Es wird nicht dazu beitragen dein Gewissen zu entlasten, ich schreibe es trotzdem weil es nunmal so war.
Mein letzter DSH Rüde, Odin, kam mit 12,5Jahren in die Hundepension unseres Vertrauens. Er war bereits mehrfach dort und fühlte sich dort wohl.
Grund war ein medizinischer Auf-Leben-und-Tot-Notfall unserer Mutter in Asien. Wir mussten innerhalb von 36std. Visas organisieren und hinfliegen, ohne zu wissen ob unsere Mutter noch lebt wenn wir gelandet sind. Es folgten vor Ort 6Tage Intensivstation und das weitere Ringen um ihr Leben. Untern Strich, eine hochemotionale, extrem belastende Ausnahmesituation.
Am Tag 9 dort vor Ort kam von der Hundepension der Anruf. Odin hatte einen schweren Schlaganfall. Es folgten herzzereissende Telefonate mit dem Tierarzt und der unbeschreiblich schweren Entscheidung Odin gehen zu lassen, ohne die Möglichkeit zu haben ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Dieser Tag war der absolute Tiefpunkt meines bis dato bisherigen Lebens. Der Druck einfach unbeschreiblich!
Abgegeben haben wir einen alten, aber generell gesunden Hund (bis auf die dauerhaften körperlichen Folgen eines schweren Bandscheibenvorfalls, die wir aber gut im Griff hatten). Zurück bekommen haben wir eine "Todesurkunde", Leine und Halsband.
Ich vermag selbst heute nicht in Worte zu fassen was das mit mir, mit uns, gemacht hat. Wir haben uns verziehen und es verarbeitet, aber wir werden es niemals vergessen.
Ich bin bei diesem Thema vielleicht zu vorbelastet für einen objekten Blick. Daher kann ich Dir nur sagen, wir hatten keine Wahl, Du hast eine. Triff die Richtige!