SavoirVivre:
Nur so aus Neugier: Wie gut funktioniert das eigentlich im Innenbereich einer Großstadt, einen Parkplatz für ein Wohnmobil zu finden? Wie nah an zu Hause kann man da realistisch fündig werden?
Wir haben das Glück in einem zwar sehr dicht bewohnten und urbanen Stadtteil zu wohnen, aber so nahe an der Hamburger Alster dass wir in nur ca. 800m - 1km Entfernung eine großzügige Parkplatzsituation für das Wohnmobil (Kastenwagen) haben. Der Hintergrund ist relativ simple. Es ist eine "Villengegend" und die Häuser bzw. Wohnanlagen haben oftmals eigene Parkplätze und Garagen. Mein Freund hat da gewohnt bevor wir zusammengezogen sind. Einige ehemalige Nachbarn haben netterweise auch ein Auge auf unser Wohnmobil
. Wir achten beim parken auch sehr darauf, dass wir niemanden direkt vorm Fenster stehen, usw.
Ich muss auch hinzufügen, dass wir keine "Dauerparker" sind. In normalen Zeiten, die hoffentlich bald wieder anbrechen, sind wir ca. 3Tage die Woche unterwegs, Tendenz zunehmend, weil wir jetzt auch mobile arbeiten dürfen. Es kann also gut sein, dass wir 2021 öfters auch vom WoMo aus arbeiten
. Dazu sind wir ca. 5 Wochen/Jahr urlaubstechnisch mit dem WoMo unterwegs. Derzeit steht unser WoMo zwar, und das schon seit zwei Monaten, aber es ist ja auch eine Ausnahmezeit. Und wir parken wöchentlich um, dazu schauen auch fast jeden Tag nach dem WoMo und plaudern gerne mal mit den ehemaligen Nachbarn wenn es sich ergibt.
Ich sehe bei mir zu Hause - im Außenbereich einer mittelgroßen Stadt - natürlich auch etliche Wohnmobile in Wohngebieten an der Straße stehen. Aber da ist die Parkplatzsituation auch noch einigermaßen entspannt, da geht das. Im Innenstadtbereich hingegen stehen die Chancen total schlecht, überhaupt einen legalen und kostenfreien Parkplatz in der passenden Länge zu finden. Ich fahre nur im Notfall mit dem Bulli ins Büro - denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der beste Parkplatz, den ich finde, dann näher an Zuhause als am Büro ist. Und wenn man in so einer angespannten Parkplatzsituation dann einen – oder sogar zwei
– kostbare Plätze wochenlang zuparkt: Hat man da nicht haufenweise böse Zettel an der Scheibe? Im Idealfall?
Bei uns unmittelbar zu parken, ist selbst für einen PKW eine Herausforderung. Mit einem Wohnmobil würde ich das nicht machen. Ok, zur Not mal für 1-2 Tage, aber mehr auch nicht. Wo die Parkplatzsituation angestrengt ist, finde ich sollte man den Menschen die Parkplätze überlassen die ihre Fahrzeuge für den täglichen Arbeitsweg & Co. benötigen.
Gleiches Thema, andere Frage: Ich habe ja auch eigentlich alles an Bord, um spontan losfahren zu können. Und trotzdem: Wenn ich dann losfahre, räume ich trotzdem noch erstaunlich viel Zeug in den Bulli. Alles, was aus dem Kühlschrank noch wegmuss, Hundefutter, Klamotten und Schuhe zum Wechseln, Bettwäsche, iPad, eBook-Reader und so. Wenn ich das alles noch einen Kilometer weit schleppen müsste, würde ich mehrmals laufen müssen ;-) Aber meine Großstadterinnerung sagt auch: Man kann nicht unbedingt zehn Minuten lang vor dem Haus in der zweiten Reihe parken und den Kram eben einladen. Schmeißt man dann alles in den PKW (der ja wahrscheinlich auch zwei Straßen weiter weg geparkt ist
), fährt raus ins Industriegebiet, wo das WoMo steht und lädt um?)
Oder ist das alles gar nicht so vertrackt und man findet immer einen gescheiten Parkplatz in 500 Meter Umkreis?
Wir haben vor der Haustür eine Be- und Entladezone. Wenn wir losfahren, schauen wir ob wir das WoMo direkt dort für paar Minuten hinstellen können zum beladen. Es ist aber eigentlich alles im WoMo was wir brauchen (immer Klamotten für mind. 5Tage, Schuhe, frische Handtücher, Bettzeug, 5kg Sack Platinum, Grundnahrungsmittel für mind. 5Tage, Getränke, etc.). In der Praxis sieht es aber so aus, dass wir trotzdem noch 2-3 Taschen mit Kram dabei haben
. Eine Tasche Bekleidung die doch noch uuuunbedingt mit muss
, eine Tasche mit frischen Lebensmitteln und halt unsere kleineren Rucksäcke mit privaten Kram wie iPad, eBook, Strickzeug, Beamer, etc. Das ist von der Menge her aber auch für die Strecke bis zum WoMo kein Problem.
Wenn wir länger wegfahren als ein (langes) WE, kaufen wir Lebensmittel irgendwo auf der Strecke ein. Großer Supermarkt mit großen Parkplatz - fertig. Unterm Strich sind wir total routiniert, einfach weil wir ca. 120Tage/im Jahr unterwegs sind.