Beiträge von SavoirVivre

    Ich hab/hatte drei Hunde aus dem Tierschutz.
    Ich möchte keine Minute missen und jeder Einzelne war/ist auf seine Art und Weise großartig.

    Aber ich möchte als nächstes kein Tierschutzhund mehr. Ich möchte tendenziell einen Welpen mit optimaler Aufzucht, von einem Züchter meines Vertrauens. Ich möchte einen Babyhund den ich von Anfang an begleiten darf und alle Fehler selbst machen.

    Es wird irgendwann bestimmt wieder ein Tierschutzhund, keineswegs lehne ich das kategorisch ab, aber dazwischen kommt ein Welpe vom Züchter.

    Nur interessehalber. Dürfen Eltern bestimmen zu wem die Kinder nach ihrem vorzeitigen Ableben (was hoffentlich niemals Eintritt) kommen? Mit der Patenschaft hat das rechtlich ja herzlich wenig zu tun. Patenschaft geht nicht über Blutsverwandschaft.

    Ich möchte den Thread nicht sprengen, aber dann müsste ich mal schleunigst paar wichtige Gespräche führen.

    Zum Thema Allergie.

    Wenn jemand eine ernsthafte Allergie hat - egal gegen was - dann sind Dinge wie besonders sorgfältig bei der Haushaltsreinigung, Allergietabletten, bewusste Ernährung, Entgiftung, intensive Recherche nach Linderungsmaßnahmen, etc., selbstverständlich um das eigene Leid zu lindern - unabhängig vom Allergieauslöser.

    Ich bin ein durchaus toleranter, verständnisvoller Mensch, aber ich habe KEIN Verständnis für Menschen die KEINE ernsthafte Allergie haben, aber meinen sie wüssten wie man die Auswirkungen und Symptome einer Allergie auf ein Maß reduzieren kann um ein geliebtes Tier nicht abgeben zu müssen. Das ist wie ein Blinder der einem Sehenden die Farben erklären will. Das ist ein Schlag in das Gesicht jedes Betroffenen und einfach nur daneben!

    Ich hab seit ca. 5Jahren eine Allergie gegen Hunde, die ich durch gefühlt ein dutzend Maßnahmen GsD gut im Griff habe. Und ich thematisiere das Thema auch nicht gerne. Kaum jemand aus meinem Umfeld weiss es, einfach weil ich kein Geschiss drum mache. Wenn ich dann aber oberschlaue Tipps und pauschale unterschwellige Unterstellungen lese (allgemein gegen Allergiker und nicht gegen mich persönlich), kriege ich echt die Krätze.

    Nun ja, man muss jetzt aber auch keine Worse-Case-Szenarien darstellen um jemanden mit einer anderen Meinung dazu zu bewegen seine Geisteshaltung zu überdenken ;) .

    Dann kann ich auch sagen, ich hole mir gar keinen Hund weil ich könnte morgen ja vom Bus überfahren werden.
    Ernsthaft, man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen.

    Ich finde es gut und völlig legitim dass viele Hundehalter sagen, es gibt de facto kein Szenario das ich mir vorstellen kann (und mag) das dazu führt ich meinen Hund aufgebe :smile: .

    Wir mögen Besuch - wenn sie nicht länger bleiben als ein Wochenende.
    Generell sind wir aber gerne Gastgeber, denn die Menschen die wir einladen, die mögen wir auch - sehr.

    Unser Hund mag Besuch auch. Nach den ersten 5min. Das sind halt die Minuten durch die wir gemeinsam durch müssen bis Herr Hund realisiert hat dass alles in Ordnung ist und ihm (und uns) keiner was tut :ugly: . Keinesfalls verzichten wir aber auf Besuch und Herr Hund muss sich arrangieren - ob er will ist mir auf gut deutsch gesagt sowas von egal. Wir lieben ihn und begleitet uns durchs Leben, aber keineswegs bestimmt er unser Leben.

    Überhaupt finde ich dass viel zu viele Hundehalter (bitte den Schuh nicht anziehen wenn er nicht passt) ein viel zu grossen Geschiss um den Hund machen. Da werden alle Eventualitäten vorab im Detail seziert und jedes Szenario gedanklich durchgespielt. Was soll ich dazu sagen - ich war selbst mal so. Inzwischen pack ich einen Maulkorb drauf oder der Hund wird abseits platziert angebunden oder durch ein Türgitter abgetrennt - fertig. Da leidet er nicht und trägt auch keine geistigen oder emotionalen Schäden davon. Er weiss auch genau wann Schluss ist mit lustig. Ich nehme seine Ängste und Unsicherheiten sehr ernst, aber ich toleriere kein Geprolle und kein Schwanzlängenmessen.

    Nur mit Kindern, das geht nicht. Das stresst ihn einfach und diesen Stress setzen wir ihn nicht aus.

