Das Problem ist, wenn jemand etwas so sehr nicht wahrhaben möchte, fragt er auch bei so vielen Trainern, bis einer das Gewünschte sagt. Schwarze Schafe unter Hundetrainern gibt es zu genüge. Ich könnte sie sogar verstehen. Ich war mit meinem Kandidaten auch bei zwei Trainern. Die Erste meinte das wird nix, der zweite, das kriegen wir hin. Ratet mal wem ich geglaubt habe. Allerdings bin ich selbst nicht gänzlich unerfahren.
Beiträge von SavoirVivre
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1993
Ich fand den deutschen Schäferhund optisch und vom Hörensagen toll, bin mit Papa durch Zeitungsannoncen gegangen und dann haben wir eine 10wöchige Hündin aus einem UPS-Wurf aus Ost-Deutschland gekauft. Vater ehemaliger Grenzschutz-DSH (Fotos zufolge LZ), Mutter Hof-DSH (HZ). Die Welpen waren in einem gruseligen Zustand. In einem Gartenverschlag im tiefsten Winter, und der Kot stand teilweise 3-4cm hoch. Keinerlei Sozialisierung. Welpen kannten nur Zwinger und Garten.
Ich habe es also so schlecht gemacht wie es nur geht! Ich hatte uns eine triebstarke und sehr schlaue DSH Hündin, aus schlechtester Aufzucht, als Ersthund ins Haus geholt. Es hätte viel schieflaufen können. Aber ich habe von Anfang an alles Notwendige getan und mir viel helfen lassen von erfahrenen DSH Haltern, so dass ich eine zwar griffige, aber sehr gut im Gehorsam stehende DSHündin hatte.
Wir waren ein gutes Team, von Anfang an, und hatten eine wundervolle Zeit. 13,5 Jahre lang. Ich kann gar nicht mitzählen wie viele Fehler ich bei ihr gemacht habe. Ich bin einfach dankbar für diesen Hund und für alle die noch folgten (alles Tierschutzhunde).
P.S. ich hatte vorher zwei Jahre lang einen souveränen Labrador-AmStaff Mix Rüden als Gassihund 4xWoche, und davor einen Pudel und einen Pudelmix.
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Es war nicht mal meine Idee. Eine meiner Freundinnen hat es mir vorgeschlagen, sie meinte, dass sie irgendwo gehört oder gelesen hat, dass das funktionieren kann. Sie hat einen super sozialen und lieben Sheltie, der wirklich freundlich und ruhig ist.Auch wenn es dann "nur" bei diesem Hund funktioniert, könnte man das ganze dann ja auch mit allen anderen Hunden meiner Freunde machen.
Schau mal, ich meine es nicht böse. Ich verstehe dass Du verzweifelt bist und Deinen Boomer zurückhaben möchtest.
Der heutige Boomer ist aber immernoch Dein Boomer. Er verändert sich lediglich und kann selbst gar nichts dafür oder gar sich gegen wehren, egal wie sehr Du es Dir wünscht.Wenn Du seine Rasseeigenschaften akzeptierst und einen guten Trainer findest, kann euch geholfen werden! Es wird viele Kompromisse geben, aber ob das wirklich so schlimm ist oder nicht, ist eine Kopfsache.
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Aber wäre es nicht möglich, dass er doch irgendwann "resigniert", also quasi einsieht, dass Angriff nichts bringt und ruhiges Verhalten belohnt wird?
Lieben Deine Freundinnen ihre Hunde? Wenn ja hoffe ich das keine ihren Hund für derart riskante Experimente zur Verfügung stellt.
Denkst Du nur an Dich? Sind andere Hunde egal hauptsache Du bekommst Boomer repariert (nochmal, mit ihm ist alles fein). Was glaubst Du wie es für einen freundlichen, artgenossenverträglichen Hund ist, in so eine Situation gezwungen zu werden? Du hast keine Ahnung oder?
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Denkt ihr, dass eine Desensibilisierung funktionieren würde?
Sagen wir mal, eine Freundin würde sich mit Hund bereit erklären zu helfen.
Boomer könnte an einem Baum fest gemacht werden, damit nichts passieren kann und die Freundin verringert mit ihrem Hund dann nach und nach den Abstand.
Ein Hund wird ja nicht ewig lang durchgehen aufgeregt sein. Jedes mal wenn Boomer ruhig ist könnte das belohnt werden. Ähnlich, wie wenn man einem Welpen etwas neues "gruseliges" positiv zeigen möchte.Könnte er auf diese Art wieder lernen seine Freunde zu akzeptieren?
Nein, das würde lediglich den Frust erhöhen und der Hund der Freundin hätte gute Chancen den Pokal als Erzfeind Nr. 1 zu erhalten.
Bitte NICHT EXPERIMENTIEREN!
