Eine Sachversicherung, was eine KV und OP Versicherung für den Hund nunmal ist, habe ich in der Hoffnung sie niemals/selten in Anspruch nehmen zu müssen. Die Beiträge ich aber trotzdem monatlich einzahle, kommen dann denen zugute deren Tiere hingegen Behandlungen brauchen. Es ist für mich somit "gut investiert". Wenn ich dann mal in die Situation komme, das mein Hund wirklich teure Behandlungen braucht, profitiere ich hingegen indirekt auf die eingezahlten Beiträge anderer. So trägt man sich gegenseitig und die Versicherung, die das Ganze steuert, ist idealerweise im Plus. Win-Win für ALLE. So sehe ich das und verstehe darin das Konzept einer Sachversicherung.
Ich bin auch niemand der sagt, oh, ich zahle pro Jahr 1.200€ an Beiträgen in die Versicherung ein, das muss sich für mich auch lohnen und werde deswegen mit Hund vorstellig beim beim Tierarzt, was ich ohne Versicherung nicht tun würde. Nein, wie gesagt, nehme ich die Versicherung nicht in Anspruch, haben hoffentlich andere Versicherungsnehmer was davon, von meinen Beiträgen. Dafür hoffe ich, das wenn mein Hund ein schlechtes Jahr hatte, und ich 5.000€ KV ausschöpfen muss plus auch noch OP Kosten, das viele andere Versicherungsnehmer es ähnlich sehen und handhaben, damit die Versicherung nicht zum Fazit kommt, das lohnt sich nicht mehr für uns - wir kündigen den Leistungsnehmern. Denn Leistungsnehmer, werden wir alle sein in schlechten Jahren.
Dann habe ich das bis jetzt falsch verstanden.
Ich hatte den Eindruck, dass die User mit Versicherung, die dann gerne 85-100€ pro Monat kostet, dann auch alles über die Versicherung abwickelt. So wie man es von seiner Krankenversicherung gewohnt ist.
Also entweder ist eine Versicherung eine sichere Sache um immer alle Kosten decken zu können oder eine Notfalloption.
Sonst bezahlt man ja die Versicherung und alles andere was nicht über (in Blaue geschossen) 500€ drüber geht.
Das wäre finanziell ja noch belastender.
Oder hab ich da irgendwo einen gehörigen Denkfehler drin?
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jein 
Wenn Dein Hund zum TA muss, dann machst Du das natürlich auch und reichst im Anschluss auch die Rechnungen ein. DAFÜR ist eine KV und/oder OP Versicherung da und soll auch genutzt werden wenn gebraucht!
Ich meinte vielmehr Versicherungsnehmer, die sich z.B. im November sagen, oh, ich habe dieses Jahr erst 450€ von, durch eingezahlte Beiträge, 800€ wieder raus, ich gehe nochmal zum TA und lasse ein grosses Blutbild machen. Ohne "Notwendigkeit" einfach damit sich die Versicherung auch "gelohnt hat". Wenn das viele so machen, dann sammelt sich versicherungsseitig kein "Plus" an für Behandlungen anderer Versicherungsnehmer, die wirklich notwendige Behandlungen machen lassen müssen. Das widerrum führt nach Zeitraum X evtl. zu einer Kündigungswelle.
Ich z.B. bin eine Hundehalterin die wegen "Kleinigkeiten" nicht zum TA rennt. Also wenn mein Hund jetzt mal zwei Tage Sodbrennen hat oder einen Tag Durchfall. Und das mache ich auch mit einer KV nicht. Ich wäge ab, würde ich jetzt mit Gustaf zum TA gehen, auch wenn ich die KV nicht hätte? Ist es wirklich notwendig oder mache ich es nur weil es erstattet wird? Und diese Überlegungen habe ich nicht weil ich Angst vor einer Kündigung habe, sondern weil dieses Vorgehen/Abwägen mitunter dazu beiträgt das eine Sachversicherung funktioniert.
Oder anderer, gewollt plakativer Vergleich.
Kommt hier irgendjemand auf die Idee, bei einer z.b. Glasversicherung seines Hauses, alle 5Jahre mal die Terrassentür einzuschlagen damit sich die Versicherung auch lohnt?
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Sachversicherung in diesem Kontext = gut sie zu haben, noch besser sie nicht in Anspruch nehmen zu müssen, weil das bedeutet das man einen gesunden Hund hat.