Beiträge von SavoirVivre

    Ich geb Dir in allem Recht. Bis auf den Punkt Halter. Jedenfalls zum Teil.

    Die "nicht gesellschaftskonformen Verhaltensweisen" bringen die Hunde ja von sich aus mit. Ob das ein Problem wird oder nicht, liegt schon am Halter. Das primäre Vorhandensein aber nicht.

    Realistischerweise müsst man eigentlich sagen, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Hunderassen im Prinzip nicht den modernen Anforderungen vom 30cm KuschelLabradoodeldings entspricht. (Wenn nicht sogar Hunde insgesamt)

    Noch extremer betrachtet wär sogar die Frage legitim: braucht man Hundetyp X und Y eigentlich noch wirklich?

    Ich denke, solange es Halter gibt die einem Hund der Rasse/Typs XY entsprechend seiner Rasseeigenschaften einsetzen, haben diese absolut ihre Daseinsberechtigung :nicken:. Darüber hinaus hast Du Recht. Es wird nur irgendwann moralisch und ethisch schwierig. Hat der Mensch das Recht eine Rasse die er selbst gezüchtet hat "auszurotten" ?

    Persönliche Dispute gerne per PN klären, sonst schreddert ihr den Thread ;-)

    Was die Beisstatistik bezügich DSH angeht. Nach über 20Jahren Schäferhundhaltung und entsprechend regelmässigen Kontakt zu anderen DSH Haltern und deren Hunde, würde ich grob übern Daumen gepeilt sagen, dass sich 75% nicht "gesellschaftskonform" verhalten. Sie funktionieren auf dem Platz, zuhause und gewohnten Umgebungen gut, sind aber halt nunmal Hunde mit denen man sich nicht entspannt in ein gut besetztes Café setzt. Aber das ist ok, die meisten DSH Halter wissen das vorab und lieben diese Rasse trotzdem bzw. genau deswegen. Das Problem beginnt dann wenn ein DSH Halter genau das von seinem DSH erzwingt, was er nicht leisten kann aufgrund seiner Rasseeigenschaften. Ich liebe diese Rasse. Sie passt aber nicht mehr in mein Leben und daher wird es keiner mehr werden, denn das kann nur schiefgehen oder mit einer unglücklichen Hund-Halter-Konstellation enden.

    Diese Rasselisten sind murks. Nur leider will die Politik nicht begreifen dass das Problem allein beim Halter liegt. Der für mich häufigste Grund warum Hunde beissen ist, dass die Halter sich nicht mit Rasseeigenschaften auseinander setzen und ihre Hunde ein Leben in einem Umfeld/Situationen auferzwingen für die sie einfach nicht geeignet sind. Oder sie haben generell zu wenig Ahnung von der Gattung Hund mit all seinen biologischen und genetischen Verhaltensmustern.

    Wir haben einen Startpunkt und einen avisierten Zielpunkt. Die Kilometer hin und zurück teilen wir durch Anzahl unserer Reisetage und wissen so, wieviele Kilometer/Tag wir machen müssten, damit es ungefähr hinhaut. Je nachdem Ergebnis verlegen wir unseren Zielpunkt.

    Dazu 500km für Abstecher, Umwege und Tagesausflüge.

    Wir planen mit max. 250km/Tag, lieber aber weniger. So können wir auch mal 2-3Tage an einem Fleck bleiben und bei Schlechtwettertagen Strecke machen ohne in Stress zu geraten.

    Ich empfinde andere Hundehalter und deren Hunde übrigens als deutlich anstrengender als Mitmenschen, die ohne Hund unterwegs sind.


    Es ist eine ambivalente Sache. Ich wohne in einem Stadtteil in denen die meisten Hundehalter das notwenige Kleingeld haben um monetär viel in ihren Hund zu investieren. Es hier auch ganz normal viel Geld zu investieren, um fehlende gemeinsame Zeit wett zu machen.


    Die gängigen Hundehalter hier:

    -          arbeiten beide Vollzeit, dafür ist der Hund für 450€/Monat (das ist der Durchschnittspreis der Ganztagspensionen für eine 5Tage/Woche Betreuung).

    -          die Wochenenden werden dafür vollgestopft mit Hundetraining jeder Art.

    -          der Hund bekommt idealerweise Bio-Barf (die Dichte an Hundefachgeschäfte hier ist der Hammer)

    -          der Hund bekommt ohne akute Notwendigkeit seine regelmässigen Osteopathie und Physiotherapie Einheiten

    -          der obligatorische Besuch beim Tierheilpraktiker gehört zum Pflichtprogramm

    -          der Hund hat regelmässig Playdates.

    -          es wird grössten Wert darauf gelegt, dass der Vierbeiner universell mit alles und jedem verträglich ist um ihn privat überall mit hinnehmen zu können, wenn man schon Vollzeit arbeitet.

