Beiträge von BigJoy

    Am peinlichsten fand ich mich letztens, als ich meinen Hund abholte, nachdem er ein WE bei Freunden war. Die selige Begrüßung dauerte lange und was ich da alles von mir gegeben hab... und obwohl es mir peinlich war, dass die beiden Freunde dabei waren, er war nicht zu stoppen, der Redefluss mit dem Hund auf Kleinkindniveau :hust:

    Und gestern Abend hab ich mich bei einem "Naa, Mausi, gehen wir ins Bett?" erwischt - oh Gott... wo soll das noch enden... (Mein Gegencheck ist immer: So lange ich weiterhin mit Menschen normal rede/reden kann, ist alles okay :roll: )

    Ich denke auch, die Literatur wird dir weiterhelfen. Mit dem richtigen Trainingsaufbau und dem richtigen Timing bei Kommando und Verstärkung wird das werden!!
    Hunde können ihr Leben lang lernen, genau wie Menschen.

    Wenn das Leckerlie nicht gerne genommen wird, kann es auch daran liegen, dass es nicht attraktiv genug ist. Käse oder Fleischwurststückchen zB können die Kooperationsbereitschaft des Hundes sehr fördern :smile:
    Man kann den Hund aber auch anders verstärken, zB mit gesprochenem Lob, Streicheln, Spielen u.a. Das steht alles in den Büchern, lies dich mal rein.

    Ich denke, die Frage ist, wie klar du bist. Denn du bringst deine Klarheit oder dein Schwanken ja zum Hund rüber und entsprechend klar oder schwankend wird er sich verhalten ;)
    Also: Wie willst DU es? Und so machst du es dann.
    Ich würde dabei die Sofa-Gewohnheiten durchaus auch mit deinem Freund absprechen, damit da kein Gezerre aufkommt ;)
    Wenn man selbst klar ist, klappen mE nach auch Mischlösungen, ala mal darf er drauf, mal nicht. Die rote Linie ist dann, dass DU entscheidest :D

    Ich fahre gut damit, dass ich meinen Hund aufs Sofa bitte, wenn ich es möchte und sie ansonsten fragt, ob sie darf (setzt sich vors Sofa und schaut mit Tierheimblick). Ich ignoriere ihr Fragen entweder, dann legt sie sich ohne Murren vors Sofa (nach dem Motto: Man kann's ja mal probieren) oder ich sage "Leg dich unten hin", dann macht sie das.
    Sehr praktisch finde ich dieses Vorgehen, wenn wir zu Besuch sind, weil sie nicht ohne Erlaubnis auf fremde Sofas springt.
    Auf dem Sofa schick ich sie entweder in die Ecke oder sie darf sich ranschmeißen, je nachdem, was ich gerade auf dem Sofa mache.

    Das erste halbe Jahr hab ich auch mit ihr auf dem Boden gelegen und sie durfte gar nicht aufs Sofa. Ich dachte, ich vermittele ihr damit mehr Souveränität meinerseits (unsicherer Hund). Aber irgendwann fand ich das auch zu ungemütlich - für mich :hust:

    Ich hab auch so eine Vertreterin. Anfangs war ich irritiert, inzwischen finde ich es sehr angenehm, dass man sie in der Wohnung praktisch nicht merkt.

    Bei einem halbwilden Jacky (9 Mo) wäre ich sicher noch irritierter gewesen am Anfang ;)

    Ich kann meine übrigens, wenn wir zB auf dem Sofa kuscheln, auch zum Spiel aufpushen. Wenn ich das möchte ;)

    Er scheint verknüpft zu haben: Wenn ich bell, komm ich rein bzw werd beachtet.
    Also Umpolung auf: Ich komm rein, wenn ich still bin.
    Hieße aussitzen, wenn er bellt.

    Da es besser funktioniert, wenn der Hund ein Alternativverhalten angeboten bekommt, finde ich die Idee mit einer Decke/Matte auf dem Balkon nicht schlecht. Du könntest ihm beibringen: Er kommt rein, nachdem er sich dort abgelegt hat. (Dann musst du nur ab und an gucken, ob/dass er da auch liegt ;) )

    Mir klingt es ein wenig nach Sturkopf bzw nach einem sehr selbständigen Hund. Und danach, dass dein Hund uU nicht nur in dieser Situation weiß, wie er an sein Ziel kommt. Ich würde im Alltag verschärft darauf achten, ob der kleine Border öfter macht, was er will statt was du willst. Ggf müssen noch andere Sachen angepasst werden, damit es ein harmonisches Gruppenleben ist.

    Insofern finde ich deine Frage, ob du das zu eng siehst, nachvollziehbar und angenehm reflektierend - ich finde gut, dass du den Austausch darüber suchst!

    Ich würde auch keine Party machen beim Zurückkommen, sondern nach dem Motto "alles ganz normal, wir gehen, kommen wieder, nichts zum Aufregen".

    Aber da sie sofort alleine bleiben muss,ist ja keine Zeit, um das Alleinsein aufzubauen (wie du schreibst, im Sekundentakt). Ihr könnt natürlich während ihr zu Hause seid, immer wieder die Zimmer wechseln und dabei die Türe schließen, aber dennoch dauert es, bis ihr bei 4-5 Std. angekommen seid.
    Habt ihr mal probiert, sie beim Fressen alleine zu lassen? (Wäre evt ein Übergang dazu, dass sie sich in eurer Abwesenheit mit einem Kong beschäftigt. Aktuell ist sie dafür zu gestresst, Aber vielleicht gibt ihr die bekannte Fresssituation ausreichend Sicherheit?)

    Vielleicht ein kleiner Hoffnungsschimmer: Viele Hunde haben bei ca 30 Min ein Grenze. Wenn sie die 30 Min easy packen, schaffen sie auch mehrere Stunden.

    Deshalb sehe ich für die Trainingszeit auch nur die Möglichkeit, sie betreuen zu lassen.
    Evt kann man sie notfalls auch mal einen Tag im Auto parken (wenn sie dort alleine bleibt, es kennt und entspannt ist), aber das ist ja keine Dauerlösung, zumal es auf den Winter zugeht.

    Ich drück euch die Daumen, dass ihr eine gute Möglichkeit findet! Dann habt ihr sicher auch mehr innere Ruhe, um das Alleinseintraining sauber durchzuführen (= höhere Erfolgsaussichten).

    Ich kenne ein Paar, bei dem das seit mehreren Jahren gut klappt. Sie "teilen" sich Kind und Hund. Eine Woche ist das Kind bei ihm und der Hund bei ihr, die andere Woche das Kind bei ihr und der Hund bei ihm.
    Für den Hund (und die anderen Beteiligten) ist das vollkommen normal.

    Förderlich finde ich bei euch auch, dass der Hund ja schon beide Wohnungen kennt.
    Ich würde es probieren.