Beiträge von SavoirVivre

    Ich kann verstehen dass das hier einige sehr emotional sehen. Vielleicht macht's auch mein Studium im Rechtsbereich dass ich das versuche juristisch sachlich zu betrachten.

    Darum gings zumindest mir nicht, sondern Deine Einschätzung dass doch lediglich ein "Dumm-Jungen-Streich" war.

    Die drei sind sehr gimpflich davon gekommen, sehr! Egal wie eine ggfs. noch folgende Verurteilung (ja nach Jugendstrafrecht) aussieht. Es wäre gänzlich anders ausgegangen wenn jemand unbeiligtes zu Schaden gekommen wäre. Die wären ihrs Lebens nicht mehr froh geworden. Das zu verharmlosigen finde ich, egal aus welchen Blickwinkel, mehr als unangemessen.

    Ich hatte bereits geschrieben, schwarze Schafe gibt es überall - in jeder Branche. Ebenso wie es leider auch untaugliche Diensthunde gibt. Hier wird aber in meinen Augen dem HF der schwarze Peter zugeschoben. Ja er hat definitiv Fehler gemacht und wird die Konsequenzen tragen müssen. Ich finde es aber echt ätzend, wie es gefühlt zum Volkssport wird die Polizei als Buhmann der Nation dastehen zu lassen und Täter in Schutz genommen.

    Ich wünsche mir für den HF dass das gesamte Vorgehen sorgfältig und vorbehaltslos geprüft wird und es so oder so einen Weg gibt, dass er seinen Job nicht verliert. Dass das in irgendeiner Form sanktioniert werden sollte/wird steht ausser Frage.

    Zu der Anklage in Meschede wurde doch noch kein Urteil gesprochen?!

    Von welcher Instanz/zweite Instanz sprichst du sophiecat? Und für welche Fahrlässigkeit wurde der DHF bestraft?

    Ich habe in eine der Artikel reingeschaut und da stand dass er bereits verurteilt wurde. Ich konnte nicht den ganzen Artikel lesen, da gebührenpflichtung und ab dem zweiten Absatz oder so wurden die Zeilen verschwommen. Daher vermute ich > der Diensthund war nicht ausreichend gesichert und unter Kontrolle > Fahrlässigkeit des HF. Ich wüsste nicht für was sonst es zu einem "schuldig" gekommen sein sollte.

    Ich finde auch gut dass sein fahrlässiges Verhalten sanktioniert wird, schliesslich ist jemand zu körperlichen Schaden gekommen - was ich generell niemanden wünsche. Ich finde nur es muss eine Verhältnismässigkeit geben.

    EDIT: Du hast absolut recht. Ich muss korrigieren. Der Hundeführer wurde für einen anderen Fall bereits angeklagt und verurteilt. Der erneute Beissvorfall in Meschede ist angeklagt, steht aber noch aus. Im Falle einer erneuten Verurteilung steht sein Job zur Debatte. Zweimal in eine solche Situation zu geraten, das wünsche ich wirklich niemanden.

    Sicher muss ein Hund auch selbständig handeln, aber mir fehlt da der Rückbezug zum HF.

    Losschiessen, Verbellen, Stellen, Festhalten- soll er- auch ganz alleine. Beschädigend Beissen ohne den Befehl dazu gekriegt zu haben oder ohne auf massive Gegenwehr bzw. Angriffsverhalten des Täters bei og. Massnahmen zu stossen- das darf er nicht. Schon gar nicht, wenn er sich nicht mehr verbal kontrollieren lässt- also nicht sofort trennt oder anderen Kommandos zuwider handelt und der DHF wusste von dieser Unkontrollierbarkeit.

    Richtig, wie gesagt - es gibt leider auch Diensthunde die im Grunde nicht als Diensthunde taugen. Schwarze Schafe, unter Menschen und Hunden gibt es leider in jeder Branche - auch in den wichtigen.

    Und das der Hundeführer für seine Fahrlässigkeit bereits "bestraft" wurde, wurde ja bereits thematisiert bzw. veröffentlicht.

