@Helfstyna Seit es so warm geworden ist bei uns, fressen meine Gartenvögel aber auch weniger irgendwie. Nur die Spatzen sind nach wie vor verfressen - Amsel, Rotkehlchen und sogar die Meisen kommen im Moment deutlich weniger oft. Vielleicht liegts ja auch an der derzeitigen Warmphase?
Beiträge von LaBellaStella
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Dann frag mal ein paar Züchter was die so für Anfragen kriegen....
"Was kostet Welpe? Habe Winterreifen, ich bezahl damit." und ähnliches.
Oder Leute die einfach vor der Tür stehen "Ja, sie haben doch Welpen, da wollten wir mit den Kindern mal gucken kommen." als ob das ein Streichelzoo wäre.
Das Problem sind die Menschen die keine Ahnung haben. Und davon gibts halt einfach unfassbar viele!
Äh, ob man ne Wohnung hat? Ehrlich?
Ausreichend Platz? Für was, das Körbchen? Wenn ich in einer 1 Zimmer 50qm Wohnung lebe bin ich ungeeignet für Hundehaltung oder was?
Meine leben mehr oder weniger auf 140x200 Meter Bett, wir zocken zwar auch viel drinne weil ich hier den Platz habe, hätte ich den nicht würden wir eben noch mehr draußen zocken. Wenns warm (aber noch nicht zu heiß) ist leben wir förmlich draußen.
Wie groß die Wohnung ist sagt doch null drüber aus ob man geeignet ist zur Hundehaltung.

Ich kann jeden verstehen der im Tierschutz echt keinen Bock mehr auf Menschen hat. Absolut!
Aber wäre es nicht besser mal drüber nachzudenken wie man das ändern könnte? Denn noch mehr Fragebögen, noch mehr Nachweise, noch mehr Kontrollen bringen ja offensichtlich auch nix.
Womit wir wieder bei meinem Vorschlag wären, eben das viel mehr gesprochen wird mit dem Interessenten, das geguckt wird wie die Person sich mit Hunden verhält und alles.
Eine Züchterin hat mir mal erzählt "Wer sich schon ziert sich mitten in die Welpen zu setzen weil man schmutzig wird, oder pikiert ist wenn die Welpen am Schuh kauen, der ist direkt raus bei mir."
Weil, wenn wir ganz ehrlich sind: Irgendwas müssen Züchter ja offensichtlich irgendwie richtiger machen als so mancher TS Verein, und das ist sicher eben nicht nur der "teure" Preis. Wenn man sich anguckt wie wenig Rassehunde in den THs sitzen, und auch wie wenige auf den Portalen angeboten werden (ich rede von Hunden mit Papieren von seriösen Züchtern!), dann machen die ganz offensichtlich irgendwas bedeutend richtiger mit der Auswahl ihrer Welpenkäufer.
Also einfach mehr Kommunikation, aber nicht im Stil von "Ich hab die Ahnung und die Macht und du bist Bittsteller!", denn wo das endet sieht man ja....
Und eben sich die Leute im Kontakt mit Tieren angucken. Nicht nur 20 Minuten, sondern eben länger. Wer keinen Bock drauf hat einen ganzen Nachmittag im Tierheim im Auslauf zu sitzen und den Hund kennenzulernen, der ist eben nicht geeignet.
Denn was machen denn wir mit den Züchtern? Genau das. Man fährt hin, verbringt oft Stunden da in einem Haufen Hunde und quatscht einfach. Und die Züchter machen sich ihre Gedanken währenddessen, eben wie ist der Umgang? Wie ist die Körperhaltung? Wie reagieren die Hunde?
Das sagt eine ganze Menge aus.
Es wäre vielleicht auch einfach schon ein guter Schritt wenn Vereine aufhören würden mit "Das liebe Schätzchen, das süße Bärchen, das sanfte Blümchen braucht gaaaaaanz viel Liebe!" und "Rette mich!" Scheiß.
Wer mit sowas in den Texten um sich wirft braucht sich echt nicht beschweren wenn da die "Ja, gerettete Hunde sind ja so dankbar!" Leute auf der Matte stehen.
Wie schon in einigen Vorpostings von mir geschrieben: Im Grunde genommen stimm ich dir zu.
Aber: Meine ganz persönlichen Erfahrungen unterscheiden sich komplett von deinen. Und zwar von beiden Seiten aus gesehen (Käufer und Vermittlerseite).
