Ich musste mich GsD noch nie zwischen Hund und Mensch entscheiden. Ich bin da aber auch nicht ganz so strikt wenn ich in meinem engeren Umfeld Menschen habe die keine Hunde mögen.
Ich sehe es so. Nicht jeder Mensch muss Hunde mögen und darf seine Abneigung gegen Hunde auch durchaus kundtun. Es ist ja nicht gegen mich oder meinen Hund gerichtet, sondern eine generelle Einstellung. Das heisst, das Persönliche ist da schonmal raus und ich kann diese Abneigung aus einer objektiven Sicht betrachten.
Ich erwarte lediglich die Akzeptanz und Toleranz dass ich selbst ein Hundefreund und -halter bin. Das bedeutet, ich schleppe meinen Hund nicht mit zu Treffen auf denen mir nahestehende Menschen sind die Hunde nicht mögen. Dafür erwarte ich, dass wenn sie bei uns zuhause eingeladen sind den Hund mindestens(!) tolerieren. Abfällige Bemerkungen oder gar unfaires Verhalten gegen den Hund wird sofort und ausdrücklich angesprochen. Das hat bisher gereicht – ohne wenn und aber.
Ich bin mir darüber bewusst dass mein Hund nicht uneingeschränkt gesellschaftsfähig ist. Zum Beispiel kann er gar nicht mit Kindern. Ich habe aber viiiiiele Kinder in meinem engsten Kreis die ich sehr liebe. Das bedeutet dass der Hund bei geplanten Treffen dann praktisch immer zurücksteckt. Heißt, der Hund bleibt zuhause, nicht das Kind/die Kinder. Das finde ich aber nicht schlimm, denn ich finde stets Mittel und Wege dies auszugleichen.
Ein Partner der keine Hunde mag kommt nicht in Frage. Einen Hund abzugeben für einen neuen Partner kommt nicht in Frage. Anders verhält es jedoch wenn mein Partner (der unsern Hund selbst heiss und innig liebt) oder unser vielleicht zukünftiges Kind auf einmal eine ultrastarke Allergie gegen unseren Hund entwickeln würde. Da geht die Gesundheit meiner Menschen dann vor.
Keiner aus meinem privaten Umfeld gibt mir ungefragt Tipps rund um den Hund. Keine Ahnung warum. Vielleicht weil ich bin wie ich bin. Also der Typ der durchaus zu verstehen gibt „Wer keine Ahnung hat sollte einfach den Mund halten bevor ich wirklich böse werde“. Was aber nicht bedeutet dass mir die Meinung einiger mir nicht sehr wichtig ist. Aber in der Regel bin ich eher diejenige die gefragt wird zu Hundethemen.
Generell würde ich ein Menschenleben immer höher priorisieren als ein Hundeleben. Sprich, ich rette auch eher meinen Nachbarn aus einem brennenden Haus als meinen Hund. Klingt hart und es würde mein Herz brechen, aber ich habe da einfach meine ethischen Grundsätze. Es gibt aber selbstverständlich Situationen in denen ich mich für meinen Hund entscheide. Z.B. wenn der Nachbar das Feuer gelegt hat weil er meinen Hund hasst und ihn um die Ecke bringen will. Dann würde ich ihn nicht einmal anspucken wenn er brennt (naja, vielleicht doch.. je nach Tageslaune).
Was ich am Ende sagen will. Nichts ist schwarz-weiss und über fast alles lässt sich reden. Vieles ergibt sich aus der Situation heraus. Ich hatte GsD noch nie final schwarz wegen einem meiner Hunde.
Ich gehöre aber auch nicht zu den Hundehaltern die sagen „wo mein Hund nicht willkommen ist, gehe ich auch nicht hin“. Nein, ich akzeptiere absolut dass mein Hund nicht überall willkommen ist – und zwar ohne es den dahinterstehenden Menschen übel zu nehmen. Es muss nur „fair“ zugehen.
Ach ja - last but not least. Tier-/Hundehasser die Tieren bewusst schaden würden werden sofort aus meinem Leben entfernt. Wenn nötig auch eingegriffen und angezeigt, wenn ich sie dabei erwische wie sie einen Tier Schaden zufügen (wollen).