    Das war dann bei mir deutlich einfacher. Ich war ja während des Studiums hundelos. Von daher habe ich mit allen möglichen Leuten Kontakt gehabt. Tiere waren da nie Thema.
    Als ich dann Benni hatte, konnte ich meine eine Freundin eben nur noch im Garten besuchen. Sie wollte keinen Hund in der Wohnung, zu mir fahren ging aus verschiedenen Gründen nicht und daheim lassen konnte ich Benni nicht, weil ich schon so lange arbeitete.
    Also bin ich zu ihr mit Hund in den Garten, dort gequatscht und Kuchen gegessen. :D

    Genau so sehen für mich Kompromisse aus! :bindafür:

    Ich musste mich GsD noch nie zwischen Hund und Mensch entscheiden. Ich bin da aber auch nicht ganz so strikt wenn ich in meinem engeren Umfeld Menschen habe die keine Hunde mögen.


    Ich sehe es so. Nicht jeder Mensch muss Hunde mögen und darf seine Abneigung gegen Hunde auch durchaus kundtun. Es ist ja nicht gegen mich oder meinen Hund gerichtet, sondern eine generelle Einstellung. Das heisst, das Persönliche ist da schonmal raus und ich kann diese Abneigung aus einer objektiven Sicht betrachten.


    Ich erwarte lediglich die Akzeptanz und Toleranz dass ich selbst ein Hundefreund und -halter bin. Das bedeutet, ich schleppe meinen Hund nicht mit zu Treffen auf denen mir nahestehende Menschen sind die Hunde nicht mögen. Dafür erwarte ich, dass wenn sie bei uns zuhause eingeladen sind den Hund mindestens(!) tolerieren. Abfällige Bemerkungen oder gar unfaires Verhalten gegen den Hund wird sofort und ausdrücklich angesprochen. Das hat bisher gereicht – ohne wenn und aber.


    Ich bin mir darüber bewusst dass mein Hund nicht uneingeschränkt gesellschaftsfähig ist. Zum Beispiel kann er gar nicht mit Kindern. Ich habe aber viiiiiele Kinder in meinem engsten Kreis die ich sehr liebe. Das bedeutet dass der Hund bei geplanten Treffen dann praktisch immer zurücksteckt. Heißt, der Hund bleibt zuhause, nicht das Kind/die Kinder. Das finde ich aber nicht schlimm, denn ich finde stets Mittel und Wege dies auszugleichen.


    Ein Partner der keine Hunde mag kommt nicht in Frage. Einen Hund abzugeben für einen neuen Partner kommt nicht in Frage. Anders verhält es jedoch wenn mein Partner (der unsern Hund selbst heiss und innig liebt) oder unser vielleicht zukünftiges Kind auf einmal eine ultrastarke Allergie gegen unseren Hund entwickeln würde. Da geht die Gesundheit meiner Menschen dann vor.


    Keiner aus meinem privaten Umfeld gibt mir ungefragt Tipps rund um den Hund. Keine Ahnung warum. Vielleicht weil ich bin wie ich bin. Also der Typ der durchaus zu verstehen gibt „Wer keine Ahnung hat sollte einfach den Mund halten bevor ich wirklich böse werde“. Was aber nicht bedeutet dass mir die Meinung einiger mir nicht sehr wichtig ist. Aber in der Regel bin ich eher diejenige die gefragt wird zu Hundethemen.


    Generell würde ich ein Menschenleben immer höher priorisieren als ein Hundeleben. Sprich, ich rette auch eher meinen Nachbarn aus einem brennenden Haus als meinen Hund. Klingt hart und es würde mein Herz brechen, aber ich habe da einfach meine ethischen Grundsätze. Es gibt aber selbstverständlich Situationen in denen ich mich für meinen Hund entscheide. Z.B. wenn der Nachbar das Feuer gelegt hat weil er meinen Hund hasst und ihn um die Ecke bringen will. Dann würde ich ihn nicht einmal anspucken wenn er brennt (naja, vielleicht doch.. je nach Tageslaune).


    Was ich am Ende sagen will. Nichts ist schwarz-weiss und über fast alles lässt sich reden. Vieles ergibt sich aus der Situation heraus. Ich hatte GsD noch nie final schwarz wegen einem meiner Hunde.

    Ich gehöre aber auch nicht zu den Hundehaltern die sagen „wo mein Hund nicht willkommen ist, gehe ich auch nicht hin“. Nein, ich akzeptiere absolut dass mein Hund nicht überall willkommen ist – und zwar ohne es den dahinterstehenden Menschen übel zu nehmen. Es muss nur „fair“ zugehen.

    Ach ja - last but not least. Tier-/Hundehasser die Tieren bewusst schaden würden werden sofort aus meinem Leben entfernt. Wenn nötig auch eingegriffen und angezeigt, wenn ich sie dabei erwische wie sie einen Tier Schaden zufügen (wollen).