Beiträge von susami

    Ich finde auch, das man erstmal rausfinden muss, was denn nun genau dahinter steckt.

    Die Frage für mich ist dabei: macht man das dann persönlich ... und wenn ja wie?
    Oder "beauftragt" man damit die Polizei und/oder Ordnungsamt.
    Denn nichts anderes bewirkt doch so eine Anzeige erstmal.
    Diese Behörden sind doch nun wirklich keine Buhmänner, die sofort ohne Sinn und Verstand Strafen auferlegen.
    Aber sie haben im Zweifelsfall viel mehr Möglichkeiten, überhaupt erstmal herrauszufinden, wer der Halter dieses Hundes ist - und wo man ihn antreffen kann.

    Ich persönlich würde daher die Polizei informieren.
    Ich finde nicht, das man damit dem Schäfer das Leben schwer macht. Wenn die Haltungsbedingungen in Ordnung sind, wird auch die Polizei das erkennen ... und vor allem wissen die dann bei nächsten Anruf gleich Bescheid.
    Und wenn nicht ... tja, dann ist es doch erst recht gut - weil die Polizei gleich Massnahmen verordnen kann.

    lg
    susa

    Hallo Maifeuer,

    leider hast Du bislang noch nicht Shoopys Fragen beantwortet ...
    aber aus Deiner Vorstellung lese ich, das Du einen Hirtenhund hast.

    Oder genauer gesagt, vermutlich einen Herdenschutzhund :gut:

    1.) Herdis haben einen angeborenen Schutztrieb. Sie betrachten es als ihre Aufgabe, ihr Territorium und ihr "Rudel" zu schützen.
    Territorium ist dabei aber mobil ... überall dort, wo sich das "Rudel" längere Zeit aufhält (längere Zeit heißt schon ab 10 Minuten)

    daher ist es völlig normal, das Euer Hund die ersten "Feinde" noch passieren lässt, dann aber in den Schutztrieb fällt.
    Außerdem senden manche Menschen mehr "Bedrohungssignale" ... die wir als Hundehalter oft garnicht wahrnehmen.

    2) aus den o.g. genetisch bedingten Verhalten sind Herdis tatsächlich nicht wirklich gern viel unterwegs. Am Liebsten bleiben sie zuhause in ihrem Territorium und bewachen dies.

    Falls Euer Garten ausreichend groß ist und Euer Hund diesen bewachen darf ... braucht Euch das Gewissen nicht allzusehr zu plagen, wenn Ihr den Hund nicht ständig überall mit hinnehmt.
    Umgekehrt mag natürlich kein Hund gern ewig lang von seinem "Rudel" getrennt sein .... besteht tatsächlich Euer Alltag mit der gesamten Familie darin, in irgendeiner Form unterwegs zu sein - dann könnt Ihr dem Hund nicht mehr gerecht werden.

    3) Keine Ahnung mit welchen Trainern und nach welchen Methoden Ihr bislang gearbeitet habt.
    Sollte das bislang noch nicht geschehen sein, sucht Euch unbedingt nochmal einen Trainer der sich explezit mit Herdenschutzhunden auskennt, bevor Ihr Euch endgültig entscheidet. Denn viele Methoden, die z.B. beim Schäferhund gut funktionieren, sind beim Herdi regelrecht kontraproduktiv.

    Ich hab meinen Herdi-Mix jetzt seit 3 Jahren - und hab ihn durch eigene Unwissenkeit und Schei**-Tipps von "Trainern" selbst versaut. Seit 8 Wochen hab ich nun eine Trainerin, die ganz offensichtlich weiss was sie tut. Wir hatten erst 4 Einzelstunden ... dennoch merkt man schon starke Veränderungen - weil ICH endlich weiss, wie ich es handhaben muss.
    Und weil ich weiss, was ich von diesem Hund erwarten kann - und was nicht. Mit meinen anderen drei Hunden hab ich übrigens keine derartigen Probleme.

