zu viele Leute nen Hund holen" halte ich schon für sinnvoll. Daß der gewünschte Zweck nicht erfüllt wird, sieht man ja schon an den zuhauf in der Coronazeit angeschafften Hunden, da hat auch keinen die Hundesteuer gestört, geschweige denn von der Anschaffung abgehalten..... und wenn die Stadt sich wirtschaftlich sanieren möchte - dann soll sie gefälligst auch wirtschaftlich wirtschaften, und nicht mehr Geld raushauen als sie hat. Ich geh auch net einfach dem Nachbarn Geld klauen, wenn ich pleite bin, Herrschaftszeiten.

    Idealerweise gibt niemand das Tier ohne vorherige Genehmigung durch das OA ab

    So weit kommts noch, daß ich die Ämter entscheiden ließe, ob ich mir nen Hund holen darf!!! Das ist ein Eingriff in die Grundgesetzlich gewährleistete Freiheit meiner Privatsphäre, da hat niemand zu entscheiden von staatlicher Seite. Ist deswegen utopisch, und löst das Problem nicht. Ich würde auch eher mehr in Richtung Übernahme von Eigenverantwortung gehen wollen, als NOCH mehr die Menschen zu regeln und damit verblöden zu lassen.

    Ab 2024 müssen z.B. in Berlin Hunde (außer bestimmte Einzelfälle worunter Rasselistenhunde nicht fallen werden) keine Hundesteuermarke mehr an sich (Geschirr/HB) tragen! Ein sichtbares Merkmal weniger also.

    Und - wen stört das? Wenn mich wer prüfen möchte, darf er gern sein Chiplesegerät mitnehmen, oder meinen Namen erfragen und dann online im System checken, ob die Hunde gemeldet sind. Dafür braucht´s keine Marke. Die man eh nicht sieht, bei den meisten Plüschhunden im Fell. Und Außenstehende und Passanten haben mich nicht zu kontrolliern, ob der Hund irgendwo gemeldet wäre. Das wär ja noch schöner. Sind ja hier nicht bei Blockwarts & Co. Gottseidank.

    die Höhe der Steuer an den benötigten hündischen Belangen so wie dem Einkommen der Hundehalter zu orientieren.

    Super Idee - damit wird dann gefördert, daß die Leute, die eigentlich gar kein Geld haben für nen Hund (ich sag nur Arztkosten) sich trotzdem nen Hund holen, weil sie fast keine Steuern dafür zahlen müssen. Und Menschen mit normalem Einkommen werden dafür bestraft, indem sie mehr zahlen für denselben Hund. Das kanns ja nicht sein.... Ob die Hunde deswegen anders erzogen werden?

    Und wenn ich mir die Frage nach der Gehaltserhöhung beim Arbeitgeber vorher durchrechnen muß, um damit nach der Erhöhung nicht mehr Hundesteuer zahlen zu müssen als VOR der Erhöhung, ist auch a weng a Witz.

    Und inwiefern löst man damit das Problem der Halter ohne Ahnung, oder zu vielen "gefährlich" anmutenden Hunde? Wer wenig Geld hat, kann sich wahrscheinlich eher keine Hundeschule leisten, der Hund entgleist. Meinst, das wird anders, wenn er weniger Steuern zahlt aufgrund geringen Einkommens? Glaubst Du, der investiert die Kohle aus der Steuerersparnis dann in HuSchu? Das wage ich mal ganz pauschal zu bezweifeln, das würde nix besser machen...

    Wenn man bestimmte Dinge nur über "negative" Erziehung erreicht, diese nicht machen will, aber ein funktionierendes Management dafür umsetzen kann, ist doch alles in Ordnung.

    Ne, finde ich nicht.

    Management, da lernt der Hund nix bei. ZB wenn ich Hundebegegnungen meide, weil mein Hund nicht mit Hunden umgehen kann.

    Ich mache das momentan zwar, einfach, damit der Hund lernt, bei mir ist er geschützt und es passiert ihm nichts. Aber das Ziel dieses Managements ist, daß er einfach entspannter unterwegs ist, und ich im entspannten Ausgangszustand dann Begegnungen werde trainieren können.

    Diese Managementmaßnahme hilft aktuell, Streßsituationen zu verhindern. Aber nicht dauerhaft, weil im täglichen Leben Begegnungen schlichtweg nicht immer zu verhindern sind.

    Sprich, wenn ich dauerhaft beim Managen bleibe, setze ich den Hund zwangsläufig immer wieder dieser Streßsituation aus, mit der er nicht umgehen kann.

    Insofern ist meines Erachtens nach managen nur die zweitbeste Lösung. Dauerhaft bringt ein angehen des Problems definitiv mehr für Hund und Halter, da dann weniger Streß.

    Was man nun unter Korrektur oder Strafe definiert, ist ja oft sehr unterschiedlich.

    Wenn ich die Augenbrauen hebe, weil der Hund ansetzt, auf Sofa zu springen, ist das genau genommen auch schon eine Korrektur. Wenn er vom zugewiesenen Platz aufstehen möchte und ich sage ähäh, würde der ein oder andere Extremler bestimmt schon sagen, das sei ne positive Strafe oder so.

    Für mich ist es schlicht und ergreifend Kommunikation.