Beiträge von SavoirVivre

    Für mich wäre der Boxer wegen den Problemen mit Hitze beim Campen raus. Ich fand das schon mit unserer nicht besonders hitzemepfindlichen Hündin nicht ohne. Und die Boxer die ich kenne sind auch nicht besonders distanziert, sondern bomben auch gern mal ein Kind oder Hund um. Somit für mich hier Dalamatiner obwohl der wtp glaub nicht besonders ausgeprägt ist. Die die ich kenne sind recht unkompliziert.

    Danke für Deine Einschätzung :bindafür:. Nur als kleine Anmerkung am Rande, wir campen bereits mit einem Boxer(Sharinghund :-). Sind aber auch definitiv keine Hauptsaison-Camper, bzw. flüchten dann dahin wo es kühler ist, da ich Hitze nicht mag :D

    Für uns selbst. Boxer oder Dalmatiner? Keine weiteren Rassevorschläge benötigt, das weitere Rasseauswahlfenster ist sozusagen zu :-).

    wir suchen und über uns

    - Reisebegleithund, da wir mit unserem Camper ca. 100-120Tage/Jahr europaweit unterwegs sind. Von einsam im schwedischen Wald stehen bis mitten im Getümmel eines Campingplatzes ist alles dabei.

    - viel Hunde(halter)erfahrung (28Jahre) vorhanden, auch mit Wach- und Schutztrieb, aber auch mit Eigenständigkeit des Hundes

    - Homeoffice (Hund wäre selten alleine, wird es aber beigebracht bekommen)

    - Kleinkinder in der Familie, die aber regelmässig und oft da wären (keine wechselnden, fremden Kinder)

    - Großstädtler, wohnen aber fußläufig zu weitläufigen Grünanlagen

    - Fremdbetreuung kommt vor

    - will to please (Wie viel will to please hat ein Dalmatiner?)

    - freundlich bis neutral zu Menschen, da viele flüchtige Begegnungen mit fremden Menschen beim Reisen

    - regelmässig Kontakt zu anderen Tiergattungen (da wir beim campen öfters auf landwirtschaftlichen Betrieben stehen und insgesamt viel in der Natur unterwegs sind)

    - kein bis moderater Jagdtrieb

    Moin zusammen,

    ich tummel mich hier ja schon ein bissl länger und weiß das kollektive Wissen hier sehr zu schätzen. Selbstverständlich auch das individuelle Wissen einiger, und insbesondere deren Bereitschaft dieses zu teilen. Ich denke ich kann behaupten, dass ich mir hier im Forum, mit eurer Hilfe, bestimmt >25% meines Hundefachwissens angeeignet habe.

    Deswegen auch dieser Thread mit der Bitte um eure Erfahrungsberichte mit den Rassen Dalmatiner und Boxer.

    Vorab - wir sind bei unserer Rasseauswahl schon sehr weit und ehrlich gesagt auch schon festgelegt. Es geht konkret um die Entscheidung Boxer (Favorit) oder Dalmatiner (Alternative). Es sind keine weiteren Rassevorschläge "gewünscht", weil wir das Rassefenster jetzt geschlossen haben. Wir denken da ja auch schon seit Jahren drüber nach, nicht erst seit Monaten oder Wochen.

    Was mir aber noch fehlt sind echte Erfahrungsberichte von Dalmatiner Haltern/Kennern/Liebhaber.

    Und auch von Boxer Haltern immer gerne, obwohl mir diese Rasse inzwischen recht gut bekannt ist =)

    Wie erlebt ihr euren Alltag mit euren Dalmatinern/Boxern?

    Warum habt ihr euch für diese Rasse entschieden?

    Was sind die Herausforderungen die ihr rassespezifisch seht?

    Worauf ist rassespezifisch erwähnenswert, zu beachten (Krankheiten, Verhaltensweisen, etc.) ?

    Bei was für Situationen wünscht ihr euch eine andere Rasse an eure Seite? (jaaa, als langjährige Hundehalterin weiss ich dass es auch solche Situationen, bei aller Liebe, zu genüge gibt :D)

    Welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen haben eure Hunde?

    Ich lasse ganz bewusst Detailinformationen zu uns weg, damit eure Berichte (danke danke danke vorab dafür :herzen1:) ganz unbeeinflusst hier nieder geschrieben werden können.

    Nur als grobe Übersicht:

    - über 28Jahre Hunde(halterer)fahrung, auch mit Wach- und Schutztrieb versiert

    - Homeoffice

    - Großstadtmenschen aber mit weitläufigen Grünflächen in fußläufiger Nähe

    - Camper ca. 100-120Tage/Jahr (Hund ist also sehr, sehr oft mit auf (europaweiten) Reisen)

    - (Klein)kinder in der Familie mit engen und regelmässigen Kontakt zu uns

    Vielen Dank vorab für eure Erfahrungsberichte! :bindafür:

    Der Dalmatiner wurde schon ja schon genannt. Meiner wäre für das was du mit dem Hund vorhast definitiv geeignet.

    Wenn er nicht gefragt ist, egal bei was legt er sich hin und gibt Ruhe. Sieht er das jetzt quasi Hundezeit ist, gibt er alles. Sie sind lauffreudig und ihnen wird eine besondere Beziehung zu Pferden nachgesagt. Was ich auch bei meinem bestätigen kann. Ich reite zwar nicht, aber wir sind oft in der Nähe eines pferdehofes und Jack findet jedes einzelne total super. Jagdtrieb hat er kaum bis gar nicht. Er ist sehr gelassen und ruhig und für jeden Quatsch zu haben.

