Beiträge von SavoirVivre

    Hm.. wirklich interessant was alles so eingefordert wird. Ich war schon mehrmals krankgeschrieben wegen Sturz vom Pferd oder Unfälle im Stall und es gab noch nie Diskussionsbedarf mit unserer Perso. Dabei ist die Konstellation ähnlich. Arbeitsausfall durch „dritte Partei“ bzw nicht eigenes Tier.

    Ich frage gleich mal unsere Perso und Zentralperso. Interessiert mich.

    Ich finde das ja eigentlich sehr toll wie viel ihr so wandert, aber Zorro sieht auf dem einen Foto schon arg fertig aus. Ich würde solche anspruchsvollen und auch steilen und langen Wanderungen meinem alten Hund nicht mehr zumuten.

    Hab ich auch kurz drüber nachgedacht, aber vielleicht sehen wir hier zu sehr unsere DSHs (als vergleichbar grosse Hunde) im Vergleich :D .
    Das was mich abhalten würde mit einem Hund dieses Alters solche (trotzdem wahnsinnig coolen Touren) zu machen, wäre das aktuelle Wetter. Aber auch hier fehlen mir eigene Erfahrungen in solchen Höhen.

    Ich bin aber recht sicher dass Nicole und Roger da ein gesundes Augenmaß haben was sie Zorro noch zumuten können.

    Meine erste Schäferhüdin wurde ausnahmlos mit Billig-Trofu gefüttert. Erst mit Aldi-Premiumfutter und dann mit Frolic.
    Sie wurde 13,5 Jahre alt und war ein ausgesprochen gesunder Hund.

    Seit dem zweiten Hund sind wir im Wechsel Barfer und Allesfütterer mit Focus auf 65-80% Fleischanteil.
    Für uns ist die Fütterung des Hundes keine Wissenschaft für sich, sondern wir machen viel aus dem Bauch heraus und mit gesundem Menschenverstand, gepaart mit Grundwissen der Ernährungslehre vom gemeinen Haushund ;) . Wir sind weit weg von Ernährungspezialisten für den Hund, aber trotzdem klappts ganz gut :D

    @Manfred007
    Das Beispiel mit meiner Schäferhündin sollte keinen Vergleich zu Deinem Vorfall darstellen, sondern gemünzt auf Juno´s u.a. Aussage dass alle Hunde die mal gebissen haben Auflagen bekommen sollten bzw. sie diese dann gerechtfertigt findet.

    Wenn diese 10%, von denen Du schreibst, bereits gebissen haben: ja.Dass die Halter eines Hundes, der gebissen hat, die Auflagen unverhältnismäßig finden, kann ich gut nachvollziehen. Aber genau aufgrund solcher persönlichen Einschätzungen von Haltern bezüglich des eignen Hundes (Klassiker: "Der tut nix"- "Das hat er ja noch nie gemacht") kommt es ja überhaupt erst zu solchen Vorfällen. Der Vorfall, um den es hier geht, ist für mich das beste Beispiel dafür.

    Schau Dir doch bitte noch einmal an, was ich geschrieben habe:

    Keine Ahnung, was Du da interpretierst, aber ich schreibe die ganze Zeit über die Konsequenzen einer behördlich auferlegten Maulkorb- und Leinenpflicht nach behördlicher Feststellung der Gefährlichkeit eines Hundes.

    Sorry mein Fehler. Wobei der Gesetzgeber selbst da ja eine andere Sicht drauf hat als Du. Der Gesetzgeber lässt den Vorfall erstmal duch Sachverständige prüfen, währen Du alle Hunde die gebissen haben mit MK und Leine siehst. Oder habe ich Dich auch da falsch verstanden (siehe rot markiertes Zitat)

    Ich finde es nicht richtig dass Manfred007 jetzt eine so grosse Mitschuld gegeben wird.
    Das Versäumnis liegt ganz klar an der Hundeführerin, egal ob es jetzt die Schwester, Hundehalterin, o.ä. gewesen ist.

    Manfred007 hat klar erläutert wie sie damit umgehen will und wird und diesen Weg finde ich fair.
    Das sie sich im Nachgang ihre Gedanken macht ist klar. Das sie sich da nicht in der Hauptschuld sieht finde ich auch absolut menschlich und richtig. Würde mir ähnlich gehen. Einziger Unterschied - ich hätte diesen Hund gar nicht erst angefasst ;) .

