Beiträge von SavoirVivre

    Ich glaube zu dem Thema ist inzwischen alles gesagt worden - nur vielleicht noch nicht von jedem ;)
    So langsam, nach 19 Seiten Diskussion und Meinungsaustausch, bekomme ich eine Idee warum es so lange dauert bis irgendein Beschluss von der politischen Obrigkeit getroffen wird - egal zu welchem Thema. Viele Menschen viele Meinungen :D .

    Was aber mal ausgesprochen werden muss. Ich finde es toll dass diese Diskussion fast gänzlich ohne Streitigkeiten oder indirekten Beleidigungen geführt wurde. Die Meinungen sind durchaus kontrovers, trotzdem war es gefühlt ein Austausch inkl. Hinterfragen warum der Andersdenkende so denkt wie er es tut. Einfach super! Herzlichen Dank an alle die dazu beigetragen haben :bindafür:

    Das ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Meine beiden sind auch geprüfte Besuchshunde und regelmäßig im Einsatz und ich bekomme keinen Cent erlassen. Zahle weiterhin brav meine 350Euro Steuern im Jahr für 2 Hunde und fahre im Gegenteil noch 45min zum Einsatzort im Landkreis einfache Fahrt. Bin also im Monat alleine dafür 3Std im Auto, gebe meine Freizeit hin (darauf gehen insgesamt immer gute 3-4Std drauf), hab noch 2x im Monat Training, wo ich auch hinfahre und mich kostet das die 2 Euro Leckerlis sowie wieder 2Std Zeit. Das alles Mal Zwei wegen den 2 Hunden. Für mein Ehrenamt bezahle ich nur drauf und das summiert sich, glaube mir.
    Wieso sollte dann jemand mit HartzIV einen Erlass bekommen, wofür?

    Korrigiere mich bitte gerne wenn ich falsch liege, aber ich tippe mal dass Du Dir die genannten Kosten leisten kannst und Dir die Arbeit mit Deinen Hunden und der gemeinsame Einsatz mit ihnen Freude macht. Und - am Wichtigsten - Du es freiwillig tust.

    Verstehe mich nicht falsch. Ich bin absolut dafür, dass Hunde die gemeinnützig im Einsatz sind von der Steuer befreit werden, aber der Vergleich mit Hartz4 Empfängern die ihren Hund schon hatten als sie in diese finanzielle Situation gerutscht sind hinkt. Zumindest bei dieser Betrachtung, denn abgesehen von den schwarzen Schafen - die es immer gibt - begibt sich keiner freiwillig in die Langzeitarbeitslosigkeit.

    Wieso sollte unsere Armut nicht vergleichbar sein mit der Armut von Sozialhilfeempfängern? Wieso ist mein beschränktes Einkommen in Studienzeiten nicht vergleichbar mit dem beschränkten Einkommen vom Sozialhilfeempfängern?

    Nur weil bei mir nicht offiziell "Arbeitslosengeld 2" drüber steht?

    Ich bin mit meinen Eltern als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Null Besitz, null Deutschkenntnisse, nach wochenlanger Flucht übers Meer und dreiviertel Jahr Flüchtlingslager auf den Philippinen. Es gibt sehr viele Menschen die wissen was Armut ist.
    Dennoch sehe ich keine Veranlassung meine persönliche vergangene Situation mit denen anderer sozialbedürftiger Menschen zu vergleichen, weil hinter jedem Menschen ein anderes Schicksal steht und jeder Mensch anders damit zurecht kommt. Dafür braucht es für mich auch keinen "Namen".

    Sorry, aber wer davon ausgeht, dass unter H4 nur "Essen und ein Dach" abgedeckt sind, sollte sich einmal den Aufbau des Geldes ansehen.

    Miete und Heizkosten werden dazu gesondert gezahlt. Es gibt Rubriken für "Freizeit und Kultur" sowie "Sonstige Dienstleistungen und Waren".

