Beiträge von SavoirVivre

    Klar ist es möglich trotzdem Hundehalter zu sein. Also nicht das man sich in eine solche Lebenssituation einen Hund holt, aber ich halte nichts davon einen vorhandenen Hund abzugeben, nur weil die Lebenssituation sich ändert (Ausnahmen und Härtefälle mal aussen vor). Keiner kann für 10-12Jahre zuverlässig vorplanen. Es muss nur die Bereitschaft bestehen sich den Gegebenheiten zugunsten des Hundes anzupassen.

    Demnach > Ich plädiere auch dafür, da es sich nach einer mittel- bis langfristige Situation anhört, sich um einen privaten Hundesitter zu bemühen.
    Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Von eBay-Kleinanzeigen, FB-Gruppen, Aushängen beim Supermarkt oder sharingdog.de diverse Möglichkeiten.

    Eine ehemalige Freundin (hat diverse Gründe warum ehemals) hatte zwei Chi´s. Beide waren regelmässig mit im Stall und wirkten auf mich (bin keine Chi-Kennerin) stets kerngesund und es waren auch keine Vorerkrankungen bekannt. An einem Hoffest-Tag war ihre gesamte Familie mit den Chi´s da. So auch ihre kleine Nichte. Sie ist mit den beiden Chi´s, angeleint aber ohne Aufsicht durch Erwachsene Personen, rumgelaufen. Einige Zeit später kam sie mit einem der Chi´s auf dem Arm angelaufen. Der Chi lag augenscheinlich leblos in ihren Armen, der andere putzmunter an der Leine nebenher.

    Auflösung: Die Kleine hat den einen Chi (Beobachter hats gesehen aber nur per Stimme eingreifen können, da auf dem Pferd auf dem Abreiteplatz sitzend) zum Spass in die Luft geworfen und wieder aufgefangen. Der Chi ist daraufhin in einen Schockzustand mit epileptischen Zuckungen und Speicheln gefallen (der gesamte Hals/Brust war vollgespeichelt). Nur die sofortige Fahrt zum nächsten TA hat ihn gerettet.

    Lange Rede kurzer Sinn, mir scheint - ohne jegliche tiermedizinische Kenntnisse - dass Chis durch heftige Auslöser tatsächlich in Schockzustand fallen können, oder gar epileptischer Anfall ausgelöst werden kann. Wie jeder Hund, aber bei einem so kleinen Hund wirkt die Welt und alle Handlungen ja nochmal in einem anderen Augenmaß.

    Über Boxerhunde ist mir bisher sehr wenig bekannt. Ist es nicht so das die sabern und das in einem Wohnmobil vielleicht nur suboptimal ist? Oder wie ist das bei deinem?

    Ja, sie sabbern. Da braucht man sich nichts vorzumachen. Wasser und Futter bekommt unser nur ausserhalb des WoMos.
    Es ist aber nicht so dass sie durchgängig sabbern. Nein, sie sabbern nicht, bis sie etwas zwischen die Kiemen bekommen oder etwas fressbares begehren :ugly: . Sei es ein Leckerlie oder Futter. Dann geht aber das grosse Gesabber los.

    Im Wohnmobil war es trotzdem kein Problem. 2-3 Sabbertücher strategisch schlau platziert und fertig. Über mich wurde immer gelacht weil ich auch unterwegs dem Hündchen immer mal die Schnute saubergewischt habe. Vor dem Betreten des WoMos sowieso.

    Hi :winken:

    also, wir sind auch mit Wohnmobil (demnächst mit eigenem, vorher mit gemieteten) unterwegs. Allerdings reden wir hier von Urlaub und langen Wochenenden, nicht von einer jahrelangen Europatour :smile: .

    Würden wir mit Hund auf eine lange Europatour gehen, würde es bei uns ein Boxer werden. Da ich Gebrauchshunde liebe und der Boxer für mich ein Gebrauchshund-Soft ist, perfekt! Wir sind bisher auch mit einem Boxer-Mix gereist. Egal ob lange Wanderungen oder tagelanges Nichtstun im WoMo, er macht alles mit. Und wachen tut er nebenbei auch. Da wir auch gerne frei stehen (was ihr sicher auch viel machen werdet) ein netter Nebeneffekt. Ich finde auch dass ein Boxer generell als Ersthund geeignet ist. Die Erziehung ist eh, bei jeder Hunderasse, das A&O.

    Ich bin bekennende Liebhaberin von etwas grösseren Hunden, wobei auch mein Spitz einfach grossartig war! Als Reisebegleithund wäre er mir aber zu klein gewesen. Wie gesagt, ich mag etwas grössere Hunde. Welche Grösse für euch in Frage kommt, müsst ihr von euren individuellen Plänen abhängig machen.

    An eurer Stelle würde ich in ein Tierheim gehen, ruhig auch mehrere, und das auch über mehrere Monate hinweg wenn nicht auf Anhieb der passende Hund dabei ist, und mich beraten lassen. Bedenkt bei einem Welpen, dass ihr mind. 1,5 Jahre brauchen werdet bis er "fertig" ist und viel Erziehungsarbeit reingesteckt werden muss bis er "in allen Lebenslagen" unkompliziert ist. Je nach Rasse packen einige auch mit 2Jahren noch Überraschungen aus. Und unter 12Monaten ist bei keiner Rasse eine höhere, körperliche Belastung empfehlungswert.

    PS. Das was am schwierigsten zu händeln ist auf Reisen ist, finde ich, ausgeprägter Jagdtrieb.