Beiträge von BigJoy

    Ich kann mir gut vorstellen, dass so was funktioniert. Und zwar beidseitig, dass sich der Mops am Schäfi orientiert und der Schäfi auf den Mops "aufpasst".
    Wie man das konkret aufbauen/trainieren kann, weiß ich allerdings nicht :smile:
    Aber da Hunde in der Gruppe ja verschiedene Positionen einnehmen (s. moderne Rudelkonzepte), denke ich, ergibt sich das bestenfalls "von alleine".

    Ich würde auf jeden Fall alles positiv verstärken, was in die von dir gewünschte Richtung geht, wenn die beiden das "zufällig" zeigen. Dann merken sie, dass dieses Verhalten erwünscht ist und zeigen es ggf öfter bzw verfestigen es und bauen es aus.


    Meine Hündin tut immer so, als müsste es für sie keine andere Hunde auf der Welt geben. Und doch kommuniziert sie mit ihnen und nach mehreren Treffen kommt es auch zu Teamwork. Dann nutzt meine zB den anderen Hund, um Fremdhunde "zu stellen" - die sie dann in Ruhe, ohne bedrängt zu werden, beschnüffeln kann. Meine schickt den anderen (ihr bekannten Hund) regelrecht vor dafür. Die beiden handeln zusammen - ohne unser Zutun. Wir haben sie einfach machen lassen.

    Das ist ja krass! :schockiert:

    Ich würde abwarten, Hund und dich zur Ruhe kommen lassen und dann siehst du ja, wie sie sich verhält, ob sie zB drömmelig wirkt.
    ich würde jetzt nicht auch noch auf Verdacht den TÄ zu diesem Schock oben drauf packen. Denn du hast sie ja gründlich untersucht und nichts weiter Auffälliges entdeckt.

    Prost BB-Rescuetropfen, sag ich mal und hoffe, dass euch der Schreck bald aus den Gliedern fährt!

    Eine Übersprungshandlung wird durch zwei widerstrebende Verhaltensmotivationen ausgelöst. Wenn keine der Verhaltensweisen in dem Moment dominiert, mündet es in eine dritte, scheinbar sinnlose Handlung, die Übersprungshandlung.
    ZB ein Hahn, der einerseits die neue Henne vertreiben will und sie andererseits auch gerne besteigen würde, pickt erst einmal in den Boden - ohne, dass da Fressen liegt.
    Danach sind die Nervenbahnen dann wieder "frei", der Konflikt zwischen den beiden Verhaltensweisen abreagiert.

    Frustration entsteht dann, wenn der Hund nicht das machen kann, was er gerade tun wollte. ZB bei Spielabbrüchen, obwohl er weiter spielen will. Hat er eine geringe Frustrationstoleranz, wird er zB nachsetzen, an einem hochspringen, ggf in den Arm beißen.
    Oder wenn ein Hund mit raus will, er aber nicht mitgenommen wird.
    Das hat nichts mit Zeitempfinden zu tun, sondern mit der angelaufenen Handlung, die der Hund fortsetzen will, es aber nicht kann/darf.


    - Ist das für die TS OT oder noch interessant? ;)

    Ich bin auch erschrocken und fühle mit dir!
    Erst einmal wieder einen klaren Kopf bekommen, dann entscheiden - das ist mein Tipp.

    Daumen sind gedrückt!

    (Ich würde es nicht Tumor nennen, sondern Knubbel. Dann klingt es weniger bedrohlich - und noch weißt du ja nicht, was es ist. Vielleicht ist es ja etwas Harmloses, der Knubbel.)

    Also von Dominanzverhalten würde ich bei einer Interaktion mit einem Körbchen nicht ausgehen ;)
    Wenn es so ist, wie du beobachtet hast, dass sie es macht, nachdem du ihr etwas untersagt hast, kann es sein, dass sie sich ihren Frust abreagiert.

    Ansonsten treten beim Spielen auch alle Verhaltensweisen auf, die ein Hund so drauf hat. Sozusagen ein spielerisches Probehandeln. Das fiele mir als 2. Möglichkeit ein.

    Ich sehe darin aber nichts Bedenkliches. Ich würde es sie machen lassen.
    (Und noch das Wort Dominanz noch mal in die Suchmaschine eingeben - gibt es inzwischen neue verhaltensbiologische Befunde zu.)

    Am peinlichsten fand ich mich letztens, als ich meinen Hund abholte, nachdem er ein WE bei Freunden war. Die selige Begrüßung dauerte lange und was ich da alles von mir gegeben hab... und obwohl es mir peinlich war, dass die beiden Freunde dabei waren, er war nicht zu stoppen, der Redefluss mit dem Hund auf Kleinkindniveau :hust:

    Und gestern Abend hab ich mich bei einem "Naa, Mausi, gehen wir ins Bett?" erwischt - oh Gott... wo soll das noch enden... (Mein Gegencheck ist immer: So lange ich weiterhin mit Menschen normal rede/reden kann, ist alles okay :roll: )

    Ich denke auch, die Literatur wird dir weiterhelfen. Mit dem richtigen Trainingsaufbau und dem richtigen Timing bei Kommando und Verstärkung wird das werden!!
    Hunde können ihr Leben lang lernen, genau wie Menschen.

    Wenn das Leckerlie nicht gerne genommen wird, kann es auch daran liegen, dass es nicht attraktiv genug ist. Käse oder Fleischwurststückchen zB können die Kooperationsbereitschaft des Hundes sehr fördern :smile:
    Man kann den Hund aber auch anders verstärken, zB mit gesprochenem Lob, Streicheln, Spielen u.a. Das steht alles in den Büchern, lies dich mal rein.

    Ich denke, die Frage ist, wie klar du bist. Denn du bringst deine Klarheit oder dein Schwanken ja zum Hund rüber und entsprechend klar oder schwankend wird er sich verhalten ;)
    Also: Wie willst DU es? Und so machst du es dann.
    Ich würde dabei die Sofa-Gewohnheiten durchaus auch mit deinem Freund absprechen, damit da kein Gezerre aufkommt ;)
    Wenn man selbst klar ist, klappen mE nach auch Mischlösungen, ala mal darf er drauf, mal nicht. Die rote Linie ist dann, dass DU entscheidest :D

    Ich fahre gut damit, dass ich meinen Hund aufs Sofa bitte, wenn ich es möchte und sie ansonsten fragt, ob sie darf (setzt sich vors Sofa und schaut mit Tierheimblick). Ich ignoriere ihr Fragen entweder, dann legt sie sich ohne Murren vors Sofa (nach dem Motto: Man kann's ja mal probieren) oder ich sage "Leg dich unten hin", dann macht sie das.
    Sehr praktisch finde ich dieses Vorgehen, wenn wir zu Besuch sind, weil sie nicht ohne Erlaubnis auf fremde Sofas springt.
    Auf dem Sofa schick ich sie entweder in die Ecke oder sie darf sich ranschmeißen, je nachdem, was ich gerade auf dem Sofa mache.

    Das erste halbe Jahr hab ich auch mit ihr auf dem Boden gelegen und sie durfte gar nicht aufs Sofa. Ich dachte, ich vermittele ihr damit mehr Souveränität meinerseits (unsicherer Hund). Aber irgendwann fand ich das auch zu ungemütlich - für mich :hust:

    Ich hab auch so eine Vertreterin. Anfangs war ich irritiert, inzwischen finde ich es sehr angenehm, dass man sie in der Wohnung praktisch nicht merkt.

    Bei einem halbwilden Jacky (9 Mo) wäre ich sicher noch irritierter gewesen am Anfang ;)

    Ich kann meine übrigens, wenn wir zB auf dem Sofa kuscheln, auch zum Spiel aufpushen. Wenn ich das möchte ;)