Beiträge von SavoirVivre

    Herr Hund kann nicht mit Kindern. Er zeigt dann sehr unsicheres Verhalten und geht nach vorn wenn sie ihn bedrängen, wenn ich ihm nicht helfen würde.
    Freilaufend weicht er ihnen grossräumig aus (was praktisch nie vorkommt, da er immer abgerufen und angeleint wird wenn uns Menschen entgegen kommen, erst recht bei Kindern) und an der Leine stakst er schnellstmöglich dran vorbei und orientiert sich sehr an mir. Er braucht da einfach immer Unterstützung und enge Führung.

    Vor einigen Wochen hat ein ganz wunderbarer :fear: Papa mit zwei Kindern ca. zwischen 4 und 7 seine Kinder mitten an einer Kreuzung zum Hund steicheln zu uns geschickt. Ich mein, schaut euch Herrn Hund an. Er sieht wirklich nicht aus wie ein Kinderspielzeug. Er hat auch eine sehr klare Körpersprache die selbst einem Laien signalisiert "ich bin ein Arschloch". Kinder kommen also begeistert rübergelatscht, ich blocke Herrn Hund und brülle den Kindern ein energisches NEIN entgegen, das gleichermassen für Kinder und Herrn Hund gilt. Klar tat mir das leid, sehr sogar, die Kinder können ja nun wirklich nichts dafür. Herr Hund - der sich sooooo gut gemacht hat in solchen Situationen - bellt 2-3x tief und böse. Darauf hin kommt der Vater angelaufen, packt seine beiden Kinder am Arm (die in Schockstarre da standen weil ich so gebrüllt habe) und schimpft laut das dieser Hund ein sehr böser, aggressiver Hund ist. Anschliessend tröstet er seine Kinder, noch immer neben uns stehend, dass sie den nächsten Hund streicheln können :headbash:


    Man kann die Leute nicht erziehen. Man kann nur hoffen dass man solchen Idioten möglichst selten begegnet. Ich hatte eine solche Begegnung zuletzt vor ca. vier Jahren in Südtirol, als ein nicht-deutschsprachiger Vater seine beiden kleinen Jungs zum streicheln zu uns rübergeschickt hat. Da hatte Herr Hund einen schwarzen Ledermaulkorb aus und sah aus wie Hannibal Lektor in Hundegestalt. Zu manchen Eltern denkt man sich besser nur seinen Teil und sagt nichts :barbar: .

    Solange Eltern ihre Kinder in solche Situationen schicken, wundert es mich nicht mehr dass es zu kritischen Begegnungen zwischen Kindern und Hund kommt. Und das Resultat ist für diese beiden unschuldigen Parteien immer negativ bis tragisch.

    Da ist meine Erfahrung eine ganz andre, ich hatte zwei Boxerhündinnen, die beide reine Familienhunde waren, null Hundesport. Die waren im Alltag dabei und mit wandern, das wars. Beide sehr ausgeglichene und nette Hunde. ;)
    Generell denke ich, wie hier auch schon gesagt wurde, dass nur wenige Hunde Hundesport und extra Auslastung etc "brauchen". Die allermeisten Hunde da draußen sehen nie eine Hundeschule von innen und leben auch gut. :D

    So geht es uns mit unserem Boxer-Mix auch. Glücklich als Mitläufer, zuverlässiger Grundgehorsam ist Daily Business und Kopfarbeit genug.

    Naja Dreck geht nunmal nur mit wischen weg z.b Abdrücke von feuchten Schuhen. Den sieht man ja auch. In meinen Luft war heute ein Fleck. Würde jetzt nicht gleich einen Anhang machen und verlangen man soll den Weg machen. Da würde ich mich lächerlich vorkommen. Wenn es mich so stören würde würde ich den wegmachen.

    Das fiele für mich, gerade bei der aktuellen Jahreszeit, unter normaler nicht vermeidbarer Dreck der mit der wöchentlichen Reinigung entfernt wird.

    Nur als Beispiel: Wenn ich mit erdverkrusteten Schuhen, weil gerade 3Std. mit Herrn Hund durch Wald und Feld gestampft, durchs Treppenhaus gehe und dabei grobe Erdbrocken und und grober Dreck hinter mir herziehe, dann fege ich die rasch weg.

