Beiträge von SavoirVivre

    gut, aber sowas lässt sich ja durchaus durch Erziehung und Umsichtiges Verhalten /Vorkerhungen (wie ne Box z.B.) vermeiden.
    Anders bei Krankheiten, die kann ich meinem Hund nicht aberziehen, die hat/bekommt er oder halt nicht.

    Es passieren, gerade bei jungen Hunden, durchaus mal "das hat er noch nie getan" Situationen :ka:.

    Wir hätten auch nie damit gerechnet dass unsere DSH-Hündin versucht durch eine Glastür zu gehen. Sie hatte vorher noch nie etwas zerstört bis auf einen Sneaker von mir. Ich war jung und unerfahren und habe den Fragebogen der Versicherung so interpretationsreich beantwortet, dass wir die Tür selbst zahlen mussten. Das Ganze passierte im Rahmen eines Notfalls, als die Besatzung eines Notarztwagens meine Mama zuhause abgeholt haben. Tja und unsere junge DSH Hündin meinte die Familie verteidigen zu müssen und liess sich dabei von einer Glastür nur semi aufhalten.

    Seitdem setze ich halt auf Versicherungsmakler, die sollen mal was tun für ihr Geld :lol:

    Insgesamt ca. 12.500€

    Zahlt sowas eigentlich die Haftpflicht? (Sofern vorhanden)

    Generell kann ich Dir das leider nicht sagen. Kommt auf die Haftplicht an (ob Schäden an Mietobjekten mitversichert sind) und wie der Schaden entstanden ist.

    Wenn der Schaden aus Fahrlässigkeit entstand, dann eher nicht. Sprich, Du WEISST dass Dein Hund allein zuhause/im Notfall die Bude auseinander nimmt und ihn trotzdem ungesichert lässt, dann wird die Versicherung eher nicht einspringen (so wars bei uns) wenn er während Deiner Abwesenheit etwas an der Mietsache zerstört.

    Wenn Dein Grobmotoriker-Hund z.B. durch eine unbedachte Bewegung eine Kettenreaktion in Gang setzt und ein Fenster zu Bruch geht, dann ist es wahrscheinlich versichert.

    Ich habe inzwischen ja immer gerne einen Versicherungsmakler dazwischen, der sowas für mich ausformuliert.

    In diesem Fall hat die Versicherung das natürlich nicht gezahlt, weil die Mieter es auf einen Prozess haben ankommen lassen den sie verloren haben. Unser Anwalt hat aber von Anfang an gesagt es ist seiner Einschätzung nach eine ziemlich klare Sache, dass wir gewinnen. Uns lag ja auch eMail-Verkehr mit Beleidigungen und indirekten Bedrohungen vor. Wir hatten auch Hundekot im Briefkasten, etc.

    klingt für mich nicht nach dem 0815 Hundehalter, sondern nach einem Extremfall mit sehr uneinsichtigen, vielleicht auch egoistisch der Gesellschaft gegenüber denkenden Menschen, die zufällig auch Hundehalter sind / waren.

    Also ich habe und hatte jetzt nie extra Rücklagen für "falls die Hunde mein Mietobjekt zerstören", aber vielleicht ist das auch nur etwas über das sich Leute mit großen Hunden Gedanken machen ? thinking-dog-face

    Grosse Hunde können zerstörungstechnisch sicherlich massivere Schäden anrichten als kleine Hunde, da gebe ich Dir recht.

    Auch dass es sich hier um Einzelfälle dreht. Selbst das wäre "nicht schlimm" wenn die Mieter einsichtig sind. Gegen Geisteshaltung und Charakter ist aber kein Kraut gewachsen.

    Aber auch meine Hunde haben in Mietwohnungen schon Schäden hinterlassen die die Versicherung - obwohl vorhanden - nicht übernommen haben. Gerne die Ausrede der "Fahrlässigkeit". Halter weiss dass Hund noch nicht allein zuhause bleiben kann, lässt ihn trotzdem irgendwann mal wegen einem Notfall ungesichert allein zuhause. Zack redet sich die Versicherung raus, da grobe Fahrlässigkeit. Wir waren halt auch ehrlich beim Fragebogen :ka:. Wir haben die Tür aber natürlich aus eigener Tasche bezahlt. Waren 350€. Danach hatten wir nie wieder Mietschäden. Solche die wir nicht bezahlt oder nicht selbst zur Zufriedenheit des Vermieters instand gesetzt haben sowieso nie.

    Kosten durch Mietschäden die der Hund verursacht sollte man nicht unterschätzen.

    Was es noch zu bedenken gibt, die meisten Hundehalter sich aber wenig Gedanken drüber machen, da nicht "lebensnotwendig" für den Hund.

    Kosten die anfallen, wenn der Hund in der Mietwohnung/-haus Schäden anrichtet. Mein Ex-Freund war gezwungen Mieter von sich zu verklagen, weil deren Hunde Mietschäden i.H.v. über 7.500€ hinterlassen haben. Die Versicherung der Mieter aus welchen Gründen auch immer nicht gegriffen.

