Wenn man versucht sich mit seinen Mitmenschen im persönlichen Gespräch zu einigen hat das nichts mit abtun zu tun. Ich kenne solche Situation mit schlimmen Verletzungen nur zu gut, aber eine Anzeige verhärtet die Fronten und bringt keinen Frieden und schönes Miteinander. Gerade wenn man sich öfters trifft. Sollte der andere sich uneinsichtig zeigen bleibt diese Option doch. Ich persönlich habe noch nie jemanden angezeigt. Das ist aber meine Einstellung, muss ja jeder selbst wissen.
Zum Thema den Hund ableinen wenn er angegriffen wird. Würde ich nie wieder machen, meine Hündin ist damals erstmal in Panik verschollen gewesen, während der fremde Hund hinter ihr her jagte. Der Besitzer schrie mich noch an wie ich meinen Hund ableinen könnte, jetzt wäre seine auch weg
Mein Rüde ist fast immer angeleint, wir treffen öfters freilaufende Hunde ohne Besitzer, leider - inzwischen haben ich und mein Hund gelernt damit umzugehen, auch wenn er angeleint ist.
Ich habe auch noch niemals jemanden angezeigt, aber zweimal schon Hundehalter beim OA gemeldet. Ich differenziere da durchaus und finde auch hier dass eine Anzeige nicht verhältnismässig ist und zu nichts führen kann - eben "weil noch nichts passiert".
Auch eine Meldung beim OA/Hundekontrolldienst wird meines Erachtens maximal dazu führen dass das Gespräch mit beiden Seiten geführt wird. Da es Wort gegen Wort steht, verläuft es wahrscheinlich im Sande. Trotzdem hat es eine Signalwirkung und ich bin sicher diese wird dazu führen dass die Halter des Schäferhundes sich zukünftig dreimal überlegen ob sie ableinen. Und das würde mir schon mehr als reichen, denn damit habe ich meinen Teil erfüllt andere Hunde/Tiere nach besten Wissen und Gewissen zu schützen.
Mein 8kg Spitz wurde zweimal angeleint von deutlich grösseren Hunden vermöbelt. Tja, ich hatte auch als erfahrene Hundehalterin keine Chance diese adäquat abzuwehren, lediglich schlimmeres verhindern. Sowas passiert und ist wirklich nicht tragisch! Ärgerlich war beide Male aber, dass die Halter mir ein kurzes tschuldigung zugerufen haben und dann zugesehen dass sie schnellstmöglich mit Hund abhauen. Ich bin beide Male auf den TA Kosten sitzen geblieben - die nicht hoch waren, da nur Untersuchung um sicherzustellen dass ich keine nicht offensichtliche Verletzungen übersehen habe.
Aber ich finde es unverhältnismässig wenn ein solches Verhalten es als Unhöflichkeit abgetan wird. Für mich reicht ein solch egoistisches, feiges Verhalten für Konsequenzen, denn der andere nimmt bereitwillig in Kauf dass der andere Hundehalter auf Kosten sitzen bleibt, oder gar Verletzungen am Hund (wie gesagt, diese zeigen sich oftmals erst beim TA).
Wenn jedoch die Möglichkeit besteht die Halter nochmal direkt anzusprechen, wäre ich auch dafür als Erstreaktion. Habe ich gar nicht bedacht bzw. verdrängt dass die TE/ihr Mann den anderen Haltern ja schon öfter begegnet sind.
Und ich bleibe dabei, ich finde es unglaublich wie viele hier es "abtun" als nicht so schlimm. Darunter auch User von denen ich es nicht erwartet hätte.