    Ganz offensichtlich war das Halsband zu locker eingestellt? Es war halt ein menschlicher Fehler. Ist ein Profi kein Mensch? Komisch ich kenne keinen Profi der in seinem Arbeitsumfeld noch keinen Fehler gemacht hat. Und diesen Fehler bezahlt der Hundeführer scheinbar teuer. Reicht das nicht? Was möchtest Du lesen?

    Und einen Hund (=Lebewesen) mit einer Waffe zu vergleichen ist son bissl wie das Spiel mit Äpfel und Birnen.

    Wenn einem Beamten die Dienstwaffe aus dem Halfter fällt und sich ein Schuss löst, dann wäre das ein riesen Skandal, warum sollte es mit einem scharfen Hund anders sein?

    Wenn sich uneindeutige Situationen häufen, dann spricht das nicht unbedingt für die Person, die immer beteiligt ist.

    Jugendliche sind dumm, darum gibt es auch das Jugendstrafrecht :ka:

    Nochmal, der Hundeführer wurde in erster Instanz bereits bestraft. Die zweite steht noch aus und mit einer Verurteilung in dieser verliert er wahrscheinlich seinen Job. Das ist die Konsequenz seines Fehlers. Was willst Du denn mehr? Wieviel mehr soll er Deiner Meinung nach bestraft worden? Was für eine Strafe hat er Deines Erachtens denn verdient für dieses "Vergehen"?

    Die "armen Jungs" sind 17. Es ist also realistisch davon auszugehen dass sie nach Jugendstrafrecht belangt werden. Habe ich zu irgendeinem Zeitpunkt etwas anderes geschrieben? Aber auch im Jugendstrafrecht gibt es selbstverständlich verschieden "harte" Strafen und ich hoffe das die Bewertungslatte im Rahmen dessen weit oben angesetzt werden.

    Naja bei der Polizei zählen der DH -wie Polizeipferde übrigens auch- schlicht zu Einsatzmitteln, genannt in einem Zug mit z.B. Waffen, Munition u.v.m.

    Österreich regelt den scharfen Einsatz eines DH gegen Menschen im Waffengebrauchsgesetz.

    So weit hergeholt ist der Einwand also nicht!

    Ich bin eine Privatperson und betrachte die Situation mit den Augen einer solchen. Detailregelungen entziehen sich meiner Kenntnis. Für mich reicht das es Menschen und Tiere Lebewesen sind auf deren selbstständiges Verhalten man niemals eine 100% Garantie geben kann - auch bei allerbester Ausbildung und Qualifikation nicht.

    Bei Waffen braucht es einen Menschen dahinter der diese bedient. Somit ist für mich als Privatperson ein Vergleich so unverhältnismäßig wie der zwischen Äpfel und Birnen :-)

    Noch Mal zur Tatsache, dass der Hund sich aus dem Halsband gewunden hat! Wie kann so etwas einem Profi passieren? Eine Waffe muss man sichern, ganz egal ob sie aus Metall besteht oder vier Beine hat.

    Ganz offensichtlich war das Halsband zu locker eingestellt? Es war halt ein menschlicher Fehler. Ist ein Profi kein Mensch? Komisch ich kenne keinen Profi der in seinem Arbeitsumfeld noch keinen Fehler gemacht hat. Und diesen Fehler bezahlt der Hundeführer scheinbar teuer. Reicht das nicht? Was möchtest Du lesen?

    Und einen Hund (=Lebewesen) mit einer Waffe zu vergleichen ist son bissl wie das Spiel mit Äpfel und Birnen.

    Öhm die sind geflüchtet und haben allein damit ganz klar SOWAS von Widerstand gegen eine Festnahme geleistet. Und auf ihrer Fahrt mit Sicherheit andere, unbeteiligte Menschenleben gefährdet.

