Beiträge von Steffi E.

    Hallo,

    wenn Du ihn an der Leine hast, dann kann er die anderen ja nicht verkloppen.
    Oder erwartest Du dass er ohne Leine an den anderen vorbeiläuft?
    Wenn das so ist, dann sind Fehlinterpretationen seitens der anderen HHs vorprogrammiert.
    Sie werden denken, dass sie ihre Hunde laufen lassen können weil Deiner ja auch frei ist.

    Daher würde ich ihn anleinen wenn ich möchte, dass andere Hunde fernbleiben.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo Marike,

    eine Rütteldose ist wie die Disc-Scheiben auch ein akustisches Signal welches genutzt werden soll um unerwünschtes Verhalten zu unterbrechen.
    Ähnlich eines Clickers, nur andersherum.

    Das Problem welches daraus entstehen kann ist:
    der Hund verknüpft es falsch weil der Halter im falschen Moment rüttelt oder wirft.

    z.B. der Hund knurrt beim Spaziergang andere Hunde an, auf der anderen Straßenseite läuft eine Mutter mit Kinderwagen. Der Hund schaut für einen Moment von dem Hund weg und zu der Mutter hin. In dem Moment wirft der Halter des Hundes die Discscheiben oder auch die Rütteldose und der Hund hat es im dümmsten Falle mit der Mutter und dem Kinderwagen verknüpft!
    Künftig wird er Kinderwägen und die dazu gehörigen Frauen meiden, oder ihnen aus dem Weg gehen.

    So eine Verknüpfung wieder weg zu bekommen ist nicht einfach und dauert um ein vielfaches länger.

    Richtig angewendet kann beides auch zum Erfolg führen, aber eben nur richtig angewendet.

    Ich geb Dir mal ein Beispiel welches mir passiert ist:
    meine Ronja war 9 Wochen alt und ich suchte eine Hundeschule. Wir machten einen Termin aus und die Trainerin schien zu Beginn auch sehr nett und kompetent.
    Sie machte mit Ronja eine kleine Übung:
    Leckerlis wurden auf den Boden gelegt und Ronja durfte sie nur auf Freigabe fressen. Natürlich wollte die Kleine gleich hin und in dem Moment flogen die Disc-Scheiben. Ich wusste es nicht, denn sonst hätte ich das nicht zugelassen.
    Ronja hat das sofort richtig verstanden und die Leckerlis nur noch nach Freigabe genommen.
    Die Trainerin gab sich mit einer anderen Person ab und ging dabei in die Hocke. Vor ihr lagen noch die Leckerlis auf dem Boden.
    Ronja wollte zu der Trainerin, was diese aber falsch deutete und ihr die Disc-Scheiben vor die Füsse warf.
    Resultat:
    Ronja mied die Trainerin wie die Pest und wir gingen nie wieder dahin.

    Das war aber noch nicht alles:
    einige Wochen später fiel mir der Haustürschlüssel aus der Hand und mein Hund rannte weg.
    Ich habe über ein Jahr gebraucht bis ich das Angstverhalten wieder draußen hatte.

    Hunderte Male lies ich einfach so den Schlüssel fallen um ihr zu zeigen, dass es nicht schlimm ist.
    Heute noch (13 Jahre später) zuckt sie leicht zusammen wenn mir ein Schlüssel aus der Hand fällt. Sie rennt aber nicht mehr weg und hat dann auch keine Angst mehr.

    Der Schreckreiz ist aber geblieben.

    Daher sind hier im Forum einige gegen die Scheiben und auch gegen die Rütteldosen.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich sehe es auch so, dass Du Dir den Schuh selbst anziehst.
    Deinem Hund geht es meines Erachtens nicht schlecht und Grund unglücklich zu sein hat er auch nicht.
    Das ist aber nur meine Meinung.

    Er wird zwei Mal die Woche super betreut und ist ausgelastet.
    Ansonsten ist er bei Deinen Eltern und auch nicht alleine.

    Ich habe hier eine Bordercolliehündin die ja auch ein Arbeitstier ist.
    Komischerweise liegt sie hier im Büro vier Stunden rum ohne einen Mucks zu machen oder zu nerven.
    Ich geh morgens nur 20 Minuten mit meinen Hunden.
    Ronja ist ja jetzt auch schon 13,5 Jahre alt.

    Allerdings ging sie früher auch nur 20 Minuten am Rad bevor wir ins Büro gefahren sind.

    Mittags gehe ich 45 bis 60 Minuten und mache ein paar Unterordnungs- oder Suchspiele mit den Hunden. Das aber auch keine 45 Minuten lang sondern mal 10 Minuten.
    Danach geht es heim und die Hunde haben Ruhe zu geben, was sie auch tun.

    Wenn ich noch Nachmittagstermine habe, dann begleiten sie mich und warten im Auto während ich bei Kunden bin.

    Abends geht es dann im Winter wenn es dunkel ist auch nur 20 Minuten raus. Im Sommer ist es ca ne Stunde.

    Samstags und Sonntags laufe ich eine Runde von mindestens 2-3 Stunden bei jedem Wetter.

    Ich bespaße meine Hunde also auch nicht rund um die Uhr oder übe mit ihnen zwei bis drei Mal am Tag.

    Deinem Hund geht es nicht schlecht, er muss noch einige Sachen lernen und erzogen werden.
    Des Weiteren solltest Du für einen Rückzugsort sorgen an den Deine Tochter nicht hinkommt.
    Ebenso solltest Du es verhindern, dass Deine Kleine den Hund überhaupt bedrängen kann.
    Wenn er sich dazwischendrängelt, dann schick ihn weg.
    Ruf ihn dann aber auch mal und kuschel ihn durch wenn Du einen Moment Zeit hast.