    Wir reden hier schon von offensichtlichem Dreck oder? Von Wischen habe ich nämlich explizit nicht gesprochen.

    Ansonsten ist das eine wohl aussichtslose Diskussion. Wie auch immer man es nennen will, ich würde es für selbstverständlich halten offensichtlichen, für andere ggf. auch störenden Dreck wegzumachen. Da sieht man wieder. Würde ich von anderen auch erwarten- schon wieder zu hohe Erwartungen.

    Ich halte das wie Du. Ich mache offensichtlichen Dreck den wir verursachen und der über das normale Maß (= der den jeder hinterlässt und gerade bei schlechten Wetter nicht vermeidbar ist) hinaus geht bei nächster Gelegenheit weg.

    Ansonsten haben wir einen wöchentlichen Reinigungsdienst der die Treppenhäuser sauber hält. Kosten werden halt umgelegt. Alternativ gibt es da ja wöchentliche Putzpläne.

    hallo,
    zuerst mal, nein, ich bin nicht auf der Suche nach einem neuen Hund.
    Aber eine Bekannte hat mich gefragt, was ich ihr empfehlen würde und Fragen dieser Art gibt es ja hier auch öfter und ich weiß nie was ich da raten soll.
    Also welche Rassen würdet ihr empfehlen, wenn jemand einen sportlichen Hund (joggen, radfahren, wandern) sucht der ihn begleitet, aber sonst außer der Grunderziehung nichts mit dem Hund machen möchte?
    Also, welche Rasse wäre damit wirklich glücklich? Mir fallen eigentlich nur Dalmatiner und Pinscher ein (stimmt das überhaupt?). Andere Laufhunde und nordische Rassen haben oft zu viel Jagdtrieb um entspannte Belgeiter zu sein, Retriever und brauchen auch geistige Beschäftigung usw...

    Das entspricht im Prinzip den Anforderungen der meisten Hundehalter die keinen aktiven, bestimmten Hundesport machen wollen, oder die Spezialisten haben und einsetzen.

    Ich finde das ist ein schönes Hundeleben das hier geplant wird. Denn um mit dem Hund entspannt joggen, radfahren und wandern zu können, benötigt es einen guten, zuverlässigen Grundgehorsam. An diesem - ich weiss ja nicht wie es bei anderen Hunden ist - musste bei meinen Hunden immer wieder und kontinuierlich gearbeitet werden um zuverlässig abegrufen werden zu können. Zumal es ja auch geistige Arbeit ist den Hund zum angenehmen Begleithund zu erziehen und auszubilden. Man ist nie fertig.. ein Hundelebenlang nicht.

    Geistige Beschäftigung über einen guten, zuverlässigen Grundgehorsam hinaus (mehr verlange ich von meinen Hunden auch nicht) wäre für mich gezielter Hundesport (dazu nehme ich jetzt mal auch Tricksen, Fährte, IPO, Agility, etc.). Hatte ich auch nie Lust zu. Hab das ein oder andere mal ausprobiert aber am Ende sind meine Hunde immer nur Mitläufer gewesen. Hab allerdings auch nie das Gefühl gehabt dass sie unglücklich sind oder verdummen dabei :ka:

    PS. Ergo, ich finde jede mittelgrosse, gesunde Hunderasse die nicht gerade Spezialisten sind, eignet sich. Weitere Auswahlkriterien wären eher, die Hundeerfahrung der zukünftigen Halterin und evtl. Vorlieben.

    Ich betrachte es halt im Kontext und nicht losgelöst. Das Reinigungsmittel alleinstehend betrachtet ist eine Situation die passieren kann. Im Kontext (also in der Summe der ungewöhnlichen Meldungen, etc.) ein sehr bewusster und offensichtlicher Zug andere zu erziehen.

    Dann die „Schuld“ anderen zuweisen ‚a la Aufsichtspflicht nicht nachgekommen, finde ich arg daneben. Das fällt für mich unter „Dir Schuld bei potenziellen Opfern“ suchen.