Beiträge von Niani

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    Rasse, Geschlecht, Alter eures Hundes?


    Labrador Retriever, weiblich, 4,5 Jahre

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    Hat euer Hund größeres Interesse an Sozialkontakten mit fremden Hunden?


    Ja. Sie ist fast immer deutlich interessiert, zumindest den anderen mal "abzuchecken" und entscheidet dann, ob sie "näher" interessiert ist oder ob sie den anderen ignoriert.

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    Was schätzt euer Hund an Sozialkontakten, worum geht es ihm?


    Tja, Maja mag ausgeglichene! Spiele mit anderen Hunden. Ein tolles Hetzspiel ist genauso beliebt wie ein Herumbalgen, Wert wird hauptsächlich auf die Ausgeglichenheit gelegt.

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    Spielt euer Hund mit fremden Hunden? Wenn ja, selektiert er da stark oder nimmt er alles, was auftaucht?


    Ja, sie spielt auch mit fremden Hunden, aber nicht mit allen (tut sie aber auch nicht bei bekannten Hunden). Sie selektiert vorrangig nach dem Auftreten des Anderen und auch äußerlichen Merkmalen - sie will Spielpartner, die ihr "ebenbürtig" sind, also ungefähr gleiche Statur, ungefähr gleiches Tempo, ungefähr gleiches Verhalten.

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    Was würde euer Hund bevorzugen:
    - Spiel mit einem (fremden) Hund
    - Spiel/Übungen/Arbeit mit euch
    - eigenständiges stöbern, schnüffeln, laufen, jagen


    Ist situationsabhängig. Bei dem "richtigen" (fremden) Hund gibt es nichts, was sie toller findet. Findet sie den anderen nicht so spannend, ist Arbeiten/Spielen mit mir definitiv besser, wobei es durchaus auch Tage gibt, an denen sie nur "ihre Ruhe" will und am liebsten nur Zeitung liest.

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    Wie verhält sich euer Hund spielverrückten/aufdringlichen Junghunden (nicht Welpen) gegenüber?


    Sie hat einen richtig langen Geduldsfaden, aber dann wird sie deutlich. Sie geht zweimal ein paar Meter weiter und ignoriert den anderen Hund. Beim dritten Mal knallts und sie weist den Junghund zurecht und das dann aber auch durchaus sehr deutlich (sie weiß im Regelfall, wie deutlich sie werden muss, damits ankommt aber auch, damit hinterher der Junghund nicht völlig verschüchtert ist)


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    Hat sich das Interesse eures Hunden an fremden Hunden mit der Zeit gewandelt? Wenn ja, inwiefern und in welchem Alter?


    Ja, früher waren alle Hunde potenzielle Spielpartner, ob sie wollten oder nicht. Heute guckt sie erst, wie der andere drauf ist und stellt dann fest, ob ein Spiel interessant ist oder nciht. Eine Zeitlang hat sie gar nicht mehr gespielt, ich vermute, sie hat sich nicht mehr getraut, aber durch ein wachsendes Selbstbewusstsein und das "heilende" Beisammensein mit einigen sehr gut sozialisierten Hunden ist das wiedergekommen.
    Weniger geworden ist es Stück für Stück so ungefähr, seit sie zweieinhalb war. Sie wurde dann etwas selbstbewusster, hat aber nicht mehr wirklich viel getobt mit anderen. Wiedergekommen ist das dann mit knapp vier Jahren.

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    Ist euer Hund mit bestimmten Hunden unverträglich? Bestimmte bekannte Hunde oder bestimmte Rasse oder bestimmtes Auftreten oder mit dem eigenen Geschlecht?


    Sie mag drei Kangals hier aus der Umgebung nicht, auch wenn sie denen noch nie wirklich begegnet ist, sieht sie dir, fängt sie an zu bellen. Beim Geschlecht macht sie keinerlei Unterschiede, wobei sie generell Mädels lieber mag als Rüden. Bei größeren sehr souveränen Hunden ist sie vorsichtig, früher extrem unterwürfig, heute nur noch vorsichtig, beschwichtigt aber deutlich. Fällt besonders deutlich bei DSH und Berner Sennenhunden auf. Um bestimmte bekannte Hunde macht sie generell einen Bogen, weil sie bei denen die ERfahrung gemacht hat, dass mit denen nicht gut Kirschen essen ist.