    Bei Euch kommt hinzu, das Euer Hund mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bis zu seinem 5. Lebensjahr ziemlich versaut worden ist - was dann auch der Abgabegrund war.
    Es braucht also - selbst mit den richtigen Methoden - ein wenig Geduld.
    Aber ich bin mir sicher das es machbar ist.
    Ein guter Kontakt für Herdis ist Mirijam Cordt ...
    oder guck mal bei http://herdenschutzhunde-in-not.de/start/start.htm

    lg
    susa

    Zitat

    Hallo Antje,
    also es gibt keine Impfpflicht in Deutschland! - auch wenn die Tä es immer so auslegen!
    Eine Tollwutimpfung ist aber schon sinnvoll, denn kommt (warum auch immer) ein Tollwutverdacht auf, werden alle in Verdacht kommenden Hunde, die nicht geimpft sind getötet. Hunde, die eine IMpfung haben kommen in Quarantäne. In Deutschland darf bei Hunden wegen Tollwut keine Behandlung statt finden, wegen Ansteckung.

    Das fett gedruckte hab ich grad ganz aktuell anders gehört: demnach muss der Amtstierarzt auf jeden Fall vor einer Tötung den Titer bestimmen ... gibt es einen ausreichend hohen Tollwut-Titer, ist damit der Verdacht ausgeräumt und der Hund darf nicht getötet werden.

    lg
    susa

    Huhu,

    ich hab auch nen Herdi-Mix ... und mir wurde von Schutzhundesport immer abgeraten. Den Schutztrieb beim Herdi sollte man wohl besser nicht auch noch fördern.
    Mir persönlich ist es auch lieber, wenn mein Herdi nicht weiss, das er auch eine 2 Meter Wand überwinden könnte :gott:

    Aber sämtliche Suchspiele ... ob im Haus, im Garten oder auch unterwegs ... da springt auch mein Herdi drauf an.

    ach ja ... und die Herrschaften sind ja wählerisch. Vielleicht hast Du einfach nicht die richtigen Leckerlies dabei?
    Ich persönlich hab noch keinen Hund erlebt, der nicht mit gebratenen Leberstückchen oder Hähnchenfilet zu überzeugen gewesen wäre.

    Außerdem ... zwei-dreimal auf nen Futterdummy anspringen ist doch schon gut ... mehr muss doch garnicht.
    Herdis sind halt nicht blöd, die denken sich .. wenn Frauchen das immer wegwirft, dann isses wohl nicht wichtig. :lol:

    Meiner reagiert übrigens auch sehr gut auf ein kurzes Spiel mit mir ... d.h. ich schleuder z.b. einen Kong am Seil um mich oder schleif ihn kurz über den Boden und wir zergeln ein wenig gemeinsam.
    Oder ein kleines Laufspielchen .... wer ist als erster am nächsten Baum?
    :lachtot:

    lg
    susa

    Zitat

    Mich interessiert die Meinung meines TA zur Frischfütterung ehrlich gesagt Null, ergo diskutiere ich nicht darüber ;) Der soll einfach seinen Job machen, indem er eine Dienstleistung erbringt.

    :gut:
    Wenn man mit genau dieser Einstellung zum TA geht, dann entstehen nur noch äußerst selten Diskussionen.
    Lustigerweise hat mir bisher noch jeder TA ein Rezept für Schonkost aufgeschrieben, wenn einer der Hunde Durchfall hatte.
    Da gehts dann plötzlich ganz ohne Futtermittelindustrie.

    Wenn ich dann sage - ja das ist doch keine Schonkost, das kriegen meine Hunde immer so ... dann gucken sie etwas irritiert und finden es dann aber "gut" ;)

    Oh wie schön, Diana ...

    dann ist ja alles gut, wenns klappt - wen interessiert dann noch, mit welcher Methode der Hund dazu gebracht wurde.

    Nur eins noch:
    In dem anderen Threat geht es nicht um Dich - Du wurdest nur, für meinen Geschmack viel zu häufig, als Beispiel genannt.
    In dem anderen Threat von Staffy geht es um die theoretische Frage, was ein Hundetrainer seinen Kunden raten soll, wenn sie mit einem Problem wir Deinem zu ihm kommen.
    Daher wurde dort auch nicht über Dein Verhalten gemutmaßt.
    Wozu auch? Du beschreibst es ja hier voller Stolz.

    Huhu,

    also 1. natürlich ist der Hund noch nicht richtig bei Euch angekommen.
    Das dauert meistens so 6-12 Monate, je nachdem was Hund vorher so erlebt hat.

    2. Das Alleinbleiben muss ein Hund unter Umständen jedesmal neu lernen. Durch den Wechsel ist er vermutlich jetzt extrem verunsichert - und eben auch zu unsicher um schon so lange allein zu bleiben. Da nutzt auch die Zweithündin nix ... im Gegenteil, es kann passieren das er die Hündin mit seiner Panik ansteckt.

    3. Ich ignorier meine Hunde nicht, wenn ich heimkomm (ich finde das geht auch garnicht). Ich begrüsse sie mit ein paar ruhigen Worten ... also nix hochpuschendes und auch keine Belohnung. Und dann mach ich erstmal mein Ding. Wenn die Hunde sich ruhig verhalten geh ich nach 10-15 Minuten dann mal zu ihnen und kuschel kurz mit ihnen.

    4. Ich schicke meinen Hund auch fast niemals weg, wenn er zu mir kommt zum Kuscheln. Allerdings kann das Kuscheln extrem kurz ausfallen, wenn ich grad keine Zeit hab - dann gibts eben nur eine kurze Berührung zwischen Hand und Schnauze ... und dann wende ich mich wieder ab. Einen hündischen Stalker hab ich dennoch nicht Zuhause, bei vier Hunden nicht.

    Zitat

    Um nochmal ein Beispiel aus der Menschlichen Welt zu bemühen:

    Niemand würde ernsthaft behaupten, dass es richtg wäre, ein stark übergewichtiges Kind weiter mit Süßigkeiten und Fast Food vollzustopfen, nur weil das Kind es schon immer so kennt und traurig wäre, wenn es jetzt nur noch gesundes Essen bekommt.

    ja ... bei solch menschlischen Beispielen ist es doch gleich viel leichter nachvollziehbar.

    nee, da hast Du Recht, das würde bei dem Kind sicher keiner so machen.
    Ich kenn aber auch keinen Ernährungsberater, der in solchen Fällen empfehlen würde, erstmal eine Woche Null-Diät zu machen.

    Im Gegenteil - auch da geht der Trend ehr dahin, sogar gelegentlich z.B. Schokolade zu erlauben. Weil alles andere nämlich garnicht wirklich durchgehalten wird.

    Daher danke für dieses Beispiel :D :D :D

    Zitat

    Eigentlich sollte ich schon längst im Bett sein, aber das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen und ich habe alle Seiten quergelesen und mir steht echt der Kamm!!

    Das hab ich befürchtet ... ich hatte selbst schon die ganze Zeit kein gutes Gefühl mehr, weil zu der allgemeinen theoretischen Diskussion eben immer wieder und ausschließlich Du als Beispiel herrangezogen wurdest.

    Das wäre aber völlig unfair hier über Dich zu urteilen, weil keiner Dich persönlich kennt geschweigen denn Deinen Umgang mit Deinen Hunden gesehen hat.
    Mir geht es hier wirklich nur um die Empfehlung eines Trainers an Kunde X - und was ich persönlich von solchen Erziehungstipps halte.

    Zitat

    Lest bitte den Ursprungstreat ganz und vor allem meine Antworten, die ich nicht revidiert habe, weil Gegenwind aufkam, sondern weil es sich im Laufe der Tage eben geändert hat!

    Okay - darauf muss ich mich eingehen:
    1. Hab ich den Ursprungsthread gelesen (weil Staffy das mehr oder weniger zur Vorraussetzung gemacht hatte um hier über die Erziehungstheorie mitdiskutieren zu dürfen ;) )
    2. Hab ich das vielleicht blöd formuliert, sorry. Du hast ja nicht direkt Deine Meinung revidiert ... sondern nur Dein Eingangspost noch näher erläutert, mehr differenziert und um Neuigkeiten ergänzt.

    @sub
    Gut, dann haben wir ja jetzt den Punkt rausgearbeitet, wo wir es unterschiedlich sehen. Wir sind beide keine Hundepsychologen oder Verhaltensforscher (nehm ich jedenfalls mal an) - und können unsere unterschiedliche Vermutung, was dabei mit dem Hund passiert, sicher nicht irgendwie beweisen.
    Im Zweifel lass ich dann aber lieber irgendwelche Experimente, die dem Hund schaden könnten - in diesem Fall ehr psychisch. Besonders, wenn der Hund irgendwie eh schon nen Hau weghat, womöglich durch mein bisheriges Fehlverhalten.