Beiträge von BigJoy

    Man schaut die Rütter-Sendungen offensichtlich aus verschiedenen Motivationen heraus an.
    Eine scheint zu sein, den eigenen Erziehungsstil und die eigene Hundekompetenz bestätigt zu sehen.

    Andere wollen dazu lernen.

    Wieder andere schätzen den Unterhaltungswert (inkl. Fremdschämem).

    - Man kommt dann schwer auf einen Nenner, wenn die Motivationen so unterschiedlich sind. (Mag einem auch nicht immer bewusst sein, um was es einem - oder dem anderen - dabei "wirklich" geht.)


    Was Rütter in der DAS-Sendung über Katze gesagt hat, fand ich zB völlig daneben. Aber er hat sich damit so eindeutig als Hundemensch und Katzennichtversteher geoutet, dass ich es müßig fände, ihm das groß vorzuwerfen.

    Und was mir neu war (auch aus dir DAS-Sendung): Seine Hundeschulen bieten kostenlose (!) Käuferberatung an. Klar ist das auch eine Kundenbindungsmaßnahme - aber eine, die ich "politisch schwer korrekt" finde.
    Ebenso sein Aufruf, dass man zuerst im Tierheim nach einem passenden Hund schauen sollte.

    Solche Sachen sind es, die mich auch seine TV-Sendung erstmal wohlwollend schauen läßt.

    Und ich gehe davon aus, dass sich ein Rütter die TV-Fälle genau ansieht und nicht so blöd ist, den einfacheren Ansatz zu übersehen.

    Ich schätze den fachlich-sachlichen Austausch über sein Training. Ein regelrechtes Lauern darauf, dass man ihm eine Blöße nachweisen kann, finde ich persönlich ermüdend.
    Ich schaue zB CM nicht mehr, weil für die ca. 10%, die ich an seinen Sendungen gut fand (informativ, unterhaltend) die ca. 90% Abturnendes nicht lohnten. Das würde ich anderen auch für Rütter raten, mal so eine persönliche Rechnung aufzustellen.

    Ich glaube, es gibt auch noch die Variante, dass man sich einen Hund holt, weil der was hat, was man selbst gerne hätte. ZB Grazie, Kraft, Durchsetzungsvermögen,...

    Und ich glaube, dass der Hund auch "Unkultiviertes" zum Ausdruck bringt, bringen darf. Wenn/weil er zB pupst, wo mensch das nicht darf.
    Gab es hier auch mal als Signatur: "Wo ein Hund ist, da menschelt's" (oder so ähnlich)

    Beim Terrier - und damit entsprechend beim Terrier-Halter/der Halterin - finde ich dieses "keinen Rückwärtsgang kennen", dieses Sichdurchbeißem bezeichnend. Und diese unbeirrbare Lebensfreude, diese Abenteuerlust "aufs Leben" - die ggf. auch übers Ziel hinauspreschen lässt...

    Berit Vogts, wer ihn noch kennt, wurde auf dem Spielfeld auch als Terrier bezeichnet *g