Hallo,
ich kann dazu nur folgendes beisteuern:
Ich hab meinen 12-14 Wochen alten Rüden damals erstmals beim Tierarzt vorgestellt, und dieser meinte ungefragt: Na, für eine Kastration ist es noch etwas früh, da kommen Sie dann besser in 6 Monaten nochmal.
DAS hat mich doch ziemlich schockiert und ich habe mir ausführlichst mit dem Thema auseinander gesetzt (damals kannte ich das DF noch nicht, leider). Bei ungefragten Ratschlägen werde ich immer ganz hellhörig.
Viele meinten dann, da ich einen Herdenschutzhund habe, sei es schon besser - er würde dann nicht so gefährlich werden. 
Inzwischen weiß ich auch, das es in Tierheimen relativ üblich ist zu kastrieren - die handeln aus der Motivation herraus, daß es eh schon genug Tierleid gibt und nicht noch zusätzlich gedankenlos vermehrt werden muss.
Jedenfalls gab es soviele Pro- und Contra-Argumente, daß ich für mich entschieden hab, es erstmal nicht zu entscheiden. :^^:
Sondern abzuwarten was passiert; ob eine solche Entscheidung überhaupt nötig wird.
Ich finde das Gefährlichkeitsargument allerdings abenteuerlich - denn danach müßten ja wenigstens alle straffälligen Männer auch ....
Das Argument Gesundheitsvorsorge ist ebenso unlogisch - denn wie schon geschrieben, dann müßte ich MIR meine Brüste ja auch abschneiden lassen, und die Gebärmutter gleich mit.
Das Argument Sexualtrieb ist wohl dadurch entkräftet, daß freilebende Wölfinen im Rudel auch nur dann zum Zuge kommen, wenn sie zufällig das Alphaweibchen sind (Info aus "Wolf im Schafspelz" von Günter Bloch)
Alle anderen können anscheinend auch so ganz glücklich leben.
Man sollte da nicht so vermenschlischen.
Was bleibt? Ein paar Tage im Jahr Stress, ein paar Tage mehr Aufpassen.
Hm ...
lg
susa