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    Falls euer Hund mit bestimmten Hunden unverträglich ist oder allgemein unsicher ist, kennt ihr den genauen Grund?


    Bei der "Abneigung" gegen DSH liegts daran, dass die ihr zu wüst sind, sie hat da einige negative Erfahrungen gesammelt.

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    Ist euer Hund mit zunehmendem Alter eher selbstbewusster oder eher unsicherer fremden Hunden gegenüber geworden? Wie drückt sich das aus?


    Seit der Junghundzeit, in der sie kaum Furcht kannte, ist nochmal eine extrem unsichere Phase gekommen. Seitdem wird sie allerdings immer selbstsicherer und souveräner.

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    Darf euer Hund fremde aufdringliche Hunde deutlich zurecht weisen?


    Ja.

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    Ist das Verhalten eurer Hunde fremden Hunden gegenüber das Ergebnis von Erziehung oder hat euer Hund das selbst so entwickelt?


    Zum Teil ist es eigene Entwicklung, zum Teil Erziehung. Letzteres allerdings eher in negativem Sinne, ich glaube, dass ich ihr einen Teil ihrer Unsicherheit "damals" anerzogen habe bzw. sie damit zu sehr bestätigt habe, dass sich das gefestigt hat. Der Rest hat sich von sich aus entwickelt.

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    Macht es einen Unterschied, ob euer Hund angeleint ist oder frei läuft?


    Ja, an der Leine will ich keine Kontakte. Dort fühlt sie sich aber generell gesehen schon sicherer und riskiert schneller mal eine große Lippe.

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    Was ist für euch das Optimum an gutem Sozialverhalten?


    Ein selbstsicherer Hund, der sich nicht unterbuttern lässt, andere aber auch nicht grundlos unterbuttert. Ein Hund, der weiß, wie er sich zu benehmen hat und weder rüpelig ist, noch sich das Anrüpel anderer gefallen lässt, sondern zur Not auch mal erzieherisch tätig wird ;)

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    Hat sich eure Einstellung zu Sozialkontakten mit anderen Hunden mit dem erwachsen werden eures Hundes geändert?


    Ja und nein. Ich halte Sozialkontakte nach wie vor für wichtig, weiß aber jetzt mehr, dass ich mich auf meinen Hund verlassen kann und gehe daher noch gelassener daran.

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    Lasst ihr euern Hund viel selber regeln/aufdringliche Hunde zurecht weisen oder nehmt ihr ihm das ab?


    Solange ich merke, dass sie die Situation im Griff hat, darf sie das selbst machen. Erst wenn ich sehe, dass sie überfordert wird, greife ich ein, dann aber auch vehement.

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    Wie stellt ihr euch den perfekten Spaziergang bezüglich Sozialkontakten mit fremden Hunden vor? Wie stellt euer Hund sich den perfekten Spaziergang bezüglich Sozialkontakten mit fremden Hunden vor?


    Ich: angenehme Hunde, die in Majas "Beuteschema" passen und eine entspannte Maja, die andere Hunde einfach ignoriert, die ihr nicht in den Kram passen

    Maja: bitte nur Hunde, die allesamt als "toll" empfunden werden.

    Björn: Gabs dafür nicht schonmal einen Extra-Thread? :???: Grundsätzlich finde ich Sozialkontakte wichtig und das nicht nur in dem Aspekt, dass ich merke, dass Maja auch mit fremden Hunden spielt, sofern sie ihren Wünschen entsprechen, sondern auch insofern, als dass ich es wichtig finde, dass unsere Hunde auch lernen, auch solche Begegnungen zu managen, die sie nicht soooo toll finden. Maja braucht nicht nur ihr bekannte Hunde, sondern hat durchaus Interesse an fremden Hunden und seis nur, um festzustellen "Der ist nicht meine KRagenweite" und auch das ist etwas, was ich ebenso wichtig finde, wie das Lernen, dass man nicht zu jedem Hund hindarf. Man kann nicht mit jedem klarkommen und dann finde ich es wichtig, seinen Hund nicht nur den Situationen auszusetzen, die er sich vielleicht rauspicken würde, weil er da "Wert" drauf legt, sondern ihn auch mit denen zu konfrontieren, die er nciht so toll findet, einfach nur, damit ers lernt, wie er dann zu agieren hat und wie man sowas ohne Theater auch wieder "auflöst".