Dein Ausruf "Äh, ob man ne Wohnung hat? Ehrlich?
Ausreichend Platz? Für was, das Körbchen? Wenn ich in einer 1 Zimmer 50qm Wohnung lebe bin ich ungeeignet für Hundehaltung oder was?" ist sicherlich ernst gemeint und ich weiss, dass es viele TS gibt, die dann nicht vermitteln. Für mich und die TSVs, für die ich einsteh, ist das kein primärer Hinderungsgrund. Auch meine Hunde sind bzw waren immer alle gern und oft genau auf dem einen qm auf dem ich auch grad bin.
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Aber - und da bin ich jetzt wieder bei den so schrecklichen Vorkontrollen - dann sollte halt der Rest stimmen. Und genau da werden wir uns nie einig werden. Denn wenn der Interessent zwar 10 x zur Pflegestelle/ins TH kommt und dort ganz wunderbar mit dem Hund harmoniert aber in seiner 50 qm Wohnung schon 4 Hunde und um die 30 Mehrschweinchen hat und auch noch etliche Katzen - von denen er aber aus gutem (bzw schlechtem) Grund nix erzählt hat (wohlgemerkt eine 50qm Etagenwohnung) was dann tatsächlich erst bei der Vorkontrolle rauskam (die Kollegin die dort war hatte Tränen in den Augen als sie in die Wohnung kam - nicht weil sie nah am Wasser gebaut war, sondern weil der Amoniakgehalt in der Wohnung so hoch war) und dann auch noch rauskam, dass der Interessent schon eine Räumungsklage am Hals hatte, weil auch der Vermieter das nicht so prikelnd fand....da hat der eine Absage bekommen. Und war sehr sauer und hat ziemlich nachgetreten. Sogar noch, als ihm einige Zeit danach fast alle seine Tiere abgenommen wurden.
Natürlich kann man jetzt sagen: das sind Einzelfälle. Das kommt nicht täglich vor. Jo, mag sein. Und aus der Sicht des Interessenten waren wir die Bösen. Kann ich aber mit leben.
Ich wollte mir eigentlich dieses ganze Klein/Klein hier im Thread ersparen, dieses Aufzählen von Einzelfällen. Das schwarz/weiße Schubladendenken. Hier der heilige Tierschutz ohne Fehl und Tadel und dort die doofen Interessenten die doch froh und dankbar sein können überhaupt einen Hund aus dem TS zu kommen. Oder umgekehrt, hier der tadellose, perfekte, fehlerlose Hundehalter dem die doofen Tierschutzuschis einfach keinen Hund geben wollen. (mal ganz überspitzt gesagt).
So isses nämlich nicht. Da gibts noch ganz ganz viel dazwischen. Die Fälle wo man denkt, wieso hat denn der jetzt den Hund nicht bekommen, hätte doch gepasst? Die Fälle wo man denkt, wieso hat denn der den Hund bekommen, das passt überhaupt nicht? Die Fälle wo wahllos Hunde angekarrt werden und auf Teufel komm raus abgegeben, ja fast schon "verramscht" werden und die Fälle wo die Orgas/THs mehr Ansprüche stellen für die Vergabe eines Hundes als an Menschen gestellt werden, die ein Kind adoptieren wollen. Was zwischen den beiden Extremen liegt, alle Orgas und THs die hier auch mal abwägen können, denen tatsächlich daran liegt für den Hund den richtigen Platz zu finden, die gibts nämlich auch. Vier meiner fünf eigenen Hunde kamen von solchen Orgas/THs.
Letztlich ist es wie so oft, auch immer eine Sache der persönlichen Erfahrungen. Ich kann jeden verstehen, der sich für einen TS-Hund interessiert hat und dann 1,2,3 x blöde Erfahrungen gemacht hat. Hätte ich diese Erfahrungen gemacht, würd ich auch nie wieder an einen TS Hund denken.