    Wir haben den Prozess gewonnen. Die ehemaligen Mieter mussten den Schaden zahlen, Mietausfall den wir deswegen hatten und die Prozessgebühren in Höhe von ca. 3.000€. Insgesamt ca. 12.500€

    Ich würde auch immer wieder und ohne mit der Wimper zu zucken "solche" Hundehalter verklagen, ohne Rücksicht auf deren finanziellen Situation, denn egal wie es einem finanziell geht, es ist kein Freifahrtsschein Schäden die der eigenen Hund verursacht auf Menschen abzuladen die rein gar nichts dafür können. In diesem Fall waren die beiden Hunde nicht in der Lage allein zuhause zu bleiben. Wurden aber regelmässig allein zuhause gelassen, denn die Menschen mussten ja arbeiten gehen :skeptisch:.

    Uns ist bewusst gewesen, dass die Mieter lange verschuldet sein werden, aber ganz ehrlich? Mitleid unsererseits gleich Null. Die Kommunikation war so unfassbar unverschämt, dabei sind wir wirklich Menschen mit denen man gut reden kann. Schliesslich hatte ich selbst über 20Jahre Hunde und mein Ex-Partner ist mit Dobermännern aufgewachsen (im selben Haus). Wir hätten uns auf vieles eingelassen, inkl. Selbstreparatur um die Kosten möglichst niedrig zu halten dafür nicht professionell, etc. Aber nein, die Mieter waren der Meinung Zerstörungsspuren (0,5cm tiefe Kratzer an vielen vielen Stellen, angenagte Echtholz-Türrahmen, Löcher in zwei Türen, Keller voller Urin und Kot - Gerüche bis in die Grundmauern eingesickert) sind mit der Miete abgegolten.

    Keiner meiner Hunde ist mir bisher weggelaufen.

    Odin hat mal übermässig getrödelt und ist ausser Sichtweite geraten. Ich musste dann zurückgehen, ihn suchen, da er etwas fressbares in einer Hecke gefunden hat, und abholen. Es hat bestimmt 2-3 min. gedauert bis ich ihn gefunden habe (die Arschkrempe befand sich genau genommen aber ca. 20m von mir weg und hat sich einfach nur nicht zu erkennen gegeben).

    Meiner Schwester ist er mal richtig abhanden gekommen, so dass sie ihn mit zwei Freunden (mit denen sie eh unterwegs war) bestimmt 20min. suchen musste. Da ist er tatsächlich voraus gegangen zu meinen Eltern nach Hause. Da sass ich nämlich, weil ich keine Lust hatte mich der Runde anzuschliessen. Ihr Freund, der zur Suchhilfe eilte, hat ihn dann unterwegs aufgesammelt.

    Das waren die beiden einzigen Vorkommnisse bei denen einer meiner Hunde wirklich mal "verschwunden" war. Generell klebten sie mir am Arsch.

    Bei Tasso registrieren und eine Marke mit Telefonnummer oder eMail Adresse am Geschirr/Halsband tragen hilft.

    Moin Thomas,

    kurz und knapp. In Anbetracht Deines Tagesablaufes würde ich auf einen Hund verzichten.

    Dein Alltag hört ja nicht nach 10Std. arbeitsbedingter Abwesenheit auf. Willst Du nicht auch mal Freunde treffen? Einkaufen? Me-Time haben? Nicht zeitlich komplett durchgetaktet sein? Willst Du nach Deinem berufsbegleitenden Studium nicht erstmal das ein oder andere Nachholen, was aufgrund des Studiums gerade nicht möglich ist? Möchtest Du Dir gleich die nächste Verbindlichkeit (ja und das ist ein Hund nunmal) ans Bein binden?

    Und die Interessen Deiner Partnerin in alle Ehren, aber bis ein Hund ein Reitbegleithund ist, steckt viel Arbeit und Training dahinter. Kann und will Deine Freundin das leisten? Diese Arbeit bleibt an IHR hängen. Ich hatte über 20Jahre eigene Hunde und war parallel dazu auch Reiterin mit eigenem Pferd und RB. Trotz vorhandener Hundehaltererfahrung, war keiner meiner Hunde als Reitbegleithund geeignet. Das Training das dazu nötig gewesen wäre, war zeitlich nicht mit der mir zur Verfügung stehenden Privatzeit vereinbar gewesen. Und so ging es sehr vielen aus dem Stall. Hund mit in den Stall nehmen ging oftmals noch, auf Ausritten mitnehmen - nein. Es braucht nicht nur den passenden Hund, sondern auch das passende Pferd - und die Zeit beide entsprechend auszubilden. Es ist egal wie gut ein Hund im Gehorsam steht. Leinenpflicht ist Leinenpflicht, gerade in der Brut- und Setzzeit. Und vom Pferd einen Hund an der Leine zu führen, dahin zu kommen, das ist wirklich harte Arbeit.

    Es gibt gute und weniger gute Zeiten einem Hund ein Zuhause zu geben. Du steckst meines Erachtens in einer weniger guten Zeit.

