Zitat
Und wenn ich dann einen älteren Mix suche, unterstütze ich doch auch indirekt wieder, dass ja nun mal für Mixe ein Markt da ist - egal ob als Welpe oder Senior. Denn irgendwo muss mein nächster Senior ja auch wieder herkommen - vielleicht wird er ja gerade von einem Vermehrer produziert
Natürlich bekommt der Vermehrer nicht mein Geld, aber trotzdem bin ich doch auch ein Abnehmer des Hundes, wenn auch nicht der erste. Und der, der ihn mal gekauft hat, geht jetzt gerade los und holt sich wieder einen Welpen.....
Da liegt für mich der logische Stolperstein:
Wenn Du ausdrücklich einen älteren Mix suchst und nicht notfalls auch nen Rassehund nehmen würdest - ja, dann bist Du indirekt darauf angewiesen, das irgendein Vermehrer diesen Mix irgendwann mal produziert hat.
Die meisten Leute die nen Tierschutzhund nehmen gucken aber nicht danach, ob und wenn ja welche Rasse der Hund hat.
Und der, der Deinen Mix ursprünglich mal gekauft hatte - nur um ihn dann irgendwann im TH zu entsorgen, der kauft sich im Zweifelsfall so oder so wieder einen neuen Welpen. Das täte er also auch, wenn Du den Senior im TH versauern ließest.
zur Themenstarterin:
Das mit den ganzen verschiedenen Verbänden wußte ich auch nicht - inzwischen hab ich hier gelernt (bitte um Korrektur, falls ich was verwechsle):
Es gibt den internationalen Dachverband FCI
- dort sind bestimmte Hunderassen anerkannt und auf internationaler Ebene geregelt, unter welchen Bedingungen gezüchtet werden darf.
Diesem Dachverband ist z.b. der deutsche Verband VDH angeschlossen
- der hat aber nicht unbedingt ebenfalls alle Rassen anerkannt, die auch im FCI sind. Beispiel waren/sind (?) die weißen Schäferhunde ... die wurden vom VDH erstmal nicht anerkannt; so haben sich ausländische Verbände (Schweitzer und Kanadier) um die Anerkennung als Rasse im FCI bemüht (ich weiss grad nicht, wer nun "das Rennen" gewonnen hat)
- der VDH hat u.Umständen auch andere, d.h. strengere Zuchtvorschriften als der FCI (weniger strenge ginge nicht, das würde zum Ausschluß aus dem FCI führen)
Im VDH als Dachverband sind nun jede Menge verschiedene Rassezuchtverbände organisiert, also da findet man vom Dackel bis zum Dt. Schäferhund, vom Mops bis zum Neufundländer alle möglichen Rassen.
Manche Rassen sind auch nicht nur in einem, sondern in mehrern Verbänden oder Vereinen vertreten.
- jeder dieser Vereine kann (und tut dies auch) seine eigenen Rassestandarts festlegen und seine eigenen Zuchtvorschriften; sie unterliegen eben nur den "ober"-Regeln des VDH; d.h. wiederum sie dürfen strenger sein, aber eben nicht lockerer
Trotz all dieser Regelungen gibt es noch genug Spielraum - so dass man als Käufer trotzdem noch genau hinsehen muss, bei welchem Züchter man kauft. Oder - noch eingehender - sich sogar mit den Zuchtlinien beschäftigt und sich eine bestimmte Verpaarung aussucht.
Neben diesen über FCI international anerkannten Verbänden gibt es noch andere Zucht- und Rasseverbände und inzwischen auch Dachverbände. Die stehen natürlich quasi "auf Kriegsfuß" mit den VDH-Züchtern.
Das zu erörtern würde hier einfach zu weit führen.
Wieso all dies nicht gesetzlich kontrolliert abläuft - das fragen sich schon sehr lange sehr viele Menschen, leider.
@ all
was mich in diesen Disskussionen immer stört: irgendwann fällt der Begriff "wert" - und es kommt das Argument, das Mixe doch ebenso wertvoll wären. Ja, das sind sie.
Nur darum geht es überhaupt nicht wenn man darüber nachdenkt, ob und wenn ja, wie man züchten will.