Beiträge von BigJoy

    Hab ich dich richtig verstanden: In anderen Räumen geht das gleiche Anfassen, ohne dass sie lospieselt?

    Wie verhält sie, wie du dich nachdem sie gepieselt hat?

    Kennst du das Buch
    "Trau nie einem Fremden!: Angstbedingtes Verhalten bei Hunden erkennen und beheben" (Broschiert)
    von Patricia B. McConnell, 6.90 EUR
    Darin ist ein sehr praxisnahes Angstabbautraining beschrieben, sehr empfehlenswert! (Häufig macht man selbst ungewollt/unbewusst Timing- oder andere Fehler und verstärkt damit das Angstverhalten)

    Kannst du die Situation, in der sie "einfach lospieselt" bitte genauer beschreiben? Wie läuft die Situation ab, wie verhältst du dich, wie die Hündin. Wie ist die Körpersprache von ihr, wie deine?

    Vorweg sehe ich für die konkrete Situation 2 Möglichkeiten:
    1. Vermeidung dieser Situation (sofern sie so klar zu umreißen ist und nur vereinzelt vorkommt)
    2. Desensibilisierung bzw Gewöhnung an die Situation, dass der Stresslevel der Hündin systematisch abgebaut wird

    Please more infos...

    Für mich sind das zwei Ebenen:
    A Die Fütterung selbst (Fakten über Ernährungsansprüche usw)
    B die Haltung, die man zur Fütterung einnimmt.
    Das ist nicht zu trennen und Leute, die sich nur auf Ebene A beziehen sind in meinen Augen nicht wirklich ernst zu nehmen.

    Es gibt so unendlich viele Fakten, irgendwo muss man einen Pflock einschlagen, auf welche man sich beziehen möchte und: eine persönliche Beurteilung vornehmen.

    Und dann muss das auch noch in mein Leben passen, also die gebildete Meinung zu meinen restlichen Einstellungen sowie der zeitlichen und ggf der finanzielle Aufwand.
    Ach so: Der Hund sollte auch noch drin vorkommen, finde ich. Also seine Vorlieben und (Un)verträglichkeiten ;)

    Letztlich glaube ich ist das mit der Fütterung wie mit dem Rauchen: Man kann Förderliches oder Schädigendes für die Gesundheit tun. Aber es bleibt ein Geheimnis, warum manche erkranken, andere gesund alt werden. So wie nicht jeder Raucher ein Raucherbein kriegt und jeder geraucht hat, der an Lungenkrebs stirbt.
    Insofern: I do my best, mehr geht nicht.
    Man muss aus diesen 1:1-Zuschreibungen raus - das Leben ist komplexer.

    Zitat

    (...)Wenn ich einen angebundenen sehe schau ich ob nach kurzer Zeit jemand kommt und ihn abholt. (...) Dauert es länger (viel länger)würde ich den notfalls auch mitnehmen. Und es bei der Polizei melden sowie beim Fundbüro. (...)


    OT:
    Ehrlich gesagt hab ich mehr Angst vor solchen "Zwangsrettungen" als vor einem echtem Diebstahl. Ich mit meinem Mix... in den man sich verlieben muss, um ihn mitzunehmen, denn Geld bringt er nicht =)
    Ich mache es deshalb noch schlimmer: ich lass meinen Hund unangeleint vor dem Geschäft warten! Weil sie ohne Leine nicht so einfach mitgenommen werden kann wie mit Leine! Freiwillig mitgehen würde sie nicht.
    (Und nein, ich mache das weder täglich noch Stunden lang noch in Bundesstraßennähe noch rate ich anderen das Gleiche zu tun ;) )
    OT off

    Dem kleinen Pudelchen ein schnelles Wiedernachhausefinden!!!

    Interesse bekund'!

    Wo wir uns treffen, ist mir egal. Eine bessere Idee als die bisherigen Treffen hab ich nicht - außer vielleicht: St Peter Ording :D Aber das scheint mir nicht konsensfähig :roll:

    Öjendorfer Park, Höltgenbaum - ich fahr, wohin auch immer das Navi mich führt (please Navi-taugliche Adresse ;) )

    Lg, Birgit und Joy

    PS Was waren das denn für Unstimmigkeiten mit dem anderen Forum? Sind die beigelegt? Können sie es bitte werden, falls nicht? Triskele, ich möchte dich/euch beim nächsten Treffen wiedersehen!

    Alsooo, ich will hier ja nicht klugscheißern... Aber ich würde den Hund nicht mit Leckerlie locken, sondern loben. Das ist ein kleiner, feiner Unterschied. Lockst du den Hund, macht er es fürs Leckerlie - aber er verinnerlicht nicht die Verhaltensweise. Besser: Er bekommt das Leckerlie NACHDEM er die gewünschte Verhaltensweise (zB Schritt Richtung Auto) gezeigt hat. DANN verfestigt sich das Verhalten. Sonst bleibt es ein Locken, ein Überreden "ohne Substanz".
    (Hm, doch geklugscheißert? :roll: )

    Wünsche euch viel viel Spaß mit dem Schnuff! Und ihr schafft das morgen sicher mit dem Auto! Gutes Ankommen allen!

    Ich finde es schwierig, aus der Ferne Tipps zu geben, denn es hängt unheimlich viel am Timing, damit man den Hund aufbaut und nicht die Angst und das Meideverhalten verstärkt...