    Es geht nicht darum Stunden mit dem Hund zu verbringen, sondern einfach ein paar Minuten nur mit ihm.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich habe mein Posting auch nicht als Angriff gemeint. Wirklich nicht!
    Ich sehe halt nur ein gewisses Aggressionspotential und wenn ein Hund eben schon vorgeht, oder auch hinterher geht und schnappt, dann ist das schon bedenktlich.

    An Deiner Stelle würde ich einfach mal so weitertrainieren wie Du es von der Trainerin gesagt bekommen hast. Es bringt nichts wenn man immer anders vorgeht. Das verwirrt nur den Hund und bringt keine klare Linie rein.
    Ein Verhalten zu ändern dauert seine Zeit und so lange trainiert ihr doch noch gar nicht.

    Hast Du mit Deiner Trainerin nochmal gesprochen?
    Wie oft konntest Du wirklich trainieren in den letzten sechs Wochen (also wie oft war Besuch da?)

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    wenn ein Hund so speichelt wie Du es sagst und sich gar nicht beruhigen kann wenn ihr wieder da seid, dann hat er definitiv Stress und für mich hört sich das nach Trennungsangst an.

    Wenn ein Hund in seiner Wohnung und seinem gewohnten Umfeld alleine bleiben kann, dann heißt das nicht, dass er es auch in einer fremden Umgebung kann.
    Er kommt aus dem Tierheim, wurde also schon einmal abgegeben und einfach alleine gelassen in einer für ihn fremden Umgebung.
    Ich könnte mir gut vorstellen, dass da Erinnerungen hochkommen und er einfach Angst hat euch wieder zu verlieren.

    In seiner gewohnten Umgebung, sprich eurer Wohnung, hat er gelernt, dass ihr wiederkommt. Dort fühlt er sich sicher.

    Du kannst nur langsam versuchen ihn daran zu gewöhnen.
    Einen Hund mit Trennungsängsten würde ich aber nicht stundenlang durchbellen lassen, denn das geht nicht! Es ist für den Hund der Horror wenn er wirklich Trennungsängste hat.

    Das Hinterherlaufen würde ich unterbinden und ihn auf seinen Platz schicken.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich musste auch gleich an die Analdrüsen denken...
    Lass es abklären und dann ist gut.

    Kann gut verstehen, dass so ein Gestank nervig ist.
    Steuern kann sie das nicht bewusst.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    das Radio lässt sie ja schon laufen...
    Ich kann Corinna recht geben. Versucht sie nicht hochzupuschen und gebt ihr lieber was zum kauen. Kauen beruhigt.
    Eventuell hat sie auch einfach das Alleinesein noch nicht richtig gelernt.
    Ist ja auch ein Unterschied ob der Hund mal alleine bleiben muss, oder täglich.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    es ist schade, dass Deine Eltern da gar nicht mehr mit sich reden lassen.
    Campino hatte aber doch auch schon Probleme mit Deinem Vater wenn ich mich recht erinnere. Hat er ihn angeknurrt oder geschnappt?

    Ich hätte meinen Hund damals zu niemandem gegeben, eben weil ich nicht garantieren konnte, dass nichts passiert.
    Während des Trainings, welches bestimmt ein Jahr ging, durfte Filou überhaupt nicht zu Besuch. Er durfte nicht schnuppern und musste im Korb bleiben.
    Wenn ich das nicht garantieren konnte weil ich auf die Toilette bin, dann wurde er dort festgebunden.
    Alles andere bringt nichts.

    Auch sollte der Platz so sein, dass kein Besuch am Hund vorbei muss wenn er den Raum betritt oder verlässt.

    Erst als Filou völlig relaxt war durfte er aufstehen.
    Aber, er durfte immer noch nicht zum Besuch.

    Kam auch nur ein Knurrer, dann musste er wieder auf seinen Platz.

    Wichtig finde ich vor allem, dass ihr, also Du und Dein Freund, gleich trainiert. Es bringt nichts wenn er bei einem rumlaufen darf und bei dem anderen muss er im Korb bleiben.
    Da würde ich wirklich an einem Strang ziehen.

    So wie Du Deinen Hund beschreibst, ist es nicht ganz ungefährlich...
    Hier würde ich doppelt aufpassen, denn wenn er erstmal gebissen hat, dann wird es um so schwieriger und gegebenenfalls bekommt man noch eine Anzeige und muss zum Wesenstest.
    Diesen würde mein Hund nicht bestehen.
    Und da ich das weiss, gehe ich absolut null Risiko ein.

    Ich setze sein tägliches Freilaufen auf dem Feld nicht aufs Spiel wegen einer Nachlässigkeit von mir.
    Ein Leben nur an der Leine und mit Maulkorb finde ich nicht sonderlich erstrebenswert.

    Bitte sei Dir dessen bewusst und halte Dir auch vor Augen, dass das Verhalten welches Dein Hund zeigt, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.
    Gerade weil er nach vorne geht und nicht nur so reagiert wenn er bedrängt wird. Das Verhalten hat auch mit Angst nichts zu tun.

    Du hast eine extreme Verantwortung.

    Zeige ihm jetzt seine Grenzen auf und verfalle nicht in Mitleid wenn der Hund in seinem Korb bleiben muss. Das ist nämlich das Hauptproblem, dass man Mitleid bekommt und dann nicht konsequent ist.

    Liebe Grüße

    Steffi