    LG, Henrike

    Betaisodona hält doch die Wunde offen? :???:

    Ich hätte auch einen Sochen drübergezogen und diesen mit Verbandspflaster fixiert. So Ballenverletzungen sind zu "anfällig" und verheilen zu langsam, als dass ich riskieren wollen würde, dass der Hund daran rummacht.

    LG, Henrike

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    Was Zeckenbisse angeht: Würde ich bei jedem Zeckenbiss der dick wird mit Ramses zum TA gehen, dann könnten wir uns dort ein Zimmer geben lassen. Ich pule von ca. März bis (dieses Jahr besonders krass) November täglich bis zu (in Höchstzeiten) 15 Zecken aus Ramses, und ich sammele schon während der Spaziergänge immer fleißig ab, was immer sich an Zeckenviechzeugs noch krabbelnd finden lässt.
    Dass da mal der eine oder andere Kopf steckenbleibt, oder ein Biss mal dick wird lässt sich einfach nicht vermeiden. Das ist dann so, der Kopf eitert irgendwann raus, die Stelle schwillt irgendwann ab.

    Falls sich das auf meinen Beitrag bezog: Für jeden Zeckenbiss schleife ich Maja nicht zum TA. Ich kann gerne mal ein Foto von der aufgekratzten Stelle einstellen, damit man sieht, warum die TÄ dort eine Notwendigkeit für eine Antibiotika-Gabe gesehen hat.

    Und letztlich hat man ja auch gesehen, dass es mit einer lokalen Antibiose gut ausgegangen ist. Aber komplett ohne Behandlung wäre das definitiv in die Hose gegangen...

    LG, Henrike

    Für jeden Außenstehenden ist Maja wohl ein 08/15-Labrador, völlig durchschnittlich. Für mich als Besitzerin ist sie der Volltreffer im Lotto, der eine Hund unter Millionen, das ganz große Glück. Und da ich mir sicher bin, dass auch sämtliche Hunde, die irgendwann Majas und mein Leben bereichern werden, solche Volltreffer im Lotto sein werden, muss ich gar kein richtiges Lotto spielen.

    Ich weiß nicht, was genau McConell an Kriterien festlegt, damit ein Hund der eine unter Millionen ist, aber letztlich ist es auch egal. Wichtig ist nicht, ob der Hund ein Supersportler, ein Superdenker oder sonstwas ist. Wichtig ist nur, dass sich Hund und Halter "finden".

    Und dass das häufiger als einmal von Millionen Malen passiert, weiß ich.

    LG, Henrike

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    Da gibt es doch keine Vorschriften, was man schleppt - sinnigerweise nimmt man etwas, was gut riecht.

    Wenn man keine Sportfährte machen will, sondern einfach Hund bespassen/auslasten, braucht man doch nicht nach irgendeinem Schema X vorzugehen, da gibt es doch kein richtig oder falsch! Da braucht der Hund auch nicht jeden einzelnen Tritt "ausarbeiten", das hat doch mit Nasenleistung nichts mehr zu tun. Für den Hund ist der Sinn der Fährte oder Spur (da gibt es zig Definitionen) immer das Finden, die Stilfragen beschäftigen eher uns Menschen.... ;)


    Das hast du schön gesagt ;) Und du hast völlig Recht, ich mache das lediglich zur Auslastung :)

    LG, Henrike

    Maja hat mit 15 Metern angefangen und ich habe z.B. nie Leckerchen in Fußstapfen gelegt, sondern Maja hat exakt eine Schleppfährte gebraucht, um zu raffen, worum es geht und seitdem geht sie alleine meiner Fährte nach. Ob das nun "alte Schule" ist oder sonstiges ist mir persönlich recht wurscht, es hat funktioniert und Maja hat schnell geschnallt, worum es geht und hat auch Erfolgserlebnisse feiern dürfen. Hätte ich mit 150 Metern begonnen, hätte sie innerhalb kürzester Zeit entnervt aufgegeben, weil sie nicht gewusst hätte, was sie überhaupt soll...

    LG, Henrike