Beiträge von SavoirVivre

    Ich denke es bringt uns nicht weiter wenn wir über fiktive Fälle reden. Im Endeffekt muss im konkreten Fall jeder für sich selbst und für seinen Hund entscheiden.

    In der Hündin meiner Schwester stecken auch gut 12.000€ Tierarztkosten die mehr oder minder auf einen Schlag angefallen sind. Da war der Hund noch keine 2 Jahre alt. Heute führt die Hündin ein weitgehend beschwerdefreies Leben.

    Darf ich fragen was die Hündin hatte? Und wie schön dass es ihr weitgehend gut geht.

    Und ich gebe keinen geliebten Hund einfach auf.

    Es klang für mich halt so, weil du konsequent teure Tierarztkosten gleichsetzt mit nicht vorhandener Lebensqualität und das ist eben etwas, das ich mir wiederum nicht vorstellen kann. Ich denke durchaus, dass es Krankheiten gibt, die selbst sehr gut betuchte Hundehalter an den Rand zur Pleite bringen können, weil die Heilungschancen so gut stehen oder die jeweilige Therapie das Hundeleben wieder Lebenswert machen kann.

    Sorry aber das nehme ich Dir nicht mehr ab, denn Du hast mein vorheriges Zitat abgeschnitten. Und in dem schrieb ich > siehe rot markiert.

    Ich weiß nicht warum Du so gegen den Strich gebürstet reagierst, aber ich habe mich sehr klar ausgedrückt. Du hast diesen Part lediglich ignoriert. Ich verstehe deine Beweggründe nicht und weiß nicht was ich Dir getan habe, aber damit ist für mich diese Diskussion mit Dir zu diesem Thema beendet.

    Schade, aber ich lasse mich nicht gerne in einen Schuh quetschen der mir nicht passt. Und ich habe null Verständnis dafür dass Du mich in diese Ecke stellen möchtest.

    Ein Versuch sollte es doch wohl Wert sein, oder? Würdet ihr direkt die Hoffnung aufgeben und einem Hund, der eine große Chance auf Genesung hat, einfach einschläfern lassen?

    Ein Hund der solche Kosten verursacht muss sehr sehr krank sein und ich verlängere kein Leid.

    Oder hat eben einfach eine Komplizierte Krankheit, oder eine Krankheit, die noch nicht allzu bekannt ist. Oder wie vorher jemand schrieb, teure Medikamente und regelmäßige Überwachungsmaßnahmen, ob die Therapie auch anschlägt.

    Ich habe gerade das Gefühl Du möchtest mich falsch verstehen.

    Ich kann es mir nicht vorstellen.

    Sollte es anders sein, was ja sein kann, ist es etwas ganz anderes.

    Sollte es also eine Krankheit geben, deren Behandlung eine lange Zeit (und ich rede hier nicht von 6Monaten, sondern Jahren bis lebenslang) monatlich 500-1000€ kostet, damit der Hund schmerzfrei und lebenswert leben kann, mit einer entsprechend positiven tierärztlichen Prognose, dann ist mir diese nicht bekannt.

    Bei mir persönlich wird es nicht am Geld scheitern, sondern wenn, dann an der erreichbaren Lebensqualität des Hundes. Und ich gebe keinen geliebten Hund einfach auf.

    Ich möchte gerne eine Bitte äussern. Zerschreibt meine Zeilen nicht und bringt sie bitte möglichst nicht aus dem Kontext, wenn ihr mich schon zitiert :smile:

    500€ - 1.000€ monatlich. Und das mittel - bis langfristig nur für TA Kosten

    15.000€ auf einen Schlag/kurzen Zeitraum.

    Und das gilt nur für mich persönlich. Meine Schmerzgrenze. Gedanken die sich jeder Hundehalter oder potenzieller Hundehalter irgendwann mal machen muss.

    Da finde Beispiele mit 10.000CHF im kurzen Zeitraum oder 8.000€ in drei Jahren nicht mit vergleichbar und im Kontext nicht richtig.

    Ich verstehe Menschen die sagen, sie können das einfach nicht leisten.

    Dann sollte man den Hund aber abgeben und nicht einfach sein Leben beenden lassen, nur weil man es sich nicht leisten kann. Grade bei dem Beispiel von @Vakuole

    EDIT: Ich könnte dieses Geld auch nicht aufbringen. Ich müsste es entweder eine sehr lange Zeit über abzahlen (was auch definitiv meine erste Wahl wäre), oder mich eben leider von ihr trennen.