    Ich kann gerade nicht nachvollziehen warum Du jetzt mit Extrembeispielen kommst. Kein Verständnis von meiner Seite. Hier geht es nicht um Extremfälle, sondern um Menschen wie Du und ich. Um nachvollziehbare Vernunftsgründe wann und ob man einem Hund gerecht wird aus finanzieller Sicht.

    Aber da Du es aufgreifst... Und um mal klar meine Meinung zu Extrembeispielen zu äussern.

    Ich habe eine ganze Zeitlang in Suppenküchen ausgeholfen, wir hatten viel Austausch mit der Tiertafel, etc. Ich habe viele Gespräche mit Obdachlosen geführt, männliche wie weibliche. Locker(!!!) 50% der Obdachlosen die ich mit Hund kennengelernt habe, haben frei Schnauze zugegeben dass ihnen schon mehr als ein Hund abhanden gekommen ist, weil sie ihn stundenlang unbeaufsichtigt lassen mussten, oder irgendwann halt eingetauscht haben gegen Geld. Und diese Obdachlosen haben gelitten, weil sie ihren Hund geliebt haben aber das Leben ihnen keinen anderen Ausweg geboten hat. Mir haben diese Einzelschicksale das Herz zerrissen. Ebenso habe ich Obdachlose kennenlernen dürfen die Hunde hatten und keinen mehr wollen, eben weil es nie ein gutes Ende für Halter und Hund gab (einer wurde von einem anderen, alkoholisierten Obdachlosen abgestochen) und sie eine Wiederholung nicht mehr ertragen.

    Einem Obdachlosen, der einfach nur scheiss Pech im Leben hatte, habe ich 5Monate lang das Hundefutter finanziert (gekauft und übergeben, kein Geld). Am Ende kam er nicht mehr und Monate später habe ich erfahren dass er seinen Hund gegen Alkohol eingetauscht hat.

    Soviel zu Extrembeispielen. Und ja ich gehe noch weiter. Mein Fazit aus dem persönlichen und direkten Austausch mit Obdachlosen = Obdachlose sollten meines Erachtens keinen Hund haben (Ausnahmen bestätigen die Regel). Das meine ich nicht aus menschenverachtender Sicht, sondern aus pragmatischen Vernunftsgründen und im Sinne des Tierwohls. Überwiegend hat ein Obdachloser nicht die Möglichkeit:

    - seinen Hund adäquat zu ernähren

    - seinen Hund tierärztlich angemessen versorgen zu lassen, auch im Bedarfsfall nicht

    - seinen Hund so zu schützen wie es ein Hundehalter tun sollte (unbeaufsichtigt allein lassen, etc.)

    und zudem deutlich schlechtere Chancen auf einen Übernachtungsplatz, wenn sie einen Hund haben.

    Allein diese Gründe reichen aus damit ich sage, im Sinne des Tierwohls, nein - ich finde nicht dass Obdachlose einen Hund haben sollten. Der finanzelle Part ist hiebei nur einer von vielen!

    Ich würde JEDEM Menschen eindringlich von einem Hund abraten, der diese o.g. Mindestbedingungen nicht erfüllen kann, also tue ich es auch guten Gewissens bei Obdachlosen. Ja es gibt nunmal Lebensituationen in denen man KEINEM Hund ein Zuhause geben sollte. Und der finanzielle Aspekt ist nur EINER davon.

    Wenn man die laufende Kosten für einen Hund gut stemmen kann, und zudem schafft hat eine OP-Versicherung zu bedienen, oder Rücklagen i.H.v. 1.000€ bilden zu können, ist das schon eine gute finanzielle Ausgangslage. Viele Arztpraxen und Tierkliniken akzeptieren auch Ratenzahlung. Wenn aber weder das eine noch das andere möglich ist, dann würde ich persönlich von einem Hund Abstand nehmen.

    Ich finde es nicht ok sich ein Haustier zu holen, mit dem gedanklichen Fallback, wenns finanziell knapp ist wird sich schon jemand finden der einspringt, aber es ist auch völlig realitätsfremd Rücklagen von mehreren Tausend Euro haben zu müssen, bevor man guten Gewissens einem Hund ein Zuhause geben kann.

    Wie fast immer liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

    In dieser speziellen Angelegenheit würde ich nichts - wirklich gar nichts - auf Ferndiagnosen geben.

    Ihr seid selbst erfahrene Hundeführer und könnt keinen Finger drauflegen, wir hier sind noch so viel weiter weg. Egal wie erfahren der Einzelne hier im DF ist, ich bin der Meinung, keiner von uns kann helfen.

    Sucht euch einen erfahrenen Hundetrainer, dem ihr vertraut, der sich das Ganze vor Ort anschaut. Ja dieser Satz ist so 0815, aber nunmal das einzig Richtige. Alles andere wäre einfach Rätselraten und fahrlässig.

    PS. ich würde aber, zur Sicherung, zunächst immer einen MK draufmachen bei Begegnung mit der Sitterin, bis das Problem ergründet ist. Das nimmt auch viel Anspannung raus, weil "nichts" passieren kann.