Beiträge von susami

    Zitat

    Kann Euch keiner richtig raten, bei der Entscheidung solltet Ihr aber auf jeden Fall den "worst case" zumindest gedanklich durchspielen. D.h. sind wir bereit, zusammen mit der Hündin durchzuhalten, wenn sich dieses Problem (schnappen bei angsteinflößenen, ungewohnten Situationen) als hartnäckig erweist. Haben wir gemeinsam die Nerven, daran zu arbeiten? Oder werden wir schnell so verängstigt sein, dass der Hund sein Rückfahrticket löst?

    Genau :gut: ... darauf wollte ich hinaus.
    Und die kleine verbale Gegenwehr lässt mich Hoffnung schöpfen :D

    Ich find halt, wenn man einen Tierschutzhund mit schlechter Vergangenheit nimmt, dann ohne Wenn und Aber.
    Man muss sich im Klaren darüber sein, das es blöde Situationen geben wird ... vielleicht sogar sehr sehr schwierige Situationen. Und das man wahnsinnig viel Geduld und Durchhaltevermögen braucht. Und das man mit dem Hund arbeiten muss.
    (Wenn man das dann alles bereits ist in Kauf zu nehmen ... dann klappts oft viel besser als man dachte)

    Zum Bürsten ... es gibt doch so Massagehandschuhe. Damit würd ich das Training beginnen. Und immer ganz kurz, immer wie ein Spiel ... und mit superlob und fröhlicher Stimme.

    lg
    susa

    Zitat

    Was würdet ihr den jetzt empfehlen, sie zu uns nehmen oder uns nach einem anderen Hund umschauen???

    Ganz ehrlich???

    Wenn Ihr Euch jetzt noch so einem Minivorfall schon soooo unsicher seid ....
    ... dann wäre vielleicht für alle Beteiligten besser, wenn Ihr Euch nach nem anderen Hund umschaut.

    Ein Hund ausm Tierschutz ist ja immer ein Überraschungspaket. Selbst wenn man glaubt die Vorgeschichte zu kennen, können das ja alles Lügengeschichten sein .... oder der Hund entwickelt sich halt im anderen Umfeld völlig anders.
    Wenn man dann jedesmal denkt: Mmmmh ... war wohl doch nicht die richtige Entscheidung
    dann wird das mit dem Vertrauensaufbau nix.

    Und bei Unwetter sind eh alle Hunde anders drauf, und wenn se nicht ausgelastet sind weils sie nich rennen durften ...
    ... also mir fehlt da bei Euch noch bissi das Einfühlungsvermögen für die Viecherl.

    lg
    susa

    Na hallo!!

    Die Rotti-Dame sitzt doch noch im TH, oder?

    vielleicht kennt sie bürsten garnicht, vielleicht hatte sie sogar schlechte Erfahrungen damit ....

    ich würd erstmal mit den Tierpflegern im TH zusammen versuchen, soviel wie möglich rauszufinden.

    Schnappen ist unter Hunden ein normales Zeichen von "Lass das, ich mag das nicht"

    Wieso sollte sie zurückweichen?
    Und - da bin ich mir 1000% sicher - es gab vorher andere Zeichen, die habt ihr nur nicht erkannt. Geht ja auch oft ziemlich fix.

    Derartige Körperpflege erfordert ein gewisses Vertrauen - das kann zwischen Euch noch garnicht bestehen. Sowas wächst im Laufe der Zeit, wenn sie wirklich bei Euch leben darf.

    Dann würd ich schon täglich Bürsten, Pfoten putzen und Medizintraining machen (Zähne gucken, Ohren gucken und sowas) ... aber immer nur ganz kurz ... und dann ihr Stillhalten superdoll belohnen.
    Im Laufe der Zeit geht dann auch mehr.

    Einfach weiter machen nach so einer Verwarnung würd ich nicht.
    Da lass ich lieber den Hund "gewinnen" ... und meine unverletzte Haut.

    Bei nem Hund der von klein auf bei mir lebt ist sowas ne ganz andere Geschichte.

    lg
    susa

    Okay -
    ich hab jetzt erstmal versucht rauszufinden wie alt Dein Welpe nun ist.

    Es gibt s.g. Spoky-Periods, also Phasen wo Hunde ängstlich werden und plötzlich vor Dingen erschrecken die sie eigentlich schon kennen.
    Keine Ahnung ob das bei Euch schon mitspielt - Dein Hund ist im 5. Monat.

    Aber - Deinem Hund fehlt ganz sicher die normale Sozialisierung durch Mutter und Geschwister. Genau in dieser so wichtigen Zeit hat er stattdessen traumatische Erlebnisse gehabt. Er wird daher ganz bestimmt immer ein ängstlicher Kandidat bleiben.

    Du solltest Dir einen Trainer suchen, der sich darauf spezialisiert hat. Das Deine Trainerin jetzt schon aufgibt ist schade.

    Bis dahin solltest Du einen absolut gleichen Ablauf mit dem Hund durchziehen. Routine gibt Sicherheit - mach möglichst ALLES IMMER GLEICH! Stellt Dir nen Wecker wann Du mit dem Hund rausgehst, wann es Futter gibt etc., geh immer zu den gleichen Orten.

    Bitte versuch nicht den Hund einzufangen. Mach ihm ein Geschirr um und ne leichte Hausleine dran - so kannst Du ihn nach draußen führen ohne ihn vorher schon zu verängstigen.
    Diese notwendigen Dinge - wie nach draußen zum Pieseln - verrichtest Du bestimmt und zügig, ohne sonderlich auf den Hund zu achten. Dafür gibts Lob wenn er sich draußen gelöst hat.
    Und wie beim Welpen alle 3-4 Stunden.

