Beiträge von LaBellaStella

    Zitat

    Stellt ihr euch auch so wie ich gelegentlich die Frage, ob ihr genug/ das Passende bietet?

    Das hatte ich überlesen: diese Frage hab ich mir eigentlich nur am Anfang bei Ben gestellt. Als ich noch nicht wusste, was bei ihm durchschlägt: der HSH oder der Jagdhund.

    Da es so scheint (bis jetzt) dass der Pointer durchschlägt und er dermaßen viel Spaß am Trailen hat und es ansonsten mittlerweile keine größeren Probleme mit ihm gibt, denke ich, es passt. Auch die für ihn langweiligen Tage steckt er sehr gut weg, ist dann halt auch mal so.

    Einzig die Frage, ob er ein Einzelhund oder eher ein "Mehrhund" ist/bleibt, die stelle ich mir öfter. Obwohl ich für möglichst viel (passenden) Hundekontakt sorge. Das liegt mir immer ein bisschen im Magen, seine Vorgänger waren ja keine Einzelhunde (nur der Joey zum Schluss und der hat das tatsächlich wohl eher genossen).

    Ich bin auch eher im Team "Rüde". Wahrscheinlich aber wegen dem Kastrationsthema. Meine Maja (mein erster Hund) musste ich nach der 3ten oder 4ten Läufigkeit kastrieren lassen und irgendwie hängt mir das immer noch nach.

    Wobei ich nicht komplett ausschliessen würde, dass hier auch mal wieder ein Mädel einzieht - aber wenn ichs mir aussuchen könnte, würde ich wohl eher zum Rüden tendieren.

    Meine Fragen für den Anfang: Was erwartet ihr von euren Hunden / was habt ihr erwartet? Was bietet ihr? Stellt ihr euch auch so wie ich gelegentlich die Frage, ob ihr genug/ das Passende bietet? Welche Erwartungen hattet ihr, die gar nicht oder ganz anders erfüllt wurden?

    An meinen ersten Hund hatte ich tatsächlich nur eine einzige Erwartung - die sie auch wunderbar erfüllt hat: Familienhund sein und mich in den Stall zum Pferd begleiten und ein "Reitbegleithund" werden.

    Und das hat geklappt - allerdings auch erst nach so 1-2 Jahren und so einigen aufregenden Phasen....das war fast schon ein klassisches Beispiel von "ich habs ein bisschen zu sehr durch einen rosarote Brille gesehen anfangs".

    Heute hab ich immer noch Erwartungen an meinen Hund/meine Hunde - allerdings viel klarer umrissen und viel viel näher an der Realität.

    Körperliche Robustheit (also mittelgroß bis groß und nach Möglichkeit nichts "übertriebenes" an Fell und Exterieur (normale, lange Nase, nicht zu schwer, nicht riesig, keine Faltenberge, nicht winzig klein ....sowas eben), sollte Freude und Spass an ausserhäusigen "Hobbies" haben und dazu eben auch körperlich in der Lage sein. Was das für ein "Hobby" wird, da passe ich mich immer sehr gern an den jeweiligen Hund an.....Agi, Obi, Wandern, Schwimmen - oder so wie jetzt Mantrailing - ich bin da immer schon ganz nach meinen Hunden gegangen, was ihnen eben am besten liegt. Ich hab festgestellt, mir macht sowas immer Spass und da bin ich komplett offen für alles. Selbst wenn ich mal einen Hund "erwischen" würde, der so gar keinen Spass hat an irgendwas - dann leg ich mich mit ihm halt im Garten in den Schatten....wie gesagt: da passe ich mich total an den Hund an.

    Theoretisch mag ich alle HSH/Mixe sehr gern - aber ich hatte ja auch schon Hütis und jetzt einen Pointermix - jo, wie gesagt: da bin ich eigentlich nicht so festgelegt.

    Was kann ich bieten:

    nun, ich bin ein Hundemensch. Also vollen Familienanschluss, eine hundeverrückte Familie, Haus mit Garten, mittlerweile ein bisschen "Hundewissen", größtenteils Arbeit im HO, viele Wanderungen am liebsten in den Bergen, Spass an jeglicher Form von "Hundesport" wobei ich da echt flexibel bin, einen eher ruhigen Alltag - Kinder sind ja schon länger aus dem Haus und mein Mann ist auch kein "Partymensch" sondern eher von der ruhigen Sorte - und natürlich eine große Couch, wo alle draufpassen. Das Finanzielle ist als Doppelverdiener soweit irgend möglich in der heutigen Zeit auch einigermaßen ok und ja, ich kann mir eine KV für den Hund leisten (hab ich jetzt auch für den Ben).

