Beiträge von SavoirVivre

    Gustaf hatte heute das erste Mal ausgiebigen (also 15min.) Kontakt zu anderen Hunden. Dabei war auch ein junger Rüde der vernünftig mit ihm gespielt hat, und zwei kleine Hündinnen die ihn angemessen gemaßregelt haben wenn er zu aufdringlich wurde. Wobei wir natürlich auch sehr darauf geachtet haben, dass es da - je Hündin - kein zweites Mal geben musste, indem wir ihm kleine Auszeiten verpasst haben.

    Seit vorgestern ist er ja das zweite Mal geimpft, das war mich wichtig weil in Hamburg derzeit einiges rumgeht, und seine Kot-Laborauswertung ist negativ auf sämtlich getesteten Bakterien, Giardien, Parasiten, etc.

    Das schöne ist, er setzt sich ca. 8 von 10 Malen hin wenn er einen Fremdhund erblickt der in "Reichweite" kommt, und wird dafür von uns bestätigt. Das er die letzten Wochen recht konsequent keinen Kontakt zu anderen Hunden haben durfte, hat dabei wirklich geholfen. Seine Frustrationstoleranz ist für seine 12Wochen erstaunlich gut. Hm, ok ich habe eigentlich gar keine Vergleichswerte :headbash:

    Wir bauen den Rückruf auch so auf, dass ich zunächst jeden Blick oder aktive Kontaktaufnahme zu mir belohne. Je nach Situation mit Leckerchen, Stimme oder Baby-Zergel.

    Der Weg zum Ziel ist jedoch mehrschrittig. Stark vereinfacht ausgedrückt zweischrittig.

    1. dass der Hund sich auch bei spannenden Reizen erstmal zu mir orientiert, also ansprechbar ist

    2. ich ihn dann mit einem Kommando zu mir hole (damit fange ich an, indem ich ein bestimmtes Rückrufwort etabliere, wenn der Zwerg eh auf dem Weg zu mir ist)

    Ziel: Dass der Rückruf dann irgendwann direkt, ohne vorherige Umorientierung zu mir, klappt - und das sauber und zuverlässig, auch bei hohem Aussenreiz.

    Wenn man sich das kleinteiliger ansieht, sind da aber ganz viele weitere Zwischenschritte drin. Z.B. vermeide ich es zu rufen, wenn ich nicht weiss er kommt jetzt eh nicht. Jeder "Rückruf" sollte von einem gemeinsamen Erfolg gekrönt sein, und sei es nur 5 Schritte zu mir.

    Aber ich bin ganz ehrlich, es klingt in der Theorie sooo einfach. Die Praxis muss wirklich kleinteilig erarbeitet werden und verläuft längst nicht geradeaus.

    https://djur.jordbruksverket.se/swedishboardof…e680004265.html

    Das ist die offizielle Seite für Schweden, auch da steht eindeutig Impfung ab 12 Wochen.

    Meine Erfahrung mit Behördenauskünften bei Welpen die Reisen sind grottig. Am besten frägt man bei den offiziellen Grenzkontrollstellen nach.

    Aber, später geimpft finde ich grundsätzlich eher gut.

    Wir können das gerne sezieren, oder aber es auch lassen, aber ich habe beim Zoll und Amt für Agrarwirtschaft (oder so, habe gefühlt ein Dutzend offizielle Stellen angerufen) angerufen und gefragt weil die Informationen so unterschiedlich sind. Ebenso für Norwegen. Also exakt das getan was Du schreibst ;)

    Ich gar nicht klugscheissen, nur Reisende (z.B. wie wir, die ca. 120Nächte/Jahr mit dem Wohnmobil unterwegs sind) darauf aufmerksam machen, dass es Länder gibt eine eine Tollwutimpfung erst ab 90Tagen akzeptieren und das ist halt so, habe ich mir nicht ausgedacht oder gewünscht =) .

    Aber wir hätten TW und die regululäre L4/SHHPi eh nicht zusammen impfen lassen. Ich finde spät Tollwut impfen im Grunde auch besser.

    Dazu auf die Schnelle vier Links:

    https://www.swedenabroad.se/de/botschaften…ngen/haustiere/

    https://www.mit-hund-und-kegel.de/html/schweden-e.html

    Siehe Kästchen, Änderungen ab 01. Januar 2012

    https://treffpunkt-schweden.com/regeln-gesetze…n-nach-schweden

    https://www.reisen-mit-hund.org/schweden/einre…nd-schweden.php

    SavoirVivre -- von wo kommst Du und wo willst Du hin - zumindest grob? Damals beim Hunde-Schweden-Urlaub haben wir die Vogelfluglinie-Fähren genommen. Die Öresundbrücke gab es damals noch nicht, und die Großer-Belt-Brücke ist bei Anreise aus dem Ruhrgebiet und dann weiter hoch nach Dalarna einiges an Umweg.