    Meine ist anfangs auch panisch weggelaufen, wenn ein Hund auf sie zu gerannt kam. Wildes Gehetze, mein Hund stundenlang verschwunden, es war schrecklich!
    Heute "weiß" mein Hund: Stehenbleiben! Sie hat dieses Stehenbleiben als Lösung für Angst-/Hetzsituationen total verinnerlicht!
    Sie zieht ggf bewusst einen Kreis, um den anderen Hund "geordnet" hinter sich zu bringen, schaut dabei wo ich stehe, läuft zu mir und stellt sich neben mich. Der andere Hund bleibt dann auch stehen, wahlweise wird sich beschnuppert oder wir gehen weiter.
    Dass mein Hund begriffen hat, dass SIE die Situation durch Stehenbleiben wenden kann, war bei uns der Durchbruch!
    Ich habe diese Erfahrung herausbeschworen, indem ich sie in ihrem Weglaufen zu mir gerufen habe. Dazu hab ich mich etwas abseits hingestellt, einen Arm nach oben gereckt und sie gerufen - wie ein Leuchtturm. Unterstützt mit anfänglichem Schleppleinenzug kam sie - und merkte, die anderen Hunde hören auf sie zu jagen, wenn/weil sie stehen bleibt! (Neben mir - war ein angenehm bindungsfördernder Aspekt dabei :D )

    Wir haben verschiedene Phasen durchgemacht. Dazu zählte auch, sie trotz Panikquietschen an einem anderen Hund vorbei zu führen. Dass fand ich persönlich die zweitschlimmste Phase (nach dem Weglaufen, wenn sie richtig verschwunden war). Bei mir ist auch immer das Notfallprogramm hochgefahren, wenn mein Hund so schrie in Todespanik. ABER: In aller Regel schreien sie VORHER so, DAMIT ihnen NICHTS passiert! Sie schreien, damit der andere Hund sie gar nicht erst beißt, nach dem Motto: "Ich bin schon verletzt, lass gut sein". Dieses Motto hab ich mir ins Hirn gemeißelt, hat irgendwann gefruchtet. - Entspannt HH und Hund ungemein!

    Ich habe viele Hundebegegnungen gesucht und darauf geachtet, die Situation erst dann zu beenden/aufzulösen, wenn mein Hund auch nur ansatzweise ruhiger/entspannter war. Das sind bisweilen kleine Momente/Anzeichen, aber die sind fürs Timing sehr wichtig! Der Hund braucht viele, viele neue Erfahrungen, damit irgendwann die Paniknervenschiene nicht mehr die dickste Verbindung im Hirn ist... Und: Ist er in Totalpanik, "zählt" die neue Erfahrung nicht. Dann lernt er nichts bzw die Negativbahn hat eine Spurvertiefung erfahren.
    Ich habe deshalb erst mal nur drauf geachtet, den Hund RUHIG zu bekommen, wenn er auf andere Hunde trifft. Damit sie sehenden Auges durch die Situation durchgeht und neue Erfahrungen machen kann. "Augen auf und durch" war meine Diverse (die meines Hundes ursprünglich "Augen zu und weg!").

    Mein Hund hatte Nachholbedarf in Selbstvertrauen und Kommunikationsverhalten, das war eine Kombi aus beiden.
    Deshalb haben ihr auch Situationen geholfen, die nicht direkt etwas mit den Angstsituationen zu tun haben!
    Es bringt auch was, mit anderen Hunden zu laufen, auch wenn sie vor denen keine Angst hatte! Denn sie war dann ruhiger und begegnete anderen Hunden anders. Sie schaute sich von anderen Hunden ab, wie die mit ihr unheimlichen Hunden umgingen. Sie verfeinerte ihr Kommunikationsverhalten! Und DAS half ihr auch in den kritischen Situationen mit Hunden, vor denen sie "eigentlich"/früher weglaufen wollte.

    Eine Zeit lang hab ich mich auch schützend vor andere Hunde gestellt. Aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob das was gebracht hat. Ich hab mich jedenfalls jedes Mal tierisch aufgeregt, wurde zur meinen Hund verteidigenden Löwin. War eine sehr anstrengende Phase...
    Was ich aber für unabdingbar halte, ist, dass der weglaufende Hund lernt, mit dem HH in Kontakt zu sein und zu bleiben, auch/gerade in kritischen Situationen. Denn dieses Weglaufen entspringt ja dem Ansatz, dass der Hund meint, die Situation alleine lösen zu müssen! Wenn der Hund nicht weiter weiß, soll er sich am HH orientieren. Heißt, ich habe straight entschieden, wie wir die Situation händeln, ob wir zB stehen bleiben oder weiter gehen (je nachdem, bei welchem Verlauf mein Hund unter der Panikschwelle zu bleiben schien). Dieses straighte Auftreten hat meinen Hund glaube ich beeindruckt - nicht das sich vor den Hundstellen als solches. Wenn man das uncool macht, kann das, glaube ich, auch nach hinten losgehen und die Situation verschlimmern. Deshalb ich glaube ich, ist total wichtig, sich einen Vorgehensplan zu machen, mit dem man sich selbst wohlfühlt!! Weil man nur so sicher auftritt und dem Hund damit Sicherheit vermittelt! Und dieser EUER Plan ist dann auch der richtige - auch wenn es in Hundebüchern anders stehen mag ;)

    Noch mal was zum Zeitfenster: Bei uns hat es 6 Monate SL-Training gebraucht. Hieß: In JEDER Situation SL - weil in jeder plötzlich ein Hund auftauchen konnte! (Und JEDES Weglaufen die Panik festigt, ein Rückschritt ist, der mit entsprechendem Trainingsaufwand ausgeglichen werden muss).

    Meine pennt eigentlich immer! Sie wird nur munter, wenn es rausgehen oder sie bekuschelt werden könnte.

    Wie viel sie pennt, fällt besonders auf, wenn sie mit unterwegs ist und dann nicht zum Pennen kommt. Danach: komatöses Dauerschlafen!

    Ich meine in Erinnerung zu haben, dass 16-20 Std schlafen für einen erwachsenen Hund normal seien.