Beiträge von SavoirVivre

    Ich freue mich auch mal über kinderfreie Hotels, Restaurants, etc. - und das tun auch Eltern, Kindergärtnerinnen, Grundschullehrerinnen, etc. die ich kenne. Nicht weil diese Menschen oder ich keine Kinder mögen oder lieben, sondern weil es auch mal schön ohne ist. Und wenn einem danach ist, und man gezielt danach sucht, und entsprechendes Angebot findet, dann ist das super. Das selbe gilt für Hunde! Wobei ich es gerne vermeiden würde dass Hunde und Kinder hier in diesem Thread verglichen werden.

    Es gibt genügend Hundehalter die sagen, da wo mein Hund nicht willkommen ist, da gehe ich weder hin geschweige denn lasse ich mein Geld da. Das finde ich schlicht und ergreifend übertrieben. Nur weil Hunde nicht erwünscht sind, aus den unterschiedlichsten Gründen, sind die Entscheider weder Hundehasser noch Hunde-Nicht-Möger.

    Moin zusammen,

    da es in einem anderen Thread thematisch gestreift wurde aber nicht zum Threadthema passt, greife ich dieses Thema mal in diesem Thread separat auf.

    Um eins vorab klarzustellen. Ich möchte mit diesem Beitrag ganz bestimmt nicht sagen, dass Hunde nicht in Restaurants/ Gastronomie ohne Aussenbereich dürfen sollten. Aber ja, ich würde mir wünschen, dass Hundehalter sich etwas genauer überlegen wann sie ihren Hund lieber nicht in eine Gastronomie mit reinnehmen.

    Ich gehe oft auswärts essen. Abends ca. 3x Woche, mittags 4-5x Woche. Ich begegne oft Hunden in Restaurants und in den meisten Fällen merke fallen die Hunde überhaupt nicht auf, weil sie ruhig und entspannt unterm Tisch liegen. Aber es gibt auch regelmässig Situationen in denen ich mir wünsche, der Hundehalter hätte seinen Hund nicht mit(rein)gekommen.

    Beispiele:

    Ich weiss, die meisten Hundehalter sagen mein Hund riecht nicht und stinken tut er schonmal gar nicht. Nun ja, leider sitze ich regelmässig in Restaurants neben freundlichen, gut erzogenen Hunden, die gar nicht auffallen würden, wenn sie nicht so streng riechen (aus den unterschiedlichesten Gründen) würden, dass selbst jemand wie ich als Hundehalter und -freund nur schwerlich mein Essen runterbekomme und mich genötigt sehe nach dem Essen fluchtartig das Restaurant zu verlassen.

    Oder Hunde die nass vom Regen mit ihren Haltern von draussen reinkommen und sich dann mitten im Restaurant erstmal das Fell ausschütteln.

    Oder Hunde die sich ohne ersichtlichen Grund mitten im Restaurant schütteln.

    Oder Hunde die so freundlich sind dass sie alle an denen sie vorbeikommen erstmal kurz guten Tag sagen müssen.

    Oder Hunde die so gross sind dass sie selbst im raschen vorbeigehen mit der Ringelrute übern Tisch fahren.

    Oder Hunde die sich im Fellwechsel befinden und sogar im Liegen oder vorbeigehen Fell als Souvenir verteilen.

    Ich habe mir schon öfter darüber Gedanken gemacht, dass wenn ich als Hundefreund o.g. Beispiele belustigt, neutral bis unangenehm berührt betrachte, wie muss es erst jemandem gehen der keinerlei Bezug zu Hunden hat? Damit meine ich keine Hundehasser oder Menschen die eine Abneigung gegen Hunde haben (die werden Hunde immer unnötig und doof finden).

    Ja ich nehme auch mal einen Hund mit ins Restaurant, aber das tue ich tatsächlich nur wenn ich die Gesamtsituation für geeignet halte, worauf ich dann auch gezielt achte. Kurzum, es kommt sehr selten vor. In den meisten Fällen bewerte ich die Gesamtsituation als nicht geeignet und der Hund bleibt im Auto (wo er eh lieber ist) oder von vornherein zuhause.

    Wie seht ihr das und wie handhabt ihr das selbst?

    Damit hast du aber jeder Hundeschule mehr oder weniger ihre Existenzberechtigung abgesprochen.

    Hunde sind Lernfähig und anpassungsfähig. Und nein - nicht jeder Schäfer muss zum Wach und Schutzhund abgerichtet werden, genauso wenig wie jeder Yorki eine Teppichhupe ist. Nicht mehr und nicht weniger habe ich behauptet - egal was man sich da so im grossen und ganzen Zusammenreimt.

