Beiträge von SavoirVivre

    Ich glaube sehr viele Leute wissen gar nicht, dass der Deutsche Boxer zur Zuchtzulassung 20 km am Fahrrad laufen muss und, ja, man glaubt es kaum, auch kann.

    Ich würde sogar sagen, dass das an Auslauf auch mindestens sein muss. Vielleicht nicht jeden Tag, aber ohne genügend Möglichkeit sich auszupowern wird zumindest ein junger Boxer eher ungemütlich.

    Für meine Hündin war früher kein Weg zu weit. Eine Runde um den See (6,5 km) war gerade mal gut zum warmlaufen.

    What? Nicht böse gemeint aber da halte ich gegen.

    20km regelmäßig, so erziehe ich mir ja einen Bewegungsjunkie (nicht zu verwechseln mit Adrenalinjunkie) :shocked:.

    5-8km/täglich wäre hier normal und 10-15km wäre länger. Mit Kopfarbeit völlig ausreichend für Boxer wie ich sie kenne, insbesondere in jungen Jahren.

    Aber so hat halt jeder seine Herangehensweise und Ansichten =).

    Ich bitte mit zu berücksichtigen, dass ich seit 6,5 Jahren einen 3/4Boxer als Sharinghund an meiner Seite habe. Aus Polen übrigens :hust:. Er lebt sozusagen unseren Alltag seit Jahren mit.

    Mit dem gehen wir auf reisen, wandern, radfahren, joggen, wandern, etc. Bevor er schlapp macht, sind wir zweimal platt.

    Und ich komme ursprünglich aus der Gebrauchshundecke. Ich weiß was zuchtzugelassene Tiere leisten müssen bevor „sie dürfen“ und bin da völlig bei Quarus und linelaika

    Was beim Boxer auslastungstechnisch notwendig ist, ist mir nicht fremd. Nur im Schutzsport wird man uns halt nicht antreffen, was ich NICHT als Hindernis betrachtete damit ein Boxer rundum zufrieden wäre bei uns.

    Ich akzeptiere andere Meinungen dazu absolut, aber es ist nicht so dass ich eine komplette Anfängerin bin und mich anderen Meinungen anschließe, nur weil sie geäußert werden.

    Was ich damit sagen will, ich danke ALLEN sehr für ihren Input, aber es ist nicht so dass ich (beim Boxer) nicht abschätzen kann was möglich ist, notwendig ist, bzw. wo die Grenzen liegen :smile:. Beim Boxer habe ich schlichtweg wegen der Rassekrankheiten (insbesondere Krebs) große Bedenken - der Rest passt wie Arsch auf Eimer.

    Und eben wegen der mangelnden Gesundheit des Boxers ist der Dalmatiner als Alternative mit auf unserem finalen Zettel gelandet. Mir fehlen in erster Linie Erfahrungen mit der Rasse Dalmatiner.

    Ich bin davon überzeugt, dass wir beiden Rassen gerecht werden würden. Die große Frage ist vielmehr, ob WIR mit einem Dalmatiner glücklich werden. Meine Bedenken liegen hier beim Jagdtieb und beim will to please.

    Ich habs ehrlich gesagt nicht so mit Begrifflichkeiten und verwende sie auch gerne mal falsch. Ich könnte zum Beispiel "negative Verstärkung" höchstwahrscheinlich nicht korrekt erklären, ohne selbst nachzuschlagen.

    Ich habe mich irgendwann einfach davon frei gemacht mit dem Hund nach Definitionen von Begrifflichkeiten zu arbeiten. Ich erziehe und führe intuitiv und ja, z.B. ein "Abbruch" kam bei mir sehr häufig zum Einsatz. Einfach weil ich viele Jahre verhaltensoriginelle Hunde an der Seite hatte und auch heute noch habe. Diese haben immer einen eng gesteckten Rahmen gebraucht und konsequente Führung. Wenn jemand von ausserhalb draufschaut, würde ich oft zu sagen bekommen ich bin zu "streng". Mag sein, aber meine Hunde brauchten das um sich wohlzufühlen, sicher zu agieren und adäquat reagieren zu können.

    Was helfen mir die ganzen Thesen und Ansätze, wie Du sie nennst, wenn sie nicht zu meinem Hund passen. Die Gründe können vielfältig sein. Schlechte Aufzucht, negative Erfahrungen in der Vergangenheit, rassebedingte Eigenschaften, etc.

    Es gibt zahlreiche Hunde bei denen wirst Du mit einem ausschliesslich "positiven und belohnenden" Ansatz nicht weit kommen. Spätestens wenn die auszuführende Handlung für die der Hund sich entscheidet selbstbelohnender ist als alles was Du ihm anbietest. Und bis Du herausgefunden hast was reizvoller für Deinen Hund sein könnte als z.B. das Reh zu hetzen, ist das Ding schon durch.

    Ich finde es auch zigmal toller meine Hunde zu loben und mit.. äh.. wie heisst das.. positiven Verstärkern zu arbeiten. Aber ausschliesslich war bei mir nunmal nicht drin. Natürlich möchte ich lieber Erfolgserlebnisse belohnen können als unerwünschtes Verhalten abzubrechen und umzulenken, aber auch bei all dem vorausschauenden führen, war das nicht möglich.

    Wunderschön!

    Ja Dalmatiner sprechen mich optisch sehr sehr an. Insbesonders die braun Gepunkteten, aber da würde ich mich tendentiell immer an der Züchterempfehlung orientieren. Aber auch die liturgisch festgehaltene Rassebeschreibung mag ich leiden. Ich würde uns sehr gerne die Chance geben diese Rasse besser kennenzulernen.. z.B. durch einen eigenen :D

    Naja, und der Boxer. Dem Boxer gehört halt mein Herz. Ich habe seit 6,5Jahren ein als Sharinghund an meiner Seite mit dem ich wirklich auch ziemlich harte, anstrengende und teure Zeiten hinter mir habe. Aber der Boxer so wie er im Buche steht, mitsamt Grobmotorik, Clownigkeit, Distanzlosigkeit, etc. findet durchaus Platz in unserem Leben. Dieser wurde ihm sozusagen bereits hart erarbeitet in den vergangenen Jahren. Wir sind erfolgreich desensibilisiert worden :lol:. Aber die Gesundheit.. die Gesundheit..

    Aaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh.. was bin ich froh dass ich hier nur noch über zwei Rassen nachdenken muss. Was machen die armen Suchenden die ganz am Anfang stehen. Hölle!

    Also, ich bin eine relativ erfahrene Hundehalterin und aufgrund dessen dass mein nächster Hund viel und regelmässig Kontakt zu meinen drei Neffen, 1,5 - 4jährig, haben wird, wird es ein Welpe vom Züchter. Einfach weil ich kein Überraschungsei haben möchte und es mir auch nicht zutraue in Kombination mit Kleinkindern.

    Auf Rassen die als besonders kinderfreundlich beschrieben werden verlasse ich mich nicht und auf die Aussagen von Tierschutzorganisationen schonmal dreimal nicht. Ich hatte mehrere Tierschutzhunde. Und ganz ehrlich, kein Hund wurde mir korrekt beschrieben. Mit den (temporären) Baustellen kamen wir zurecht, aber wir hatten auch keine Kleinkinder im Haus.

    Natürlich gibt es Hunde in Tierheimen und Tierschutzorganisationen die wunderbar in eine Familie mit kleineren Kindern passen würden. Nur diese zu finden.. Da ist das Risiko des Fehlgriffs meines Erachtens einfach grösser.