Ich denke auch, es kommt durchaus auf die Grösse des eigenen Hundes an. Mit einem wehrhaften 35-40kg Hund an der Leine empfindet man deutlich weniger "unerwünschte Hundebegegnungen" als Herzrasen verursachende ernsthafte Attacken.
Einen 25kg Hund der knurrend in uns reinballert, den ich aber mit einem halbherzigen Tritt, einen Brüller und tobenden 40kg Hund an der Leine sogleich verscheuchen kann, verursacht bei mir in Folge noch 15sek. lang ärgerliche Gedanken und das wars. Wenn der Halter doof reagiert auch länger. Das betrachte ich aber nicht als "wirklich angegriffen" Situation.
Mit meinem 8kg Spitz hätte mich das länger beschäftigt, einfach weil das Ergebnis dann viel dramatischer ausfallen kann. Und zack wäre das sogleich ein "wirklich angegriffen" Erlebnis für mich.
Mit einem 8kg Hund betrachtet man unerwünschte Fremdhundbegegnungen nunmal ganz anders als mit einem 40kg Hund. Insgesamt habe ich aber die Erfahrung gemacht, sobald ordentlich Lärm dabei ist, ist alles nur halb so schlimm. Die wirklich üblen Attacken erfolgen ruhig und leise. Da sind die Hunde damit beschäftigt zu beschädigen oder zu killen. Das miterlebt habe ich einmal - bei Fremdhunden auf einem Hundeplatz den ich mir angesehen habe, als ein DSH einen Rottweiler übel in die Mangel genommen hat. Das war fast lautlos bis auf einige, wenige, kurzweilige tiefe Knurrer.