    Das eine ist die Genetik, das andere die Prägung, das Dritte ist die erziehung. Wenn ein genetischer Jagdhund, in der Großstadt aufwächst, die Elterntiere selber keine Jagdhunde sind und der Besitzer diesen Jagdtrieb nicht fördert - wird so ein Tier nie und nimmer einen Hasen oder ein Reh reissen - bei seinem ersten Jagdausflug in den Wald.

    Diese Aussage für sich genommen ist nicht falsch. Diese drei Komponenten zusammen ergeben den Hund an unserer Seite.

    Aber es ist ohne jeden Zweifel so, dass man sich das eigene Leben und das Leben seines Hundes unnötig erschwert, wenn man ein hundelebenlang gegen dessen Genetik/Rasseeigenschaften und ggfs. sogar gegen seine Prägung anerziehen muss.

    Richtig, wenn der Hund vernünftig gesichert ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr niedrig dass er bei seinem ersten oder auch x-ten Jagdausflug jagt. Wenn er nicht entsprechend gesichert ist, ist das was Du schreibst leider inhaltlich schlichtweg blauäugig und zeugt von nicht vorhandener "Sachkunde".

    wir haben die aqua coolkeeper und sind nicht begeistert. ist aber für den einsatz draussen völlig ok. da wir viel mit wohnmobil unterwegs sind, erfüllt diese kühlmatte damit ihren zweck. zuhause würde ich sie nicht einsetzen, da wir parkettboden haben und die matte doch eine gewisse feuchtigkeit abgibt.

    Hab ich auch gelesen als ich vor Reisebeginn über mit Hund in Schweden recherchiert habe. Ich wusste nicht ob ich lachen oder mich ärgern soll, habe mich aber für ersteres entschieden. Aber solche Hundehalter gibts halt.

    Wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl dass unser Hund nicht willkommen ist, aber wir haben auch verhältnismässig wenig Menschen getroffen xD.

    Hunde dürfen in Schweden grundsätzlich nicht mit in Restaurants, Cafes, etc. aber Ausnahmen gibts immer mal. Und wenn man mit Wohnkabine unterwegs ist wie ihr, wird Essen gehen ja eher kein grosses Thema sein nehme ich an. Draussen sitzen, wenn Aussenplätze vorhanden, geht mit Hund hingegen eigentlich immer.

    Die lieben Schweden legen grossen Wert darauf dass Hunde an der Leine geführt werden und es wird absoluten keinen Wert auf Leinenkontakt gelegt - was wir super fanden :bindafür:. Wenn freilaufender Hund - und am besten noch nur semi gut abrufbar - ist es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Touristenhund.

    Wo kein Mensch ist (was bei uns meistens der Fall war) interessiert es auch niemanden ob der Hund frei läuft. Dinge wie zuverlässige Abrufbarkeit, verlässt Waldwege nicht, jagt/stöbert nicht, etc. ist ja länderübergreifend selbstverständlich.

    Ich weiß noch nicht. Ich muss mich erstmal mit dem Land beschäftigen. Zu weit in den Norden wird es nicht gehen, dazu sind die zwei Wochen zu kurz.

    Gibt es vielleicht Erfahrungen, was man unbedingt gesehen haben sollte?

    Wir wagen letztes Jahr die ersten beiden Septemberwochen das erste Mal in Schweden. Da wir auch nur zwei Wochen Zeit hatten, haben wir uns auf Südschweden beschränkt.

    Ihr solltet auf dem Schirm haben, dass viele schwedische Campingplätze ab Anfang September bereits geschlossen haben. Da wir autark waren, haben wir ca. 50% frei gestanden, was wunderbar war. Der Vorteil war, dass September bereits Nebensaison ist, und ihr auf Campingplätzen fast gänzlich freie Auswahl und vieeeel Platz habt und dass Freistehen eine noch grössere Akzeptanz hat, als eh schon in Schweden.

    Und Schweden ist eh ein Camper-Traumland. So viele Raststätten und Tankstellen haben eine V+E für Camper und das Freistehen ist unter Einhaltung einiger (selbstverständlicher) Regeln akzeptiert und nicht nur toleriert.

    Ich hab hier in der Gruppe von der Reise bestimmt ein Dutzend Fotos gepostet. Wenn Du magst müsstest Du mal zurückblättern bis September 2018