Noch ein kleines Bonmont zum Schluss:
Vor vielen Jahren wünschte ich mir glühend einen Hund einer ganz bestimmten Rasse. Ich hab mich auf die Suche nach einem guten Züchter gemacht, ein paar wären von meiner Seite aus auch in die engere Wahl gekommen und ich wollte sie schon kontaktieren. Da wurde hier im DF in einem Thread sehr vehement über die Frage nach dem Kaufpreis diskutiert. Also wann und wie man denn den Züchter am besten fragt, was der Welpe kosten wird. Und ob man das überhaupt fragen sollte. Mir war schon klar, dass ich da nicht anruf und als erstes frage: "Was kosten die? Was wär der beste Preis?" - Aber dass es da tatsächlich ungeschriebene Regeln gibt und man diese Frage am besten gar nicht stellen sollte - das war mir nicht klar. So wars aber in dem Thread zu lesen. Mein Mann hatte das alles auch recht aufmerksam verfolgt und daraufhin sein Veto eingelegt. Er meinte, er würde schon ganz gern vorher wissen, wieviel "Diridari" er mitnehmen soll und nicht erst am Tag der Abholung dann womöglich eine Überraschung erleben. In dem Thread kam dann auch die Aussage, dass man sich eben einen Hund leisten können muss, sonst sollte man es bleiben lassen. Was ich sehr kurios fand, denn woher soll ich wissen, ob ich mir den Hund leisten kann (Kaufpreistechnisch) wenn ich nicht weiss wie viel er kostet? Das hat mich damals tatsächlich davon abgehalten, mir einen Gos dAtura aus einer guten Zucht zu kaufen. Viele Jahre später hab ich dann mit einer Gossozüchterin viel Kontakt gehabt, die hat mich ausgelacht und gesagt, sie hätte mit der Frage überhaupt kein Problem gehabt.
Tja. Da haben mich doch tatsächlich die subjektiven Erfahrungen einiger jahrelang davon abgehalten, einen Züchter zu kontaktieren und mir eventuell doch noch einen Gosso zu holen. Aber ich hab wenigstens nie jemandem generell vom Kauf beim Züchter abgeraten oder allen Züchtern unterstellt, sie würden ihre Preise willkürlich festlegen - nur ich selber hatte (damals) nicht mehr den Mut, es mal selber zu probieren. Da hab ich dann auch "alle Züchter" in eine Schublade gesteckt, leider. Passiert mir nicht mehr. Und irgenwann wird hier einer einziehen, so ein Züchter-Gosso.
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Naja, wenns zu grob wird, dann dann sag ich schon was.
Ich hab hier bei uns auch das Problem, dass ich mit den Leuten auf dem (wirklich schönen) Hundeplatz der OV nicht gut klar komme. Da hats leider auch viel zu viele aus der "uralten Schule". Das erste mal als ich mal (auf Anfrage und mit Erlaubnis) dort zugeschaut hab beim Training, hat mir einer der "alten Herren" auf den Bobbes gepatscht und mich "Mauserl" genannt und gemeint, er würde mir zeigen wie man meiner "klona Bachratz" (Bachratte, er meinte Sam damit, ein Gos dAtura) die "Wadln nach vorne richtet" ...äh ja. Ich bin ja nu echt kein Hascherl und war auch damals keines (war lange im Pferdeturniersport, da ist man durchaus abgehärtet) - und das hat er dann auch an meiner Reaktion gemerkt. Leider hat mir das dann dort keine Freunde eingebracht. Einige Zeit später hab ich dann nochmal zugeguckt, da hatten sie den Schlegel da...naja, auch nicht wirklich meines.
Ist leider bei uns über Jahre hinweg der einzige Platz gewesen, der einigermaßen ohne großen Aufwand erreichbar war. Später gabs dann einen in der nächsten Stadt, da hab ich auch ein paarmal zugeguckt, da gings von den Leuten her - die hatten aber auch viel mehr Junge Menschen und eine richtig nette Agi-Gruppe.
Jetzt bin ich 1x die Woche auf dem Platz meiner Trainerin, ist gar kein Vergleich, aber sie macht auch keinen richtigen Hundesport - ein bisschen Agi, ein bisschen Spielen, bisschen Dummytraining, bisschen Obi oder mal ins Longieren reinschnuppern - aber es macht zumindest Spass und die Leute dort sind alle gut drauf.
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Erfahrungen kann man nur in der Praxis machen - Wissen kann man sich auch theoretisch aneignen (wenn man denn will).
Die Erfahrung, wie es ist und wie man damit klar kommt, wenn man jede Nacht 5x im Schlafanzug mit nem Welpen vorm Haus rumsteht, weil er Pipi machen muss.....oder wie es ist, wenn man Wochen-oder Monatelang das Haus nicht mehr ohne Hund verlassen kann, weil er sonst die Einrichtung zerschreddert...oder der Jungspund Oma mal aus purem Überschwang anspringt und umwirft... oder jeden Tag aufs neue den Postboten ankreischt, einfach weil ers kann....die Erfahrung muss man einfach machen, das kann man sich nicht anlesen, wie man sich dann fühlt und ob man damit klar kommt.