    Was kann ich nicht bieten: da ich ja nicht perfekt bin, gibts natürlich auch ein paar "Schwachpunkte": ich bin warum auch immer vielleicht etwas weniger der Typ für Hunde, die mich fragen, was sie für mich tun können. Oder die mich brauchen als Impulsgeber, was sie tun oder lassen sollen. Das liegt mir weniger. Ich mag mehr die Sturköpfchen, die Eigenwilligen, die mir auch mal die Mittelkralle zeigen. Also zuuuu sensibel darf bei mir ein Hund nicht sein.

    Wünsch ich euch auch :winken:

    Ich hab heute nochmal eine Schulung - von 11 bis 15 Uhr hier vom HO aus.

    Das ist ein bissschen blöd für den Ben....denn eigentlich sind wir ja immer zwischen 13 und 15 Uhr roundabout auf unserer großen Gassirunde. Gestern und vorgestern hat er ab 14 Uhr neben mir gesessen und mich alle 2 Minuten gefragt, ob ich mal auf die Uhr geschaut hab :roll:

    Das ist soooo ein kleine Beamter, echt! Und da sag nochmal einer, Hunde könnte die Uhrzeit nicht lesen.... :lol:

    11.10. Was sorgt dafür, dass du dich toll fühlst?

    Die kleinen Erfolgserlebnisse im Alltag. :smile:

    Das kann vieles sein, manchmal z.b. nur ein kleiner, lustiger Plausch mit dem Nachbarn, wenn ich ihn damit zum Lachen bringe, manchmal ein leckerer und gut gelungener Kuchen den ich gebacken hab, ab und an ganz oben aufm Berg stehen nach einem steilen Gipfelsturm oder wenns im Garten grünt und blüht und summt und brummt und ich die ersten Tomaten oder Gurken ernte....und sehr sehr oft einfach nur der Ben. Der macht fast immer gute Laune und dann fühl ich mich natürlich toll. ;)

    Erstmal: Trainer. Und zwar einer/eine die zu dir kommt und dort, in den Situationen mit euch arbeitet. Keine Gruppenstunden. Einzelstunden. Wenn der Trainer Erfahrung mit rumänischen TS Hunden hat, wäre das ideal.

    Es ist tatsächlich so, dass grad Hunde aus den Rumänien, Polen usw fast immer einen guten Schuß "Wachtrieb" mitbringen - nicht nur aber eben auch weil das dort ganz genauso gewünscht wird aufm Dorf. Da soll der Hund ja genau das machen: Haus und Hof bewachen. Ganz selbstständig und ohne, dass die Menschen dort viel an den Hunden "rumerziehen".

    Natürlich findet man auch unter den Mixen dort so einige, die auch einen guten Schuß HSH-Gene mitbekommen haben. Prinzipiell aber durfte sich im Laufe der Zeit dort wohl alles verpaaren, was gut wacht und aufpasst, misstrauische gegen Fremde ist und eine gewisse Hoftreue mitbringt und gleichzeitig aber möglichst wenig Arbeit macht, robust ist und eher anspruchslos in der Pflege ist.

    Und so haben sich dort im Laufe der Zeit eben genau diese Mixe entwickelt - fast alle mit einem guten Wachtrieb, oft einem großen Misstrauen ggü "Fremden", manchmal mit mehr manchmal mit weniger Jagdtrieb aber fast immer mit wenig oder gar keinem "Gen" für die typische "Menschenfreundlichkeit" oder den "will to please" oder "Führigkeit" den Rassen wie die Labbis ect mitbringen und der bei uns in DE eigentlich von fast jedem Anfänger gewünscht wird.

    Ganz raus bringt man das aus so einem Mix nicht. Gegen die"Genetik" arbeiten ist i.d.R. vergebliche Liebesmüh. Aber mit Hilfe eines erfahrenen Trainers kann man lernen, damit umzugehen und man kann lernen, wie man so einen Hund richtig "managt", auch wenn sie selten "Überallmitdabeihunde" oder "Ichfindejedenmenschentollhunde" werden.

    Es ist aus der Ferne, übers Internet fast unmöglich zu sagen, wie sich das weiter entwickelt im Falle der TE. Das muss sich jemand vor Ort angucken und bis dahin kann ich der TE nur raten, dem Hund möglichst viel Sicherheit zu vermitteln, in dem sie Onkel, Fremde, generell alle Menschen bei denen der Hund auch nur einen Hauch Meideverhalten oder Unsicherheiten zeigt, von ihr fernhält. Und zwar zuverlässig und ausnahmslos.