    Guck mal ob Du ne Tierheilpraktikerin findest die Euch helfen kann.

    lg
    susa

    "Mastfutter" für kranke, schwache und unterernährte Hunde:

    Milupa Kindergrieß ab 6. Monat
    mit heißem Wasser ziemlich pampig anrühren, mit Frühkarottengläschen wieder kühl und dünn rühren.

    Wenn Du das ab und an als Zwischenmahlzeit anbietest, sollte Dein Champ zulegen.

    4 % find ich völlig Okay - die 2% Regel ist ja nur ein erster Anhaltspunkt. Letztlich muss man gucken welchen Grundumsatz der Hund eben hat - und im Zweifelsfall eben mehr füttern.

    Ich geh sogar noch einen Schritt weiter.
    Wenn Deine Hündin oft Magenprobleme hat, würde ich an Deiner Stelle mal drüber nachdenken ob Du nicht komplett auf Gekochte Mahlzeiten umstellst. Nicht jeder Hund verträgt rohes Fleisch.

    Ich fütter selbst auch gemischt, mal so und mal so ....
    also z.B. Reinfleischdosen (= gekocht)
    Rindfleischsuppe (= gekocht)
    Knochen (= roh)
    Barf-Hack (= roh)

    Vorteil vom Kochen ist außerdem, dass man mehr Gemüseauswahl hat, z.B. TK-Erbsen oder auch Mais. Sonst wirds übern Wintern schon schnell langweilig im Napf.

    Hi Stefan,

    hab Eure Geschichte hier grade erst entdeckt (bin hier nicht so oft on)

    Naja - die Idee den Odin mitten im Prüfungsstress von der Freundin wegzuholen und zur Trainerin zu bringen war wohl nicht Deine Beste.
    Aber was soll - is nu eh nich mehr zu ändern.

    Ich wollt Dir eigentlich nur mal kurz schildern, das manche Dinge einfach Zeit brauchen. Ich hab so nen kleinen Ausreißer von der Straße aufgesammelt - und jetzt, fast 1,5 Jahre später - verändert und öffnet er sich erst richtig. Also hab Geduld ... das wird schon wieder.

    lg
    susa

    Zitat

    Nur Nassfutter gebe ich ihm ungern, weil ichmöchte nicht dass er sich daran gewöhnt, er soll ja schließlich auch ein bisschen Erziehung genießen ;) und das wäre mir auf die Dauer auch etwas zu teuer ;) .

    Huhu,

    also zu vielen anderen wichtigen Punkten haben Dir hier andere User schon wichtige Tipps gegeben.

    Ich find es ja schön, dass Du Dir Gedanken um die Erziehung machst - allerdings nutzt es nix zwar extrem konsequent zu erziehen, wenn einem dabei der Welpe verhungert.
    Also wenn ich mir Gedanken mache, das mein Welpe, der grade erst bei mir eingezogen ist, nichts fressen mag - dann fütter ich ihm im Prinzip alles - Hauptsache er frisst überhaupt mal.
    Dazu muss man aber wissen was Hunde NICHT fressen dürfen:
    Schokolade, Trauben, Zwiebeln und Knoblauch, Schweinefleisch, gekochte Knochen ... das sind die wichtigsten Punkte.
    Hier kannst Du es genauer nachlesen:
    http://www.abc-tierschutz.de/gift_hunde.htm

    Zum mäkeligen Fresser erzieht man übrigens Hunde nicht durch Trocken- oder Nassfutter; sondern dadurch das man zuviel Aufhebens ums Thema Fressen macht und z.B. den Hund ständig auffordert doch mal zu probieren.
    Bei unbekannten Futter - wie z.B. Deine Nudeln - muss so ein Welpe aber erst mal lernen das man das futtern darf. Da ist das probieren lassen ok.
    Ansonsten - mach feste Futterzeiten, wo Du den gefüllten Napf hinstellst und nach max. 15 Minuten wieder wegräumst. Nicht gefressenes Nassfutter kann man dann auch in einer geschlossenen Dose im Kühlschrank aufbewahren, dann aber bitte vor dem Füttern wieder zimmerwarm werden lassen.

    Im Übrigen - gutes Nassfutter ist nicht teurer als gutes Trockenfutter. Und was man bei der Ernährung sparen will - trägt man später doppelt und dreifach zum Tierarzt. Da lohnt es sich also nicht nur aufs Geld zu gucken, sondern lieber auf die Qualität.

    lg
    susa

    :gut:
    Ich find die Denkanstöße in Deinem Text wirklich richtig klasse, Staffy.

    aber - ich frag mich auch - wann durfte denn der Hund Hund sein?
    Und was genau bedeutet das?

    Irgendwie liegt es doch in der Natur der Hunde, sich ständig den sich ändernden Bedürfnissen des Menschen anzupassen.
    Sonst wär er ja garnicht Hund geworden sondern Wolf geblieben - so hab ich jedenfalls die bisland so dazu veröffentlichten Artikel verstanden.

    Das da im Augenblick allerdings ein massiver Umbruch stattfindet - und es fraglich ist ob Hunde DAS auch noch mitgehen können - ist unbestritten.
    Fakt ist jedenfalls, das nichtmal alle Menschen das so problemlos schaffen.

    lg
    susa