Beiträge von SavoirVivre

    Heute würden sie bei kleinster Auffälligkeit gemeldet werden und der Justiz-Behördenapperat hätte heute eine Handhabe auf Gesetzeslage.

    Aber wuerde es nicht deutlich mehr Sinn machen, wenn das fuer alle Hunde gelten wuerde? Also nicht weil der hat geknurrt oder so Bloedsinn. Aber wenn der Hund auffaellig ist, dann wird dieser Hund ueberprueft. Nicht weil er einer Rasse angehoert die auf der Liste steht (und obwohl der Hund nichts gemacht hat), sondern weil er - dieser spezielle Hund - ggf. eine Gefahr darstellt.

    Und nach ueber 20 Jahren haette man doch echt was lernen koennen und haette diese Gesetze aendern koennen.

    Die ganzen Arschgeigen die jetzt keinen Pit o.ae. mehr halten koennen, weichen einfach auf andere Rassen aus. Und diese Rassen sind nicht weniger gefaehrlich! Aber die duerfen sie halten, also passt es schon.. Oder sie holen und halten sie halt doch illegal.

    Das ist doch beides einfach scheisse.

    ich bin komplett bei dir

    Zunächst, das meine ich nicht als pro für die Rasselisten. Ich schildere nur meine eigene heutige Wahrnehmung vs. vor der Einführung der Listen.

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    Ich denke die absolute Zahl der illegal gehaltenen Listenhunde Kat 1 und insbesondere deren Vermehrung hat schon stark abgenommen seit Einführung der Rasselisten. Es gilt auch hier, so makaber es auch ist, das Marktwirtschaftsgesetz von Angebot und Nachfrage. Die Haltung ist deutlich erschwert worden. Praktisch jeder Listenhundhalter hat ein Stigma aufgedrückt bekommen und steht schwer unter Beobachtung, im Vergleich zu vor der Volkan Tragödie, die ja Grund für die aktionnistische Einführung der Rasselisten war. Ich bin der Meinung die Nachfrage ist anhand dessen stark gesunken, daraus resultierend auch das Angebot. Ganz pragmatisch und stumpf betrachtet.

    Gibt es trotzdem immernoch (zu) viele illegal gehaltende und produzierte Listenhunde? Ja, Ja, Ja! Aber es ist gefühlt und wahrgenommen (nicht statistik belegbar, wie auch, wenn es sich um unregistrierte Hunde handelt) deutlich weniger geworden, nicht nur etwas.

    Nehmen wir mal den Stadtteil meiner Eltern (sie wohnen dort noch immer, und ich bin noch immer regelmässig zu Besuch). Nach der Tragödie mit Volkan waren die vielen Listis des Viertels innerhalb weniger Wochen weg. Einfach weg. Keine Ahnung ob beschlagnahmt oder ausser Landes/Ortes gebracht. Davor war das Viertel durchaus sowas wie eine illegale Vermehrer-Hochburg, einfach weil es nicht verboten war und niemanden interessiert hat :ka: . Wo es vor Einführung der Rasselisten zum absolut normalen Tagesbild gehörte auf Halter mit ihren Listis zu treffen (die stark überwiegend nicht auffällig waren), gibt es heute lt. meinem Vater in der Ecke noch zwei vermeintliche Listenhunde von denen er weiß. Ok das ist nicht aussagekräftig, weil eben nur paar Strassenzüge, aber ich berichte ja auch nur von meiner eigenen Wahrnehmung. Aber im direkten Vergleich, vor Einführung der Rasselisten lebten in diesen Strassenzügen immer 10-15 Listenhunde. Es hat sich viel verändert, sehr viel, zum besseren!

    Mein persönliches Fazit, das Klientel stört es durchaus das die Haltung jetzt illegal ist. Es hat viele, nicht alle, davon abgehalten es Ibrahaim K nach zu tun. Denn sie können sich eben nicht mehr einfach mal so einen Listenhund kaufen, halten und verhalten wie es beliebt. Heute würden sie bei kleinster Auffälligkeit gemeldet werden und der Justiz-Behördenapperat hätte heute eine Handhabe auf Gesetzeslage. Die mediale Berichtserstattung verzerrt die eigene Wahrnehmung schon auch, denn heute werden Angriffe durch Hunde rasch und gerne aufgenommen im Vergleich zu vor 2001.