    In meiner Studentenzeit habe ich auch von Geld gelebt, das dem H4-Niveau entsprach. Mein Vater musste jahrelang uns Kinder mit 1400€ durchbringen (3,5 Personen, mein Bruder hat nur teilweise bei uns gelebt) von denen Miete und Co. auch noch abgegangen sind.

    Es ist und bleibt ein Luxus, der für ein "grundsolides" Leben mit ein wenig Geld für Kultur und Freizeit nicht erforderlich ist.

    Ich kenne zwei Mütter die Hartz4 Empfängerinnen sind. Eine mit einem Kleinkind und eine mit zwei Grundschulkindern. Es ist niemandem ein Vorwurf zu machen dass sie in dieser Situation sind - auch den Kindesvätern nicht. Aber das was Du aber schreibst ist mit Verlaub gesagt ist heute weit von der Realität weg, bzw. nicht pauschalierbar.

    Das ist auch Unsinn. Je mehr ein Hund lernt, desto schneller lernt er auch.

    Ich verbuche die "5000", wobei ich auch gehört hab, dass es eigentlich 500 sein sollen, als erstes beigebrachtes Signal, wo Hund und Halter erstmal zueinander finden müssen.

    zumal es auch stark abhängig ist vom „Talent/Erfahrung“ des Hundehalters. Stimmt sein Timing bei Lob und Korrektur? Wie ist die Konditionierung aufgebaut, etc.

    Unterm Strich ist diese Zahl 5.000 schon fast eine Urban Legend :D

    Dieses 5.000 Wiederholungen bis ein Kommando zuverlässig manifestiert ist, ist mir zu pauschal.

    Es kommt immer darauf an in welche Komplexität ein Kommando eingesetzt wird. Ein Sitz z.B. ist bei uns immer ein Kommando gewesen das nach deutlich weniger Konditionierung und Training zuverlässig sitzt, als ein Bleib. Während ich ein Sitz, nach paar Hundert Malen sehr zuverlässig abrufen kann, ist das Bleib in der Tat deutlich schwieriger zu konditionieren gewesen.

    Öhm... nix? Wenn dir der Schuh nicht passt, zieh ihn doch nicht an? Ich hab weder dich zitiert, noch gemeint noch sonst etwas in der Art?

    Wenn Du es selbst nicht merkst und die Wortwahl in einer kontroversen aber friedlichen Diskussion miteinander in Ordnung findest, dann verzichte ich gerne auf Erläuterungsversuche jeglicher Art. Für mich hast Du Dich damit als erstzunehmender Diskussionspartner disqualifiziert.

    einige scheinen zu vergessen, das wir hier in einem Sozialstaat leben.

    Statt rumzuprollen, ob man jemanden gönnt das er befreit wird oder nicht, oder wer es verdient hat oder nicht, sollte man lieber mal dafür kämpfen, dass die hundesteuer komplett abgeschafft wird.

    Gehts noch? Was ist denn bei Dir heute schiefgelaufen?

    ja und viele Familien können sich halt keine 5.000 Tacken oder andere höhere Beiträge aus dem Hut zaubern :ka:
    Sollen die jetzt alle kein Hund haben weil man nicht Reich ist, da bleibt selbst manchen normal verdienenden das Klincken putzen nicht übrig

    5.000€ jederzeit über/greifbar haben eher wenige. Aber ist auch eine Diskussion möglich in der die Kirche im Dorf gelassen wird? Warum muss immer gleich so übertrieben werden?

    Es ist durch aus eine Frage des Verantwortungsbewusstseins wenn man auf jeden Euro angewiesen ist und sich dann trotzdem einen Hund holt, wohlwissend dass man nicht mal eine 250€ Rechnung ohne fremde Hilfe stemmen kann.

    Wenn der Hund bereits da ist - darum gehts doch gar nicht. Hier sagt doch keiner, gib den Hund dann ab!