Beiträge von SavoirVivre

    Ohne "Notwendigkeit" einfach damit sich die Versicherung auch "gelohnt hat".

    Zahlen eure Versicherungen Prophylaxe?

    Meine schliesst das aus. Passt eine Untersuchung nicht zur angegeben Symptomen/Diagnose vom Arzt dann zahlt sie nicht.

    Mein Altersjahres Schall und mein Altersblutbild zahl ich selbst :ka: .

    Kann natürlich auch sein, dass es KV gibt die das Zahlen.

    Bei der Allianz sind 150€ für Vorsorge inkludiert. Für Impungen, Ungezieferprophylaxe, Wurmkur.. sollte das reichen.

    Von der Erstattung weiterer, freiwilliger Vorsorgeuntersuchungen wüsste ich jetzt nicht. Also wenn ich in 2-3Jahren Gustafs Herz nochmal schallen lassen würde vorsorglich, könnte ich es wohl nicht einreichen. Finde ich aber ok. Ich denke es gäbe nicht wenige die das evtl. zu rege in Anspruch nehmen würden.

    Um körpersprachlich und mental massiv Druck aufbauen ging es mir.

    Ah dann hatte ich das falsch verstanden.

    War wie gesagt auf generell Grenzen setzen etc gemünzt, nicht das wie.

    ich finde es liegt schon sehr nahe beieinander, denn körpersprachlich und mental Druck aufzubauen (das massiv lasse ich bewusst raus, weil das für mich Notbremse ist) macht man als Hundeführer ja idR um das einhalten von Grenzen durchzusetzen.

    Alles davor passiert idealerweise über das Training von Alternativverhalten und beibringen was erwünscht ist.

    Zumindest meine DSH hätten sich irgendwann umgedreht, wenn ich nur gemassregelt hätte, ohne das sie wissen was sie stattdessen tun sollen.

    Miamaus hat’s gut erklärt wie ich finde

    Dann können viele Hundehalter ihre Hunde ja direkt wieder abgeben oder keinen Nachfolger mehr haben. Also Deiner Auffassung nach. Ja, finde ich hart die Aussage :ka:

    Das ist mir klar.

    Ich bin mittlerweile einfach der Auffassungen das ohne Grenzen setzen / sich durchsetzen in welcher Form auch immer es nicht funktioniert. Und wenn man da nicht der Typ für ist sollte man wie gesagt sehr genau sein mit seinem Timing um Dinge zu umgehen.

    Oder hab ich was falsch verstanden und es ging um was anderes als Grenzen allgemein aufzeigen? Darauf bezieh ich mich .

    Das liest sich deutlich realistischer und machbarer

    Keine Ahnung :ka:

    Das ist eben meine Art mit meinen Hunden zu arbeiten..

    Das ist kein Patentrezept für jeden Hundehalter und jeden Hund. Sondern einfach nur meine Vorgehensweise…

    Finde ich gut, Mal so klarzustellen. Scheint ja sehr gut für euch zu funktionieren, ist aber nicht für jedes Team der richtige Weg.

    Natürlich nicht. Es gibt halt kein Schema F für alle Hunde. Nicht einmal mit einem und denselben Halter. Und Rahmenbedingungen machen auch was aus.

    Bei meinen beiden DSH und Boxer-Mix hat das gut geklappt. Da habe ich aber auch „ruhiger“ gewohnt und konnte auch die Ablenkung durch Aussenreize besser dosieren und kontrollieren.

    Bei Gustaf ist das nicht wirklich hilfreich, da ich im jetzigen Wohnumfeld nicht authentisch dabei auftreten kann (wären direkt x fremde Menschen da, die Gustaf retten wollen 🙄) und deswegen ist es nicht der richtige Weg.

    jein :smile:

    Wenn Dein Hund zum TA muss, dann machst Du das natürlich auch und reichst im Anschluss auch die Rechnungen ein. DAFÜR ist eine KV und/oder OP Versicherung da und soll auch genutzt werden wenn gebraucht!

    Ich meinte vielmehr Versicherungsnehmer, die sich z.B. im November sagen, oh, ich habe dieses Jahr erst 450€ von, durch eingezahlte Beiträge, 800€ wieder raus, ich gehe nochmal zum TA und lasse ein grosses Blutbild machen. Ohne "Notwendigkeit" einfach damit sich die Versicherung auch "gelohnt hat". Wenn das viele so machen, dann sammelt sich versicherungsseitig kein "Plus" an für Behandlungen anderer Versicherungsnehmer, die wirklich notwendige Behandlungen machen lassen müssen. Das widerrum führt nach Zeitraum X evtl. zu einer Kündigungswelle.

    Ich z.B. bin eine Hundehalterin die wegen "Kleinigkeiten" nicht zum TA rennt. Also wenn mein Hund jetzt mal zwei Tage Sodbrennen hat oder einen Tag Durchfall. Und das mache ich auch mit einer KV nicht. Ich wäge ab, würde ich jetzt mit Gustaf zum TA gehen, auch wenn ich die KV nicht hätte? Ist es wirklich notwendig oder mache ich es nur weil es erstattet wird? Und diese Überlegungen habe ich nicht weil ich Angst vor einer Kündigung habe, sondern weil dieses Vorgehen/Abwägen mitunter dazu beiträgt das eine Sachversicherung funktioniert.