    Akzeptiere ich, sehe es aber völlig anders als Du und finde die Reaktion auch ein wenig dramatisch.Letztendlich kommt es aber nicht darauf an, wie ich werte, sondern wie der Gesetzgeber wertet. Und der hat ja eine sehr klare Haltung zu diesem Thema.

    Damit kann ich leben ;)

    Und nein, selbst der Gesetzgeber verlässt sich auf die Beurteilung von Sachverständigen und diese betrachten es durchaus situativ und im Kontext. Da gibt es hoffentlich eher selten die reine schwarz/weiss Betrachtung "Hund hat gebissen, Grund/Ursache/Vorgang vollkommen egal, Hund ist gefährlich".

    Dieser Hund hat garantiert vorgewarnt. Nur sieht der Mensch aus der Vogelperspektive, nicht die Mimik eines Hundes. Wäre man auf Augenhöhe mit so einem Tier, könnte man ganz sicher in seinem Gesicht etwas lesen.

    Mich würde nur mal interessieren, ob der Hund schon öfter geschnappt hat.
    Wenn ja, wäre es eigentlich die Aufgabe der Halterin dafür zu sorgen, daß niemand ihren Hund anfaßt.


    Ich möchte diesen betroffenen Rotti ganz bestimmt nicht rosarot und plüschig reden, aber aufgrund explizit dieser Situation sehe ich da keine Auflagen wie Juno sie sieht (MK, Leine & hohe finanzielle Mehrbelastung).

    Wenn er aber jedoch mehrfach geschnappt hat (was aber keiner von uns weiss), dann hätte die Halterin auch ohne offizielle Auflagen stets ein MK drauf machen müssen. Und dann wären auch offizielle Auflagen vollkommen angebracht! Es geht mir ja nicht um die Unterstützung von Fahrlässigkeit oder Verantwortungslosigkeit von Hundehaltern, sondern um Verhältnismässigkeit und eine faire Betrachtung der jeweiligen Situation.

    Ich hatte mit meiner ersten Schäferhündin eine Situation bei der sie ebenfalls abgeschnappt/gebissen hat.

    Ich erinnere mich nicht mehr in Detail da über 20Jahre her - aber so ungefähr war es.
    Ich war mit ihr auf einer großen Hundewiese in einem Park. Sie liegt im Gras und kaut auf einem Stock (ja ja, heute gibts grundsätzlich keine Stöcke mehr zum kauen). Da kommt ein deutlich angetrunkener Mann der sie super findet und erklärt zunächst mir dass er Schäferhunde liebt und selbst 20Jahre Schäferhunde hatte. Er ist nett, trotz deutlicher Fahne. Dann dreht er sich zu meiner Hündin, beugt sich über sie und will ihr den Stock wegnehmen um ihn zu werfen. Ich halte ihn am Arm fest und sage zu ihm, dass sie sich von Fremden nicht den Stockwegnehmen lässt und dann BEISST. Er sagt, er kennt sich mit Hunden aus und kein Hund würde ihn beissen. Ich sag ihm, meine schon bitte nicht Stock wegnehmen und nicht anfassen. Er befreit seinen Arm, beugt sich stehend über meine Hündin und versucht ihr mit beiden Händen den Fang zu öffnen, während ich an seiner Jacke ziehe (heute würde ich es auch anders machen aber damals mit unter 20 fehlte mir einfach die Erfahrung mit solchen Situationen umzugehen). Resultat, meine Hündin knurrt, fletscht und als auch das ignoriert wurde hat sie zugepackt. Er reisst seine betroffene Hand weg und blutet. Ich konnte mir die Wunden nicht ansehen, keine Daten austauschen und nichts, weil er sich daraufhin umgedreht und wortlos weg gegangen ist. Es hatte daher auch keinerlei Folgen. Ich war damals auch nicht sonderlich schockiert, weil ich fest davon überzeugt war, dass er selbst schuld ist.

    @Juno2013 Wenn ich Dich richtig verstanden habe (korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege).. Bei Deiner diesbezüglichen (ich weiss ja dass wir bei anderen Themen auch wieder durchaus einer Meinung sind) schwarz/weiss Haltung hätte meine Schäferhündin jetzt Auflagen wie MK und Leine bekommen müssen, samt aller daraus resultierenden Konsequezen, weil sie gebissen hat. Aufgrund der unerträglichen Dummheit anderer Menschen (inkl. meiner damaligen eigenen), obwohl sie niemals von sich aus aktiv zum ihn hingelaufen wäre um ihn zu beissen und vorher sauber gewarnt hat.

    Für mich war meine Schäferhündin nie ein Hund vor dem andere Menschen aktiv geschützt werden müssen - auch rückblickend und dem Wissen von heute nicht. Für Dich schon.