    Nach zwangsläufigen Stoppen haben sie sich dann „ergeben“. Aber gerade diese Situation ist eine der heikelsten der gesamten Szenerie. Von sprintet weg zu greift Hundeführer an zu zückt ein Messer hätte da alles passieren können. Sie hätten unter Drogen stehen können, stark alkoholisiert, sich unverhältnismäßig verhalten... ich könnte noch auf dieser Schiene weiterschreiben.

    Final war da eine ganze Menge Adrenalin im Spiel und wieder einmal war keiner von uns dabei. Eins war es aber ganz sicher nicht - ein Dumm-Jungen-Streich. Und das als solchen zu betiteln absolute Verharmlosung dieser Handlung.

    Es ist nie super wenn ein Hund zubeißt! Und ganz sicher sind auch Diensthunde im Dienst die es nicht sein sollten. Ich heiße diese mehrfachen, unkontrolliert anmutenden Bisse nicht gut - aber sorry, aber wer solche(!) Scheisse baut muss auch damit rechnen dass es schief läuft, so oder so. Paar Hundebisse, das ist ein sehr softer Ausgang.

    Ich hoffe die drei Jugendlichen werden „hart“ bestraft, denn das war weit weit weg vom Dumm-Jungen-Streich.

    Ich war ja auch paarmal mit Hund und stinknormalen 2Personen Tunnelzelt campen. Der Hund/die Hunde blieben im „Vorzelt“ und durften nicht mit in die Schlafkabine (Meine Hunde durften auch nie mit im Bett schlafen, ich mag das einfach nicht haben und mache da auch beim campen keine Ausnahmen).

    Keiner von ihnen wäre nachts stiften gegangen. Zugezogener Reißverschluss hätte absolut gereicht, ABER sie alle haben gewacht und ernsthaft geschützt wenn ich schlafe und somit die Situation nicht von vornherein regle. Wenn ich schlafe, dann hatte sich aus ihrer unbeirrbaren Sicht mir kein fremder Mensch zu nähren.

    Um also andere zu schützen die nachts womöglich mal ins Zelt (sehr unwahrscheinlich aber mit entsprechenden Hunden denkt man um gleich mehrere Ecken) schauen oder unmittelbar ums Zelt schleichen (können ja auch harmlos verirrte Betrunkene oder übermütige Jugendliche sein), blieb das Geschirr dran und Hunde(e) IM Zelt an 1,5m Leine am Stake Out befestigt.

    Voraussetzung ist natürlich kein fest eingenähter Zeltboden.

    Jetzt in der Nebensaison ist Kroatien fein mit Hund. Wir wandern täglich ca. 7-10km direkt ab CP durch duftende Kiefern- und Pinienwälder, parallel und oberhalb des Meeres. Nicht direkt am Strand, da die Strände hier fast ausnahmslos Kieselstrände sind. Unangenehm zum laufen.

    Der Hund kann theoretisch sobald man runter ist vom CP ins Meer, eben weil Nebensaison. Aber reell ins Meer gehts nur an ausgesuchten Stellen da die Steine im Wasser oft scharfkantig sind. Trotzdem schwimmt Inge praktisch jeden Tag, denn wir haben das Glück direkt am Wasser zu stehen und da noch wenig los ist, darf sie auch auf dem CP mit an den Strand und ans Meer.

    Aber ganz ehrlich, in der Hauptsaison möchte ich nicht mit Hund her. Dies gilt aber für praktisch jeden touristisch stark frequentieren Ort.

    Wir wollten ja Freitag los nach Schweden, Ziel Mittelschweden und nicht nochmal Südschweden. Aufgrund der bescheidenen Wetterprognose sind wir nach Kroatien gefahren. Beste Entscheidung :laola:. Ab morgen haben wir hier SOMMER am türkisen Meer. Jetzt in der Nebensaison ist es auch noch nett mit Hund. CPs nur zu ca. 1/4 belegt.

    U.a. in der Park4Night App findet man V+E. Und gefühlt jede dritte Autobahn Raststätte hat V+E. Die Schweden sind extrem campingfreudig und entsprechend gut gerüstet ist Schweden :bindafür: