Hallo,
das Hauptproblem ist die fehlende Leinenführigkeit.
Du sollest das dringend angehen und zwar schon an Deiner Haustür.
Ich hätte auch Angst wenn mir in einem Mehrfamilienhaus ein Mensch entgegenkäm, der plötzlich vor dem Fahrstuhl steht und von seinem Hund herausgezogen wird.
Zudem ist es so, dass wenn sich Menschen erschrecken erhöht sich automatisch ja der Adrenalinspiegel und Menschen schreien dann um sich Luft zu machen. Die wenigsten können das steuern.
Erst recht wenn sie generell Angst vor Hunden haben.
Also fängst Du an, Deiner Hündin Ruhe und Geduld beizubringen sobald ihr die Wohnung verlasst.
Du bleibst völlig ruhig, keine Hektik nichts, einfach ruhig die Tür aufmachen. Stürmt sie raus, dann muss sie wieder zurück und die Tür geht zu.
Du gehst nur vorwärts wenn sie an Deiner Seite bleibt.
Vor dem Fahrstuhl soll sie sitzen.
Du machst die Fahrstuhltür auf und sagst ihr dann, dass sie eintreten darf. Bevor Du ihr das nicht sagst, darf sie nicht einsteigen. Keine Diskussion und keine Ausnahmen.
Im Fahrstuhl soll sie sitzen und zwar in einer Ecke und hinter Dir.
Ihr fahrt runter und sie verlässt den Fahrstuhl erst wenn Du ihr das sagst.
Im Treppenhaus bleibt sie an Deiner Seite und stürmt nicht nach vorne. Stürmt sie nach vorne gehst Du rückwärts bis sie wieder an Deiner Seite ist.
An der Haustür setzt Du sie ab und öffnest die Tür. Auch hier geht es nicht vorher durch bis Du es ihr gesagt hast.
Sie geht an Deiner Seite bis Du sehen kannst wer Dir entgegen kommt, oder ob Dir keiner entgegen kommt. Dann lass sie an der Leine locker vorlaufen.
Kommt eine Wegbiegung rufst Du sie an Deine Seite und gehst um die Biegung.
Das ist so das Verhalten was mein Hund zeigen müsste wenn ich in einem Mehrfamilienhaus wohnen würde.
Wenn er das zeigt, dann kannst Du ihn aus jeder brenzligen Situation rausbringen.
Kommt Dir plötzlich jemand an der Haustür entgegen, dann sitzt Dein Hund immer hinter Dir und Du kannst sie aus der Situation führen in dem Du ruhig ausweichst.
Du kannst auch nicht erwarten, dass die Menschen sofort auf die Seite springen nur weil Dein Hund zur Tür rauswill.
Erwarte auch nicht, dass sie Dir zuhören, denn es interessiert die wenigsten und die, die es interessiert mit denen wirst Du kein Problem bekommen, denn sie mögen Hunde.
Die, die ein Problem haben, die wurden vielleicht schon mal in ihrem Leben gebissen und haben definitiv Panik wenn ein zerrender Hund ihnen entgegenkommt. Das weist Du ja nicht! Von daher kann man da wenig Verständnis erwarten.
Daher mein Rat:
bring ihr ein paar grundlegende Sachen bei und euer Leben wird um ein vielfaches einfacher.
Wenn Du das nicht alleine umsetzen kannst, weil Du vielleicht nicht die Nerven dazu hast, dann hol Dir einen Trainer an die Seite und mache es mit ihm gemeinsam, denn so fühlt man sich nicht so alleine. Vor allem kann der Trainer/in auch mit den Menschen reden während Du Dich nur auf Deinen Hund konzentrierst.
Liebe Grüße
Steffi