Beiträge von BigJoy

    Ich hab gestern einen 16 Wochen alten Chihuahua kennen gelernt. Er knurrte meine Hündin an, wenn sie sich ihm näherte und schnappte nach ihr.
    Seine Besitzerin sagte, er sei von einer "Hobbyzüchterin" und dass ihn niemand haben wollte, weil er so schüchtern und ängstlich war, er sei übrig geblieben.
    Das Thema schlechte Aufzucht und ihre Folgen hat sie nicht erreicht: Sie hat doch Papiere für den Hund und der hat 600 EUR gekostet - wieso sollte der dann verhaltensgestört sein können??

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Zusammenhang zwischen Aufzucht und Verhaltensstörungen mit zunehmenden Alter des Hundes für den Besitzer immer unvorstellbarer wird!

    Ich denke, meine Mix-Hündin unbekannter Herkunft würde sich erst einmal einleben und dann, nach einigen Tagen, kleinere Bummelrunden einlegen. Das ist zumindest mein Bild. Sie ist zwar reichlich fixiert auf mich, aber ich traue ihr so "Butscherrunden" durchs Dorf absolut zu. Gucken gehen, was so los ist. Ob irgendwo was Fressbares liegt oder die Pipiposts aktualisiert sind/werden müssen.
    Aber dazu muss sie die Gegend kennen. In ganz fremden Gebieten bleibt sie nah am Mensch.
    Durch Wald-/Feldgebiet zu stromern würde ihr, denke ich, nichts geben.

    Es gibt auch negative Aspekte von Bindung, von zu enger Bindung. Wenn der Hund zB so auf einen Menschen oder einen Artgenossen ausgerichtet ist, dass es ihm ohne schlecht(er) geht. Dass eine Fixierung aufgebaut wurde, die die prinzipielle Eigenständigkeit des Hundes (die hat er ja auch als Rudeltier) aushebelt.

    Zitat

    wir hatten gestern abend noch eine ärgerliche begegnung.

    ich bin mit odin raus, letzte kleine runde drehen. kommen uns zwei gutgekleidete damen mittleren alters auf einem ca. 3,5m breiten sandweg entgegen. eine mit einem welpen, eine mit einem kleinen spitz. beide sehen odin und fangen fast zeitgleich an zu schreien ich soll meinen köter(!) anleinen (hä? odin war an der leine). ich den damen zugerufen dass der köter bereits an der leine ist und sie sich nicht zu "ängstigen" brauchen. er mag welpen und auch mit kleinen hunden hat er keine probleme - zudem ich gar keinen kontakt an der leine wünsche.

    die beiden ihre hunde (der spitz inzwischen wild kläffend) auf den arm genommen, seitlich abgewand an uns vorbei gegangen (odin fand die hunde auf dem arm natürlich sehr interessant, hat aber nicht hingezogen sondern lediglich neugierig geguckt) und mich munter beschimpft ich hätte meinen hund nicht unter kontrolle, er würde ihre hunde ängstigen, das wäre nötigung, und ausländer sollten sowieso keine großen gefährlichen hunde halten dürfen :headbash: .

    da fehlten mir echt die worte und ich hab mich dafür entschieden dies gänzlich zu ignorieren.

    Begegnung der 3. Art. Zum Ko... so'ne Anmache! "Danke, Sie mich auch!" ist der einzige Kommentar, der mir da einfällt.
    Hoffe, dass passiert dir nicht all zu oft!

    Sind auch wieder gut zu Hause angekommen. War wieder sehr schön!
    Joy hatte Mörderhunger (die 1 Pommes beim Griechen war deutlich zu wenig), wohl mehr vom Warmzittern als vom Warmlaufen :roll:
    War zu faul für Fotos, freu mich aber sehr auf eure!
    Und trink noch einen Glühwein auf euch *hicks.
    Bis bald!
    Birgit

    Ich würde auch versuchen, ihn ein wenig "hinter'm Ofen hervorzulocken", ohne ihn allerdings zu stressen! Ihn mal dazuholen, wenn ihr irgendwo seid, ihn den Aufenthalt in anderen Zimmern/bei euch schön füttern, (Leckerli-)Spiele, ihn beim TV zum Kuscheln aufs Sofa holen usw.
    vielleicht ist er etwas schüchtern und ihr könnt vorsichtig nachhelfen.
    Oder gibt es etwas in der Wohnung, was dem Kater Angst machen könnte und vor dem er so ausweicht?? (- Das müsste sonst behoben werden - logisch.)
    Ansonsten möchte ich auch Mut machen: 5 Wochen Eingewöhnungszeit sind nicht lang, zumal man nicht weißt, was der Kater vorher erlebt hat.

    Zitat

    Kastration bedeutet ja Entfernen von Eierstöcken und Gebärmutter. Falls
    das gemacht wurde, kann sie nicht scheinträchtig sein.


    Das stimmt so nicht. Je nach OP-Methode können Gebärmutter und Eierstöcke entfernt werden oder auch nur Gebärmutter oder nur Eierstöcke - Kastration heißt es immer.

    Ich halte es für möglich, dass eine Scheinträchtigkeit nach der OP auftritt. Man soll die Kastration-OP ja in einer "neutralen" Hormonphase durchführen, wenn die Hündin in der Mitte des Zyklus ist, möglichst weit weg von der Hitze (der vergangenen und kommenden). Das vermeidet Komplikationen - evt ist die Scheinträchtigkeit eine solche.
    Ich würde beim TA nachfragen.

    WOHIN der Welpe pinkelt, kann auch mit den Untergründen zu tun haben, die er aus seiner Zeit mit Mutterhündin und Geschwistern kennt. Wenn der Züchter zB Zeitung ausgelegt hat, wird der Welpe womöglich starken Drang spüren, auf am Boden liegende Zeitung zu pinkeln... Ebenso bei Decken, Handtüchern, Bettbezügen...
    Dann geht es nicht darum, in sein Körbchen (bzw auf Schlafplätze) zu pinkeln, sondern auf den bekannten Untergrund.

    Ich hab noch mal ne pragmatische Alltagspraxiserfahrung:
    Meine Hündin schont auch mitunter ihr linkes Hinterbein und läuft auf 3 Beinen. Sie unterlässt dies, sobald sie einen Mantel anhat! Sie rennt dann zwar nicht mehr, aber sie läuft stundenlang auf allen ihren 4 Beinen (ohne den Mantel würde sie in der gleichen Situation rennen und wenn sie nicht rennt, auf 3 Beinen laufen).

    Das soll/kann natürlich keine anderen, weiter reichenden Maßnahmen ersetzen!