    Natürlich, Einschläfern sollte die letzte Option sein.

    Aber realistisch betrachtet, glaubst Du wirklich jemand übernimmt einen Hund der:

    - mittel bis langfristig 500€-1.000€ pro Monat nur an TA Kosten kostet

    oder

    - 15.000€ auf einen Schlag

    Das sind nämlich die Zahlen die ich explizit für mich persönlich angesetzt habe, und um die wir hier auch diskutieren. Natürlich immer unter Berücksichtigung des tatsächlich eintretenden Falls.

    Und wenn mich mein Hund das nunmal kostet und seine Lebensqualität danach lebenswert ist, dann würde ich es trotzdem zahlen. Ich glaube da aber nicht dran. Ein Hund der solche Kosten verursacht muss sehr sehr krank sein und ich verlängere kein Leid. Weder für Geld noch geschenkt.

    Mag sein dass es herzlos klingt, aber ich würde keine - sagen wir - 15.000€ TA Kosten in einen Hund stecken. Einfach weil ich nicht daran glaube dass das Leben eines Hundes noch lebenswert ist, wenn soviel Geld dafür fliessen muss, damit er leben kann.

    Die Höhe der TA Kosten sagt darüber doch nicht wirklich was aus, es ist immer eine Bewertung im Einzelfall. Wir sind aktuell bei ca 500€ pro Monat. Einfach, weil a) die Medikamente teuer sind und b) die Medikamente alle 3 Wochen ein Blutbild erforderlich machen und wir regelmäßig schallen lassen müssen.


    Mein Hund würde seit 3 Jahren nicht mehr leben, wenn nicht viel Geld fließen würde. Und in diesen 3 Jahren gab es keine 10 Tage, in denen es ihr gesundheitlich bedingt schlecht ging:ka: Das ist verdammt viel gute Zeit.

    TA Kosten in diesen 3 Jahren waren locker 8000€, Physio nicht mit eingerechnet.

    Ich kann nur für mich sprechen und von meinen Erfahrungen zehren :smile:

    Im übrigen meine ich die 15.000€ nicht auf Jahre verteilt sondern auf einem Schlag.

    Mir gehts auch eher um das Be- und Verurteilen von Menschen die diese Beiträge nicht aufbringen können und denen deswegen gesagt wird sie sollten sich deswegen keinen Hund holen.

    Ich könnte jetzt auch mit TAKosten um mich werfen. Der ein oder andere hier kennt meine Story mit meinem letzten DSH. Oder für meinen Sharinghund, für den ich inzwischen ca. 6.500€ gezahlt habe und ganz aktuell recht viel. Ja es ist schön dass wir uns das leisten können. Es darf aber keine Voraussetzung draus gemacht werden, nur weil wir das können.

    Mag sein dass es herzlos klingt, aber ich würde keine - sagen wir - 15.000€ TA Kosten in einen Hund stecken. Einfach weil ich nicht daran glaube dass das Leben eines Hundes noch lebenswert ist, wenn soviel Geld dafür fliessen muss, damit er leben kann.

    Kommt drauf an was der Hund hat.

    Neue Hüfte inkl. Physiotherapie kann mal schnell 10.000 CHF kosten.

    Da sind die Chancen auf ein normales Leben danach aber sehr gut. Damit kann ein Hund noch sehr alt werden.

    Ich würden keinen sonst gesunden Hund eine neue Hüfte verweigern, nur weil sie viel kostet.

    Dann scheint CH deutlich teurer zu sein als z.B. Norddeutschland. Und 10.000 CH sind noch immer sehr weit weg von 15.000€.

    Ich verstehe Menschen die sagen, sie können das einfach nicht leisten. Das Leben ist kein Ponyhof und manchmal passieren guten Menschen/Hunden scheiss Sachen.

    Schön, wirklich, für jeden der es kann und tut. Die Regel ist es trotzdem nicht.

    Also 6 bis 7.000 pro Monat ist dann doch sehr hoch gegriffen. Das können die wenigsten stämmen.

    Aber wenn ich mir schon en etwas spezielleres Futter nicht leisten kann, oder bei einer Tierarztbehandlung von 500€ völlig blank bin, dann sollte ich meine Hundehaltung überdenken.

    Das denke ich auch. Ich finde, dass man schon ganz gut aufgestellt ist, wenn man jederzeit Zugriff auf eine vierstellige Summe hat (die man auch wirklich für solche Fälle nehmen kann, ohne dass es arg weh tut) und/oder gute Versicherungen hat. Beides finde ich am idealsten.

