Beiträge von SavoirVivre

    Das habe ich ja auch nicht bestritten, nur der Vergleich mit dem Kind hinkt halt meiner Meinung nach.
    Grundsätzlich denke ich schon, dass ein Hund in einer passenden Betreuung sehr glücklich sein kann, wenn diese seinen Bedürfnissen entspricht.

    Der Vergleich mit Kind hinkt fast immer. Ich hab ihn diesmal auch nur ausnahmweise nur aufgegriffen da die Emotionen ähnlich hoch sind und es bei einem "ich möchte meinen Hund nicht teilen" ja eine rein emotionale Entscheidung ist.

    Weil Du das Kind ab dem Tag seiner Geburt darauf vorbereitest irgendwann ein selbstständiger Mensch zu sein der Sozialkontakte hat, Lesen und Schreiben und Rechnen kann und sich sein Leben selbst finanziert. Also quasi allein überleben kann. Das ist ja nun bei der Hundehaltung normalerweise nicht die Intention.

    Bitte nIcht falsch verstehen. Ich versuche nur zu verstehen wo dieses "ich mag meinen Hund nicht teilen" herkommt. Ich be- oder verurteile das auf keinen Fall! Ich hab mich ja selbst gegen dauerhafte Fremdbetreuung und somit gegen einen eigenen Hund entschieden - aber aus mehreren anderen Gründen. Der wichtigeste meiner Gründe lautet Egoismus.

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    Ich zum Beispiel - und ich spreche natürlich nur für mich - lege bei der Hunderziehung Wert darauf dass mein Hund auch ohne mich zufrieden, vertrauensvoll und glücklich sein kann. Auf keinen Fall strebe ich eine Abhängigkeit von mir an, die über die zwangsläufige, aufgrund der Tatsache dass er nunmal ein Hund ist, hinausgeht. Futter, Zuneigung, Gassirunden, etc. kann mein Hund von jedem bekommen der ihm wohlgesonnen ist.

    Das ist jetzt bewusst überspitzt ausgedrückt. Natürlich möchte ich gerne DER Mensch für meinen Hund sein, aber ich sehe in einer regelmässigen Dauerbetreuung keine Gefahr diesbezüglich. Und selbst wenn mein Hund augenscheinlich bei jemand anderen besser hört, zufriedener wirkt, etc. wäre das ok für mich, denn dann geht es ihm doch wunderbar. Besser gehts doch gar nicht wenn man sich für eine Fremdbetreuung entscheidet.

    Ich habe gerade erst selber eine ähnliche Frage bezüglich Hundetagesstätte gestellt.
    Allerdings kann ich hier so einige Aussagen in dem Thread nicht verstehen bzw. ganz nachvollziehen.
    Für mich hört es sich ganz danach an, als ob es einige regelrecht verteufeln, den Hund regelmäßig abzugeben.
    Aber wie sehen diese Leute das bei Kindern? Die gehen doch auch in den Kindergarten, später in die Schule und dann ggf. noch in die Nachmittagsbetreuung.

    Ich bin ja grundsätzlich gegen Hund-Kind Vergleiche, aber diese Frage stelle ich mir tatsächlich auch, sofern der ausschlaggebende Grund dagegen "man möchte seinen Hund nicht teilen" ist. Einem Kind ist man emotional ja eigentlich (und hoffentlich, alles andere fände ich bedenklich) noch näher als einem Hund. Wieso ist es gang und gebe und selbstverständlich ein 2jähriges Kind in den Kindergarten/Kita zu geben, aber beim Hund wird es teilweise so abgelehnt.

    (Und den Begriff "Fremdbetreuung" finde ich immer etwas, naja. Wenn ein Hund regelmäßig von jemandem betreut wird, ist derjenige doch nicht fremd...)

