Zitat
Ich halte es absolut nicht für schlimm, meinen Hund zu impfen und zu entwurmen, denn dem Hund geht es mit Sicherheit besser, wenn er keine Würmer hat. Und 1x im Jahr impfen ist mir persönlich auch lieber als in Kauf nehmen, dass sich Tollwut usw. nach und nach wieder ausbreitet. Denn eigentlich sind solche Krankheiten doch mit durchs Impfen eingedämmt worden oder liege ich da falsch?
Über diese Punkte kann man trefflich streiten, dann gehört es aber nicht mehr in diesen Thread hier. Daher nur soviel: Pharmaindustrie und Tierärzte behaupten, dass nur regelmäßige Wurmkuren und regelmäßiges Impfen hilft - es gibt inzwischen ne Menge Leute die das so ziemlich anders sehen.
zum Thema:
Im Grunde ist es doch schon eine Zumutung, ein Tier in unserer denaturierten Lebensweise zu halten. Daher sollten wir versuchen das Zusammenleben mit uns diesen andersartigen Lebewesen ansonsten so artgerecht wie möglich zu gestalten.
Nach menschlischen Maßstäben geht es den wild lebenden Hunden aber auch nicht wirklich gut.
Für mich sind der allgemeine Gesundheitszustand und die Lebenserwartung deshalb die ersten Kennziffern für eine gute Haltung.
Unklarer werden die Maßstäbe auf der psychischen emotionalen Ebene - doch auch da gilt wohl: fühlt der Hund sich wohl und wurde gut und sachgerecht in unsere Lebensumstände integriert wird er kaum negativ auffallen.
Bei allen extremen Haltungs- und Erziehungsbedingungen werden diese Ziele nicht oder nicht vollständig erreicht. Ein Hund der nur mit Halti zu führen ist fühlt sich offensichtlich nicht wohl; ein Hund der aggressiv gegenüber Menschen wird ganz sicher auch nicht.
Da ist was schiefgelaufen - und das war schon die eigentliche Zumutung. Diesen Fehler dann mittels moderner Hilfsmittel zu korriegieren kann unter Umständen der richtige Weg sein, kann aber auch die Sache noch schwieriger gestalten.
Wir bleiben eben Menschen, mit all unseren Fehlern. Wir können nur versuchen das Beste für die Hunde zu tun - es wird trotzdem immer wieder mal schiefgehen.
lg
susa