    Oder anderer, gewollt plakativer Vergleich.

    Kommt hier irgendjemand auf die Idee, bei einer z.b. Glasversicherung seines Hauses, alle 5Jahre mal die Terrassentür einzuschlagen damit sich die Versicherung auch lohnt?

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    Sachversicherung in diesem Kontext = gut sie zu haben, noch besser sie nicht in Anspruch nehmen zu müssen, weil das bedeutet das man einen gesunden Hund hat.

    Genau genommen sind die Versicherungsnehmer, die den Sinn einer Sachversicherung nicht ganz durchblicken, "das Problem". Und das schreibe ich ganz gewiss nicht weil ich Versicherungen so fair und toll finde. Aber ich glaube ich habe ein gewisses Verständnis für das Grundprinzip/Businessplan.

    Eine Sachversicherung, was eine KV und OP Versicherung für den Hund nunmal ist, habe ich in der Hoffnung sie niemals/selten in Anspruch nehmen zu müssen. Die Beiträge ich aber trotzdem monatlich einzahle, kommen dann denen zugute deren Tiere hingegen Behandlungen brauchen. Es ist für mich somit "gut investiert". Wenn ich dann mal in die Situation komme, das mein Hund wirklich teure Behandlungen braucht, profitiere ich hingegen indirekt auf die eingezahlten Beiträge anderer. So trägt man sich gegenseitig und die Versicherung, die das Ganze steuert, ist idealerweise im Plus. Win-Win für ALLE. So sehe ich das und verstehe darin das Konzept einer Sachversicherung.

    Ich bin auch niemand der sagt, oh, ich zahle pro Jahr 1.200€ an Beiträgen in die Versicherung ein, das muss sich für mich auch lohnen und werde deswegen mit Hund vorstellig beim beim Tierarzt, was ich ohne Versicherung nicht tun würde. Nein, wie gesagt, nehme ich die Versicherung nicht in Anspruch, haben hoffentlich andere Versicherungsnehmer was davon, von meinen Beiträgen. Dafür hoffe ich, das wenn mein Hund ein schlechtes Jahr hatte, und ich 5.000€ KV ausschöpfen muss plus auch noch OP Kosten, das viele andere Versicherungsnehmer es ähnlich sehen und handhaben, damit die Versicherung nicht zum Fazit kommt, das lohnt sich nicht mehr für uns - wir kündigen den Leistungsnehmern. Denn Leistungsnehmer, werden wir alle sein in schlechten Jahren.

    So funktioniert für mich Sachversicherung

    A propos vereinfachend und verurteilend...

    Ich finde es bei verschiedensten Themen immer erstaunlich, dass Leute annehmen, andere könnten nur abweichender Meinung sein, weil sie weniger Erfahrungen haben. So viel Überzeugung, dass die eigene Weltsicht die einzig richtige ist, Wahnsinn.

    Dass die eigene Weltsicht aber so ist, weil sie auf entsprechende Erfahrung basiert, könnte nicht vielleicht sein?

    Und sorry, zu Hause in der Stadtwohnung bist du einfach überhaupt nicht davon betroffen, hast noch überhaupt nicht die Vorstellung davon, inwieweit dein Leben davon beeinträchtigt sein kann.

    Jo, weil der Städtler zu was genau ist (bzw. nicht ist) um sich mit Betroffenden auszutauschen und oder hinzuhören, wenn andere von ihren Nöten berichten?

    Zu blöd? Unempathisch? Desinteressiert? Überheblich?

    Wow!

    Ich bin Grosstädtlerin und ich denke ich bin dennoch in der Lage zu sehen das der Wolf mittlerweise ein echtes Problem darstellt und Ängste auslöst, und das Betroffene komplett allein gelassen werden! Und ich habe eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie lebensbeeinträchtigend das für Betroffene sein kann und wie ohnmächtig man diesem gegenüber steht. Und dafür muss ich nicht im Wolfsgebiet leben oder eine Herde Nutztiere haben die bereit Opfer von Wolfsangriffen waren.

    Das ich nichts dran ändern kann, sondern nur mitfühlen und hoffen das sich das für alle Betroffenen mal ändert, steht auf einem anderen Zettel

    Zu Hause in seiner Stadtwohnung kann man leicht über wolfskritische Leute lachen.

    A propos vereinfachend und verurteilend...

    Ich finde es bei verschiedensten Themen immer erstaunlich, dass Leute annehmen, andere könnten nur abweichender Meinung sein, weil sie weniger Erfahrungen haben. So viel Überzeugung, dass die eigene Weltsicht die einzig richtige ist, Wahnsinn.

    Ich glaube nicht das ChiBande es allumfassend, alle Städtler betreffend, gemeint hat, aber ansonsten bin ich Deiner Meinung.

    Die Überzeugung Einiger, das man nur nachempfinden oder verstehen kann was Kern der Sache ist, wenn man selbst die Erfahrung gemacht hat oder in der Situation steckt, sagt auch was über die Person die so denkt aus.

    Damit spricht man anderen, oftmals völlig Fremden, mal eben so Empathie, Intelligenz, Kontext, usw. ab. Und diese Überheblichkeit, denn nix anderes ist es für mich, nimmt man dann oftmals zusätzlich zutiefst ungerne für sich an wenn man darauf aufmerksam gemacht wird.. weil meint man ja nicht so.. aha :ka: