Beiträge von BigJoy

    Du könntest auch versuchen, sie neben deinem souveränsten Hund laufen zu lassen, beide durch so ein Kopplerding (wie heißt das noch? Dieses kurze Stück, an dem man zwei Hunde an einer Leine führen kann...) verbunden. Dann konzentriert sie sich womöglich besser auf den anderen Hund und bekommt mit, dass der ruhig bleibt in der Dunkelheit.
    Und dann gehen, bis sie entspannt(er) ist. Dann umdrehen, damit sie die Entspanntheit abspeichert in Verbindung mit der Dunkelheit.

    Ich mache dir Mut, denn es ist ein Gewöhnungsprozess, der schlicht Zeit braucht. (Vorausgesetzt, du bekommst es hin, dass die Dunkelheitsituationen nicht immer in der totalen Blockade enden)

    Ich habe ja auch einen Angsthund bzw hatte und hab mir das Timing bei der Gewöhnung von einer Trainerin zeigen lassen. Also den Hund lesen zu lernen, damit ich unterhalb der Blockadegrenze mit ihr arbeiten kann. Das hat bei uns den Durchbruch gebracht. (Schon 1-2 Übungsstunden in der Dunkelheit bei dir zu Hause können fürs Erste reichen, dann kannst du vermutlich alleine weiter trainieren)

    Du könntest versuchen, das Problem auszusitzen. Dich draußen irgendwo hinsetzen und abwarten, bis sie runterfährt. Dann, und erst dann, wieder zurück ins Haus.

    Blöd ist, wenn sie die Nachtrunde angespannt beendet - das verfestigt das Verhalten immer weiter.

    Hast du nicht mehrere Hunde, oder verwechsel ich das gerade? Hilft ihr womöglich ein souveräner Hund an der Seite?

    Wenn sie nicht total gestresst ist und dadurch das Futter verweigert, kannst du ihr das Abendfressen draußen aus der Hand geben zur Gewöhnung an die Dunkelheit.

    Ich denke, sie wird den Urin schlichtweg nicht halten können und deshalb im Schlafen unter sich lassen.
    Einzige Möglichkeit (neben der medizinischen Behandlung der Kristalle und Blasenentzündung, logo) sehe ich in einer Ausquartierung aus dem Bett. Bestenfalls ist es ja nur vorübergehend, bis die Blasenprobleme auskuriert sind.

    Eine andere Möglichkeit: Du besorgst dir ein Einstecktuch (zB Sanitätshaus), dass unten "versiegelt" ist. Darauf eine Hundedecke oder ein Handtuch zum Aufsaugen. Durch bis auf die Matratze kommt dann nichts mehr.
    Allerdings müsste dein Hund dann da auch liegen bleiben...
    Du könntest auch ein Plastikkörbchen mit Decke/Handtuch ins Bett stellen, falls dir das praktikabler erscheint.

    Blöde Situation! Wünsche euch baldige (und endgültige) Genesung des Hundes!

    Ich hätte für meine Hündin die Hand ins Feuer gelegt, dass sie nichts klaut. Tja, die Hand wäre jetzt verbrannt :ops: Nach 2 J Zusammenleben klaut sie mir eine Scheibe Wurst vom Brötchen. Teller stand auf dem Sofatisch, sie saß auf dem Sofa, ich hab kurz den Raum verlassen.
    Als ich reinkam, hat sie sich noch die Schnauze geleckt.
    Ich hab sie vom Sofa geschickt und den Rest des Abends nicht mehr draufgelassen.

    Aber letztlich, denke ich, ist das halt unwiderstehlich für einen Hund. Und selbst wenn der Hund weiß, dass er das nicht darf, den meisten Hundis nehmen wohl den Stress auf sich, den es evt hinterher gibt - Hauptsache die Wurst ist erst einmal im Bauch.

    Inzwischen schau ich sie scharf an, bevor ich in einer solchen Situation den Raum verlasse und sage "Untersteh dich!". Bislang hat sie sich dran gehalten - was aber vielleicht eher Zufall ist :hust:

    Ich verfahre auch nach dem "Und führe sie nicht in Versuchung"-Prinzip. So Sachen wie Chili, Rappeleffekt - nee, dat is mir mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass so was funktioniert. Und zwar beidseitig, dass sich der Mops am Schäfi orientiert und der Schäfi auf den Mops "aufpasst".
    Wie man das konkret aufbauen/trainieren kann, weiß ich allerdings nicht :smile:
    Aber da Hunde in der Gruppe ja verschiedene Positionen einnehmen (s. moderne Rudelkonzepte), denke ich, ergibt sich das bestenfalls "von alleine".

    Ich würde auf jeden Fall alles positiv verstärken, was in die von dir gewünschte Richtung geht, wenn die beiden das "zufällig" zeigen. Dann merken sie, dass dieses Verhalten erwünscht ist und zeigen es ggf öfter bzw verfestigen es und bauen es aus.


    Meine Hündin tut immer so, als müsste es für sie keine andere Hunde auf der Welt geben. Und doch kommuniziert sie mit ihnen und nach mehreren Treffen kommt es auch zu Teamwork. Dann nutzt meine zB den anderen Hund, um Fremdhunde "zu stellen" - die sie dann in Ruhe, ohne bedrängt zu werden, beschnüffeln kann. Meine schickt den anderen (ihr bekannten Hund) regelrecht vor dafür. Die beiden handeln zusammen - ohne unser Zutun. Wir haben sie einfach machen lassen.

    Das ist ja krass! :schockiert:

    Ich würde abwarten, Hund und dich zur Ruhe kommen lassen und dann siehst du ja, wie sie sich verhält, ob sie zB drömmelig wirkt.
    ich würde jetzt nicht auch noch auf Verdacht den TÄ zu diesem Schock oben drauf packen. Denn du hast sie ja gründlich untersucht und nichts weiter Auffälliges entdeckt.

    Prost BB-Rescuetropfen, sag ich mal und hoffe, dass euch der Schreck bald aus den Gliedern fährt!

    Eine Übersprungshandlung wird durch zwei widerstrebende Verhaltensmotivationen ausgelöst. Wenn keine der Verhaltensweisen in dem Moment dominiert, mündet es in eine dritte, scheinbar sinnlose Handlung, die Übersprungshandlung.
    ZB ein Hahn, der einerseits die neue Henne vertreiben will und sie andererseits auch gerne besteigen würde, pickt erst einmal in den Boden - ohne, dass da Fressen liegt.
    Danach sind die Nervenbahnen dann wieder "frei", der Konflikt zwischen den beiden Verhaltensweisen abreagiert.

    Frustration entsteht dann, wenn der Hund nicht das machen kann, was er gerade tun wollte. ZB bei Spielabbrüchen, obwohl er weiter spielen will. Hat er eine geringe Frustrationstoleranz, wird er zB nachsetzen, an einem hochspringen, ggf in den Arm beißen.
    Oder wenn ein Hund mit raus will, er aber nicht mitgenommen wird.
    Das hat nichts mit Zeitempfinden zu tun, sondern mit der angelaufenen Handlung, die der Hund fortsetzen will, es aber nicht kann/darf.


    - Ist das für die TS OT oder noch interessant? ;)

    Ich bin auch erschrocken und fühle mit dir!
    Erst einmal wieder einen klaren Kopf bekommen, dann entscheiden - das ist mein Tipp.

    Daumen sind gedrückt!

    (Ich würde es nicht Tumor nennen, sondern Knubbel. Dann klingt es weniger bedrohlich - und noch weißt du ja nicht, was es ist. Vielleicht ist es ja etwas Harmloses, der Knubbel.)

    Also von Dominanzverhalten würde ich bei einer Interaktion mit einem Körbchen nicht ausgehen ;)
    Wenn es so ist, wie du beobachtet hast, dass sie es macht, nachdem du ihr etwas untersagt hast, kann es sein, dass sie sich ihren Frust abreagiert.

    Ansonsten treten beim Spielen auch alle Verhaltensweisen auf, die ein Hund so drauf hat. Sozusagen ein spielerisches Probehandeln. Das fiele mir als 2. Möglichkeit ein.

    Ich sehe darin aber nichts Bedenkliches. Ich würde es sie machen lassen.
    (Und noch das Wort Dominanz noch mal in die Suchmaschine eingeben - gibt es inzwischen neue verhaltensbiologische Befunde zu.)