Beiträge von susami

    Zitat

    les dir deinen eigenen eintrag noch mal durch und du wirst deine spitze bemerkung darin erkennen, wenn du ehrlich bist :roll:

    Ja sicher war es bewußt teilweise spitz formuliert. Ich will Dich ja auch etwas anpieksen und zum nochmal drüber nachdenken anregen. :^^:

    Aber ich hab Dir nichts unterstellt (ich find jedenfalls nix)

    Und - ich habs nochmal durchgelesen :D - ich gesteh Dir und Mir und allen Menschen auch zu, in Notfällen zu so einem Rettungsanker zu greifen. Das ist für mich nur keine erfolgversprechende Erziehungsmethode - sondern eben die große Ausnahme.

    Bevor mein Hund unter einen Lkw rennt würd ich ihn vermutlich sogar am Schwanz ziehen und riskieren das er mich beißt. Aber glaub mir, ich würde nicht versuchen ihm mit dieser Methode beizubringen, daß er nicht über die Straße rennen soll.

    lg
    susa

    @ ColleenMcCann,

    wie habt Ihr denn das Alleinsein mit ihm geübt?
    Klingt ja so als hättet Ihr zumindest ein paar Schritte zu schnell gemacht.
    Und das bedeutet dann leider, das man wieder ziemlich weit vorne anfangen muss mit dem Training. =)

    Also Schuhe an, aufs Sofa setzen und Kaffee trinken :p
    oder Jacke an und Zeitung lesen
    oder Leine nehmen und in der Wohnung spazieren gehen

    ... sicher, Euer Hund wird Euch in kurzer Zeit für völlig plemplem halten :irre: - aber er wird auch lernen, daß diese "Zeichen" keine tiefere Bedeutung haben (weil ihr ja sowieso verrückt seid)

    Und das Alleinbleiben würd ich in Mini-Schrittchen wieder aufbauen, also nur aus dem Zimmer raus, 30 Sekunden warten, wieder rein und loben. Das dann langsam steigern - aber wenn er jault bevor ihr zurück kommt war der Schritt zu groß. Dann auf jeden Fall warten bis er wieder ruhig ist, es reichen ja zwei Sekunden.
    Diese Übung kann man locker 10 mal am Tag machen, max. 2-3 mal nacheinander.

    lg
    susa

    Zitat

    Susa

    sorry, aber ich lasse mir nicht unterstellen das ich gewalt bei meinen hunden anwende, es ihnen bei mir schlecht geht, usw....
    aber so wie du es geschrieben hast wolltest du mich genauso hinstellen und das lasse ich mir nicht gefallen!

    Nein - ich hab Dir nichts unterstellt, schon garnicht das es Deinen Hunden grundsätzlich schlecht geht.

    Frank hat Deine Frage, wozu man Leckerlies braucht, kurz und knapp beantwortet: weil es funktioniert
    - mehr bräuchte man dazu nicht schreiben, eigentlich.

    Du wirfst aber vor allem auch durch Deine Schilderungen wie bzw. was Du stattdessen machst, die grundsätzliche Frage auf, wie man Hunde am besten erzieht. Und Du schlägst dazu unter anderem auch Strafreize vor, nämlich z.B. Schlüssel nach werfen. Das Wort Gewalt finde ich in diesem Zusammenhang zumindest grenzwertig, ich habe es daher nicht verwendet. Ich schrieb von Angst-und-Schrecken.
    Und ich hab deshalb geschildert, warum ich nicht (mehr) daran glaube das das funktioniert - aus eigener Erfahrung.

    Früher haben die Kinder in der Schule auch noch mit dem Rohrstock eins auf die Finger bekommen, wenn sie gestört haben. Und es gibt auch noch ein paar ältere Leute, die der Meinung sind, das diese Methoden wieder eingeführt werden sollten. Damit erzieht man Menschen aber zu willenlosen Befehlsempfängern - sowas braucht unsere Gesellschaft aber nicht mehr, dazu gibt es Maschinen und Roboter. Was wir brauchen sind motivierte, engagierte, kreative und selbstständig denkende Menschen.

    Die Frage ist also: welche Art Hund brauchst Du?

    lg
    susa

    Zitat

    :irre: sonst gehts noch?

    ohne leckerlies in den schlund zu stopfen ist auch eine gewaltfreie erziehung möglich...man will es nicht glauben :roll:

    so wie Du bislang Deine Erziehungsmethoden geschildert hast hatte ich schon mit einer derartigen Reaktion und Ausdrucksweise Deinerseits gerechnet :D

    aber ich bitte Dich darum, diesen Satz nicht aus dem Kontext zu reißen. Denn wenn er so für sich allein da steht, wirkt er tatsächlich recht unfreundlich. Mir ging es aber darum, daß Du mit Deiner Frage "Wozu braucht man Leckerlies" eine sehr grundsätzliche pädagogische Frage aufgeworfen hast.

    lg
    susa

    Hallo,

    das ist ja merkwürdig - wenn er das wirklich erst seit ein paar Wochen macht: ist denn irgendwas vorgefallen oder hat sich in Eurem Leben was geändert?