Dazu kommt dann noch die (irgendwo weiter oben wurde das schon richtig gut angesprochen) die Erfahrung, die man mit den einzelnen Typen/Rassen/Mixen hat.
Ich hab gleich mit meinem allerersten eigenen Hund (Irgendwas-Hüti-Schafpudel-Sonstwasmix) neben den ganzen "Eijeijei-Uuuups-ach-du Sch***-Erfahrungen" nur gute Erfahrungen gemacht. Obwohl ich wenig über Hundehaltung und Erziehung wusste. Da hatte ich Glück, sie hat mir wahrlich viele Fehler verziehen.
Aber ich war grundsätzlich lernbereit und hab aus allen Erfahrungen gelernt - den guten wie den schlechten. Die ich dann beim nächsten Hund auch wieder (in anderer Form) machen durfte. Und danach wieder. Ich mach auch jetzt wieder mit Jungspund Ben immer mal wieder ganz neue Erfahrungen.
Aber ich weiss eben (aus der Summe aller meiner gesammelten Erfahrungen), dass ich mit dieser Art Hund und allem, was da noch so auf mich zukommen könnte, voraussichtlich recht gut klarkommen werde. Ich hab mit anderen Rassen/Mixen eher weniger Erfahrungen machen können - Gebrauchshunde zählen dazu und auch Terrier hatte ich noch keine. Aber da lern ich eben gern mal (zumindest in der Theorie) aus den Erfahrungen von anderen (auch hier im Forum) und kann dann für mich daraus den Schluss ziehen, dass das eher weniger was für mich ist.
Bei den Gebrauchshunden - insbesondere Malis, DSH ect weiss ich tatsächlich, dass ich einfach nicht hier bei mir in meiner Gegend auf die Hundeplätze passe - und das weiss ich, weil ich da schon war und keine guten Erfahrungen gemacht hab. Also wird hier auch kein DSH oder Mali oder RS oder dergleichen einziehen. Da glaub ich nämlich allen, die Erfahrung haben, dass ich dann keine Chance hätte, dem Hund gerecht zu werden.
Schwiegermuttern hatte ihr ganzes Leben lang Dackel. Ich weiss bis heute nicht, wie sie es gemacht hat, aber die waren alle unisono für ihren Alltag die perfekten Begleiter. Dabei waren die Dackeltiere allesamt überhaupt nicht erzogen sondern mehr verzogen. Das ganze DF würde sturmlaufen, wenn ich erzählen würde, was die Dackels so alles angestellt haben. Aber: nie gabs irgendwelche Schwierigkeiten, nie hat sich irgendwer beschwert, die Dackels und Schwiegermuttern waren sowas von perfekt im Miteinander...das war schon grandios. Aber die Vorstellung, dass Schwiegermuttern mal Sam - oder noch schlimmer - Joey genommen hätte, die treibt mir heute noch den Angstschweiß auf die Stirn. Da hätte sie sich definitiv übernommen. Und das wusste sie auch. Und dennoch hab ich ihre Erfahrung immer sehr geschätzt, egal obs um Hundemedizin ging, um Ausstattung, wo man schön Gassi gehen kann, wie man ruhig bleibt auch wenn Herr Hund mal wieder so ganz anders tickt als man möcht oder auch nur, welcher Biergarten für Hunde geeignet ist.
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Der Ben hat gestern einen meiner Lieblingsohringe gerettet...
Die Nacht davor muss mir die linke Creole im Schlaf aufgegangen sein und hat sich dann wohl in meinen Haaren irgendwie verfangen. Als ich mir nach dem Aufstehen in der Küche einen Kaffee geholt hab, hab ich sogar noch gehört, wie was auf dem Boden "klick" gemacht hat, aber so im Halbschlaf überhaupt nicht wirklich gesehen, was da runtergefallen ist. Mir ist nichtmal beim Zähneputzen aufgefallen, dass ich nur noch einen Ohrring drin hab...
Ein bisschen später sitz ich im Wohnzimmer am Esstisch und schlürfe besagten Kaffee, da kommt Ben an und lutscht und kaut auf irgendwas rum. Als ich ihn anguck und grad sagen wollte "spuck es aus" - lässt er direkt vor meinen Füßen was fallen......die Creole!