    Hier tummeln sich in erster Linie Französische Bulldoggen, Magyar Vizsla, Möpse, Golden Retriever, Labrador Retriever, Labradoodle, Elos, Samujeden.


    Die Nachbarshunde hier haben einen volleren Terminkalender als ich. Es gibt fast kein Restaurant in der Hood das sich traut keine Hunde zu erlauben. Die Hunde hier laufen bevorzugt leinen- und halsbandfrei. Auto- und Fahrradfahrer die nicht auf die Vierbeiner Rücksicht nehmen sind Todfeinde. Vor jedem Supermarkt oder Bäcker sitzt mindestens ein unangeleinter Hund. In jedem Restraurant/Cafe gleich mehrere. Die Einwohner hier kennen das schon und keiner stört sich mehr – zumindest nicht laut.

    Ja, ihr merkt es sicherlich > es ist kein so grosser Unterschied zu Kindern mehr.


    So, und dazwischen sind wir mit unserem Kotzbrocken auf vier Beinen unterwegs. Riiiiiichtig lustig – nicht. Ok übertrieben. Es klappt interessanterweise gut, weil man kennt sich halt in der Hood. Und scheinbar sind wir grundsätzlich so sympathisch (oder so ätzend) dass unser Prolet (zwar mit Naserümpfen aber immerhin) toleriert wird.


    Unterm Strich muss ich sagen, wird hier viel Rücksicht auf Hundehalter genommen. Der Hund MUSS sich aber dafür gesellschaftskonform verhalten, dann darf er fast alles.


    PS. dieser Stadtteil ist "grün". Autofahrer haben hier gar nix zu melden. Hier sind Ampelschaltungen Schall und Rauch und Fussgänger, Kinder, Hunde, Radfahrer haben immer recht.

    Ich nehme fast immer Rücksicht. Zum einen weil es mich nur selten Mühe kostet, ich meinen Teil am guten Ruf von Hundehaltern beitragen möchte, und zum anderen weil ich manchmal auch keine Wahl habe. Ich habe einen unsicheren Leinenpöbler und wenn die Stimmung zwischen den Menschen kippen würde, müsste ich zusätzlich auch noch ihn managen. Ich habe wenig Lust auf die Listenhund-Mix-Diskussion die zwangsläufig ausbrechen würde.

    Solange er noch zuckt SavoirVivre hast du alles richtig gemacht :bindafür::bindafür:

    dem Herrgott sei’s gedankt :gott:

    Ich war schon leicht panisch. Wo soll ich denn sonst so kurzfristig nen 38kg Braten aus artgerechter Haltung und fast BIO Fütterung herbekommen, für das Weihnachtsessen mit der Großfamilie.

    Und ich lasse mir das mit der Frischhaltefolie doch nochmal durch den Kopf gehen. Sicher ist sicher, falls er vorzeitig mit dem Zucken aufhört.

    Nu hab ich ein Problem :denker: ich dachte, was im Internet steht stimmt und was im DF steht, ist ohnehin Gesetz :klugscheisser: so und da ich ja selbst mit voller Überzeugung schrieb: Jägerpunsch nur für Jagdhunde :klugscheisser: habsch das Krummbein abgefüllt - heute ist es auch mächtig frisch bei uns :nicken:

    Was meint ihr, Überdosierung, oder doch eher zu wenig :ka:

    Für gut befunden und nachgemacht, hab aber mit niedriger Dosierung aka Alkoholgehalt angefangen. Also.. mein Resultat ist irgendwie komisch geworden. Ich dachte das Zeug soll nur von innen wärmen, wegen draussen kalt und so. Aber immerhin, er zuckt noch.

    @Dackelbenny Wird der Hund dann doppelt so alt wenn er nur das halbe Jahr richtig lebt?

    Das ist ja kacke, dauert ja ewig bis man sich wieder einen süßen Welpen kaufen kann.

    Ich versuche daher mit allen Mitteln meinen Hund "haltbarer" zu machen.

    Mir wurde hier auch schon mal Frischhaltefolie empfohlen. :nicken:

    Also.. nunja.. passt hier vielleicht nicht ganz so rein, aber bei Hund in Frischhaltefolie hört’s bei mir auf! Echt jetzt mal! Geht gaaaar nicht! BÄH!!!

    Ich, als waschechte Asiatin, kenne mich da richtig gut aus. Profi sozusagen. Und weil Du es bist, teile ich mein Wissen.

    Hunde werden haltbar gemacht indem man sie pökelt oder räuchert (wie @Syrus schon in Ansätzen beschrieb). Man achte aber auf eine konstante Temperatur von 66,77C. Nichts Frischhaltefolie, kapitsche?