Ich verstehe die TE.... mir wäre im Extremfall auch kein anderer gut genug..... ich wäre auch so durch den Wind, dass ich auf der Arbeit auch keine Verantwortung für andere Menschen übernehmen müsste
zum Glück hat sich bisher immer im Gespräch eine Lösung finden lassen, mit der sowohl mein AG, als auch ich leben konnte
Ich wüsste allerdings nicht, was ich täte, wenn es einmal anders wäre
aus eigener, leidvoller erfahrung heraus kann ich dir sagen, dass man lernt zu vertrauen. einfach weil man keine andere wahl hat.
wenn alle stricke reissen und es heisst kündigen oder fremdbetreuung, dann reisst man sich am riemen und springt über den eigenen schatten - es sei denn du bist so konsequent und kündigst, aber dann hast du nach hinten raus und langfristig grössere probleme.
bei uns waren es ein nachbar und zwei hundefreunde, die während unserer arbeitszeiten abwechselt nach odin gesehen haben. das war auch nicht meine wunschkonstallation. ich hätte auch lieber alles selbst gemacht. ich musste mir aber auch eingestehen, dass ich es schlichtweg nicht geschafft hätte. weder körperlich (49kg vs. 42kg hund) noch emotional. zumal viel kann man eh nicht machen, da der hund aufgrund sehr starker schmerzmittel fast durchgängig schläft.
mein DSH lag, da er absolut stillgehalten werden musste, in einem relativ grosszügig bemessenen zimmerkäfig. urin war eh egal - er konnte nichts einhalten. kot ging die ersten wochen nur mit einem einlauf. es ging nur darum dass jemand regelmässig nach ihn schaut, bei ihm ist und mich benachrichtigt wenn etwas sein sollte. er und sein käfig wurden dann 2-3x /tag gereinigt und er kam mit einer geh-/hebehilfe mehrmals am tag für 4-5 minuten raus.
bei einem so grossen, langen hund ist es eh unmöglich dass jeder handgriff "richtig" ist. das risiko dass wir die schäden schwerer machen war immer da, egal wer sich um ihn kümmert. die tierklinik war da sehr klar. wir machen was wir können. unsere helfer machen was sie können. nach besten wissen und gewissen. mehr geht halt nicht. bandscheibenvorfall ist so ziemlich das ätzendste was man sich vorstellen kann beim hund, da langwierig.
krankschreiben lassen habe ich mich nicht. "forderungen" gegenüber den AG keine. nicht einmal daran gedacht. mein hund, mein problem. weder das problem meines arbeitgebers noch meiner kollegen. aber so bin ich halt und ich verstehe und akzeptiere wenn andere für sich anders entscheiden. ich muss es aber nicht gut finden - und das meine ich niemandem speziellen hier gegenüber sondern allgemein. ich habe das glück sehr kurzfristig paar tage urlaub bekommen zu haben. das reichte zumindest zum organisieren. für 1-2 tage krank gemacht hätte ich aber auch wenn ich den urlaub nicht bekommen hätte, aber halt nur diese tage um zu organiseren.