Ich hab erstmal reichlich doof aus der Wäsche geguckt, dann natürlich ganz doll gelobt und mich gefreut, denn ich wollte eigentlich schon Staubsaugen und dann wärs vorbei gewesen, hätte ich nie wieder gefunden.....
...dass die Creole ein bisschen verbogen und angekaut war, nehm ich ihm nicht übel...konnte sie wieder zurechtbiegen...

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01.01. Was ist deine Berufung?
...oh je....schwere Frage. Ob ich überhaupt eine Berufung habe? Die Frage halbwegs ernsthaft zu beantworten, ist nicht einfach.
Am ehesten wohl noch meine Familie. Und mein ganzes "Viehzeugs". Und wie alle Frauen aus meiner mütterlichen Linie raus, bin ich absolut dazu berufen, alles und jeden durchzufüttern. Das liegt mir in den Genen und dagegen kann ich nix tun. Oma und meine Mama und meine ganzen Tanten/Großtanten sind genauso....wir können allesamt nix und niemand hungern lassen.

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Ja da kann ich auch hier nur wieder meinen Vorschreibern uneingeschränkt zustimmen.
Dein Hund kontrolliert und hat Stress. Hilf deinem Hund aus der Nummer raus, bitte. Jetzt kannst du noch (mit Hilfe eines guten Trainers) gegensteuern - bevor es doch noch zu einem Supergau kommt.
Du hilfst dadurch deiner Hündin, du tust ihr was gutes dadurch. Wenn ich ausnahmsweise vergleichen darf: ist ein bisschen wie mit Kindern - da setzt man auch liebevolle Grenzen, da ist man auch konsequent und manchmal muss man auch seine Kinder mal ruhig aber bestimmt z.b. "ins Bett schicken", auch wenn sie noch so gern aufbleiben würden und motzen und zetern, gefrustet sind oder betteln.....denn "nach müd kommt blöd.
Nix anderes in der Hundeerziehung: Impulskontrolle, Ruhe lernen, Frust auch mal aushalten, Regeln akzeptieren, Distanz aushalten - das ist alles viel viel wichter als "Sitz" oder "gib Pfötchen".
Alles das dient auch dem Vertrauensaufbau zwischen dir und deinem Hund: er kann dir Vertrauen, du weisst, was du tust und du triffst die meisten Entscheidungen. Jeder Hund den ich kenne und hatte war sehr sehr erleichtert, wenn ich ihm vermittelt hab: ist nicht dein Job, ist meiner, du kannst jetzt einfach mal Sendepause machen, dich aufs Ohr hauen, ins Stand-by-gehen - what ever.
Das ist - ich wiederhole es gern nochmal - nichts schlimmes. Das ist was gutes, was du deinem Hund tust.
Ich bin nicht grad dafür bekannt, meine Hunde zu exerzieren im Sinne von "SITZ! PLATZ!" - aber die Regeln, die ich aufstelle, die stehen. Ben darf z.b. gern auf die Couch mit uns - aber wer auf der Couch nicht Ruhe gibt - der geht sofort wieder runter. Einlasskontrolle bei Besuch mach ich - und nicht Ben. Der darf mir gern sagen, dass jemand an der Tür ist - aber das war es dann auch schon.
Das sind eigentlich schon fast "Binsen" oder Basics. Genau wie es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass niemals der Hund - auch nicht der netteste Hund der Welt - meine oder fremde Kinder in irgendeinerweise kontrolliert, erzieht, hütet oder sortiert. Das ist definitiv mein Job.
Gib deiner Hündin die Chance, den Job an dich abzugeben. Und hol dir Hilfe dafür. Ich versteh gut, wie verführerisch der Gedanke ist, daß das ja jetzt bloß das eine Mal passiert ist, und dass das ja gar nicht so schlimmt ist und dass man hofft, dass das nie wieder passiert. Das kann man sich durchaus einreden - aber glaub mir eines: es wird nicht das letzte mal gewesen sein. Und ob es das nächste mal dann auch wieder "nur" bei einem blauen Fleck bleibt (was schon schlimm genug ist) das ist sehr fraglich.
Deine Hündin ist bildhübsch und so wie du sie beschreibst, eine ganz Tolle. Und genau deswegen schreib ich hier mit, weil sie es verdient hat, sich weiter zu entwickeln, eine ganz Tolle zu bleiben und sie hats verdient, dass man ihr hilft. Sie ist nicht böse - aber es geht in eine ungute Richtung.
So, in diesem Sinne ein gutes neues Jahr und denk einfach mal drüber nach.