Unsere erste DSH Dame wurde von meinen Eltern durchaus als Einbrecher abschreckende Maßnahme miteinkalkuliert. Sozialer Brennpunkt, viele Einbrücke, merkwürdige Gestalten, etc. "Damals" hatten Hunde aber gefühlt auch noch einen anderen Stellenwert bzw. Job als heute.
Heute würde ich viele Hebel in Bewegung setzen um Herrn Hund vor Einbrechern zu schützen. Da er massiv verteidigen würde, wenn wir involviert wären, wäre meine grösste Sorge dass er verletzt wird. Scheiss auf die Einbrecher. Im Ernst. Mir doch egal ob sie durch Bisse verletzt werden oder nicht. Deren "Berufsrisiko". Ich möchte es nur niemals soweit kommen lassen um meinen Hund zu schützen.
Herr Hund bellt sehr wenig. Habe ich ihm abtrainiert. Unsere Nachbarn sagen immer, wenn sie nicht wüssten dass bei uns ein Hund lebt, würden sie es nicht wissen. Wenn jemand klingelt wufft er 1-2x leise und knurrt um zu melden. Eben weil wir ihn nicht als "Wachhund" betrachten oder einzusetzen gedenken soll/braucht er auch keinen Lärm machen.
Ich bin aber in einigen Situationen froh gewesen dass er da war. Zum Bespiel wenn wirklich dubiose Gestalten unter irgendeinem Vorwand klingeln. Einmal hat sich ein junger Mann im gebrochenen Deutsch als Nachbar ausgegeben, der ein Paket bei mir abholen soll. Als ich meinte ich habe kein Paket angenommen, und kenne ihn auch nicht, hat er mich der Lüge bezichtigt und wollte sich in die Wohnung drängen "um selbst nachzuschauen". Herr Hund verhält sich ja sehr ruhig an der Tür wenn ich mit jemanden spreche, da ich es nicht mag wenn er dabei aufdringlich ist/mich stört. In solchen Momenten ist er aber dann schlagartig sehr sehr präsent - und es ist nicht witzig auf einmal 37kg tobenden Hund gegenüber zu stehen.