    Die "langen" Fähren sind vor allem dann interessant, wenn dort sich Fahrer gut ausruhen können, und sonst wenig Möglichkeiten haben. Mit einer mobilen Schlafstätte (Wohnmobil/-anhänger) sieht es natürlich anders aus.

    Wir kommen aus Norddeutschland und die Vogelfluglinie inkl. Fähre haben wir auch schon genommen. Sind eigentlich recht regemässig in DK und Schweden. Aber ich bin noch nie länger Fähre gefahren, daher unsere Überlegungen das mal auszuprobieren.

    Aber eigentlich Blödsinn, weil wir einen Bropas-Vertrag mit Bizz haben und damit viel günstiger über die Brücken kommen, weil wir auch sonst immer diese Strecke fahren. Aber ja, Vogelfluglinie wäre noch eine attraktive Option für uns :nicken: .

    Ja das kann gut sein. Mir wurde das offiziellen Stellen von zwei Ländern so erklärt, dass ein Welpe der mit 84 Tagen (=12 Wochen) geimpft wird + 21Tage Karenzzeit, zu früh geimpft wurde und nicht einreisen darf ohne Quarantäne.

    Und die Tierärztin hat es mir vorgestern (waren zur zweiten Impfrunde da) auch nochmal so erklärt, dass sie mit 90Tagen Tollwut impft, nicht 84Tagen. Tollwutimpfung haben wir nun nächsten Donnerstag.

    Die Hündin wäre dann in den Niederlanden?

    Ist dann die Abholung immer erst nach der Tollwutimpfung oder wie läuft das?

    Ich hatte mir die Homepage auch schon angeschaut von den grauen Anfurten.

    Ja. Mit 12 Wochen TW + 21 Tage Wartezeit.

    Sorry für den Einwurf, aber für Grenzüberschreitungen es sind 90Tage + 21Tage Wartezeit =) .

    Ich habe diesbezüglich aber auch nur recherchiert, weil wir im September mit dem Kurzen eine 3Wochen Reise nach Skandinaiven machen :hurra: .

    Ich finde keinen Fremdhundkontakt in den ersten Wochen gar nicht weiter schlimm. Es kommt ja auch immer auf die individuellen Rahmenbedingungen an.

    Hier gibt es auch erst seit gestern kontrollierten Fremdhundkontakt und der Kurze ist seit knapp vier Wochen bei uns. Wollte auch erst die zweite Impfung abwarten, weil in Hamburg gerade einiges hausiert, und wir seit Wochen mit wiederkehrenden Durchfall zu kämpfen haben. Es gab Ausnahmen mit 3 Hunden denen wir auf unseren Gassigängen öfters begegnen, aber auch da reden wir von vielleicht insgesamt 4-5x Kontakt mit max. 5Min. Interaktion und Spiel.

    Auch die Welpen anderer - erfahrener - Hundehalter die ich kenne, lernen die ersten 1-2 Wochen oftmals nur den Garten kennen. Die Gründe sind vielfältig und ich maße mir nicht an zu werten ob das richtig oder falsch ist.

    Sowieso würde ich ausgewählten, kontrollierten Kontakt mit anderen Hunden immer bevorzugen und dies ist halt bei den Mini-Runden die man mit einem sehr jungen Welpen macht nicht ohne weiteres möglich. Und auch wenn man die Ambition hat sich mit anderen Welpenhaltern (bzw. souveräne Adults) die man kennt zu verabreden, muss sowas zeitlich erstmal zustande kommen.

    Klar gehen da die Meinungen auseinander, aber meines Erachtens schadet es einem Welpen nicht, wenn er erst mit 12Wochen kontrollierte Interaktion mit anderen Welpen/Hunden hat und die ersten Wochen andere Dinge wichtiger sind. Übertreibungen helfen nur selten - in jede Richtung - auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist.

    Gerade in Großstädten ist die Herausforderung für einen Welpen nochmal eine ganz andere. So viele Eindrücke und Gerüche die den Kurzen geistig wirklich platt machen bzw. ablenken. Für mich war von Anfang an klar worauf ich den Fokus für unseren Kleinen lege, nämlich im direkten Wohnumfeld anzukommen. Und da der TE scheinbar auch aus Hamburg kommt, kann ich ihn zumindest in der Hinsicht gut nachvollziehen.