Such Dir einen kompetenten (!) Hundetrainer mit einschlägiger Erfahrung und trainiere ausschließlich unter seiner/ihrer Anleitung.Bisher hast Du und Boomer mir einfach leid getan aber so langsam erreiche ich den Zustand der Fassungslosigkeit. Du hast einfach keine Ahnung von Hunden und denkst immer noch darüber nach zu experimentieren?
Und welche vernunftbegabte Freundin stellt ihren Hund zur Verfügung. Weißt Du wie das für einen Hund ist von seiner Halterin gezwungen zu werden einen Hund auszuhalten der angebunden tobt und mit jeder Zelle signalisiert „ich mach dich platt“? Willst du jetzt aus Egoismus ANDERE Hunde mit belasten? -
Also ich würe den Hund echt abgeben. Wenn ich das richtig verstanden habe ist der Hund nicht mal ganz ausgewachsen und du kannst ihn jetzt schon nicht halten. Das ist ja nicht nur eine riesen Gefahr für andere Menschen und Hunde sondern auch für deinen. Wenn er mal über eine große Straße läuft wars das.
Man kann einfach keinen Hund halten, dem man körperlich nicht gewachsen ist. Basta.
Wenn er mal irgendwann ein Kind verletzt wird der Hund getötet und du landest vor Gericht.Es macht auch keinen Sinn sich jetzt Vorwürfe zu machen. Du hast vorher nicht ordentlich drüber nachgedacht, das lässt sich jetzt nicht mehr ändern. Jetzt muss du das richtige machen. Gib ihn in gute, erfahrene Hände und halten einen Hund den du kontrollieren und dem du gerrcht werden kannst. Kleiner Tipp: Weimeraner gehören nicht dazu. Jagthunde allgemein...
Such die Kategorie der Gesellschafthunde durch und entscheide nach Eigenschaften und nicht Aussehen.Und mach dich nicht verrückt. Ich habe auch schon einen Hund wieder abgegeben weil er einfach von vorn bid hinten nicht in unser Leben passte unf wir ihm nie hätten gerecht werden können. Das ist in dem Fall dann für alle besser.
Bitte.. jetzt nicht die "als nächstes könnte ein Kind dran sein" Schiene. Nicht bös gemeint, aber das hilft wirklich niemanden.
Und noch ein Einspruch weil ich mich direkt angesprochen fühle. 48kg und stets Hunde zwischen 32kg und 42kg. Körperlich war ich keinem meiner Hunde gewachsen - vom 8kg Mittelspitz mal abgesehen. Das klappt ganz ausgezeichnet. Und das obwohl jeder der Grossen temporär immer mal Artgenossen- und/oder Menschenunverträglich war und nach vorn aufgelöst hast. Es ist eine Frage der Erziehung, Management und Technik. Ist so!
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Ich habe nicht das Auspeitschen bei Mondschein empfohlen, sondern nur eine Möglichkeit den Hund zunächst mal halten zu können, damit nicht noch mehr Hunde zu Schaden kommen.Aber ich hatte nicht bedacht, dass die TE aus Österreich kommt, daher war der Vorschlag in diesem Falle eh Nonsens.
OT aber ich musste bei dem fettgedruckten gerade so loslachen

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Dass ich Hundewiesen meiden muss und nur noch mit Schlepp spazieren gehen kann.Dass er sich aber trotzdem den Hunden meiner Freunde ZUMINDEST ruhig und von mir aus ignorant verhält.
Ich kann nicht damit leben als Einsiedler zu enden, der nur noch abgeschotten irgendwo rausgehen kann.
Eine sehr gute Frage von @christi.en . Wie ich finde eine der Wichtigsten.
Bis auf wenige Ausnahmen ist es bei fast jeder Rasse möglich mit viel Erfahrung, Hundesachverstand und Management den Hund so "zurechtzubiegen" dass man mal mit ihm zusammen mit Freunden und deren Hunden spazieren gehen kann.
Jetzt kommen die "abers":
- Du hast diese Erfahrung und Hundesachverstand nicht. Du bist eine Anfängerin die praktisch keine Ahnung von Hunden und deren Rasseeigenschaften hat. Egal ob Schäferhund, Labrador, Dogge, geschweige denn Akitas. Du denkst in Klischees und bist naiv. Das meine ich nicht böse, es ist halt einfach so.
- Du bist nicht einsichtig, zumindst zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht. 24 Seiten und ich wage zu behaupten Du denkst immernoch "das kann doch nicht sein, man muss Boomer doch irgendwie reparieren können" und vergleichst Boomer weiterhin mit anderen Hunden anderer Rassen.
- Es ist ständiges Management. 30 sek. verquatscht und nicht aufgepasst und der Hund der Freundin, der für den heutigen Spaziergang akzeptiert wird, kann morgen schon so heftig gemaßregelt werden dass du zukünftig von der ganzen Clique gemieden und ausgeschlossen wirst mit Hund.
