Beiträge von BigJoy

    Ich bin mir nicht sicher, ob der Mieterschutzbund in einem laufenden Verfahren tätig wird, wenn man sich deshalb anmeldet. Aber das wirst du ja erfahren. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, liegt die Jahresmitgliedschaft bei EUR 36 (also wirklich ein übersichtlicher Beitrag).

    Was das Auseinanderklaffen der Kündigung und der angemahnten Hundeabschaffung angeht: Das würde ich aussitzen!! Deine Kündigung steht, da sieht man doch schon "die Lösung".
    Selbst wenn der Vermieter rechtlich gehen dich vorgeht (was ich nicht glaube, weil der 1.1. ist nicht mehr soo weit weg und er kann damit auch die Nachbarn beruhigen): Die rechtlichen Mühlen mahlen l a n g s a m.

    Bei der nächsten Wohnung unbedingt eine schriftliche Hundehaltungserlaubnis einholen!!! (Die kann zwar im Zweifelsfall widerrufen werden, aber du hast weitaus bessere Karten bei einer Auseinandersetzung)

    Und wenn er dann doch nicht nur spielen wollte oder es zur Sache geht, weil der andere Hund dessen Spielaufforderung als zu dreist erlebt, kommt der 2. legendäre Satz: DAS HAT DER NOCH NIE GEMACHT.

    Ich erleb das "Der will nur spielen" fast immer als hilfloses Ausruf von HH, die wissen, dass sie gerade keinen Einfluss auf ihren Hund haben.
    Allerdings gehen diese Situationen dennoch fast immer ohne Beißerei ab - weil selbst Hunde von unfähigen oder führungsschwachen HH seltenst zu sozialunverträglichen Bestien mutieren.

    Ich finde gut, dass du einfach weiter gegangen bist und damit die Luft aus der Situation genommen hast!

    Ein Anfang kann das kleine feine Buch von von
    Patricia B. McConnell
    "Trau nie einem Fremden
    - Angstbedingtes Verhalten bei Hunden erkennen und beheben" für EUR 6.90
    sein. Hier wird Angstverhalten und das Überwinden einfühlsam und pragmatisch beschrieben (Titel täuscht, geht nicht nur um Angst vor Fremden!)
    Anhand des Buches kannst du die Richtung absehen, in welche das Training geht und wirst deinen Hund auch besser verstehen. Du wirst auch die Trainingsmethoden eines Trainers besser einschätzen können, ob diese tauglich sind oder er keine Ahnung von Angsthunden hat (was leider immer noch vorkommt).

    Wenn du Mitleid mit deiner Hündin hast, ist das nur in einer einzigen Richtung sinnvoll: Wenn es dich motiviert, mit dem Hund zu trainieren, um das Angstverhalten zu überwinden.

    Bei mir würden die Alarmglocken angehen, wenn ich anfange, mich weniger zu bewegen, um den Hund nicht zu stören. DAS wäre dann eindeutig zu viel des Guten.

    Ansonsten musst du genau schauen, ob der Hund Kontaktliegen sucht (was psychisch stabilisierend wirkt) oder unter Stress steht, weil er ein unbemerktes Weggehen von dir befürchtet.
    Steht er unter Stress, kannst du den mit dem Platztraining abbauen.

    Prinzipiell ignorieren und NIE etwas geben, wenn sie bettelt oder gebettelt hat. Dann wird sie das Verhalten lassen, weil es sich für sie nicht lohnt.
    (Achtung, auch wenn sie nur jedes 20 Mal etwas bekommt, kann sie die anderen Male hoffen, dass jetzt das 20. Mal eintritt ;) )

    Wenn sie zu aufdringlich bettelst und du dich gestört fühlst, würde ich sie auf ihren Platz schicken.

    Ich hab 65 EUR im Monat bezahlt für 1 Kurs, der einmal die Woche stattfand (einen 2. Kurs hätte es, glaube ich, verbilligt gegeben).

    Ich fand's teuer, aber da ich die Trainerin als sehr kompetent erlebe habe, angemessen. (Letztlich unbezahlbar, was es dem Hund und mir gebracht hat)

    Er lässt sich nicht mittels eines Kommandos von dir vom Bellen abbringen?

    Wenn er "blockiert" ist, kann es helfen, die Situation zu wechseln. Also aufstehen, irgendetwas anderes machen, mit dem Hund den Raum wechseln oÄ. NICHT um ihn das Verhalten des Hundes zu belohnen, sondern um die Blockade zu lösen, den Hund also wieder ansprechbar zu machen. Und ist er ansprechbar, hört er auf zu bellen bzw hört er auf dein Kommando.

    Hört er den in anderen Situationen auf Kommando mit dem Bellen auf? Ggf. müssten du sonst diesen Kommando (neu) auftrainieren. Damit es praktisch auch im Schlaf sitzt ;) (Denn der Hund schreckt ja aus dem Schlaf hoch)

    Mein pragmatischer Vorschlag: Hol dir schleunigst einen guten Hundetrainer ins Haus, lass ihn den Hund und euren Umgang anschauen und einen Trainigsplan aufstellen. Dann kannst du beurteilen, ob du das leisten kannst, was es braucht, um ein harmonisches Miteinander von Hund und Menschen hinzukriegen.
    (Dauert ca 1 Woche, die würde ich investieren, selbst wenn deine Entscheidung danach für eine Abgabe ausfällt.)


    Noch etwas anderes: Magst du den Hund? Wie sehr magst du ihn?
    Es gibt mM nach Hunde, zu denen man eine enge Bindung aufbaut (manche nennen sie dann "Seelenhunde" oder "Herzhunde"). Mit einem solchen Hund ist man oft bereit mehr "mitzumachen" als mit anderen Hunden, die das eigene Herz weniger berühren.
    Ich würde mir den Hund in einer stillen Stunde heranholen und in mich hinein horchen, ob das "mein" Hund ist, er in mein Leben gehört oder nicht.
    (Klingt arg kitschig, aber ich hoffe, du weißt, was ich meine)

    Ich hab meine auch unbenannt (sie hieß wie die Tochter meiner Freundin =) ). War kein Problem. Ich habe direkt den neuen Namen benutzt, der alte wurde zur (schlechten) Vergangenheit.

    Meine Hundetrainerin meinte später, es könnte gut sein, einem misshandelten Hund einen neuen Namen zu geben. Dann verbindet er den positiv und man kann nicht aus Versehen beim Hund Assoziationen an frühere Misshandlungssituationen hervorrufen (zB indem man den - alten - Namen in ähnlichen Tonfall ausspricht wie der Misshandler damals).

    Eine andere Idee: Li... lassen und eine andere Silbe hintendran, nicht das -ssy von Cassy. (ZB Lisa)