Beiträge von BigJoy

    Für mich klingt es auch nach abwartend gespannter Haltung praktisch als Ausgangslage. Hund selbst ist noch nicht entschieden, kann aber alle Register ziehen, angesichts dieser Ausgangslage (abwartend gespannt).
    Entscheidend finde ich, dass sich dein Hund neben dich stellt, also davon ausgeht, dass du die nun folgenden Verhaltensweisen/Handlungen mitentscheidest. Insofern finde ich das einen guten Verlauf! Der Hund bleibt für dich ansprechbar, sucht den Kontakt zu dir und ist gleichzeitig auf alles gefasst. Ich denke, das ist nach so einer Beißerei eine wirklich gute Reaktion! Und: Hut ab vor deinen Nerven, ihn ohne Ausweichen (und Leine) durch diese Situation zu bugsieren!!

    Laufspiele = Weglaufen und fangen
    Beispiel: Meine kommt auf mich zugehopst, bellt mich teils an und läuft dann weg, dreht sich dabei aber zu mir um. Wenn ich dann hinterher laufe (oder es andeute), findet sie das super. Zwischendrin dreh ich um, dann läuft sie mir begeistert hinterher. Und zwischendurch dreht sie ihre eigenen Runden. Das ergibt ein ziemliches Gewettze auf der Wiese - und sie kann jederzeit gucken, wie viel Abstand sie will/braucht (vielleicht mag sie dieses Spiel deshalb auch so gerne. Sie kann "außer Reichweite" aufdrehen, ungefährdet, dafür Ärger/Schläge zu kriegen) .
    Meine Erfahrung ist auch, dass man solche unsicheren Hunde mit fehlender Sozialisierung anders behandeln muss. Wie du schreibst: Fortschritt, wenn sie zum Spielen auffordern! Und w e n n sich dieses Verhalten zu was Negativem auswächst, ist immer noch Zeit, sich drum zu kümmern! :D

    Das klingt doch gut!
    Meine Hündin hat gestern nach ca 6 Wochen angefangen, einen Leckerliball (ca tennisballgroß mit Loch drin, durch das Leckeris rauskullern) durch die Gegend zu schieben mit der Nase. Ich hatte ihr das Ding etliche Male gezeigt, was sie lustlos über sich ergehen ließ. Das Teil blieb (gefüllt) liegen und gestern war der Tag da! Ganz in Eigenregie. Mintuenlang und sie hat es geschnallt!
    Mal sehen, in wie viel Wochen so was noch mal passiert.

    Hast du den Hund nicht von kleinan?
    Wie wäre es mit Rennspielen? Vielleicht ist er mehr der Renner als der Apportierer?

    Ich halte spielen übrigens für artgerechtes Verhalten und deshalb für jeden Hund "gesund"! Ich würde keinen Hund zum Spielen zwingen (wie auch), denke aber, dass zum Verhaltensrepertoire eines Hundes gehören sollte. Je nach Temperament öfter/seltener, aber gar nicht? Kann auch ein Zeichen für Stress beim Hund sein!

    Hab nur die ersten Postings gelesen, nicht alles. Mein Senf:
    Wir können froh sein, heute überhaupt noch Leute zu treffen, die Hunde mögen und mit unserem Hund Kontakt wollen. Und nicht schreien: "Nehmen Sie den Hund da weg!" Oder sich ekeln oder allergiehusten oder Angst um ihre sauberen Klamotten haben.

    Ich würde denken, so lange, wie er auch rennen kann! Also je nach körperlichem Zustand, Trainingsgrad. Vielleicht ein bisschen was abziehen, falls Panik herrscht beim Hundi, frisst das ja auch Kraft. Aber sonst würde ich schon denken, dass ein normal bis gut trainierter Schwimmhund 2 Stunden schwimmen kann. Dass er irgendwann langsamer wird, Schongang einlegt, muss ja nicht heißen, dass er kurz vor'm Untergehen ist.

    PS Mein Hund geht überhaupt nicht ins Wasser, ich muss es wissen =)

    Man kann einem Hund kein Vertrauen abverlangen, es nicht erzwingen - damit erreicht man eher das Gegenteil. Sagt dir der Ausdruck "Kadavergehorsam" etwas? Das wurde lange Zeit in der Hundeerziehung angestrebt, heute jedoch nur noch von rückständigen Leuten verfolgt. Es ist viel passiert in der Hundeerziehung! Man muss aktuelle Bücher lesen und sich mit Leuten austauschen, die sg. Starkzwangmethoden ablehnen.

    Deine Mutter besticht den Hund. Deshalb muss er sie nicht mehr mögen als dich - sondern ihre Leckerlis. Die meisten Hunde sind käuflich und bestechlich :p

    Wenn du deinen Hund rufst, kommt er dann mit geradem Rücken zu dir gelaufen, legt nicht die Ohren an, schaut dir ins Gesicht, trägt den Schwanz waagerecht oder aufrecht? Ich würde schauen, ob dein Hund Beschwichtigungssignale dir gegenüber zeigt (runder Rücken, Schwanz einklemmen, Ohren nach hinten legen...). Das wäre ein Hinweis, dass du einen Gang zurückschalten solltest und deinen Hund softer ansprechen solltest (was nicht inkonsequenter heißt, sondern nur weniger massiv/bedrängend/laut o.ä.)

    Es tut mir für dich leid, dass der Hund nicht so nah bei dir ist, so kuschelig und auf dich fixiert, wie du es dir wünschst. Das kann, muss aber nicht so bleiben. Aber es ist halt ein lebendiges Tier, kein Stofftier. Trotzdem kann ich deinen Frust verstehen!