    Nun ja, es gibt nunmal für bestimmte Tätigkeiten oder Gefälligkeiten, egal ob privat oder gewerblich, Begriffe die diese allumfassend beschreiben und bezeichnen. Eine Fremdbetreuung ist somit jegliche Betreuung die nicht durch den Hundehalter selbst erbracht wird. Finde ich absolut passend. Ich finde diese geschönten drumherum Begriffe viel verwirrender und befremdlicher. Aber ich finde das sind Befindlichkeiten über die man diskutieren kann aber nicht muss :pfeif:

    @Vakoule

    Wie gesagt, für mich selbst habe ich dauerhafte Fremdbetreuung von Anfang abgelehnt (vielleicht ändert sich das ja auch in paar Jahren, für manche Entscheidungen braucht man halt länger), sehe aber durchaus dass das sehr gut funktionieren kann. Wäre auch makaber wenn nicht, denn schliesslich hatte ich die letzten 4,5Jahre einen Sharinghund mit festen Tagen. Ich bin also der "emotional stark involvierte Dauer-Sitter".

    Ich verstehe RafiLe aber auch vollkommen. Die von ihr aufgezählten Punkte sind exakt die, die mich abhalten. Und ja, ich hatte meine Hunde zeitweilig, auch über Monate, in einer wirklich tollen Hundepension - und abends waren sei platt. Dafür war ich dann auch dankbar, wohlwissend dass der Zustand temporär ist. Bei aller Ruhezeit, es ist doch trotzdem sehr kopflastig was in so einer Hundepension passiert und das muss entsprechend verarbeitet werden.

    Und der finanzielle Aspekt. für 15CHF/Tag bzw. 300CHF/Monat bekomme ich hier im Hamburger Umfeld ganz gewiss keine Ganztagesbetreuung die meinen notwendigen Ansprüchen auch nur nahekommt. Die Hundepension die für mich alle Punkte erfüllt (u.a. flexible Zeiten) läge preistechnisch bei 540€/Monat. Das ist einfach eine Hausnummer! Klar gehts günstiger. Privat zum Beispiel. Aber ganz ehrlich? Ich bräuchte die Zuverlässigkeit einer professionellen Pension, denn auch die zuverlässigste Privatperson macht mal Urlaub oder ist krank, oder oder oder.

    Ich denke dass das sehr gut klappen kann mit regelmäßiger Fremdbetreuung von Anfang an. Aber eben auch nicht. Kommt wohl auch stark auf die gewählte Rasse an. Ein Labbi lässt sich voraussichtlich besser fremdbetreuen als ein Rottweiler. Man braucht auf jeden Fall einen realistischen Plan B.
    Wenn man im Laufe eines Hundelebens in die Situation kommt den Hund fremdbetreuen lassen müssen ist das nochmal was anderes.

    Mir wäre es ein zu großer Kompromiss, deswegen verzichte ich seit fast 5Jahren auf einen eigenen Hund. Ich finde es aber nicht per se falsch.

    Und als Vermieterin die Mutter
    Und die Uneinsichtigekti bei Absprachen = nicht möglich
    Und das Grillen mit Holzkohle im Sommer

    etc.

    ich finde schon dass man rausliest, dass da einiges mehr im Argen liegt und das mit dem Rauch lediglich das konkret gesundheitsbedrohende ist. Allein die Einstellung der Vermieterin "wenns nicht passt ziehen se halt aus" ist mehr als bedenklich und wäre kein Anreiz die Wohnung zu tauschen.

    Generell ist ein Wohnungstausch sicher eine Option, aber hier sehe ich das nicht. Wenn man fair bleibt und die Nachteile aufzählt, was meines Erachtens einfach ein Muss ist, dann wäre jeder der trotzdem bereit ist die Wohnung zu tauschen mit Vorsicht zu geniessen. Muss bei ihm in der Bude dann ja noch schlimmer sein.

    Meine erste Anlaufstelle wäre der aktuelle Vermieter. Oder raucht Dein Nachbarn nur auf dem Balkon und es zieht von draußen rein?

    Bei starker Geruchsbelästigung und erzwungenem Passivrauchen muss der Vermieter reagieren. Nur den Hund würde ich jetzt nicht unbedingt als Grund angeben. Es geht natürlich um Deine Gesundheit und das meine ich ernst. Es gibt bereits diverse Urteile zugunsten von Nachbarn von starken Rauchern. Zumal ja alle im Haus darunter leiden dürften wenn es so stark riecht.

    PS vorab würde ich selbst ein freundliches Gespräch mit dem Nachbarn führen. Evtl weiß er gar nicht wie groß die Geruchsbelästigung ist.