    Natürlich gibt es dennoch Menschen - zu viele - die sich trotzdem illegal einen Listenhund holen und halten, aber es ist meines Erachtens nicht richtig zu sagen dass die Rasselisten wenig gebracht haben in Punkto starker Reduzierung der Haltung von Listenhunden. Aber man kann durchaus sagen, das es viel, viel zu viele getroffen hat die es weiß Gott nicht verdient haben.

    Doppelmoral erscheint mir der falsche Begriff. Es ist freundlich ausgedrückt wenig schlau, nicht so freundlich ausgedrückt totale scheisse (im wahrsten Sinne des Wortes :D )

    finde ich kein Ding. Mache ich selbst regelmässig.

    Wenn ich so Standardrunden gehe und weiß, ich komme die nächsten Kilometer an keinem Mülleimer vorbei, laufe aber mit Sicherheit wieder hier vorbei, dann lege ich den Kotbeutel versteckt (damit andere sich nicht ärgern) ab und nehme ihn auf dem Rückweg mit. Bei Runden die an Feldrändern entlang führen zum Beispiel handhabe ich das oft so, da kicke ich den Kot nämlich nicht ins Feld rein.

    Ja, aber zu der Frage wo manchmal die gammeligen Hundekottüten herkommen und man sie liegenlässt. Wurden wohl vergessen

    das kann sein und das kann passieren.

    oder aber, und das ist wahrscheinlicher, sie wurden irgendwann liegengelassen weil man keine lust mehr hatte sie weiter zu tragen nachdem 1-2km kein mülleimer kam (die stinken nämlich trotzdem). aber ich ziehe mir den schuh nicht an, womit ich nicht sagen will das du ihn mir hingestellt hast :smile: .

    finde ich kein Ding. Mache ich selbst regelmässig.

    Wenn ich so Standardrunden gehe und weiß, ich komme die nächsten Kilometer an keinem Mülleimer vorbei, laufe aber mit Sicherheit wieder hier vorbei, dann lege ich den Kotbeutel versteckt (damit andere sich nicht ärgern) ab und nehme ihn auf dem Rückweg mit. Bei Runden die an Feldrändern entlang führen zum Beispiel handhabe ich das oft so, da kicke ich den Kot nämlich nicht ins Feld rein.

    Die ersten 1,5lebensjahre meines Hundes hatte ich ständig Vogelsand dabei (ist wirklich furchtbar, son kleines säckchen. wiegt bestimmt 150g - krass) einfach weil er leider regelmässig sehr weichen Kot/Durchfall hat.

    Seit er verdauungstechnisch stabil ist, habe ich keinen Vogelsand mehr dabei, sondern nur nach Bedarf.

    Sorry, aber ich mute es meinen Mitmenschen (und deren Hunden) nicht zu sich optisch, geruchstechnisch und haptisch (reintreten) mit den Hinterlassenschaften meines Hundes auseinander setzen zu müssen, wenn ich es irgendwie "weniger" machen kann.

    Und Wasser habe ich im Sommer oft sowieso dabei. In den kühlen Jahreszeiten nicht.

    Ich bin da wohl noch recht altmodisch unterwegs. Für mich gehörte seinerzeit Freigang bei einer Katze dazu. Alles andere fand ich unnatürlich. Würde ich heute ggfl. auch anders drüber denken, aber wohl eher, weil ich es durch das deutlich größere Verkehrsaufkommen und die höhere Wohndichte einfach zu gefährlich fände, meine Katze draußen rumlaufen zu lassen. Wir wohnen jetzt in einem reinen Wohngebiet, da wären die Nachbarn begeistert, wenn meine Katze in deren Garten rumstromern und kacken würde.

    ich finde das interessant.

    auch im "heute" (das früher vieles anders war kann ich gut nachvollziehen) macht du dir eher gedanken wie die nachbarn es finden würden wenn deine katze deren garten verunreinigt, oder das sie unter die räder kommen könnte, als das sie täglich anzahl x von wildtieren tötet?

    nur um es zu verstehen. du würdest eine katze heute eher als haus-/wohnungskatze halten wegen erstenen beiden punkten als letzteren?