    Für Dich wäre auch mein 8kg Spitz ein Kanditat für dauerhaft MK und Leine, weil er jede fremde Hand tackern würde die ihn anfässt, wenn vorab kein bestimmtes Ritual vorausgegangen ist (Gespräch mit mir, ihn nicht angucken nur Hand hinhalten damit er Kontakt auf nehmen kann, erst streicheln wenn Freigabe durch mich). Für mich ist es unvorstellbar dass er es verdient hat nur mit MK und Leine geführt zu werden, nur weil er nicht von fremden Menschen angefasst werden will.

    Da gehen unsere Meinungen halt einfach sehr sehr weit auseinander. Ich möchte gar nicht darüber urteilen wer von uns beiden Recht oder Unrecht hat. Ich versuche lediglich mich als Hundehalter zu fragen, was verhältnismässig ist.

    Ich habe lange darüber auch nachgedacht und habe nichts dazu geschrieben, weil ich hin- und hergerissen war.Letztendlich denke ich aber, dass die Gesundheit und Sicherheit des Menschen an dieser Stelle dem Komfort des Hundes vorgehen. Der Fehler mag vielleicht bei Dir gelegen haben. Die Verantwortung, ihn zu verhindern, liegt aber mE beim Halter.

    Klar kann es sein, dass der Hund keine böse Absicht hatte. Das macht das Risiko, dass sich so ein Vorfall wiederholt, für mein Empfinden aber nicht gerade geringer. Mit Blick darauf, dass es immer mehr Hunde auf immer dichterem Raum gibt, finde ich in Fällen wie diesem hier eine behördliche Beurteilung der Gefährlichkeit angebracht.

    Ein Maulkorb ist, richtig auf trainiert, keine Strafe für einen Hund. Gleiches gilt für die Leinenpflicht. Die ist ja ohnehin für viele Hunde bereits Alltag, weil es in immer mehr Städten und Gemeinden flächendeckende Pflicht ist, Hunde an der Leine zu führen. Möglichkeiten, dem Hund beispielsweise auf einem abgesicherten Gelände regelmäßigen Freilauf zu verschaffen, gibt es ja trotzdem.

    Für mich ist der springende Punkt, dass die Halterin einem Kontakt zu ihrem Hund in der Vergangenheit sehr bewusst ausgewichen ist und es ja scheinbar lt. Auskunft der Familie schon Vorfälle gab, die ein Risiko angedeutet haben. An dieser Stelle erwarte ich einfach von einem Hundehalter, dass er frühzeitig Maßnahmen ergreift, um vorzubeugen und das Umfeld zu schützen. Dafür, dass der Hund dann ohne Sicherung einer Betreuung übergeben wird, die den Hund nicht gut kennt, habe ich kein Verständnis.
    Ich würde wohl noch einmal mit den Haltern sprechen und abklopfen, wie sie nun reagieren wollen. Wenn sie von selbst nicht auf den Trichter kommen, den Hund absofort zu sichern, würde ich der Einsicht wohl mit behördlicher Unterstützung nachhelfen.

    Ich finde das zu hart. Ein Vorfall der sowas von vermeidbar gewesen wäre von beiden Seiten und als Resultat der Ruf nach Maulkorb und Leinenpflicht. Klar ist ein gut konditionierter MK keine Einschränkung für den Hund, die Leine dann schon eher, aber auch gut lösbar. Es geht mir eher um die Verhältnismässigkeit.Ich sehe es auch so dass "gefährliche" Hunde gesichert werden müssen. Mit dem was hier an Hintergrundwissen aber vorliegt finde ich den Ruf nach einer solchen Absicherung bei diesem Hund einfach nur unverhältnismässig. Ich schrieb ja weiter oben bereits, dass das dann mind. 10% aller Hunde dauerhaft mit MK und Leine gesichert werden müssten, Gebrauchshundrassen tendziell noch öfter. Das soll die Lösung sein? Das ist das angestrebte gesellschaftliche MITeinander? Sorry, sehe ich anders.

    Wenn es danach ginge hätte mein 8KG Spitz dauerhaft MK und Leine dranhaben müssen. Der fand nach einem unschönen Vorfall bei dem er unvermittelt geschlagen wurde von einem fremden Menschen, der ihn wenige Sekunden vorher noch gestreichelt hat, anfassen durch Fremde extrem blöd und hat sofort abgeschnappt.

    Total unverhältnismässig - aber das ist auch nur meine persönliche Sicht drauf.