    Also ich kann nur sagen Daumen hoch für einen Punktehund.?

    Eine Frage, da ich mich selbst für den Dalmatiner interessiere als nächsten Hund (nebst Boxer in der engen Auswahl). Wie ist der will to please bei Deinem Dalmatiner? Eher eigenständig oder mehr will to please vorhanden?

    <-------- Mein Sharinghund, der Typ auf dem Profilfoto, hat die fast identischen Verhaltensweisen gezeigt wie Dein Dobermann.

    Er kam mit 12Monaten aus einem polnischen Shelter zu seiner Halterin. Angefangen hat seine Neigung nach vorne zu gehen und alles mit Gebrüll und Zähnen zu lösen mit ca. 14Monaten. Seine Halterin hatte vorher nur eine sanfte und zurückhaltende Boxerhündin und war schlichtweg überfordert mit ihm. Mit 20Monaten war er praktisch ausser Rand und Band.

    Als er ca. 25Monate alt war, kam ich dann als feste Sharingpartnerin dazu. Ich hatte zu dem Zeitpunkt 22Jahre Hundehaltererfahrung hinter mir, mit Gebrauchshunden (DSH), und mir war Wach- und Schutztrieb nicht unbekannt :hust:. Trotzdem habe ich mit ihm 6 Einzelstunden bei zwei Hundetrainern genommen, sowie ein Dutzend Gruppenstunden. Einfach damit jemand professionelles mal darauf schaut, eine Einschätzung abgibt, und mir konkrete Tipps für den Alltag.

    Was ich sagen will, selbst erfahrene Gebrauchshundhalter lassen sich helfen. Das Potenzial dass aus ihm ein gefährlicher Hund wird war einfach da, und bei dem Kaliber kann man Eventualitäten nicht einfach ausser Acht lassen. Er wurde ein halbes Jahr lang von mir generell (aber nicht ausnahmslos) mit 2m Leine, kurzer Schleppeleine und MK geführt, obwohl er wirklich gut im Gehorsam stand. Einfach weil ich diese Sicherheit brauchte um ihm Sicherheit zu vermitteln.

    Heute ist er 8,5 und wir haben es bis heute nicht geschafft aus ihm einen gänzlich unauffälligen Hund zu machen. Das war aber auch nicht das Ziel. Ein Ziel muss realistisch und erreichbar sein, und das lautete einen gut im Gehorsam stehenden Hund der sich auch in kritischen Situationen zuverlässig abrufen lässt und keine eigenmächtigen Entscheidungen trifft, die ich nicht innerhalb von wenigen Sekunden abbrechen kann (und glaub mir, auch 3sek. können seeeehr lang sein).

    Mein Tipps, auch wenn sie extrem klingen (so von einem resoluten Hundetrainer gelernt der mit "gefährlichen" (behördlich deklariert) Hunden arbeitet):

    - mach Dir klar was für ein Potenzial Dein Hund hat und damit meine ich das Zerstörungspotenzial

    - mach Dir klar dass Dein Hund im Prinzip eine geladene Waffe ist und Du weder einen Waffenschein hast, noch eine Ahnung was für einen Schaden sein Kaliber anrichten kann. Sichere die Waffe damit sich nicht versehentlichein Schuss löst!

    - Dein Hund nicht böse ist, sondern entwickelt sich rassetypisch, aber die unwissende Gesellschaft um Dich herum kann das aus Unwissenheit anders sehen

    - Du bist soweit dass Du professionelle Hilfe annimmst, mach Dir aber klar dass vor euch ein Marathon liegt, kein Sprint!

    - freunde Dich mit einem MK an

    Alles Gute für euch. Es ist ein langer Weg, aber absolut machbar mit der richtigen Einstellung. DEINER richtigen Einstellung. Einen Dobermann (Gebrauchshund) zu führen ist kein Hexenwerk. Ich habe auch mit einer DSHündin angefangen. Aber wenn man selbst keine Ahnung hat, muss man sich helfen lassen und durchhalten. Das ist man seinem Hund und seinem Umfeld schuldig!

    Hm, also ich habe ja auch knappe 20Jahre Stalljahre hinter mir, aber Hunde der FCI Gruppe 9 sind mir da ehrlich gesagt nicht begegnet. Zumindest nicht regelmäßig, vielleicht mal als Besuchshund. Ok, Ausnahme war ein Boston Terrier. Der war regelmäßig da.

    Keine Ahnung warum. Vielleicht doch zu „zart“ die 9er. Habe ich mir tatsächlich noch nie Gedanken drüber gemacht.

    Ich sehe nach wie vor ein Dalmatinermädchen =)

    Das ist kein Mensch der Fehler macht, der hat es schon faustdick hinter den Ohren. Deswegen gehe ich absolut nicht davon aus, dass er sich da in der Gesamtrechnung um mehrere Tausend Euro verrechnet hat. (Die Aufstellung ist ja dabei)

    Und ich bin sonst immer für Im-Zweifel-für-den-Angeklagten, bei ihm nicht.

    Dann lohnt sich das Eintreten im Mieterschutzverein auf jeden Fall!