- Das wichtigste Wort lautet "zurecht" biegen. Wenn Du das gewohnte soziale Leben weiterleben willst zwingst Du Boomer dauerhaft in eine Situation die er bestenfalls stotisch erträgt.
- Du wirst mit Boomer nicht als Einsiedlerin enden, aber dein soziales Leben so wie Du es gwohnt bist wird nicht mehr möglich sein. Durchaus aber paar ausgewählte Einzelkontakte mit denen ihr gemeinsam spazieren gehen könnt.So ganz verstehe ich die schlechte Meinung hier über Hundewiesen nicht?
Es gab nie eine einzige ernsthafte Beißerei oder einen Kampf in den 1 1/2 Jahren die ich dort fast täglich war. Ich kannte vor der Hundewiese nur 3 Leute mit Hund, mit denen war ich auch privat und allein mit Boomer Gassi, trotzdem kann er die nicht mehr leiden.
Eine Freundin davon hat eine Dogge, die wäre ihr körperlich auch 10mal überlegen, aber es gab nie Probleme, die hat mir eben meine Zweifel wegen des Endgewichtes eines Akitas genommen. Boomer ist mein erster Hund und meine Wahl war damals Akita oder Shiba. Aber weil mir eben Freunde versichert haben, dass man als zierlichere Frau auch große Hunde problemlos führen kann, wenn man die Leinenführigkeit von Anfang an übt, fiel die Wahl auf den Akita.
Danke für eure Denkanstöße. Ich werde alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und überlegen wie es weiter geht.
Es gibt einen Satz den ein sehr erfahrener Hundehalter und -trainer mal zu mir gesagt hat. Eine Hundewiese ist der Garant dafür sich seinen Hund sozial zu verderben.
Ich möchte gar nicht ausholen und es Dir erklären denn Du würdest es nicht verstehen, weil Du die Unterschiede von denen ich dafür sprechen müsste nicht verstehst.Es tut mir sehr leid für Boomer und Dich. Je rascher Du akzeptierst dass Boomer ein völlig normales Akita Verhalten an den Tag legt, und innerhalb der nächsten 1,5-2 Jahre noch einiges mehr auspacken wird, des so besser ist es für euch.
Ich sehe es so. Manchmal ist die Entscheidung den Hund abzugeben eine Entscheidung für den Hund. Es ehrt Dich das Du diesen Gedanken unzumutbar findest, aber denk darüber nach ob ihr beide zusammen noch die Chance habt langfristig zufriedenes Leben zu leben. Eben unter Berücksichtigung seiner Rasseeigenschaften, die Du bisher konsequent ignorierst.
Und zu guter letzt muss ich eine Lanze für Deine Freunde brechen. Ich würde Dich als Freundin zwischenmenschlich sicherlich wertschätzen, aber als Hundehalterin von Boomer würde ich Dich nicht in der Nähe meines Hundes haben wollen. Und sollte Boomer meinen Hund jemals verletzten aufgrund Deiner Fahrlässigkeit (es ist Fahrlässigkeit Situationen zu unterschätzen und die Augen vor Rasseeigenschaften zu verschliessen) wärst Du die längste Zeit meine Freundin gewesen.
Ich hatte über 24Jahre Hunde. Deutsche Schäferhunde. Dazu habe ich jahrelange Erfahrung mit verhaltensoriginellen, artgenossen- UND menschenunverträglichen, grossen, kapitalen Hunden. Einen Akita jedoch, würde ich mir nicht zutrauen. Die Rasseeigenschaften sind mir einfach zu "BUMMS".
Ich möchte damit sagen, ein Akita ist kein geeigneter Anfänger- und Ersthund. Dass Du jetzt an Deine Grenzen kommt ist keine Schande. Man kann Dir maximal vorwerfen, dass Du Dich vorab schlichtweg falsch informiert hast oder aber nur gelesen und gehört hast was Du wolltest.Alles Gute für euch!
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oh, da hab ich wohl ins voll Schwarze getroffen. Danke für die Bestätigung. Und ja ich nehme deinen freundlichen Rat gerne an und verschwende keine weiteren Zeilen an Dich.
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meine güte dann such dir einen privaten sitter, der kostet garantiert keine 350€/monat für 3tage/woche.
was willst du hier lesen? warum fragst du überhaupt wenn dir die antworten nicht passen?
NEIN, 9,5Std. allein, drei tage die woche, dauerhaft, ist nicht ok für deinen hund.Du kannst jetzt noch dreimal nachfragen ob es wiiiiirklich nicht ok ist. Es bleibt trotzdem ein nein.
Ich hab das Gefühl Du suchst nicht nach Lösungen sondern nach Bestätigung die du nicht bekommen wirst. Vorschläge was möglich ist willst Du ja nicht annehmen.