Also ich bin eine recht pragmatische Hundehalterin gewesen. In besonders harten Lebensphasen - die gibts nunmal - lagere ich meinen Hund aus. Klingt herzlos? Ist es aber nicht, sondern im Sinne des Hundes. Ich hatte immer Plan B und Plan C. Diese besagen, bevor mein Hund über Wochen/Monate hinweg zu kurz kommt, kommt er in (guten Zeiten) erprobte Fremdbetreuung.
Dafür hatte ich gute Freunde mit Hundesach- und Fachkunde. Eine sehr gute Hundepension, einen sehr guten Hundesitter der auch Hundetrainer ist, meine Eltern.
Das ist eine Luxussituation, ich weiss, aber der Hund muss ja auch dahingehend erzogen und gewöhnt werden, dass diese Trennungen von mir auch toll sein können, und das Vertrauensverhältnis zu den betreuenden Personen muss aufgebaut werden.
Ich glaube nicht daran dass mein Hund es bei mir besser hat, wenn ich wochen- oder monatelang hochgradig gestresst und keine Zeit für ihn habe. Ich muss ihn meinem Stress nicht aussetzen, wenn ich die Möglichkeit habe ihn temporär in gute Hände abzugeben. Kam in 23Hundehalterjahren insgesamt ca. 12 Wochen vor, aber ich würde es immer wieder tun.