    Ist er gesund? Oder sind läufige Hündinen in der Gegend?

    Ansonsten hilft nur, das Alleinbleiben wieder schrittweise zu trainieren. Und das Signal "Schuhe anziehen" wieder zu neutralisieren = öfters mal einfach so Schuhe anziehen und zuhause bleiben.

    lg
    susa

    Zitat

    Und nach wie vor kann ich undercover in dieser Situation verstehen. Meine Güte Leute, ihr seid doch auch nicht in jeder Situation perfekt und wollt deswegen nicht gleich nen vergifteten Hund?! :???:

    Das heißt nicht, dass ich es grundsätzlich nicht anders aufbauen würde. (Mit Tauschen und striktem Aufnehmverbot draußen) Aber in einer Notsituation??

    Huhu,

    ich gebe Dir Recht - in einer Notsituation, wenn ich wirklich vorher gepennt hab und der Hund auch nicht an der Schlepp hängt, ich also sonst keinen anderen Zugriff mehr hätte - da würde ich vielleicht auch zum Schlüssel greifen.
    Und hinterher zur Zeitung :datz: - das ich es soweit hab kommen lassen.

    ABER: undercover fragt ja, wozu man eigentlich Leckerlies braucht. Denn sie hat doch ihren Schlüssel....(ok, stark zusammengefasst)

    Und das wirft eben die grundsätzliche Frage auf: wie lernt der Hund - und was lernt er denn dabei?
    Leckerlie ist positive Verstärkung, genauso wie Lob, Streicheleinheiten und Spiel

    Schlüssel und Co. sind negative Verstärker -
    und meiner Meinnung nach lernt der Hund dadurch nur, genau wie Kinder auch, "Schei..., dabei darf ich mich nicht erwischen lassen" und "wenn diese Frau kommt und das sieht gibts Ärger" - also heimlich machen, ggf. schnell runterschlucken, und weglaufen - die Frau ist ja langsamer. Und aus gebührender Entfernung zeigt er dann die Mittelkralle.
    Wenn es DAS ist, was Du Deinem Hund beibringen willst - bitteschön.

    Bei ängstlichen Hundeseelen sieht das Lernergebnis anders aus - der Hund wird immer weiter verunsichert, fühlt sich offensichtlich aber auch an Fraules Seite nicht wohl, denn immer könnte er ja was tun was ihr nicht gefällt und sie verärgert. Also läuft er sein Leben lang mit eingezogenen Kopf und eingeklemmtem Schwanz rum.
    Oder "explodiert" irgendwann, weil er aus lauter Furcht glaubt sein Leben verteidigen zu müssen.

    Ich führe diese Disskussion seit zwei Jahren, also seit ich meinen Hund hab, mit meinem Freund. Und ich gebe zu, ich hab mich Anfangs kurz auch verführen lassen von den scheinbar schnellen Erfolgen. Langfristig hat die Angst-und-Schrecken-Methode aber nicht gewirkt - unser Hund wurde nur "abgebrühter".
    Und mittlerweile sieht auch mein Freund, daß er dadurch nur sich selbst das Leben schwer gemacht hat (und mir) - denn jetzt das Vertrauen wieder aufzubauen dauert ungleich länger und ist um vieles schwieriger.

    Deshalb habe ich immer noch einen immensen Leckerlie-Verbrauch :D

    lg
    susa

    Zitat

    mal ne frage: wie bist du auf die toilette? hast du deinen hund da immer dabei, oder warst du immer unter 10 sekunden auf der toilette? blöde frage, ich weiß, aber wie machst es sonst?

    genau so - in den ersten Wochen stand die Klotür auf :ops:

    Das ist aber ein gutes Beispiel für dieses Training, andere sind dann zum Briefkasten rennen, oder in den Wäschekeller

    lg
    susa

    Sicher kann man gleich zu Anfang mit dem Alleinbleib-Training beginnen.

    Beginnen - das heißt Mensch geht mal kurz raus, vielleicht auch nur aus dem Blickfeld. Und kommt nach 10 Sekunden wieder zurück.

    Das steigert man dann langsam - je nachdem, wie gut der Welpe dieses Training verkraftet.

    Ich glaub kaum das man in der zwölften Woche = Welpe ist maximal vier Wochen bei Dir - schon auf 1,5 bis 2 Stunden steigern kann und sollte.

    Wenn es also irgendwie geht solltest Du das umplanen, oder wenigstens für einen Dogsitter sorgen. Ein Althund ist nicht zwangsläufig ein Ersatz - wobei ja auch nocht abzuwarten bleibt, wie der Althund auf den Welpen reagiert.

    lg
    susa

    Forscher zum Hund:
    "Heute versuchen wir mal Pute, die Gute. Und? Schmeckst?

    Hund:
    "Wuff, schmatz" = Ja, gut ist die Pute

    Tierversuch für heute erfolgreich beendet.

    alberne Grüsse
    Susa