Beiträge von Steffi E.

    Hallo,

    als Filou zu uns kam war er auch um die viereinhalb-fünf Monate alt.
    Er hatte Angst vor allem, also wirklich allem was es außerhalb des Hauses gibt.

    Mich durfte nichtmal jemand ansprechen und jeder der ihn anschaute, wurde übelst verbellt.
    Unter dem Kinn kraulen hätte wahrscheinlich einige Finger gekostet.
    Ich habe ihn an meine Seite genommen, das Bellen abgebrochen und mit den Leuten gesprochen.

    Es hat sehr lange gedauert bis er gemerkt hat, dass keiner an mir vorbei kommt und ich ihn schütze. Heute, nach vier Jahren, kann mich jeder nach der Uhrzeit fragen ohne angeblafft zu werden. Er ist umweltsicher geworden und hat auch keine Angst mehr außerhalb. Es war ein weiter Weg, aber er hat sich gelohnt.
    Filou ist aber heute auch kein Hund der sich anfassen lässt und das muss er auch nicht!

    Ich finde, dass man das respektieren und auch akzeptieren muss.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    reden hilft oft nicht und ich hab auch mal einem älteren Herrn auf den Kopf getätschelt. Das Resultat war ein merkwürdiger Blick und die Frage: warum ich ihm so nahe gekommen bin?

    Daraufhin hab ich ihn nur gefragt warum er meinem Hund so nahe kommen möchte?
    Er lachte und seit dem grüßt er höfflich und wir wechseln ein paar Worte.
    Er hat Filou nie wieder versucht anzufassen und es verstanden.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich hab das so gemacht, dass ich den Hund immer an meiner Seite hatte und die Leute wirklich abgeblockt habe.
    Hat nettes Reden nicht geholfen, dann bin ich deutlicher geworden.

    Wichtig war mir nur mein Hund und sein Verhältnis zu mir.
    Die anderen Leute waren mir egal. Ich musste das aber auch erst lernen.
    Heute denke ich mir:
    Sollen sie doch denken was sie wollen, ich geh mit meinem Hund heim und nicht die Menschen.
    Man muss es nicht jedem recht machen.

    Liebe Grüße

    Steffi

    PS:
    Zum Thema Maulkorb:
    letzte Woche musste ich mit Filou zum Tierarzt.
    Ich hol ihn aus dem Auto und eine junge Frau kommt gerade aus der Praxis. Sie fand ihn total süß und wollte näher kommen.
    Als ich aber den Maulkorb aus meiner Tasche zog und ihm diesen anlegte, blieb sie wie versteinert stehen und schaute mich mit großen Augen an.
    Anfassen wollte sie ihn dann nicht mehr. :lol:

    Hallo,

    unser kleiner hormongesteuerter Amerikaner macht das immer bei den anderen kurz bevor er sie besteigen will.
    Hab das schon öfter mal gesehen dass die Hunde sich so animieren.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    es kann schon sein dass das Baby auf die Hunde reagiert.
    Wichtig ist:
    wie gehen die Eltern damit um?

    Ich würde die Hunde auf keinen Fall daheim lassen, sondern das Kind immer wieder mit den Hunden konfrontieren in Form von "die sind auch da und alles ist gut". Was ich nicht tun würde:
    die Hunde direkt zu dem Kind lassen oder das Kind zu den Hunden bringen.
    Die bloße Anwesenheit reicht aus und außerdem soll es ja für alle positiv sein.

    Ich kenne das aus meiner eigenen Verwandschaft...
    Ein Kind im Alter von 9 Monaten war bei einem Jäger zu Besuch. Der hielt natürlich auch auch Jagdhunde und züchtete sie.
    Angeblich sei ein Jagdhund zu dem Kind, welches am Tisch stand und habe ihm in die Augen geschaut. Das Kind hätte sich so erschrocken, dass es aber da an Angst vor Hunden hatte.

    Die Eltern dieses Kindes sind aber keine Tierhalter und haben auch keinen Bezug zu Tieren.
    Diesem Kind wurde dann Tag ein Tag aus erzählt wie sehr es sich erschrocken hat damals und das endete damit, dass man dieses Kind in die Schule fahren musste, weil es sich auch vor Katzen, Vögeln und natürlich Hunden zu Tode erschreckte wenn diese nur auf der anderen Straßenseite liefen.

    Jahre später, ich war 16 und meine Cousine 13, kam sie zu Besuch und ich sperrte unseren Collie nicht weg. Ich sah es nicht ein...
    Es endete damit dass meine Cousine auf dem Tisch stand und hysterisch brüllte.
    Da aber die Eltern nicht da waren haben wir sie erstmal brüllen lassen. Das dauerte so 10 Minuten und dann war sie doch sehr erstaunt, dass unsere Colliedame sie nicht angriff, sondern teilnahmslos in der Küche am anderen Ende lag.

    In wochenlanger Arbeit haben wir sie dazu bekommen mit unserem Hund gemeinsam mit mir spazieren zu gehen. Die Angst baute sich ab, dank auch an meine Hündin, die nie den Kontakt gesucht hat und immer schön brav Abstand hielt.
    Erst als meine Cousine soweit war sie zu streicheln kam sie auf sie zu.

    Sie hat heute (ist jetzt auch schon 32) keine direkte Angst mehr vor meinen Hunden, aber nur weil sie mir vertraut. Bei fremden Hunden sieht die Sache wieder anders aus. Sie schreit zwar nicht mehr hysterisch, ist aber sehr auf Habacht.

    Also von daher würde ich um die Angst des Babys kein Bohay machen und die Hunde weiterhin am Familienleben teilhaben lassen.
    Je natürlicher die Erwachsenen damit umgehen um so einfacher ist es für das Kind.

    Liebe Grüße

    Steffi