Beiträge von BigJoy

    Joy ist beim Heraustreten aus der Tür erst einmal angenervt, schaut empört nach oben und kneift die Augen zusammen. Aber sobald wir losgegangen sind, ist das weg und sie schnüffelt und rennt wie immer.

    Wenn wir bei Regen stehen bleiben, kann es sein, dass sie sich unter einem Busch verstecken will, teils beginnt sie auch eine Grube zu buddeln, um sich hineinzulegen.

    An der Leine geht sie eigentlich nie gerne - bei Regen lässt sie dann schon mal theatralisch den Kopf hängen (so nach dem Motto: "Alles doof" & Tierheimblick)

    Zuhause wird sie mit einem Handtuch von Nässe und Dreck befreit. (Sie riecht dann auch nicht nach nassem Hund - sehr angenehm ;) )

    Regenwetter ändert nichts an unserem Hunderunden. Dat zieh'n wir durch, stählt Hund und Mensch ;)

    Mein Hund gibt an schlechten Tagen nicht den Rüpel (hat sie nicht im Verhaltensrepertoire), sondern den Angsthasen. Ohne dass ich einen Zusammenhang sehen kann, reagiert sie dann rückfallmäßig ängstlicher als an guten Tagen. Sie scheint schon morgens so aufzustehen. Manchmal verliert es sich im Laufe des Tages, manchmal es den ganzen Tag so.

    Noch mal was zum Aufdenrückendrehen durch den Halter oder den Trainer:
    Es handelt sich hier um eine massive Unterwerfungsgeste, die ein Hund nur "freiwillig" einbringen kann. Er macht dies im Dialog mit dem anderen Hund. Sprich der Mensch müsste eigentlich so auftreten, dass der Hund sich hinschmeißt. Zwingt man den Hund körperlich, gegen seinen Willen/Widerstand in die Unterwerfung, ist das nicht das Gleiche!

    Ich sehe nur einen Effekt bei diesem Unterwerfen durch den Mensch: Man verpasst dem Hund eine Auszeit, damit er runterfahren kann.
    Und das kann man auch anders als mit dem Hund auf diese Art zu rangeln.

    Zu deiner Situation jetzt:
    Ich hoffe, dass du und dein Hund ihr euch schnell wieder beruhigt und es keine gravierenden Eindrücke hinterlässt.
    Habt ihr Gassikumpel, mit denen dein Hund gut auskommt? Mit denen würde ich regelmäßig gehen. Dein Hund hat in einer Gruppe mehr "Stärke". Er kann den anderen Hunden die Klärung bei Fremdhundkontakten überlassen, kann sich abschauen, wie diese reagieren usw. Es kann deinen Hund also stabilisieren, wenn er im Kreise seiner Kumpels auf Fremdhunde trifft.

    Zum "Kreischen" deines Hundes: Ich weiß, es ist markerschütternd.
    Diesen Effekt soll es mM nach auch auf andere Hunde haben! Die sollen ablassen, weil dein Hund Verletzungsschreie von sich gibt - und das schon VOR einer Verletzung.
    (Mir hat es geholfen, es so zu verbildlichen, um nicht selbst in Panik zu geraten.)


    Euch alles Gute
    und eine gute neue Hundeschule

    Ich würde versuchen, den Zweithund an die Geräusche zu gewöhnen.
    Er scheint mir aus Unsicherheit zu knurren (Motto "Angriff ist die beste Verteidigung").
    Wenn er die Geräusche als normal bzw harmlos einzuordnen lernt, braucht er sie weder melden noch beunruhigend darauf zu reagieren.

    Zitat


    @ BigJoy: Genau das mach ich beim Feind - weitergehen. Aber da muss ich schon seeehr weit gehen, bis der Herr mal kommt ;) Ging letztes Mal leider nicht, wegen einer Straße, da bin ich zurück, hab ihn nochmal gerufen und mit seinem Spielzeug abgelenkt.


    Ich würde den Hund "mitnehmen", also am Halsband fassen. Wenn du das entspannt-entschieden machst, wäre das optimale Ergebnis, dass der Hund ohne Widerspruch mitkommt bzw. nach dem kurzen Leinenimpuls weiter läuft (nach vorne). Also so als Ziel :/

    Zitat

    ...Wir waren mit einem Aussie und seinem Herrchen unterwegs, die Hunde haben sich echt gut verstanden. Dann fanden sie einen Stock, jeder Hund an einem Ende, ein leises Knurren war zu hören. Das hat der Halter des Aussies sofort unterbunden. Ich hätte da, ehrlich gesagt, noch nix gemacht. Muss man das schon unterbinden?

    Hier gibt es einen jungen RR, den Belli nicht besonders mag - er ist ihm wohl zu jung und ungestüm, zeigt ihm das auch, indem er knurrt, bellt und ihn kurz verjagt. Der RR kapierts leider nicht. Ich geh dann immer weiter und rufe Belli ab, weil ich denke, dass es sonst eskalieren könnte. Darauf meinte ein Halter: "Ach so ein bisschen Rüdengepose, das dürfen die doch."

    Und der Spezialfall Erzfeind: Treffen wir ihn, läuft es so: Beide Hunde stehen da, mit Bürste, ohne Knurren, beschnüffeln sich gegenseitig am Hintern und umkreisen sich. Dann geht einer markieren, der andere hinterher. Dann wieder das Kreiselspiel, manchmal auch mit Knurren. Muss ich das unterbinden? Und wie? Beim Erzfeind hilft ein "Nein" oder "Komm" leider nix mehr...

    Also: Wie reagiert man in solchen Situationen richtig? Wann muss man wie eingreifen?

    Bei dem Aussie-Beispiel hätte ich persönlich noch nichts gemacht. - Aber auch das andere Herrchen es so handhaben lassen; er hat vielleicht seine Gründe so zu verfahren.

    Bei dem RR würde ich deinen Hund "den nächsten Schritt" noch machen. So wie du es schilderst, wäre es für mich eine angemessene "artgerechte Kommunikation" zwischen beiden Hunden, wenn dein Hund noch ein wenig deutlicher sagt/sagen kann (weil du es erlaubst und die Situation weiter laufen lässt), wo die Grenze ist.

    Beim Erzfeind würde ich 1x Umkreisen lassen und weitergehen. So wie du es schilderst, würde ich es nicht auf eine Eskalation ankommen lassen.
    (Wenn du aus der Situation rausgehst, "muss" dein Hund dir folgen und steht vor dem anderen nicht als "Feigling" da - eine elegante Lösung der Situation, wie ich finde ;) )

    Ui, ein Hund, der schnappt, wenn ihm etwas nicht passt... (- ist das so richtig wieder gegeben?) Ich würde damit zu einem Trainier gehen!! Ich hätte die Hoffnung, dass bei entsprechendem Training das Schnappen grundsätzlich aufhört.

    Schließe mich den Vorpostern an, ergänzt um die Frage: Bist du sicher, dass mit deinem Hund körperlich alles in Ordnung ist und er keine Schmerzen hat? (Hunde mit Schmerzen können das Spielen auch aus diesem Grund ablehnen.)