Hallo,
das was Leo geschrieben hat kann ich nur voll und ganz unterstreichen.
Euer Hund bestimmt wann er gestreichelt werden möchte und wann es genug ist!
Das hört auf wenn er merkt, dass er dies nicht bestimmen kann.
Das Aufstehen und Platz habe ich bei meinen Hunden früher nie verlangt, es gab aber auch nie Probleme.
Wenn Ronja (auch BC) irgendwo lag und ich kam vorbei, schaute sie mich fragend an, so nach dem Motto: soll ich aufstehen?
Als Filou zu mir kam, hielt er es nicht mal für nötig mich anzuschauen. Auch er war einer der gerne mal knurrte wenn er meinte genug Streicheleinheiten bekommen zu haben. Zudem war er ein sehr unsicherer und ängstlicher Hund, was sich aber hauptsächlich auf draußen, oder Fremde bezog.
Wenn ich vorbeikam schaute er nicht mal ansatzweise hoch, sondern blieb einfach liegen.
Er musste dann eine ganze zeitlang jedes Mal aufstehen wenn ich kam. Ruhe hatte er nur in seinem Korb, oder wenn er nicht mitten im Weg lag.
Heute ist es so, dass ich ihm sage, dass er liegen bleiben darf/soll. Der Unterschied zum einfach vorbeilaufen ist:
Das Liegenbleibendürfen ist eine Ansage und keine Selbstverständlichkeit.
Spielen:
wenn ein Hund meint das Spielzeug verschleppen zu müssen, dann ist für mich das Spiel beendet. Fertig!
Nach einer kurzen Zeit fang ich wieder damit an und schaue wie er sich verhält. Läuft es genau so ab, dann ist eben wieder Schluss mit spielen.
Ihr müsst euch eines merken:
Der Mensch sollte agieren und der Hund reagieren.
Jedes Mal wo ihr auf den Hund eingeht wenn er es möchte: Spielaufforderung, Streicheleinheiten, Gassigänge, Futter, usw. bestärkt sein Verhalten.
Überlegt mal ganz genau wie oft euch euer Hund manipuliert?
nur zum Beispiel:
Wie oft lasst ihr ihn in den Garten wenn er möchte?
Wie oft spielt ihr mit ihm wenn er möchte?
Wie oft wird er gestreichelt wenn er kommt?
Wie oft wird er angeschaut wenn er in euer Blickfeld kommt?
Wo liegt er wenn er sich frei entscheiden kann?
Ihr solltet den ganzen Umgang überdenken.
Mit einem Konzept und Regeln bekommt ihr die Probleme in den Griff.
Euer Hund braucht klare Grenzen und Regeln an denen er sich orientieren kann.
Wie Leo schon schrieb:
wenn ihr unsicher seid, dann holt euch einen Hundetrainer zu Hilfe.
Liebe Grüße und viel Erfolg
Steffi