    Bin ich bei Dir.

    Normale laufende Kosten finanziell problemlos stemmbar? Check

    OP-Versicherung leistbar? Check

    Ca. 1.000€ Rücklagen für das Tier? Check

    Das ist eine völlig ausreichende Ausgangsbasis um einem Hund ein Zuhause zu geben.

    Es geht hier hier nicht um Lebenssituationen in die man im Laufe eines ca. 12Jährigen Hundelebens reinrutschen kann. Das nennt sich nunmal Leben und das Leben verläuft nur selten gradlinig. Es geht um den Zeitpunkt der "Anschaffung".

    Und mal ganz ehrlich? Bei monatlichen Tierarztkosten von 6.000 - 7.000€ überlege ich als allererstes, wie lebenswert das Leben des Hundes wirklich noch ist. Das tue ich genaugenommen schon bei monatlichen TA Kosten in Höhe von 1.000€, denn schliesslich hat es seine Gründe wie diese mittel- bis langfristigen Kosten zustande kommen. Das klingt für mich nicht mehr nach leben, sondern nach am Leben erhalten - und das über Monate? Ich weiss ja nicht.

    Mag sein dass es herzlos klingt, aber ich würde keine - sagen wir - 15.000€ TA Kosten in einen Hund stecken. Einfach weil ich nicht daran glaube dass das Leben eines Hundes noch lebenswert ist, wenn soviel Geld dafür fliessen muss, damit er leben kann.

    Deswegen ja der innigst geliebte Sharinghund, der mich auch viel(!) Geld kostet. Ca. 1.400€/Jahr im Durchschnitt in den letzten 6 Jahren. Das ist auf den Monat runtergebrochen nicht wirklich viel Geld, aber dafür dass es nicht mein Hund ist und er im Schnitt nur 2 von 7 Tagen die Woche bei mir, schon eine stolze Summe.

    SavoirVivre , was übernimmst du denn für deinen Teilzeithund?

    (Ich habe gründlich überlegt, ob die Frage zum Ausgangsthread passt. Ich denke: ja.)

    Nun ja, kurz und knapp, passt aber zum Threadthema > alles was die Halterin finanziell nicht leisten kann.

    Zubehör, Zusatzfuttermittel (gegen Arthrose), Zeckenschutzmittel, Physiotherapie, Ostheopatie, BARF an meinen Tagen, 3Jahre lang OP Versicherung, Training, zusätzliche Unterkunftskosten bei Urlauben in denen wir ihn mitnehmen, etc.

    Dafür bekommt er doppelt Liebe - von ihr und uns :bindafür:

    Bei uns zieht

    Meine Meinung zum Thema:

    Grundsätzlich bin ich dir Meinung, dass man sich kein Tier anschafft, wenn man sich die Grundversorgung nicht leisten kann. Mehr gibt es eigentlich kaum zu sagen.

    Hier zb ist es immer knapp, wenn ich ganz ehrlich zu mir selber bin, hätte ich mit Arya schon warten können. Aber es geht, für Notfälle ist gesorgt und keiner muss hungern. Theo hat bereits eine OP Versicherung und Arya bekommt noch eine... Spontan nun mehrere tausend € habe ich nicht bzw müsste ich dann wieder in Raten zurück zahlen.

    Ich ziehe für mich daraus die Konsequenzen das hier kein Tier mehr einziehen wird. Die Kaninchenhaltung ist fast beendet, nach meinen Katzen ziehen definitiv keine weiteren mehr ein.

    Einfach weil ich nicht in die Situation kommen will wissentlich, das ich es mir nicht leisten kann...

    Traurige Konsequent aber vernünftig und nachvollziehbar.

    Hier wird so bald auch kein Hund mehr einziehen, nicht aus finanziellen Gründen, sondern aus rein egoistischen. Wir haben wenig Freizeit und sind nicht bereit diese wenige Freizeit zu mind. 70-80% einem Hund zu widmen. Schlicht und ergreifend. Deswegen ja der innigst geliebte Sharinghund, der mich auch viel(!) Geld kostet. Ca. 1.400€/Jahr im Durchschnitt in den letzten 6 Jahren. Das ist auf den Monat runtergebrochen nicht wirklich viel Geld, aber dafür dass es nicht mein Hund ist und er im Schnitt nur 2 von 7 Tagen die Woche bei mir, schon eine stolze Summe.